Mudras: Diese 8 Finger-Yoga-Übungen sorgen für Entspannung

Benjamin Müller Medizinredakteur

Mudras sind schon seit dem Altertum ein fester Bestandteil von Yoga und Meditation. Doch welche Auswirkungen soll das Finger-Yoga auf Körper und Geist haben? Und welche Mudras eignen sich am besten für eine entspannende Meditation? Diese acht Finger-Yoga-Übungen sorgen für Entspannung.

Ob Hatha, Kundalini oder Yin: Yoga-Übungen haben sich in den letzten Jahrzehnten zum Herzstück einer weltweiten Fitness- und Wellness-Bewegung entwickelt. Dabei hat sich die Art und Weise wie Yoga gelehrt und praktiziert wird radikal verändert. Moderne Yoga-Kurse haben heute oft nur noch wenig mit der ganzheitlichen philosophischen Lehre der indischen Antike gemein.

Ähnlich sieht es mit der Meditation aus: Fern ihrer Wurzeln in verschiedenen Religionen (Buddhismus, Hinduismus, Christentum) helfen die Achtsamkeits- und Meditationsübungen heute Menschen auf der ganzen Welt ihren Geist zu beruhigen und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

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Ein Aspekt von Yoga und (hinduistischer und buddhistischer) Meditation der die Zeit überdauert hat, sind die sogenannten "Mudras". Hinter diesen rituellen Handpositionen verbirgt sich mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Was sind Mudras?

Unter dem Begriff Mudra versteht man eine symbolische Handgeste aus dem Hinduismus und Buddhismus. Im indischen Kulturkreis werden diese Gesten nicht nur bei Yoga- und Meditationsübungen verwendet. Auch im alltäglichen Leben oder im indischen Tanz finden sie Anwendung. Das Wort "Mudra" kommt dabei aus der altindischen Sprache Sanskrit, und bedeutet "Siegel" oder "Marke".

Sinn und Zweck des Finger-Yogas ist es, durch die verschiedenen Handpositionen Körper und Geist zu beeinflussen. So sollen bestimmte Mudras den Energiefluss des Körpers unterstützen, bei Atemübungen helfen oder zu einer noch intensiveren Meditation beitragen.

Wichtig ist es zu beachten, dass das Wort Mudra nicht allein Gesten der Hände beschreibt. Zwar kommen diese in Yoga und Meditation am häufigsten vor, doch gibt es auch bestimmte Augenpositionen, Körperhaltungen und Atemübungen die als Mudras beschrieben werden.

Wie viele Mudras kennt das Finger-Yoga?

Die Anzahl der gebräuchlichen Mudras unterscheidet sich stark, je nachdem welche Form des Yoga praktiziert wird. So werden beispielsweise im hierzulande weitverbreiteten Hatha-Yoga 25 verschiedene Mudras angewendet. Grundsätzlich gibt es stets fünf verschiedene Mudra-Arten:

  • Hasta: Mudras der Hände
  • Māna: Mudras des Kopfes
  • Kaya: Mudras des Körpers
  • Bandha: Mudras des Herzens
  • Adhara: Mudras des Beckenbodens

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Alles in allem sind über 30 Hand-Mudras bekannt, die bei Yoga-Übungen und während der Meditation beliebig angewendet und kombiniert werden können. Das gleiche Mudra mit beiden Händen zu formen, soll die Wirkung verstärken.

Wie wirken Mudras?

Dem Finger-Yoga wird eine Vielzahl von positiven Effekten auf Körper und Geist zugeschrieben. So sollen die Bewegung der Finger und der gezielte Druck auf bestimmte Nervenenden in den Händen dazu beitragen, Lebensenergie („Prana“) in die richtigen Teile des Hirns zu leiten.

So sollen unter anderem natürliche Selbstheilungsprozesse unterstützt und unbewusste Reflexe in verschiedenen Regionen des Körpers ausgelöst werden. Außerdem soll die Konzentration auf die korrekte Position der Finger dazu beitragen, die gesamte Körperhaltung zu verbessern.  

Eine Auswahl der besten Mudras für entspannende Meditations- und Yoga-Übungen zeigt die Bildergalerie.

Quellen:

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