Natrium muriaticum: Homöopathie bei psychischen Problemen

Veronika Toth Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Natrium muriatium, auch Natriumchlorid, ist ein vielseitig einsetzbares homöopathisches Mittel. Bei psychischen Problemen und depressiven Verstimmungen findet es als natürliche Alternative zur Schulmedizin besonders oft seine Anwendung.

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Inhalt
  1. Herstellung von Natrium muriatium
  2. Bei welchen Beschwerden wird Natrium muriaticum angewandt?
  3. So stellt ein Heilpraktiker fest, ob Natriumchlorid helfen kann
  4. Welche Dosierung und Anwendung von Natriumchlorid wird empfohlen?
  5. Natrium muriaticum: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?

Das homöopathische Mittel Natrium muriatium, im Volksmund bekannter unter dem Namen Natriumchlorid, erfreut sich an vielen Einsatzbereichen in der Naturmedizin. Besonders häufig wird es jedoch bei depressiven Verstimmungen oder psychischen Problemen von Heilpraktikern empfohlen.

 

Herstellung von Natrium muriatium

Natrium muriaticum, auch Natrium chloratum oder Natriumchlorid genannt, ist ein in der Homöopathie häufig verwendetes Mittel, das aus Kochsalz gewonnen wird. Es ist natürlicherweise nahezu überall vorhanden, hauptsächlich aber in Meerwasser und in unterirdischen Salzstöcken. Für die Anwendung in der Homöopathie wird es stark verdünnt (potenziert). 

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Bei welchen Beschwerden wird Natrium muriaticum angewandt?

Natrium muriaticum ist bei vielen verschiedenen typischen Krankheiten und Zuständen des Körpers einsetzbar. Sehr häufig verordnen Heilpraktiker es jedoch begleitend zur Behandlung psychischer Probleme und seelischer Zustände wie Depression, Trauer oder Erschöpfung.

Weitere typische Anwendungsbereiche von Natriumchlorid:

  • Schwangerschaftsübelkeit
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Asthma
  • Akne
  • Verstopfung
  • Haarausfall
  • Kopfschmerzen
 

So stellt ein Heilpraktiker fest, ob Natriumchlorid helfen kann

Um festzustellen, ob Natrium muriaticum das richtige Mittel für eine Behandlung ist, fragt der Heilpraktiker in der Regel nach folgenden Krankeitszeichen, den sogenannten Leitsymptomen:

  • trockene Schleimhäute
  • Verlangen nach Salz
  • großer Durst
  • Ausschläge (vor allem hinter den Ohren, an Gelenkbeugen, am Haaransatz)
  • rissige Lippen
  • Angst vor Ablehnung
  • starkes Herzklopfen

Während sich die Beschwerden im Liegen, durch frische Luft und kaltes Baden verbessern können, so können sie sich am Meer, bei Hitze, bei körperlicher und geistiger Anstrengung sowie nach der Mensturation verschlechtern. 

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Welche Dosierung und Anwendung von Natriumchlorid wird empfohlen?

Homöopathische Arzneimittel gibt es als Streukügelchen (Globuli), Tabletten oder Tropfen. Soweit Sie von Ihrem Heilpraktiker keine andere Dosierungen verordnet bekommen haben, empfiehlt der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) bei der Selbstbehandlung folgende Dosierung: zwei bis drei Streukügelchen der Potenz C12 bis zu viermal am Tag.

Damit die Arznei sich gut entfalten kann, sollten Sie zum Essen und Trinken einen Mindestabstand von 15 Minuten einhalten und die Streukügelchen und Tabletten langsam auf der Zunge zergehen lassen. Tropfen sollten vorm Schlucken eine Weile im Mund behalten werden. 

 

Natrium muriaticum: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?

Heilpraktiker setzen Natrium muriaticum bei Babys und Kindern häufig bei Milchschorf ein. Aber auch bei Bauchkrämpfen, die durch Nahrungsmittel wie Milch oder Getreide ausgelöst werden, ist Natrium muriaticum häufig das Mittel der Wahl. Eine homöopathische Behandlung von Kindern ersetzt aber nicht den Gang zum Kinderarzt. Er ist der Experte und kann einschätzen, welche Arzneimittel bei welcher Erkrankung sinnvoll sind.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

Natrium muriaticum Steinsalz oder Kochsalz, in: Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte

Welche Potenz für welche Krankheitssituation?, in: Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte

Eisele, M. et al. (2020): Homöopathie für die Kitteltasche. Indikations- und wirkstoffbezogene Beratungsempfehlungen, Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.

Pfeiffer, H. et al.  (2018): Homöopathie in der Kinder- und Jugendmedizin, München: Elservier Verlag.

Wiesenauer, M. & Elies, M. (2004): Praxis der Homöopathie – Eine praxisbezogene Arzneimittellehre, Stuttgart: Hippokrates Verlag.

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