Mittelohrentzündung, was tun?

Redaktion PraxisVITA
Nasentropfen bei Mittelohrentzündung
Mittelohrentzündung, was tun? Nasentropfen können helfen, weil sie die Schleimhäute beruhigen und sich so die Ohrtrompete wieder öffnet © shutterstock

Ohrenschmerzen können der Beginn einer Mittelohrentzündung sein. Sie fragen sich: Mittelohrentzündung, was tun? Hier erfahren Sie, wie Sie eine Otitis media erkennen, was Sie dagegen tun können – und warum der Weg zur Heilung durch die Nase führt.

Claudia F. machte sich große Sorgen um ihre Tochter. „Lisa klagt über heftige Ohrenschmerzen. Sie weint viel, mag nichts essen und musste sich gestern sogar übergeben", erzählte sie. Nachdem der Arzt das Mädchen untersucht hatte, bestätigte sich der Verdacht der Mutter: Lisa hatte eine akute Mittelohrentzündung.

 

Mittelohrentzündung in der Familie, was tun?

„Das scheint bei uns in der Familie zu liegen", sagt die 35-Jährige. „Auch mein Mann hatte kürzlich eine derartige Entzündung. Für uns stellte sich daher die Frage: Mittelohrentzündung, was tun?"

 

Was ist eigentlich die genaue Ursache für eine Mittelohrenentzündung?

„Eine Mittelohrentzündung wird durch Bakterien oder Viren im Rahmen einer allgemeinen Infektion der oberen Luftwege verursacht“, erklärte ihr der Arzt. Auch bei Masern oder Scharlach kann es zu einer begleitenden Entzündung des Mittelohres kommen.

 

Stimmt es, dass Kinder öfter betroffen sind als Erwachsene?

Ja, das ist richtig. Bei Babys und Kleinkindern ist die so genannte Ohrtrompete noch so eng, dass sie schon bei kleineren Entzündungen zuschwillt. Eiter und Entzündungsflüssigkeit können dann nicht mehr abfließen.

 

Mittelohrentzündung, was können Medikamente tun?

Mittelohrentzündung, was tun? Nasentropfen bewirken, dass die Schwellung der Schleimhäute zurückgeht und die Ohrtrompete sich wieder öffnet. Da es sich bei Claudias Tochter um eine eitrige Infektion handelte, hielt der Arzt die Gabe von Antibiotika für sinnvoll.

Mit Mittelohrentzündung auf der Seite schlafen
Mittelohrentzündung, was tun? Betroffene Kinder solten möglichst auf der Seite schlafen, damit Eiter und Flüssigkeit besser abfließen konnten© istock

Zusätzlich sollte die Mutter Lisa ein Schmerzmittel als Tropfen oder Zäpfchen geben. Und sie sollte möglichst auf der Seite schlafen, damit Eiter und Flüssigkeit besser abfließen konnten. Tipp des Arztes: Legen Sie Ihrem Kind eine Wärmflasche auf das entzündete Ohr. Auch ein Zwiebelwickel tut gut: rohe Zwiebeln klein hacken, in ein Tuch wickeln und über dem Ohr festbinden. Das steigert die Durchblutung, lindert Schmerzen und Entzündung. Das gilt übrigens auch für Erwachsene.

Häufige Mittelohrentzündungen können zu einer Verschlechterung des Hörvermögens führen. Deshalb möglichst früh mit der Therapie beginnen.

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