Nachtblindheit wird im Alter schlimmer

Sehstörungen durch blendende Sonne
Wer sich im Auto auf einmal eher geblendet fühlt als früher, sollte einen Augenarzt aufsuchen © Fotolia

Dass die Sehfähigkeit etwa ab dem 50. Lebensjahr langsam abnimmt, ist normal. Oft fehlt es an Vitamin A. Wer jedoch zunehmend Sehstörungen in der Dämmerung bekommt, sollte einen Augenarzt aufsuchen.

Zum Augenarzt sollte gehen, wer bemerkt, dass er selbst im Dämmerlicht schon tasten muss, während andere sich noch ungezwungen bewegen. Oder wer beim Übergang vom Hellen ins Dunkle zunächst stehen bleiben und länger abwarten muss, bis er klar sieht.

Der Augenarzt kontrolliert dann die Stäbchen und die Zäpfchen, also die Sinneszellen im Auge. Die Zäpfchen sind für das Sehen bei Tag zuständig und beeinträchtigen normalerweise das Sehen in der Dämmerung nicht. Die Stäbchen werden für die Unterscheidung von hell und dunkel gebraucht. Sie sorgen dafür, dass sich das Auge an neue Lichtverhältnisse anpasst und selbst schwache Lichtreize noch in Graustufen erkennt.

 

Nachtblindheit gilt als Warnsignal für Netzhauterkrankungen

Starke Kurzsichtigkeit, grüner Star und manche Medikamente können die Stäbchen schädigen. Auch Vitamin-A-Mangel kann Sehstörungen in der Nacht auslösen. Bei ausgewogener Ernährung kommt es in unseren Breiten nicht zu diesem Nährstoffdefizit. Aber Erkrankungen des Darms, der Leber, Galle oder der Bauchspeicheldrüse können dafür verantwortlich sein, dass Vitamin A nicht richtig aufgenommen oder verwertet wird. Das wird mit einem Bluttest kontrolliert und gegebenenfalls dann mit Medikamenten behandelt.

Weil Nachtblindheit auch als Frühwarnzeichen für Netzhauterkrankungen gilt, ist ein Besuch beim Augenarzt ratsam. Das sollten alle über 50 sowieso alle zwei Jahre standardmäßig machen. Und ansonsten hilft es, immer eine starke Taschenlampe dabei zu haben – bei Licht übernehmen die Zäpfchen die Arbeit. Autofahren ist natürlich tabu.

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