Nagelverfärbungen durch Nährstoffmangel?

Nagelverfärbungen und brüchige Fingernägel
Nagelverfärbungen und brüchige Fingernägel, sind oft die Folge eines Magnesiummangels © Stephan Floss für WDW

Haben Sie brüchige Fingernägel oder Nagelverfärbungen? Dann könnte ein Eisenmangel die Ursache sein. Erfahren Sie hier, welche Nahrungsergänzungsmittel für wenn geeignet sind.

Der Markt der Nahrungsergänzungsmittel boomt. Doch Ärzte warnen vor der Einnahme ohne medizinischen Befund. Fakt ist: Das Risiko eines Nährstoffmangels ist in Deutschland relativ gering. Ausnahme: Menschen mit bestimmten Erkrankungen, Ernährungsgewohnheiten oder Lebenslagen.

 

Brüchige Fingernägel durch Magnesiummangel

Der Mineralstoff aktiviert Enzyme, die für die Energieversorgung der Muskeln zuständig sind, und sorgt für stabile Knochen und starke Nerven.

Hinweise auf einen Mangel: Krämpfe in Waden und Füßen, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen und brüchige Fingernägel.

Wer gehört zur Risikogruppe? Jugendliche, Sportler, Menschen mit hoher Arbeitsbelastung und Stress, Diabetiker, Schwangere.

 

Eisen für gesunde Fingernägel

Eisen ist ein zentrales Spurenelement für den Stoffwechsel. Es gewährleistet die Energieversorgung in den Zellen und stärkt die Immunabwehr.

Hinweise auf einen Mangel: Müdigkeit, brüchige Nägel, eingerissene Mundwinkel, Haarausfall, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Infektanfälligkeit und auffallende Blässe.

Wer gehört zur Risikogruppe? Schwangere, Stillende, Frauen mit starker Menstruation, Menschen mit Niereninsuffizienz, chronischen Darmerkrankungen oder Darmblutungen, Chemotherapiepatienten.

 

Vitamin D für die Knochen

Vitamin D ist wichtig für den Aufbau starker Knochen und die Kalziumaufnahme aus dem Blut.

Hinweise auf einen Mangel: Müdigkeit, Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen, Glieder-und Muskelschmerzen, Schwindelanfälle

Wer gehört zur Risikogruppe? Säuglinge und Kinder in den ersten Lebensjahren, Vegetarier, Veganer, Menschen ab 65 Jahren mit gestörter Nährstoffaufnahme (Malabsorption), Leberzirrhose, Niereninsuffizienz. Außerdem Patienten, die Antiepileptika und Barbiturate einnehmen.

 

Vitamin B12 für gute Stimmung

Vitamin B12 unterstützt die Zellteilung, die Blutbildung und spielt eine wesentliche Rolle bei der Funktionsfähigkeit des Nervensystems.

Hinweise auf einen Mangel: Ein B12-Defizit zeigt sich erst im fortgeschrittenen Stadium. Frühe Hinweise sind Beinkribbeln und Taubheitsgefühle, Erschöpfung, Müdigkeit, Verdauungs- und Sehstörungen oder leichte depressive Verstimmungen.

Wer gehört zur Risikogruppe? Veganer, Vegetarier, Menschen ab 65 Jahren, Schwangere, Menschen mit Nieren- und Magendarmerkrankungen und ungeklärter Blutarmut (Anämie).

 

Zink fürs Immunsystem

Zink sorgt für eine gesunde Haut, fördert das Wachstum und stärkt die Abwehrfunktion des Immunsystems.

Hinweise auf einen Mangel: verändertes Hautbild, schlechte Wundheilung, Schleimhautentzündungen, Haarausfall, erhöhte Infektanfälligkeit, Appetitlosigkeit, Verstärkung von Allergiesymptomen oder Hauterkrankungen, wie Akne und Neurodermitis.

Wer gehört zur Risikogruppe? Menschen mit Haut-, Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen, viel Stress oder einer langfristigen Diät, Diabetiker, Sportler, Kinder, Rheuma- und Krebspatienten, Raucher.

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