Nachweis der Ebola-Krankheit nur durch Labordiagnostik

Aus der Serie: Ebola - Ursachen, Symptome und Behandlung

Offiziell darf nur der Amtsarzt die Ebola-Krankheit diagnostizieren. Die typischen Ebolavirus-Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gliederschmerzen liefern einen ersten Hinweis auf eine Ebola-Infektion.

Diagnose der Ebola-Krankheit durch Blutuntersuchungen

Besteht bei einem Patienten der Verdacht auf eine Ebola-Krankheit, wird er in Quarantäne gesteckt. Dort entnimmt man ihm eine Blutprobe. Die als Ebola-Test genutzte sehr aufwendige und mehrere Stunden dauernde Polymerase-Kettenreaktion-Methode (PCR) liefert eine eindeutige Diagnose. Die Erbsubstanz des Ebola-Erregers wird dabei mithilfe eines bestimmten Enzyms – der sogenannten DNA-Polymerase – soweit vervielfältigt, bis sie durch die Blutuntersuchung nachgewiesen werden kann. Um das Ergebnis zu bestätigen, wird das Verfahren – das bis zu 48 Stunden dauert – mit einem Kontrolltest wiederholt.

Labordiagnostik zur Identifikation des Ebola-Virus
Der Ebola-Virus ist nur schwer zu identifizieren. Eine Labordiagnostik gibt Aufschluss Foto: Fotolia

Neuer Ebola-Schnelltest

Forscher der Nagasaki Universität in Japan haben einen neuen Ebola-Test entwickelt, um die Ausbreitung der tödlichen Krankheit eindämmen zu können. Der Test ist schneller, billiger und flexibler einsetzbar als bisherige Nachweismethoden. Das neue Schnell-Verfahren soll innerhalb von 30 Minuten ein Ergebnis bringen. Dafür entwickelten Forscher die Primer-Substanz. Diese verstärkt die DNA von Viren, die in Blutproben nachgewiesen werden. Die Blutprobe wird auf rund 63 Grad erhitzt. Bei einem positiven Befund trübt sich die Flüssigkeit ein.