Mittelohrentzündung – der Arzt bestätigt die Diagnose mit einer Ohrenspiegelung

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

In der Regel ist es für den Arzt bei einer Mittelohrentzündung relativ leicht, die Diagnose zu stellen. Beim Gespräch mit dem Betroffenen oder den Eltern eines erkrankten Kindes fragt der Arzt zunächst nach den Beschwerden, wie zum Beispiel Schmerzen, Fieber, Erbrechen, Schwindel oder Hörproblemen.

Oft erkranken gerade Kinder mehrfach an einer Mittelohrentzündung, weshalb der Arzt in der Regel wissen möchte, ob das Kind bereits vorher unter einer Mittelohrentzündung gelitten hat.

 

Hinweise auf Erkrankungen erleichtern die Mittelohrentzündung-Diagnose

Außerdem sollten Eltern den Arzt immer darüber informieren, wenn ihr Kind im Vorfeld einen Atemwegsinfekt hatte, auch wenn dieser eigentlich schon fast überstanden war. Hinweise auf solche Vorerkrankungen erleichtern dem Arzt bei einer Mittelohrentzündung die Diagnose.

Die betroffenen Kinder sind oft noch zu klein, um dem Arzt ihre Beschwerden zu beschreiben. Außerdem treten bei der Mittelohrentzündung viele allgemeine und unspezifische Krankheitssymptome auf. Der Arzt wird das Kind deshalb im Anschluss an das Gespräch gründlich untersuchen, um bei einer Mittelohrentzündung eine sichere Diagnose zu stellen und andere Erkrankungen auszuschließen.

Arzt untersucht Ohr
Beim Verdacht auf eine Mittelohrentzündung untersucht der Arzt das Ohr mit einem Otoskop© Fotolia
 

Otoskop stellt die Diagnose der Mittelohrentzündung sicher

Für die Untersuchung des Mittelohrs verwendet der Arzt einen Ohrenspiegel (Otoskop), mit dem er das Trommelfell betrachten kann. Dieses ist bei einer Mittelohrentzündung häufig gerötet, verdickt und durch die sich im Mittelohr anstauende Flüssigkeit nach außen gewölbt.

Auch Flüssigkeitsansammlungen lassen sich mit dem Ohrenspiegel erkennen. In manchen Fällen ist das Trommelfell durch den starken Druck bereits gerissen und die Flüssigkeit tritt nach außen aus dem Ohr aus.

 

Keine weiteren Untersuchungen für die Mittelohrentzündung-Diagnose erforderlich

Weitere Untersuchungen sind meistens nicht erforderlich, um bei einer Mittelohrentzündung eine Diagnose zu stellen. Vor allem nach einer überstandenen Mittelohrentzündung kann ein Hörtest sinnvoll sein um sicherzustellen, dass die Hörleistung sich wieder normalisiert hat.

Mama und Kind hören Musik
Nach einer überstandenen Mittelohrentzündung kann ein Hörtest sinnvoll sein um sicherzustellen, dass die Hörleistung sich wieder normalisiert hat© istock

Bei vielen Kindern bleibt nach einer überwundenen Mittelohrentzündung noch für längere Zeit eine Flüssigkeitsansammlung in der Paukenhöhle zurück. Mediziner sprechen von einem Paukenerguss. In manchen Fällen ist durch den Paukenerguss die Hörleistung so stark beeinträchtigt, dass die Gefahr besteht, dass das Kind in seiner sprachlichen Entwicklung zurückbleibt. Deshalb ist nach einer Mittelohrentzündung und einem zurückbleibenden Paukenerguss immer eine sorgfältige Nachsorge erforderlich.

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