Müde Augen: Ursachen und die besten Hausmittel!

Müde Augen können den Arbeitsalltag richtig anstrengend machen. Wie kommt es dazu, dass sich die Augen trocken, gereizt und erschöpft anfühlen, und was hilft dagegen? Die besten Hausmittel und Tipps!

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Die Augenlider fühlen sich schwer an und wollen ständig zufallen: Müde Augen können im Alltag ganz schön belastend sein. Warum werden die Augen so schnell müde und was kann man dagegen tun?

Warum werden die Augen müde?

Der stundenlange Blick auf einen Bildschirm ist von der Natur nicht vorgesehen. Für die Augen bedeutet er Stress; entspannender wäre es für sie, wenn sie abwechselnd nahe und weit entfernte Objekte fixieren könnten, wie das beim Aufenthalt im Freien üblich ist.

Office-Eye-Syndrom: Die Augen leiden bei der Bildschirmarbeit

Starren wir stattdessen mehrere Stunden auf den Computerbildschirm, blinzeln wir automatisch weniger. Das hat zur Folge, dass das Auge weniger Tränenflüssigkeit produziert. Fehlt ihm dieser Schutzfilm, fühlt es sich trocken und gereizt an, kann jucken, tränen und gerötet sein. Diese Symptomkombination wird auch als Office-Eye-Syndrom bezeichnet, weil sie häufig durch die Bildschirmarbeit im Büro entsteht. Sehr erschöpfte Augen können außerdem mit Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit einhergehen.

Auch beim langen Lesen oder beim Fahren langer Autostrecken kann sich dieser Effekt einstellen; trockene Heizungsluft verstärkt ihn noch zusätzlich. Aber auch andere Arten der Überanstrengung können die Augen müde machen.

Müde Augen: Ursache Sehschwäche

Besteht eine Sehschwäche und wird diese nicht durch eine Brille oder andere Sehhilfe ausgeglichen, ist das Sehen für die Augen noch deutlich anstrengender. Besonders Bildschirmarbeit wird dann zur Schwerstarbeit für die Sehorgane. Genauso verhält es sich aber auch, wenn die Brillengläser zu stark sind – auch dann wird das Gucken besonders anstrengend für die Augen.

Trockene, müde Augen durch Kontaktlinsen

Bleiben Kontaktlinsen zu lange im Auge oder wurden sie etwa nicht ausreichend gereinigt, können sie ebenfalls zu Reizungen und einem Trockenheitsgefühl der Augen führen. Um den Augen eine Pause zu gönnen, sollten die Linsen dann kurzzeitig herausgenommen und gegebenenfalls durch eine Brille ersetzt werden – so kommt mehr Sauerstoff an die Augen und sie können sich regenerieren.

Brennende Augen durch Müdigkeit

Wenn wir müde sind, schaffen wir nur einen geringeren Anteil unseres sonst üblichen Arbeitspensums, weil uns schlicht die Kraft fehlt. So geht es auch den Augen, wenn der Körper unter Schlafmangel leidet. Sie produzieren dann weniger Tränenflüssigkeit und es kommt zu den typischen Symptomen wie Brennen, Jucken und einem Trockenheitsgefühl. Die Augen starten dann schon erschöpft in den Tag – mehrere Stunden Bildschirmarbeit können die Symptome noch verschlimmern.

Die beste Lösung ist in diesem Fall natürlich mehr Schlaf. Sind Schlafstörungen die Ursache für den Schlafmangel, sollte zunächst dieses Problem angegangen werden.

Ständig müde und brennende Augen durch Allergien

Auch bei Heuschnupfen können sich die Augen müde und überanstrengt anfühlen – vor allem, weil die Symptome wie Jucken, Brennen und Tränen der Augen dieselben sind wie beispielsweise nach stundenlanger Bildschirmarbeit und einer damit verbundenen Erschöpfung der Augen. Auf eine Allergie deuten die Symptome vor allem dann hin, wenn sie saisonal auftreten, nur im Freien oder beim Kontakt mit bestimmten Stoffen.

Müde Augen nach dem Aufstehen

Sind die Augen morgens häufig verquollen und geschwollen, liegt das in der Regel daran, dass die Lymphflüssigkeit um die Augen in der liegenden Position während der Nacht nicht ausreichend abtransportiert wurde. Dies wird noch gefördert von Faktoren wie einer stark salzhaltigen Ernährung, dem Genuss von Alkohol und Nikotin, einigen Medikamenten, Allergien oder Infektionen sowie zunehmendem Alter. Deutlich seltener stecken dahinter organische Erkrankungen etwa der Schilddrüse, des Herzens oder der Nieren.

Immer müde Augen durch Rauchen und Alkoholkonsum

Eine 2021 durchgeführte US-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Rauchen das Risiko für trockene, müde Augen deutlich erhöht. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass der Qualm, der beim Rauchen aufsteigt, den Tränenfilm zerstört und das Auge so austrocknet. Ein Rauchstopp kommt den Augen allgemein zugute: Denn auch das Risiko für andere, schwerwiegende Augenerkrankungen wie etwa Grauer Star oder Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) steigt nachweislich durch das Rauchen.

Auch regelmäßiger Alkoholkonsum kann zu trockenen, müden Augen führen. Der Grund dafür ist vermutlich, dass der Alkohol die Zusammensetzung des Tränenfilms verändert und das Auge auf Dauer austrocknet.

Ständig müde Augen: Steckt eine Krankheit dahinter?

Treten Symptome wie schmerzende, tränende und gerötete Augen plötzlich auf, kann eine Bindehautentzündung die Ursache sein – diese sollte schnellstmöglich ärztlich abgeklärt und behandelt werden. Deutlich seltener verursachen organische Erkrankungen Probleme mit den Augen. Gibt es keine sinnvolle Erklärung für ständig müde und erschöpfte Augen, sollte vorsichtshalber ein Arztbesuch erfolgen, um organische Ursachen auszuschließen.

Müde Augen: 7 Hausmittel und Tipps

Um die Symptome bei trockenen und müden Augen schnell zu bekämpfen, eignen sich befeuchtete Augentropfen aus der Apotheke. Doch auch einige Hausmittel und Verhaltenstipps können helfen, die Symptome kurzfristig oder auf Dauer loszuwerden:

  1. Gute Raumausleuchtung: Achten Sie auf eine regelmäßige Ausleuchtung des Raums ohne starke Hell-Dunkel-Kontraste – das ist für die Augen entspannend und sie ermüden weniger schnell.

  2. Entspannungspausen: Gönnen Sie Ihren Sehorganen bei stundenlanger Bildschirmarbeit zwischendurch Pausen, in denen Sie die Augen schließen. So können sich die Muskeln entspannen und die Augen werden neu befeuchtet.

  3. Augenübungen: Damit sich die Augen von dem ständigen Starren auf einen Punkt erholen können, helfen Übungen wie mehrmaliges Blinzeln (das regt die Produktion neuer Tränenflüssigkeit an) und das abwechselnde Fixieren naher und ferner Objekte (jeweils für einige Sekunden in dem Blick verharren).

  1. Gähnen: Beim herzhaften Gähnen wird der Körper mit einer Extraportion Sauerstoff versorgt und die Produktion neuer Tränenflüssigkeit wird angeregt.

  2. Mittagsschlaf: Diese Luxuspause für die Augen ist selbstverständlich nicht jedem immer möglich – falls sie sich doch einmal einrichten lässt, ist sie aber die effektivste Möglichkeit, die Augen wieder munter zu machen.

  3. Aufenthalt im Freien: Eine ebenfalls enorm wohltuende Erholungskur für die Augen stellt der Aufenthalt im Freien dar – denn dort wandert der Blick ganz automatisch und natürlich umher und die Sehorgane werden gut mit Sauerstoff versorgt.

  4. Selbstgemachte Augenmaske: Eine wohltuende Augenmaske kühlt und entspannt die Augen – dazu eignen sich etwa Gurkenscheiben (zuvor auf einem Teller etwas „entwässern“ lassen) oder ein gekühlter, benutzter Teebeutel (Schwarzer Tee oder Kamillentee), die für etwa 15 Minuten auf die geschlossenen Lider gelegt werden.

In der Regel sind müde Augen mit solchen Tipps und Hausmitteln schnell in den Griff zu bekommen – bessern sich die Symptome dadurch nicht, ist ein Arztbesuch angeraten, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Quellen:

Yu, Kimberley, et al. (2021): Systemic Conditions Associated with Severity of Dry Eye Signs and Symptoms in the Dry Eye Assessment and Management Study, in: Ophthalmology

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG): Zigarettenqualm fördert das Trockene Auge – Büroarbeiter sind besonders gefährdet, in: dog.org

Trockenes Auge: Alkoholkonsum unterbricht den Tränenfilm, in: aerzteblatt.de