Morbus Basedow: Welche Untersuchungen sind nötig für eine Diagnose?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Morbus Basedow beginnt der Arzt die Diagnose mit einer ausführlichen Anamnese – er macht eine erste Bestandsaufnahme, indem er den Patienten im Detail befragt. Dafür lässt er sich die Symptome beschreiben und ihr genaues Auftreten. Er wird aber auch wissen wollen, ob es familiäre Vorbelastungen gibt, etwa Schilddrüsen-Erkrankungen der Eltern. Bekannte weitere Krankheiten (etwa Diabetes mellitus) und die individuelle Lebenssituation (zum Beispiel Stress oder emotionale Belastungen) ergänzen das Bild.

 

Ultraschall- und Blutuntersuchungen geben Hinweis auf Morbus Basedow

Der Arzt schließt bei Morbus Basedow eine körperliche Untersuchung für die Diagnose an. Er beginnt damit, die Schilddrüse am Hals abzutasten und genau zu betrachten. Auf diese Weise kann er erkennen, ob das Organ vergrößert ist, was auf eine Überfunktion hinweist. Für die Lage und exakte Größe der Schilddrüse setzt er eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) ein. Falls sich Symptome an den Augen zeigen, führt ein spezialisierter Augenarzt dort eine zweite Ultraschall-Untersuchung durch.

Mithilfe eines Szintigramms kann der Arzt die Aktivität des Organs ermitteln
Bei einer sogenannten Szintigrafie bekommt der Patient ein schwach radioaktives Mittel verabreicht, das sich nur in der Schilddrüse anreichert. Eine spezielle Kamera zeigt, wie stark es in welchen Teilen der Schilddrüse gespeichert wird. So kann der Arzt die Aktivität des Organs ermitteln© Corbis
 

Szintigrafie ist bei Morbus Basedow ein wichtiges Instrument zur Diagnose

Bei Verdacht auf Morbus Basedow wird dem Patienten für die Diagnose auch Blut abgenommen und untersucht, zum Beispiel auf Hormonwerte (wie die Schilddrüsen-Hormone T3 und T4, sowie Hypophysen-Hormone wie TSH) und bestimmte Antikörper, die sich gegen den eigenen Körper richten. Weiteren Aufschluss kann eine Feinnadelpunktion bieten. Dabei entnimmt der Arzt über eine Hohlnadel Zellen aus der Schilddrüse, um sie im Labor untersuchen zu lassen. Das ist jedoch selten notwendig. Die Szintigrafie wiederum ist bei Morbus Basedow ein wichtiges Instrument zur Diagnose. Dafür nimmt der Patient ein schwach radioaktives Mittel ein, das sich nur in der Schilddrüse anreichert. Mit einer speziellen Kamera wird sichtbar, wie stark es in welchen Teilen der Schilddrüse gespeichert wird. So kann der Arzt die Aktivität des Organs ermitteln – und sehen, ob sich die Überproduktion beispielweise nur auf einen bestimmten Bereich bezieht.

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