Mittel gegen Käsefüße Käsefüße: Das können Sie gegen den Geruch tun

Redaktion PraxisVITA
Frau mit stinkenden Füßen
Käsefüße sind unangenehm – doch es gibt einfache Mittel dagegen © iStock/RyanKing999

Welche Ursachen Käsefüße haben, was Sie dagegen tun können und wie Sie dem unangenehmen Geruch vorbeugen, erklärt PraxisVITA.

Meist entsteht die unangenehme Situation beim Ausziehen der Schuhe: Plötzlich liegt ein schlechter, muffiger Geruch in der Luft – Käsefüße empfinden viele Menschen als sehr peinlich und kaum jemand möchte darüber sprechen. Häufig reichen aber bereits ein paar einfache Tricks, um Fußgeruch zu stoppen. 

 

Ursachen für Käsefüße

Unser Körper besitzt mehrere Millionen Schweißdrüsen. Diese Drüsen sind nicht gleichmäßig verteilt, sondern konzentrieren sich vor allem in Regionen wie den Achseln, den Handflächen, der Stirn und den Füßen. Deshalb schwitzt man an diesen Körperstellen stärker als an anderen. Kommen Stress oder Hitze dazu, wird die Schweißproduktion zusätzlich angekurbelt. 

Fußschweiß ist zunächst geruchlos und besteht hauptsächlich aus Wasser. Erst wenn Bakterien die Fettsäuren im Schweiß zersetzen, entsteht ein penetranter, beißender Geruch. In geschlossenen Schuhen kann die Feuchtigkeit nicht verdampfen und Bakterien haben ideale Bedingungen, sich zu vermehren. 

 

Käsefüße loswerden: Tipps gegen den Geruch

Wer Käsefüße loswerden will, sollte vor allem darauf achten, die Füße trocken zu halten und eine Belüftung zu gewährleisten.

Mann zieht sich Lederschuhe an
Lederschuhe sorgen für die nötige Belüftung der Füße © iStock/VAKSMANV

Die richtigen Schuhe gegen Käsefüße 

Geschlossene Schuhe sollten luftdurchlässig sein und nicht zu eng anliegen. Lederschuhe sind bei Schweißfüßen gut geeignet, da sie atmungsaktiv sind. Wechseln Sie die Schuhe regelmäßig und gönnen Sie ihnen hin und wieder ein paar Tage Ruhe – so kann das Material trocknen und lüften. 

Wenn nicht die Füße, sondern die Schuhe selbst stark riechen, dann hilft meist nur der Kauf eines neuen Paares. Haben sich nämlich zu viele Bakterien im Schuh eingenistet, weil Sie vielleicht öfters barfuß darin laufen, kann der Fußgeruch zum Dauerbegleiter werden, obwohl Sie Ihre Füße waschen.

Welche Socken bei Fußgeruch?

Auch bei der Sockenauswahl sollten Sie auf das Material achten, um Fußgeruch zu vermeiden: Am besten sind Naturfasern wie Baumwolle, welche die Feuchtigkeit gut aufsaugen und die Füße trocken halten. Nylon fördert dagegen Schweißbildung und Fußgeruch. Wechseln Sie die Socken täglich, im Sommer bei Bedarf auch mehrmals.

Antibakterielle Einlegesohlen 

Im Fach- oder Drogeriehandel werden spezielle Einlegesohlen gegen Fußgeruch angeboten. Sie enthalten zum Beispiel Aktivkohle oder Zedernholz. Ihr geruchsmindernder Effekt wirkt aber nur, wenn Sie auch auf das richtige Material von Schuhen und Socken achten. 

Tipp: Zimtsohlen wirken schweißbindend und verbreiten im Schuh einen angenehmen Duft. Sie sollen außerdem die Durchblutung fördern und so kalten Füßen entgegenwirken. Zimtsohlen erhalten Sie Online und im Reformhaus.

Sanfte Fußpflege

Hornhaut begünstigt die Bakterienbesiedlung. Regelmäßige Fußbäder, bei denen Sie Ihre Füße sanft von überschüssiger Hornhaut befreien, unterstützen die Fußhygiene. Auch unter langen Fußnägeln können sich Bakterien vermehren. Wer seine Fußpflege nicht vernachlässigt, die Haut mit Pflegeprodukten weich und geschmeidig hält, minimiert das Auftreten von Käsefüßen erheblich.

Mann zieht sich Lederschuhe an
Fußdeo kann gegen unangenehmen Fußgeruch helfen © iStock/nito100

Pflegeprodukte gegen Käsefüße

Zusätzlich zur Fußpflege können Pflegeprodukte wie Puder, antibakterielle Cremes oder Deos bei Käsefüßen helfen, sollten aber eher die Ausnahme sein. Vor allem Produkte mit Aluminiumsalzen sind wegen möglicher gesundheitlicher Risiken kritisch zu betrachten.

Natürliche Wirkstoffe gegen Fußgeruch

Mit Eichenrinde, Teebaumöl und Salbei liefert die Natur ein paar wunderbare Wirkstoffe gegen Schweiß- und Käsefüße. Ein paar Tropfen Teebaumöl im Fußbad wirken antibakteriell, erfrischend und kühlend. 

Salbei ist für seine schweißhemmende Wirkung bekannt. Die Naturheilkunde empfiehlt bei übermäßigem Schwitzen regelmäßig Salbeitee. Sie können aus Salbeiblättern aber auch einen Sud für das Fußbad herstellen.

Besonders bewährt hat sich Eichenrinde, die Sie in Reformhäusern oder in der Apotheke erhalten. Die darin vorhandenen Gerbstoffe sorgen nicht nur bei entzündlichen Hauterkrankungen für Linderung – auch Schweißfüße können damit behandelt werden. Dazu wird die Eichenrinde 20 Minuten gekocht, bis ein dunkler rotbrauner Sud entsteht, in dem Sie regelmäßig Ihre Füße baden.

 

Käsefüße: Wann zum Arzt?

Wenn alle selbstergriffenen Maßnahmen nicht helfen, sollten Sie sich nicht scheuen, einen Arzt aufzusuchen. Ein Dermatologe kann feststellen, ob Sie unter einer übermäßigen Schweißproduktion (Hyperhidrose) leiden und Ihnen erklären, welche Therapien es dagegen gibt. Auch genetische Faktoren und Medikamenteneinnahme können die Schweißproduktion beeinflussen. Wichtig ist es, die Ursache zu finden und zu behandeln.
 

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