Multiresistente Keime in der Uniklinik Hamburg-Eppendorf

Isolierstation
Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurden multiresistente Keime nachgewiesen © Corbis

Nach dem Vorfall in Kiel berichtet nun auch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) über das Auftreten multiresistenter Keime.

Laut einem Bericht der ÄrzteZeitung teilte die Klinik mit, dass in den vergangenen Wochen zwei multiresistente Erregerstämme bei Patienten festgestellt wurden. 

Sechs Patienten seien positiv auf 4 MRGN Klebsiella pneumoniae getestet worden. Diese Keime können unter anderem zu Lungenentzündung, Blutvergiftung, Gehirnhautentzündung (Meningitis) und Harnwegsinfekten führen. Bei sieben weiteren Patienten des UKE wurden sogenannte Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) festgestellt – auch diese Erreger können Harnwegsinfektionen und Blutvergiftungen auslösen. Glücklicherweise sei keiner der Patienten an einem der Leiden erkrankt, berichtet das UKE.

 

Risikopatienten werden getestet

Die Klinik hat das zuständige Gesundheitsamt informiert. Um eine weitere Ausbreitung der multiresistenten Keime zu verhindern, werden bei allen Risikopatienten Tests durchgeführt. Als Risikopatienten gelten Menschen, die mit infizierten Patienten in einem Raum gelegen haben oder die sich kürzlich in Risikogebieten wie Asien, Nordafrika oder Griechenland aufgehalten haben.

Hamburg, 3. Februar 2015

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