Mückenstich beim Baby: Hausmittel und Tipps!

Verena Elson Medizinredakteurin

Wie bei Erwachsenen ist ein Mückenstich beim Baby vor allem eins: lästig. Aber es gibt einfache Mittel, den Juckreiz schnell in den Griff zu bekommen.

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Der erste Sommer: Das heißt zum ersten Mal planschen, saftiges Obst probieren und stundenlang in der Sandkiste spielen. Das bedeutet in der Regel aber auch den ersten Kontakt mit stechenden Plagegeistern: Was sollten Eltern beachten, wenn es zum Mückenstich beim Baby kommt?

 

Ist ein Mückenstich beim Baby gefährlich?

Wie bei Erwachsenen können Mückenstiche für Babys lästig sein. Denn um ihre „Mahlzeit“ in Ruhe beenden zu können, injiziert die Mücke beim Stechen einen Stoff ins Blut, der die Blutgerinnung hemmt. Der Körper reagiert darauf mit der Ausschüttung des Botenstoffs Histamin – dieser löst einen störenden Juckreiz aus. Der ist nervig, aber nicht gefährlich.

Problematisch kann es allerdings werden, wenn sich die Einstichstelle entzündet; etwa, weil das Baby sie aufgekratzt hat. Oberstes Ziel bei der Behandlung von Mückenstichen bei Babys ist es darum, dafür zu sorgen, dass sich das Baby möglichst wenig kratzt.

Um das Eindringen von Krankheitserregern in die Einstichwunde zu verhindern, sollte der Mückenstich zudem mit einem Wunddesinfektionsmittel behandelt werden.

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Das Baby hat Mückenstiche: Hausmittel gegen Juckreiz

Um den Juckreiz zu lindern, eignet sich Kühlen als Erste-Hilfe-Maßnahme. Das funktioniert gut mit folgenden Hausmitteln:

  • Ein in kühles Essigwasser getränktes Tuch um den Stich wickeln, das ganze noch einmal mit einem trockenen Tuch umwickeln und den Umschlag austauschen, sobald er Körpertemperatur erreicht hat. Das Essigwasser kühlt und lindert den Juckreiz.
  • Eiswürfel oder ein Kühlpack in ein Tuch wickeln und auf den Mückenstich legen (auf keinen Fall direkt auf die Haut legen!).
  • Eine Zitronenscheibe auf die Einstichstelle legen: Die Säure im Zitronensaft hemmt den Juckreiz und gleichzeitig das Bakterienwachstum. Alternativ kann auch eine Kartoffelscheibe verwendet werden.

Um zu verhindern, dass das Baby den Stich aufkratzt, sollten außerdem seine Fingernägel möglichst kurz gehalten werden. Ist das Baby gar nicht vom Kratzen abzuhalten, kann die zuvor gekühlte Einstichstelle mit einem Verband abgedeckt werden.

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Mückenstichen bei Babys vorbeugen

Die meisten Insektensprays eignen sich aufgrund der darin enthaltenen Chemikalien nicht für die empfindliche Babyhaut.

Zur Vorbeugung von Mückenstichen ist es darum besser, das Baby mit Textilien zu schützen: etwa mit einem Fliegennetz am Fenster und am Kinderwagen sowie langer Kleidung, vor allem in den Abendstunden.    

 

Mückenstiche beim Baby: Wann zum Arzt?

Den Kinderarzt sollten Eltern aufsuchen, wenn sich die Einstichstelle entzündet hat oder das Baby ungewöhnlich stark auf den Stich reagiert.

Starke allergische Reaktionen auf Mückenstiche sind zwar höchst selten – falls aber in Wirklichkeit ein anderes Insekt wie eine Biene oder Wespe zugestochen hat, kann das im Fall einer Allergie gefährlich werden.

In den allermeisten Fällen ist ein Mückenstich beim Baby allerdings harmlos, und Beschwerden wie Juckreiz verschwinden nach wenigen Tagen wieder.

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