Mutiger Schritt: Heyden Panettiere kämpft gegen postpartale Depressionen

US-Schauspielerin Hayden Panettiere hat sich wegen Wochenbettdepression selbst eingewiesen
Wegen ihrer Wochenbettdepression hat sich Hayden Panettiere selbst eingewiesen. Die Krankheit betrifft jede zehnte Frau in Europa © Fotolia

Eigentlich gibt es für viele Frauen kaum ein größeres Glück, als Mutter zu werden. Einige von ihnen verfallen nach der Geburt jedoch in Depressionen. So auch Wladimir Klitschkos Verlobte Hayden Panettiere: Die 26-jährige hat sich jetzt freiwillig wegen einer Wochenbettdepression in eine Klinik einweisen lassen.

Es könnte die schönste Zeit ihres Lebens sein: Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, dass Hayden Panettiere (26) ihre Tochter Kaya zur Welt gebracht hat. Doch vom jungen Mutterglück der Verlobten von Boxweltmeister Wladimir Klitschko (39) ist nicht mehr viel übrig. Weil sie an der sogenannten postpartalen Depression leidet, hat sich Panettiere nun selbst in eine Klinik einweisen lassen, wie ihr Management bestätigt hat. Laut eigenen Angaben verfiel die US-Schauspielerin in die auch als Wochenbettdepression bekannte Krankheit.

 

Was ist eine postpartale Depression?

Jede zehnte junge Mutter in Europa ist von der Wochenbettdepression betroffen. Typische Signale der Krankheit sind Antriebs-, Rast- und Schlaflosigkeit. Obwohl die Mutter ihr Kind liebt, fühlt sie sich häufig bei der Betreuung überfordert. Das Zusammenspiel verschiedener Faktoren begünstigt die Krankheit – das größte Risiko ist allerdings die hormonelle Umstellung nach der Geburt. Manche der betroffenen Frauen haben aber auch eine genetische Veranlagung zu depressiven Verstimmungen oder konnten ein Trauma aus der Vergangenheit nicht bewältigen. Eine schwierige Partnerschaft sowie eine problematische Schwangerschaft und Geburt sind zusätzliche Risikofaktoren. Und schließlich tragen auch Armut und Perfektionismus zum Entstehen der postpartalen Depression bei.

 

Frauen verschließen oft die Augen vor der Krankheit

Ein besonders großes Problem der Wochenbettdepression liegt darin, dass die Krankheit oft erst spät als solche erkannt wird. Das könnte vor allem daran liegen, dass die meisten Frauen Angst davor haben, sich ihre Probleme einzugestehen. Sie fürchten sich davor, als schlechte Mutter wahrgenommen zu werden, weil sie ihre Rolle dem Kind gegenüber nicht richtig ausfüllen können. Statt sich Hilfe zu suchen,  erfinden sie Ausreden. Daher sollte das soziale Umfeld von jungen Müttern genau darauf achten, ob es Anzeichen für eine postpartale Depression gibt – und wenn nötig Hilfe anbieten.

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