Mittelschmerz: Ursachen, Symptome und Hausmittel

Redaktion PraxisVITA

Menstruationsbeschwerden kennen alle Frauen, den Mittelschmerz mit seinen Begleitbeschwerden hingegen verspürt nur jede vierte bis fünfte Frau. Wodurch werden die Symptome ausgelöst und woran kann man den Mittelschmerz erkennen?

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Inhalt
  1. Was genau ist Mittelschmerz?
  2. Wodurch werden die Schmerzen beim Eisprung ausgelöst?
  3. Mittelschmerz – diese Symptome treten auf 
  4. Furchtbarkeit und Verhütung – was sagen die Ovulationsschmerzen aus?
  5. Hausmittel zur Linderung des Mittelschmerzes

Krämpfe, ein Ziehen im Rücken oder in der Bauchgegend sind bei der Menstruation nicht ungewöhnlich – anders verhält es sich bei dem sogenannten Mittelschmerz: Die Schmerzen treten nicht mit Einsetzen der Menstruation auf, sondern um den Zeitpunkt des Eisprungs herum. Nicht jede Frau nimmt die Schmerzen wahr, tatsächlich registriert nur jede vierte bis fünfte Frau diese Ovulationsbeschwerden

 

Was genau ist Mittelschmerz?

Der Mittelschmerz tritt in der Zyklusmitte um den Eisprung herum auf – gewöhnlich etwa zwölf bis 16 Tage vor Einsetzen der Periode. Bei manchen Frauen löst der Eisprung Schmerzen aus, die von weiteren, periodenähnlichen Symptomen begleitet werden. Aber auch vor und nach dem Eisprung kommt es zu Symptomen. Allerdings leiden die Betroffenen nicht unbedingt jeden Monat unter Unterleibsschmerzen – auch symptomfreie Monate sind möglich. Zudem können die Intensität und Dauer der Beschwerden variieren.

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Wodurch werden die Schmerzen beim Eisprung ausgelöst?

Die Frage nach der Ursache für die Unterleibsbeschwerden ist nicht eindeutig geklärt. Tatsächlich gibt es mehrere Erklärungsansätze dafür, dass der Eisprung den Mittelschmerz auslöst:

  • Vor dem eigentlichen Eisprung: Das heranwachsende Follikel (Eibläschen) verursacht Druck auf den Eierstock und eine Kapselspannung ist die Folge.
  • Während des Eisprungs: Das Platzen des Follikels ist Grund für die Schmerzen. Außerdem könnte die austretende Flüssigkeit eine Reizung des Bauchfells verursachen.
  • Nach dem Eisprung: Die aus dem Follikel austretende Flüssigkeit reizt das Bauchfell und die Umgebung.

Ebenfalls eine Möglichkeit: Der Eileiter stülpt sich über den Eierstock, um die sichere Passage des Eis bis in die Gebärmutter zu gewährleisten. Dabei zieht sie sich zusammen – das könnte sich als Krämpfe oder Schmerzen bemerkbar machen.

 

Mittelschmerz – diese Symptome treten auf 

Der Mittelschmerz beschränkt sich meist im Bereich des Unterbauchs. Ein leichtes Ziehen bis hin zu starken Krämpfen zeichnen den Mittelschmerz aus. Die Schmerzen können entweder einseitig sein, also im linken oder rechten Unterbauch, nicht eindeutig lokalisierbar oder sogar bis in den Rücken und in die Beine ausstrahlen. In manchen Fällen kommt zum Mittelschmerz auch Übelkeit hinzu.

Manche Frauen spüren den Eisprung und die damit verbundenen Schmerzen und Beschwerden nur ein paar Sekunden oder Minuten, andere leiden Stunden oder auch Tage unter den Beschwerden.

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Furchtbarkeit und Verhütung – was sagen die Ovulationsschmerzen aus?

Der Mittelschmerz kann nicht direkt den Eisprung bestimmen und kann daher auch keine (alleinige) Aussage über die fruchtbaren Tage der Frau treffen. Als sekundäres Anzeichen der Fruchtbarkeit kann er jedoch in Verbindung mit anderen Anzeichen des Eisprungs genutzt werden, um die fruchtbaren Tage zu bestimmen – etwa um den Verhütungsbedarf oder bei bestehendem Kinderwunsch den idealen Zeitpunkt für gezielten Geschlechtsverkehr festzustellen. 

Neben dem Mittelschmerz gibt es noch weitere Anzeichen für den Eisprung: 

  • Eine erhöhte Basaltemperatur
  • Gesteigerte Libido
  • Dünner, durchsichtiger Zervixschleim
  • PMS-ähnliche Symptome, wie spannende Brüste und Blähungen

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Hausmittel zur Linderung des Mittelschmerzes

Mittelschmerzen lassen sich ähnlich wie Menstruationsbeschwerden behandeln bzw. lindern.

  • Eine Wärmflasche, ein Heizkissen oder auch ein warmes Bad entspannen und lösen verkrampfte Muskulatur. In Verbindung mit einem Tee und etwas Ruhe sind Geist und Körper entspannt und die Schmerzen gelindert.
  • Sanfte Bauchmassagen mit ätherischen Ölen, wie Lavendel oder Melisse, sind eine wirksame Soforthilfe gegen Krämpfe.
  • Mönchspfeffer, Frauenmantel und Schafgarbe sind bekannte Kräuter bei der Behandlung von Menstruationsbeschwerden, die in Form von Kapseln, Tropfen oder Tee bei Mittelschmerzen wohltuend wirken. Denn sie wirken sich positiv auf den Hormonspiegel aus und lösen Kämpfe. 

Grundsätzlich sind Mittelschmerzen keine krankhaften Symptome. Der Körper sollte geschont werden und ausreichend mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt werden. Auch Bewegung kann krampflösend wirken. Löst der Mittelschmerz starke Beschwerden aus, sollten sich Betroffene von ihrem Gynäkologen beraten lassen. 

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Quelle:
Dr. Schaenzler, Nicole/ Dr. med. Hoffbauer, Gabi (2001), Wörterbuch der Medizin, München, Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. KG

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