Nasennebenhöhlenentzündung: Die 5 besten Hausmittel

Daphne Sekertzi

Die Sinusitis, gehört zu den unangenehmsten Erkrankungen im Winter. Um den Heilungsprozess bei einer Nasennebenhöhlenzündung zu beschleunigen, helfen diese fünf Hausmittel.

erkältete Frau sitzt mit Taschentüchern und Tee auf der Couch
Eine Nasennebenhöhlenentzündung ist eine ernsthafte Erkrankung Foto:  istock sestovic

Bei einer Nasennebenhöhlentzündung ist es ratsam, Hausmittel anzuwenden. Mit diesen vermeidet man die lange Einnahme von Medikamenten, die neben zahlreichen Nebenwirkungen sogar zu einer Verschlechterung der Sinusitis führen können. Komplikationen, wie eine Augen- oder Stirnhöhlenentzündung, können die Folge sein.

Scheinbar harmlose Mittel, wie Nasensprays, die Schleimhäute nach einigen Stunden wieder anschwellen und bergen darüber hinaus eine Suchtgefahr.

 

Eine hohe Flüssigkeitszufuhr ist das A und O

Da eine Sinusitis meist in Verbindung mit einer Erkältung auftritt, wird sie durch leichtes Fieber und ständiges Nasenputzen begleitet. Eine leichte Dehydrierung des Körpers ist die Folge. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, sollte man viel trinken. Dazu eignen sich neben Wasser auch Kräutertees.

Unter den Tees zählt Ingwer zu den wirksamsten Zusätzen. Er verhindert nicht nur, dass sich die Bakterien vermehren, sonders regt auch die Durchblutung an. Außerdem ist auf eine hohe Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen zu achten, da trockene Raumlauft die entzündeten Schleimhäute nur noch mehr reizt.

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Die 5 besten Hausmittel gegen eine Nasennebenhöhlenentzündung

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen natürliche und pflanzliche Mittel zum Einsatz, die gleich mehrere Beschwerden gleichzeitig lindern. Die folgenden fünf Hausmittel warten mit schmerzlindernden, schleimlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften auf.  

Salzwasser löst den Schleim 

Die Kopfschmerzen und das Druckgefühl bei einer Nasennebenhöhlenentzündung entstehen durch festsitzenden Schleim. Salzwasser kann dabei eine schnelle Abhilfe schaffen – entweder in Form einer Nasendusche oder als Dampfinhalation. Die Schleimhäute schwellen ab, der Schleim löst sich und wird nach außen befördert – und mit ihm die Viren.

Enthält das Wasser pflanzliche Zusätze und ätherische Öle, beruhigen sich die gereizten Schleimhäute: Eukalyptus wirkt abschwellend und antibakteriell, Rosmarin befreit die Atemwege und Pfefferminzöl hält die Entzündung in Schach. 

Bessere Durchblutung durch Erkältungsbäder

Erkältungsbäder gehören zu den bewährten Hilfsmitteln bei Nasennebenhöhlenentzündungen. Bei einer Temperatur von 36 bis 37 Grad wird die Durchblutung gefördert. Ätherische Öle, wie Rosmarin-und Teebaumöl wirken antibakteriell und schleimlösend und unterstützen so den Heilungsprozess.

Leinsamenkompressen bei Kopfschmerzen 

Warme Leinsamenkompressen kommen insbesondere bei drückenden Kopfschmerzen gerne zum Einsatz. Neben ihrer schmerzstillenden und beruhigenden Wirkung lindern Leinsamenkompressen auch Entzündungen.

So funktioniert es: Leinsamen mit Wasser zu einem dickflüssigen Brei verkochen. Ein Löffel des Leinsamengemischs auf ein sauberes Küchentuch streichen und zu einer Kompresse falten. Anschließend das warme Päckchen für mindestens 15 Minuten auf die schmerzende Stelle legen. 

Mit Zwiebelsäckchen gegen Ohrenschmerzen

Weil der Nasenrachenraum mit dem Mittelohr verbunden ist, können die Bakterien bei einer Sinusitis zum Ohr hinüber wandern und es verstopfen. So kann es zusätzlich zu den gereizten Schleimhäuten auch zu Ohrenschmerzen kommen. Zu deren Linderung haben sich Zwiebelsäckchen bewährt.

So funktioniert es: Eine halbe Zwiebel in kleine Stücke hacken und in ein sauberes Baumwolltuch wickeln. Wenn dabei viel Saft austritt – umso besser. Darin befinden sich nämlich die entzündungshemmenden Schwefelverbindungen der Zwiebel in hochkonzentrierter Form. Die Zwiebelsäckchen entweder auf der Heizung oder zwischen zwei Wärmflaschen erwärmen und für einige Minuten auf das schmerzende Ohr legen. 

Hühnersuppe – die Geheimwaffe bei Erkältungen 

Wenn es um Erkältungen geht, darf die Hühnersuppe als natürliches Mittel nicht fehlen. Der Grund: Das in der Hühnersuppe enthaltene Cystein lässt die Schleimhäute abschwellen, während Zink und Eisen das Immunsystem stärken. Jedoch sind es auch scharfe Gewürze, die die Hühersuppe bei einer Nasennebenhöhlenentzündung zum besten Hausmittel machen. Chili oder Cayennepfeffer lassen die Nase laufen und helfen so dabei, Krankheitserreger auszuspülen. 

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