Murmeltiertag

Manche Menschen reagieren stärker auf Wetterumschwünge als andere. Das ist zum Teil erblich bedingt
Manche Menschen reagieren stärker auf Wetterumschwünge als andere. Das ist zum Teil erblich bedingt © shutterstoc

Der 2. Februar ist ein besonderer Tag in den USA und Kanada, denn dann prophezeit ein besonders Orakel, ob der Winter noch bleibt oder es einen frühen Frühling geben wird: Das Murmeltier-Orakel. Aber wie beeinflusst uns eigentlich der Jahreszeitenwechsel? Und wieso leiden einige dann unter Wetterfühligkeit? Praxisvita klärt auf.

 

Das Murmeltier und das Wetter

Seit dem 2 Februar 1887 wird der sogenannte „Murmeltiertag“ in den USA und Kanada gefeiert. Punxsutaweney Phil, aus dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, ist das bekannteste Murmeltier der Welt und sagt angeblich das Wetter für die nächsten sechs Wochen voraus. Das funktioniert ganz einfach: Wenn das Tier seinen Schatten sieht, das heißt, wenn die Sonne scheint, wird der Winter noch weitere sechs Wochen dauern. 

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In den USA und Kanada sagen Murmeltiere das Wetter voraus. Das bekannteste ist Punxsutaweney Phil aus dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“© imago
 

Warum sind wir Wetterfühlig?

Die chronobiologische Forschung hat nun herausgefunden, dass einige unserer Körperfunktionen von den Jahreszeiten abhängen. Blutdruck, Herzfrequenz, Hormonproduktion und einige andere Körperfunktionen schwanken von Saison zu Saison. Dies liegt an den unterschiedlichen Temperaturen und den verschiedenen Sonnenstunden, aber auch an unseren Genen. Im Sommer sind sie aktiver als im Winter.

 

Was bedeutet ein längerer Winter für unseren Körper?

Der Winter kann depressiv machen. Die sogenannte Winterdepression ist sogar eine anerkannte Krankheit. Und je länger der Winter dauert, umso schlechter fühlen sich die Betroffenen.

Dagegen hilft zum Beispiel Sport. Es empfiehlt sich, jede freie Minute an der frischen Luft zu verbringen, um Sonne zu tanken. Das bekämpft die Müdigkeit.

 

Übergang Winter-Frühling

Nach dem Winter kommt der Frühling. Jetzt kann es zur sogenannten Frühjahrsmüdigkeit kommen. Mediziner rätseln noch, wie genau sie hervorgerufen wird, aber man geht davon aus, dass erbliche Faktoren verantwortlich sind. Auch schwankende Temperaturen, denen der Körper in dieser Jahreszeit ausgesetzt ist, könnten ein Grund dafür sein. Die häufigsten Symptome sind: Wetterfühligkeit, Schwindelgefühle, Kreislaufschwäche oder Kopfschmerzen.

Durch das schwache Sonnenlicht im Winter fehlt dem Körper Vitamin D. Im Frühling wird dieses langsam wieder neu aufgebaut. Vitamin D wird durch Cholesterin und Sonnenlicht gebildet. Das Hormon wird dann in der Niere aktiviert und an das Blut abgegeben. Die entscheidende Aufgabe besteht darin, den Kalziumhaushalt im Körper zu regulieren. Kalzium ist wichtig für unsere Muskeln, sowie die Knochenfestigkeit.

Weitere wissenswerte Tipps gegen Frühjahresmüdigkeit, finden Sie in dieser Bildergalerie.

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