Muskelfaserriss: Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einem Muskelfaserriss stellt der Arzt die Diagnose anhand des Unfallhergangs, der auftretenden Symptome sowie einer eingehenden Untersuchung des verletzten Muskels.

Hinsichtlich des Unfallhergangs wird Sie der Arzt fragen, in welcher Situation und bei welcher Bewegung sich die Schmerzen entwickelt haben oder ob sie möglicherweise durch Gewalteinwirkung von außen entstanden sind. Er wird wissen wollen, ob die Schmerzen örtlich begrenzt sind und welchen Charakter die Schmerzen (z. B. stechend, nadelstichartig) haben. Darüber hinaus wird er verschiedene Bewegungstests durchführen, die Hinweise auf das Ausmaß der Muskelverletzung geben: Handelt es sich also „nur“ um eine Muskelzerrung oder doch um einen Muskelfaserriss oder gar einen Muskelriss?

Zur Absicherung der Muskelfaserriss-Diagnose wird der Arzt den verletzten Muskel zusätzlich auf Dellen, Blutergüsse, Schwellungen und Schmerzen hin untersuchen. Auftretende Dellen weisen auf einen Riss hin, da sie die Kontinuitätsunterbrechung im Muskel sichtbar machen. Des Weiteren kann eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) das Ausmaß der Muskelschädigung verdeutlichen. Blutergüsse, die Vernarbungen im Muskelgewebe verstärken, sind im Ultraschall ebenfalls zu erkennen. In seltenen Fällen setzt der Arzt für die Diagnose eine zusätzliche MRT-Untersuchung (Magnet-Resonanz-Tomografie) ein, etwa wenn alle vorhergehenden Untersuchungen keinen eindeutigen Befund liefern konnten. Unter Umständen sind zusätzliche Röntgenuntersuchungen notwendig, wenn der Muskelfaserriss durch den seltenen Fall äußerer Gewalteinwirkung entstanden ist. Sie lassen auch mögliche Schäden am Knochen erkennen.

Behandlung
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