Mundtrockenheit durch Medikamente

Mundtrockenheit durch Medikamente
Ein trockener Mund tritt häufig als Nebenwirkung von Medikamenten auf, zum Beispiel nach der Einnahme von Antidepressiva oder Antihistaminika © Fotolia

Bei einem trockenen Mund ist die Speichelproduktion eingeschränkt. Ursachen für die Mundtrockenheit sind meistens Medikamente oder das Alter. Praxisvita sagt Ihnen, was Sie dagegen tun können.

Vor allem ältere Menschen haben häufig Probleme beim Sprechen, Kauen und Schlucken, klagen auch über Zungenbrennen oder Zahnfleischentzündungen. Ursache solcher Beschwerden ist oft eine unangenehme Mundtrockenheit, die auf Dauer unweigerlich auch zum Zahnverfall führt. Produzieren die in den Wandungen der Mundhöhle gelegenen Speicheldrüsen nämlich zu wenig Sekret, verändert sich das Ökosystem im Mund – aggressive Bakterien können sich dann leicht breit machen.

Mundtrockenheit kann in Folge von zahlreichen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Blutarmut, Herzschwäche oder Diabetes entstehen. Es gibt aber auch über 250 Medikamente, deren Einnahme notwendig ist, die aber als Nebeneffekt den Speichelfluss hemmen.

 

Das können Sie gegen Mundtrockenheit tun

  • Reichliches Trinken, mindestens zwei Liter am Tag, ist die erste Voraussetzung, um das pappige Gefühl im Mund erträglicher zu machen.
  • Nicht selten liegen der Mundtrockenheit auch Ernährungsfehler zugrunde. So kommt es zum Beispiel durch einen Mangel an Zink oder Kupfer zu solchen Problemen. Das Spurenelement Kupfer findet sich hauptsächlich in Milch und Milchprodukten, Geflügel und Hülsenfrüchten, Zink kommt reichlich in Getreideerzeugnissen vor.
  • Zuckerfreier Kaugummi oder das Lutschen von sauren Bonbons helfen bei akuten Beschwerden, den Speichelfluss rasch wieder anzuregen.
  • Hilfe bringt in den meisten Fällen die Mundpflege mit Feuchtigkeitsgel und Mundspülungen, die Enzyme und Schutzelemente enthalten, die in die Mundflora hineingehören.
  • In besonders schweren Fällen kann der Arzt künstlichen Speichel verordnen, den man in den Mund sprüht. Sprechen Sie Ihren Hausarzt darauf an!
Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.