Nahrungsmittelintoleranzen: Welche Therapie hilft?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Beschwerden von Nahrungsmittelintoleranzen können durch eine einfache Form der Therapie behoben werden: Verzicht. In den meisten Fällen ist das gleichzeitig die einzige Behandlungsmöglichkeit. Zwar gibt es Medikamente, die zum Teil einen Enzymmangel ausgleichen, ihre Wirksamkeit kann die Unverträglichkeit jedoch, außer in sehr leichten Fällen, nicht vollständig ausgleichen.

Die Betroffenen von Nahrungsmittelintoleranzen müssen als Therapie also ihre Ernährung komplett umstellen und den Auslöser ihrer Unverträglichkeit vermeiden. Das ist erheblich einfacher, wenn Sie beim Kochen frische Zutaten verwenden. Ansonsten müssen Sie sich angewöhnen, die Zutatenlisten von Fertigprodukten zu studieren. Denn zum Teil sind Substanzen in Produkten enthalten, wo Verbraucher sie nicht erwarten.

Hilfreich bei Milchzuckerunverträglichkeit sind Milchprodukte ohne Laktose. Die Etikettierung „glutenfrei“ hilft bei Zöliakie. Bei Fruktose wiederum ist es ratsam, zunächst zwei Wochen lang vollständig zu verzichten und dann den Verzehr ganz langsam zu steigern, um die Grenze auszumachen, ab welcher Symptome auftreten. Das erfolgt in enger Abstimmung mit einem Arzt oder Ernährungsberater.

Dieses Vorgehen ermöglicht es den Betroffenen normalerweise, weiterhin Obst und Fruchtsäfte zumindest in geringen Mengen zu sich zu nehmen – jeweils unterhalb der festgestellten Verträglichkeits-Grenze. So lässt sich im Rahmen der Nahrungsmittelintoleranzen-Therapie eine zu einseitige Ernährung vermeiden.

Medikamente können bei Nahrungsmittelintoleranzen die Therapie zum Teil unterstützen. Bei einer Laktose-Unverträglichkeit hilft das Enzym Laktase, während das Enzym Diaminoxidase die Beschwerden einer Histamin-Intoleranz eingrenzt. Die Tabletten bilden zwar keinen vollwertigen Ersatz für die körpereigene Enzym-Produktion, sie ermöglichen den Betroffenen aber eine größere Freiheit bei der Wahl der Lebensmittel, da dank der Medikamente zumindest kleinere Mengen der betreffenden Substanz in der Regel gut vertragen werden.

Bei einer Histamin-Unverträglichkeit kommen, etwa nach versehentlichem Verzehr, gegebenenfalls Medikamente zum Einsatz (Antihistamine), die Symptome lindern.

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