Nachtschweiß erfordert eine genaue Diagnose

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Nachtschweiß ist die Diagnose für den Arzt aufgrund der typischen Beschwerden meistens leicht zu stellen. Die Ursache zu finden, gestaltet sich dagegen oft wesentlich schwieriger.

Diagnose bei Nachtschweiß
Menschen, die regelmäßig unter Nachtschweiß leiden, sollten einen Arzt zu Rate ziehen© Fotolia

Wenn Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursache für das nächtliche Schwitzen abklären zu lassen, wird dieser zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen. Aus dem Gespräch ergeben sich bei Nachtschweiß oft wichtige Hinweise für die weitere Diagnose. Vor allen Dingen interessiert sich der Arzt dafür, wie lange Sie bereits an Nachtschweiß leiden, wie häufig die nächtlichen Schweißausbrüche auftreten und ob gleichzeitig Fieber, starker Gewichtsverlust oder andere Beschwerden aufgetreten sind. Außerdem wird sich der Arzt nach bestimmten Lebensgewohnheiten erkundigen – wie zum Beispiel Ernährung und Alkoholkonsum. Auch wenn Sie starkem Stress oder psychischen Belastungen ausgesetzt sind, sollten Sie Ihren Arzt ins Vertrauen ziehen. Da bestimmte Arzneimittel Nachtschweiß auslösen können, ist es für die Diagnose wichtig, dass Sie Ihren Arzt über Medikamente informieren, die Sie regelmäßig einnehmen.

 

Untersuchung bei nächtlichem Schwitzen

Nach dem Gespräch wird der Arzt Sie sorgfältig untersuchen. Er hört zum Beispiel Lunge und Herz ab und tastet die Lymphknoten und den Bauch ab. Auch eine Blutuntersuchung ist in den meisten Fällen notwendig, um bei nächtlichem Schwitzen eine sichere Diagnose zu stellen. Die Blutuntersuchung gibt dem Arzt wichtige Hinweise darauf, ob Sie an bestimmten Infektionskrankheiten leiden oder ob in Ihrem Körper ein Entzündungsherd vorhanden ist, der für die Symptome verantwortlich sein kann. Auch bei hormonellen Störungen oder einer Krebserkrankung liefert die Blutuntersuchung wichtige Hinweise für die Diagnose.

 

Bei Nachtschweiß andere Krankheiten ausschließen

In manchen Fällen sind weitere Untersuchungen notwendig, damit der Arzt bei Nachtschweiß die endgültige Diagnose stellen kann. Dazu gehören zum Beispiel bildgebende Verfahren wie Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen. Auf einer Röntgenaufnahme erkennt der Arzt zum Beispiel die typischen Gelenkveränderungen bei einer rheumatoiden Arthritis. Auch die charakteristischen Veränderungen der Lunge, die bei einer Tuberkulose auftreten, sind auf einer Röntgenaufnahme meistens gut zu sehen. Eine Ultraschalluntersuchung des Herzens kann zum Nachweis einer Herzerkrankung als Nachtschweiß-Ursache sinnvoll. Beim Verdacht auf eine Tuberkulose oder eine Krebserkrankung muss der Arzt unter Umständen eine Gewebeprobe entnehmen und diese in einem Labor untersuchen lassen.

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