Mutterkraut - natürliche Hilfe bei Migräne

In der Volksmedizin wird das Mutterkraut eingesetzt, um Menstruationsbeschwerden zu lindern. Diese Wirkung ist nicht erwiesen. Es gibt jedoch Hinweise, dass es bei Migräne hilft.

Das Mutterkraut verströmt einen starken, unangenehmen Geruch
Das Mutterkraut verströmt einen starken, unangenehmen Geruch© Fotolia
 

Mutterkraut: Anwendung und Heilwirkung

Definition Mutterkraut

Bezeichnung: Tanacetum parthenium Familie: Korbblütler (Asteraceae)                     Gattung: Tanacetum

In der Volksmedizin wird das Mutterkraut innerlich zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden, im Wochenbett, bei Verdauungsstörungen, rheumatischen Beschwerden sowie als Tonikum eingesetzt. Es gilt als entzündungshemmend und antimikrobiell.

Die äußerliche Anwendung erfolgt bei Schwellungen oder Quetschungen sowie bei Insektenstichen. In all diesen Bereichen konnte eine entsprechende Wirksamkeit allerdings bislang nicht nachgewiesen werden.

Es gibt allerdings Hinweise, dass die Einnahme getrockneter Blätter des Mutterkrautes bei Migräne helfen soll. Jedoch sollte es während der Schwangerschaft und während des Stillens nicht verwendet werden.

 

Im Mutterkraut enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Sesquiterpenlactone (Parthenolid), Flavonoid

 

Botanik

Das Mutterkraut ist eine mehrjährige Pflanze, die etwa einen halben Meter hoch wird und aufrechte Triebe hat. Auffallend ist ihr starker, unangenehmer Geruch. Die Blätter sind tief fiederteilig. Die Blüten stehen in einer Doldenrispe auf langen Stängeln. Die Röhrenblüten sind gelb, die Zungenblüten weiß.

 

Verbreitung

Das Herkunftsgebiet des Mutterkrautes ist der Balkan sowie Westasien. Inzwischen ist sie jedoch in nahezu ganz Europa heimisch geworden und in vielen Gärten anzutreffen.

 

Andere Namen für das Mutterkraut

Falsche Kamille, Mägdeblumenkraut, Alpen-Mutterwurz, Zierkamille, Fieberkraut

Wissenswertes über das Mutterkraut

Im alten Griechenland wurde das Mutterkraut bei Schmerzen bei der Geburt verabreicht. Hierher rührt wohl auch sein Name her, der jedoch regionsabhängig auch für andere Pflanzenarten mit ähnlichen Anwendungsgebieten als Heilpflanze verwendet wird.

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