Muskelkater – Wann ist das ein Fall für den Arzt?

Mann mit Muskelschmerzen Symptomen
Meist folgt der Muskelkater ein bis drei Tage nach der Belastung. Im Normalfall regenerieren sich die Muskeln aber schnell wieder und die Schmerzen verschwinden von selbst

Ob nach einem besonders hartem Training, ungewohnten Bewegungen oder dem ersten Mal Sport nach einer langen Pause – ein Muskelkater ist zwar unangenehm, aber in der Regel nicht weiter schlimm. Wann Sie sich wirklich Sorgen machen sollten, lesen Sie hier.

 

Muskelkater – wann muss ich mir Sorgen machen?

Meist folgt der Muskelkater ein bis drei Tage nach der Belastung, sodass die Ursache für den Schmerz naheliegend ist. Als besonders unangenehm wird er in Schultern, Nacken und den Oberschenkeln empfunden. Im Normalfall regenerieren sich die Muskeln aber schnell wieder und die Schmerzen verschwinden nach ein paar Tagen ganz von allein.

Treten aber die gleichen Muskelschmerzen ohne vorangegangene körperliche Betätigung auf, könnten andere Auslöser verantwortlich sein. So weisen etwa Mittel für die Cholesterinsenkung diese Nebenwirkung auf. In diesem Fall sollten sie mit dem Muskelkater einen Arzt aufsuchen, um die mögliche Ursache und alternative Medikation oder Dosierungen abzuklären.

Muskelschmerzen beim Arzt
Bei starken, anhaltenden Schmerzen kann es ratsam sein einen Arzt aufzusuchen
 

Muskelfaserriss, Prellung, Zerrung – woran erkenne ich den Unterschied?

Dauert der Muskelkater länger als eine Woche und nimmt in seiner Intensität nicht spürbar ab, könnten ebenfalls andere Ursachen hinter den Schmerzen stecken, wie etwa eine Zerrung, ein Muskelfaserriss oder eine Prellung. Eine Zerrung hat eine ähnliche Schmerzentwicklung wie der Muskelkater. Blutergüsse entstehen zwar nicht, aber die Schmerzen halten in der Regel länger an als bei einem Muskelkater. Maßnahmen, die bei diesem sonst lindernd wirken – wie das Ausschütteln oder Massieren des Muskels – bleiben hier jedoch meist erfolglos.

Bei einem Muskelfaserriss setzt der Schmerz hingegen unmittelbar ein. Häufig sind Dellen am betroffenen Muskel spürbar, die durch den Riss entstehen. Auch Blutergüsse und Schwellungen können auftreten. Voraussetzung für eine Muskel-Prellung ist eine stumpfe Gewalteinwirkung, wie etwa ein Sturz oder Tritt. Die betroffene Stelle verfärbt sich innerhalb weniger Minuten blau und schwillt an.

Bei starken anhaltenden Schmerzen in den Muskeln kann es ratsam sein, einen Arzt aufzusuchen, um schlimmere Verletzungen (z.B. Muskelrisse, Brüche) auszuschließen und einer Verschlechterung vorzubeugen.

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.