Mitesser entfernen – so geht’s

Mona Trautmann Medizinredakteurin

Sie wollen die kleinen schwarzen Pünktchen auf der Nase loswerden? Wer Hautunreinheiten falsch ausdrückt, riskiert Verletzungen und Entzündungen. PraxisVITA erklärt, wie Sie Mitesser richtig entfernen.

 

Was sind Mitesser?

Mitesser heißen in der Fachsprache Komedonen. Es handelt sich dabei um verstopfte Poren, die typischerweise eine dunkle Oberfläche haben. Die Hautunreinheiten entstehen, wenn der Kanal des Talgdrüsenfollikels durch abgestorbene Hornzellen verschlossen ist und der Talg nicht mehr abfließen kann. Mitesser kommen am häufigsten an Kinn, Nase und Stirn vor. In dieser sogenannten T-Zone befinden sich viele Talgdrüsen.

Verstopfte Poren, ob in Form von offenen oder geschlossenen Mitessern, können zu Pickeln und Entzündungen führen und sorgen für ein unreines Hautbild – für viele Menschen Grund genug, die Unreinheiten selbst auszudrücken.

 

Mitesser entfernen – darf man sie ausdrücken?

Unsachgemäß ausgedrückte Mitesser verursachen oft schmerzhafte Entzündungen und Pickel – Narben und Pickelmale sind mögliche Folgen. Deshalb ist es wichtig, einige Hygieneregeln einzuhalten, wenn Sie Mitesser entfernen wollen:

  • Gesichtsreinigung: Befreien Sie Ihr Gesicht mit einem pH-neutralen Waschgel von Make-up-Resten.
  • Dampfbad: Halten Sie Ihr Gesicht etwa zehn Minuten lang über eine Schale mit heißem Kamillentee. So öffnen sich die Poren. Alternativ legen Sie für einige Minuten einen feuchten, warmen Waschlappen auf Ihr Gesicht.
  • Hände waschen, um das Infektionsrisiko gering zu halten.
  • Ein sauberes Kosmetiktuch um die Fingerspitzen wickeln.
  • Nur sanft drücken.
  • Hören sie auf zu drücken, wenn Blut oder klare Flüssigkeit aus dem Mitesser tritt.  
  • Entfernen Sie Mitesser am besten am Abend – falls Rötungen auftreten, sind diese bis zum nächsten Morgen verschwunden.

Das Ausdrücken der Mitesser ist immer Stress für die Haut – achten Sie deshalb darauf, die richtige Hautpflege bei Mitessern anzuwenden, um Unreinheiten schonend zu entfernen und neuen Mitessern vorzubeugen.

Frau bekommt eine Gesichtsbehandlung
Übersicht Fruchtsäurepeeling: Was macht es mit meiner Haut?

 

Mit der richtigen Pflege Mitesser entfernen

Mitesser ausdrücken kann helfen - aber es birgt auch die Gefahr, dass Bakterien und Schmutz durch unsachgemäßes Arbeiten weiter auf der Haut verteilt werden und sich am Ende die Mitesser weiter ausbreiten und nicht weniger werden. Wer die nervigen schwarzen Punkte dauerhaft beseitigen möchte, der sollte schon bei der täglichen Pflege anfangen. Spezielle Waschgele oder -lotionen öffnen die Poren, entfernen den Talg und wirkten entzündungshemmend und antibakteriell. Meist enthalten diese Produkte Zink oder Salicylsäure und sind entsprechend als Anti-Mitesser-Produkte gekennzeichnet. 

Was hilft gegen Mitesser?

Ein Peeling sollte in der Regel zwei- bis dreimal die Woche angewendet werden. Aber auch hier gilt: Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Haut und passen Sie die Häufigkeit von Masken und Peelings Ihrem Hautbedürfnis an. 

Peelings und Masken sollten außerdem als Zusatzpflege genutzt werden. Durch ein Peeling werden abgestorbene Hautschuppen entfernt, so verstopfen die Poren nicht und Mitesser und Pickelchen können gar nicht erst entstehen. Vorsicht ist bei der Häufigkeit geboten: Empfindliche Hauttypen sollten ausprobieren, wie oft ihre Haut diese Extra-Reinigung übersteht, da ein Peeling auch eine Hautreizung darstellt. Es gibt zwei unterschiedliche Arten eines Peelings; ein mechanisches und ein chemisches. Bei einem mechanischen Peeling werden die Hautschuppen durch bestimmte Inhaltsstoffe, zum Beispiel Kieselerde, wortwörtlich weggerubbelt. Bei einem chemischen Peeling entfernen Chemikalien, bspw. Fruchtsäure, auf sanfte Weise die überschüssige Haut. 

 

Hygienisch und professionell - Mitesser vom Kosmetiker entfernen lassen

Wenn Sie Ihrer Gesichtshaut etwas Gutes tun wollen, lassen Sie sich von einer professionellen Kosmetikerin behandeln.

Beachten Sie: Die Berufsbezeichung „Kosmetiker/in“ ist nicht gesetzlich geschützt – das heißt, dass theoretisch jeder sich so nennen darf. „Staatlich geprüfte“ Kosmetiker/innen haben dagegen eine ein- bis dreijährige Ausbildung samt Prüfung abgeschlossen.

Beachten Sie: Die Berufsbezeichung „Kosmetiker/in“ ist nicht gesetzlich geschützt – das heißt, dass theoretisch jeder sich so nennen darf. „Staatlich geprüfte“ Kosmetiker/innen haben dagegen eine ein- bis dreijährige Ausbildung samt Prüfung abgeschlossen.

Achten Sie bei der Wahl Ihres Kosmetikers auch auf folgende Punkte:

  • Der Arbeitsplatz sollte sauber sein.
  • Die Kosmetikerin sollte keine langen Fingernägel haben (Verletzungsgefahr).
  • Vor der Behandlung sollte die Kosmetikerin Sie nach Erkrankungen fragen und sich Ihre Haut genau ansehen.
  • Nach einer guten Behandlung sollten kaum rote Flecken zu sehen sein.

Krankheiten & Behandlung Trockene Haut

 

Hilfe gegen Mitesser - Medizinische Pflege aus der Apotheke 

Apotheker empfehlen häufig Fruchtsäure-Cremes. Diese Mittel sind mild dosiert und daher freiverkäuflich. Je nach Hautbild werden sie meist für mehrere Wochen angewendet und zwei Mal täglich auf die Haut aufgetragen. In Apotheken werden überdies Peelings mit Aluminiumoxid rezeptfrei angeboten, die ebenfalls das Hautbild bessern können. Diese werden meist einmal in der Woche auf die Haut aufgetragen, um die Poren von überschüssigem Fett zu befreien. Der Apotheker wird Ihnen dabei helfen, das für Sie geeignete Produkt zu finden.

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2019 praxisvita.de. All rights reserved.