Nach Schlamm-Lauf – 1000 Menschen erkranken am Norovirus

Sehr schmutzige Laufschuhe
1000 Teilnehmer eines Hindernislaufes mussten auch nach dem Rennen noch leiden © Fotolia

Schlammige Hindernisläufe sind eine ganz schöne Tortur. Bei einem Event in Frankreich war diese für die Teilnehmer nach der Stecke noch nicht zu Ende - sie erkrankten am Norovirus.

Bereits am Ende des „Mud Day adventure races“ klagten rund 30 Teilnehmer über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. In den Tagen nach der Veranstaltung, die nahe der französischen Stadt Nizza veranstaltet wurde, traf das Norovirus noch mehr als 1000 weitere Läufer.

 

Verdacht auf Norovirus bestätigt

Stuhlproben der Erkrankten bestätigten den Verdacht, dass das Norovirus die Symptome ausgelöst hat. Jetzt untersuchen französische Behörden den Boden des Veranstaltungsortes.

Laut der Zeitung Daily Mail wollen einige Teilnehmer schon während der Veranstaltung einen intensiven Geruch von Dung wahrgenommen haben. Ob das mit der Norovirus-Erkrankung in Verbindung steht, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

Das Event war ein sogenannter Obstacle Run, das sind Läufe, bei denen die Teilnehmer verschiedene Hindernisse überwinden müssen: Klettergerüste, Schlammgräben, Strohballen, Unterwassertunnel. Bei der original Veranstaltung, „Tough Mudder“, müssen sie auf einer 15 Kilometer langen Strecke insgesamt 28 Hindernisse meistern.

 

Das Norovirus lauert überall

Üblicherweise überträgt sich das Norovirus über das Essen. Besonders gefährlich wird es, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. So hat es schon Kreuzfahrtschiffe und Kindertagesstätten lahmgelegt. Der Erreger ist extrem zäh, er übersteht Temperaturschwankungen von -20 bis +60 °C und fühlt sich auf jeder Oberfläche wohl. Forscher fanden heraus, dass schon 18 Virus-Partikel (Virionen) für eine Ansteckung ausreichen. 

Hamburg, 1. Juli 2015

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