Mundspülung selber machen: 4 schnelle DIY-Rezepte

Luise Bergelt

Mundspülung selber machen? Da gibt es viele natürliche Mundspülung-Varianten mit vorteilbringenden Zutaten wie Teebaumöl oder Salbei. So funktioniert's.

Inhalt
  1. Mundspülung: Warum selber machen?
  2. Selbstgemachte Mundspülung: Was ist zu beachten?
  3. Anwendung der selbstgemachten Mundspülung
  4. Rezeptur: 4 Selbstgemachte Mundspülungen

Eine Mundspülung selber zu machen lohnt sich, denn für eine optimale Mundhygiene ist eine natürliche Mundspülung mit Zutaten wie Teebaumöl oder Salbei unabdingbar. Sie reinigt dort, wo die Zahnbürste nicht hinkommt. Dabei wirkt Mundwasser nicht nur desinfizierend und entzündungshemmend. Mit den richtigen Zutaten kann es sogar die Zähne aufhellen, vor Karies schützen oder die Bildung von Zahnstein verringern und dabei für die Extrafrische im Mund sorgen.

 

Mundspülung: Warum selber machen?

Ein kommerzielles Mundwasser muss nicht zwingend halten, was auf der Verpackung steht, denn so lange es dem Menschen nicht schadet, können Zutaten und Farbstoff gemäß der "Verordnung für kosmetische Mittel" nach Belieben zusammengestellt werden und ohne positiven Nachweis der versprochenen Wirkung vetrieben werden. Nur ein sogenanntes "medizinisches Mundwasser" muss auch einen nachweislichen Effekt vorweisen können.

Vor diesem Hintergrund gibt es viele Vorteile, sein Mundwasser selbst herzustellen:

  1. keine Chemikalien und andere Inhaltsstoffe, die – zumindest in höherer Konzentration – gesundheitsschädlich sein können

  2. kein Alkohol, der Haut und Schleimhäute austrocknet

  3. Gewissheit über ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe

  4. Geringe Kosten und kleiner Aufwand

  5. umweltschonend und nachhaltig: Zerowaste und weniger Plastik

 

Selbstgemachte Mundspülung: Was ist zu beachten?

Trotz der vielen Vorteile, gilt es auch Folgendes bei einer selbstgemachten Mundspülung zu berücksichtigen:

  • Bereiten Sie keine zu große Menge zu, denn innerhalb von einer Woche sollte die Mixtur aufgebraucht werden. 
  • Am besten füllen Sie die angemischte Mundspülung in ein abgedunkeltes Gefäß. So ist sie vor starken Lichteinflüssen geschützt und hält sich länger.
  • Seien Sie mit der Verwendung von ätherischen Ölen achtsam, denn sie sind sehr intensiv konzentriert.
  • Schütteln Sie das Gefäß mit dem Mundwasser vor jeder Anwendung gut durch, da sich Zutaten wie zum Besipiel Natron am Gefäßboden absetzen.
  • Da keine Konservierungsstoffe enthalten sind, vermeiden Sie es, direkt aus der Flasche zu trinken. Für eine optimale Hygiene nehmen Sie das Mundwasser mit einem Pinnchen, Zahnputzbecher oder Löffel zu sich 
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Anwendung der selbstgemachten Mundspülung

Um den Mund gut durchzuspülen, pressen Sie das Mundwasser mehrmals durch die Zahnzwischenräume. Das Gurgeln im Rachen kann auch für den Hals eine Wohltat sein. Ein bis zwei Minuten spülen reichen aus. Bei Entzündungen empfiehlt es sich sowohl morgens als auch abends das Mundwasser zu verwenden.

 

Rezeptur: 4 Selbstgemachte Mundspülungen

Ein natürliches Mundwasser lässt sich schnell und einfach herstellen. Dafür werden wenige Basiszutaten gebraucht, denen nach Vorliebe und Bedürfnissen weitere Zutaten beigefügt werden können.

Basiszutaten:

  • Wasser: Unabdingbar sind bei jeder Mundspülung destilliertes Wasser, stilles Mineralwasser oder möglichst kalkfreies Wasser aus der Leitung. Leitungswasser sollte jedoch abgekocht werden.
  • Natron: Natriumhydrogencarbonat, auch Natron genannt, neutralisiert Säuren wie zum Beispiel Fruchtsäure und schützt so den Zahnschmelz. Ergänzend wirkt es antibakteriell und neutralisiert neben Säuren auch Gerüche.

 

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1. Selbst gemachte Mundspülung mit Teebaumöl

Zunächst 250ml Wasser mit Kamillentee aufkochen und bis zu einer lauwarmen Temperatur abkühlen lassen. Füllen Sie die Flüssigkeit nun in ein luftdichtverschließbares Gefäß um und geben Sie einen Teelöffel Natron und drei Tropfen Teebaumöl hinzu. Schütteln Sie das Fläschen, damit sich die Zutaten gut vermischen.

Positiver Effekt: Teebaumöl wirkt desinfizierend und antibakteriell und ist somit besonders sinnvoll für alle, die Zahnfleischprobleme haben. Dazu wirkt Kamille entzündungshemmend und beschleunigt den Heilungsprozess, kann also helfen Zahnschmerzen zu lindern. Beide bilden perfekte Kombination gegen Entzündungen oder kleine Verletzungen am Zahnfleisch.

2. Mundspülung mit Salbei selber machen

Zehn Gramm Salbei kleinschneiden und in einen Topf mit 250 ml Wasser geben. Das Wasser kurz zum Kochen bringen und die Salbeistückchen ca. 15 bis 20 Minuten ziehen lassen. Danach geben Sie einen Teelöffel Natron hinzu und füllen die Salbeispülung mithilfe eines Siebes in das gewünschte Gefäß um, sodass die Salbeiblätter aussortiert werden.

Positiver Effekt: Das regelmäßige Kauen von Salbeiblättern ist ein echter Geheimtipp, der die Zähne sauberer und auch weißer machen kann. Zudem wirkt das Kraut antibakteriell, desinfizierend und entzündungshemmend

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3. Selbst hergestelltes Pfefferminz-Mundwasser

Zunächst 250 ml Wasser aufkochen und abkühlen lassen. Dem hinzugegeben wird ein Teelöffel Natron, drei Tropfen Pfefferminze und zwei Tropfen Nelkenöl. Füllen sie die selbstgemachte Mundspülung in ein kleines Fläschen um und schütteln sie zum vermischen der Zutaten fest.

Positiver Effekt: Minze wirkt aufgrund seines hohen Mentol-Gehaltes erfsichend, angenehm kühlend und macht die Atemwege wieder frei. Nelkenöl dagegen kann nicht nur Bakterien abtöten und so Mundgeruch vorbeugen, sondern wirkt auch stark betäubend und kann so bei Zahnbeschwerden helfen.

4. DIY-Mundspülung mit Birkenzucker

Dem zuvor aufgebrühtem 250 ml Wasser wird ein Teelöffel Natron und 20g Birkenzucker, auch Xylit oder Xylitol genannt, beigefügt. Mischen Sie die Zutaten gut durch und füllen Sie das selbstgemacht Mundwasser anschließend in ein luftdicht verschließbares Gefäß um.

Positiver Effekt: Birkenzucker ( auch Xylitol oder Xylit) als natürlicher Süßstoff verursacht im Gegensatz zu herkömmlichen Haushaltszucker keinen Karries, sondern hemmt und beugt Karries sogar vor: Denn es entzieht den karriesverursachenden Bakterien die Lebensgrundlage, da es nicht von den Bakterien verstoffwechselt werden kann. Das Birkenzucker-Mundwasser zum Selbermachen beseitigt somit also die Kariesursache und unterstützt dazu noch die Remineralisierung des Zahnschmelzes.

 

Quellen: 

Mundspülungen, in: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung

Zähne: Ausdruck unserer Gesundheit und Schöhnheit, in: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Kosumentenschutz

Xylitol: Zuckeraustauschstoff gegen Karries, in: Pharmazeutische-Zeitung.de

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