Mit Zahnputztabletten einfach und nachhaltig Zähne putzen

Redaktion PraxisVITA

Zahnputztabletten sind eine praktische Lösung für unterwegs und eine ökologische Alternative zur Zahnpasta. Dabei steht die Zahnputztablette der Zahnpasta in puncto Wirkung in nichts nach und kommt in verschiedenen Varianten daher.

Holzzahnbürste mit Zahnputztablette
Zahnputztabletten als Alternative zu Zahnpasta? Das hat einige Vor-, aber auch Nachteile Foto:  iStock/Dannko
Inhalt
  1. Zahnputztabletten – eine Alternative zur Zahnpasta?
  2. Was unterscheidet Zahnputztabletten von Zahnpasta?
  3. Vorteile von Zahnputztabletten
  4. Nachteile von Kautabletten zum Zähneputzen
  5. Für wen sind Zahnputztabletten geeignet?
  6. Zahnputztabletten richtig benutzen
  7. Der RDA-Wert: Scheuerwirkung auf die Zähne
 

Zahnputztabletten – eine Alternative zur Zahnpasta?

Eine Zahnputztablette ist eine Alternative zu herkömmlicher Zahnpasta. Die Zahnputztablette muss vor dem Zähneputzen im Mund aufgelöst werden und entfernt dann in Kombination mit der Zahnbürste Plaque und Ablagerungen. Es gibt verschiedene Zahnputztabletten mit und ohne Fluorid.

Das Fluorid in der Tablette sorgt für einen remineralsierenden Effekt und hilft dabei, dass sich angegriffene Zahnhälse schneller regenerieren.

 

Was unterscheidet Zahnputztabletten von Zahnpasta?

Zahnputztabletten bestehen aus natürlichen Zellulosefasern und weiteren trockenen Inhaltsstoffen – im Gegensatz zu Zahnpasta, die bis zu 50 Prozent Wasser enthält. Die Tabletten bestehen aus Millionen von kleinen Zellulosefasern, die die Zähne beim Putzen säubern und gleichzeitig polieren.

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Das sind die Inhaltsstoffe von Zahnputztabletten:

  • Fluorid
  • Kieselerde
  • Menthol
  • Natron
  • Tensid
  • Vitamin C
  • Zellulose

 

Ein wichtiger Punkt ist auch die Zusammensetzung der Tabletten im Vergleich zu Zahnpasta: Zum einen kommen Zellulose und Kieselerde zum Einsatz, um Plaque zu entfernen. Zum anderen besitzen sie Fluorid gegen Karies. Eine Tensidart bringt die Tablette in Kombination mit Speichel zum Schäumen und Natron reguliert den pH-Wert. Zusätzlich regt Vitamin C den Speichelfluss an und Menthol sorgt für frischen Atem. Somit haben Zahnputztabletten nur sieben Inhaltsstoffe.

Zum Vergleich: Eine konventionelle Zahnpasta enthält etwas dreimal so viele Inhaltsstoffe, von denen einige als bedenkliche Chemikalien gelten – in minimaler Dosis sind diese allerdings ungefährlich für den Körper.

Zahnputztabletten beinhalten im Gegensatz zu Zahnpasta keine Konservierungsstoffe, kein Mikroplastik und kommen ohne Plastikverpackung aus. Meist sind die Tabletten in Papiertüten oder sogar in vollkommen kompostierbaren Verpackungen verpackt.

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Vorteile von Zahnputztabletten

1. Ein Vorteil der Zahnputztablette ist natürlich die Zusammensetzung, die weitestgehend auf schädliche Substanzen verzichtet und wirklich nur das beinhaltet, was man zum Zähneputzen benötigt.
2. Die leichte Handhabung ist ebenfalls ein Pluspunkt – keine Zahnpasta mehr, die von der Bürste rutscht oder das frisch gewaschene Hemd beschmiert.
3. Ein großer Aspekt ist die Umweltfreundlichkeit der Tablette, die nur in ökologischen Verpackungen daherkommt.
4. Zudem hält sich der Fluoridgehalt in der Tablette sehr viel länger als in Form einer Zahnpasta.
5. Noch eine Besonderheit sind die Zellulosepartikel in der Tablette: Diese sorgen dafür, dass Plaque zum einen entfernt wird und polieren im gleichen Schritt die Zähne, sodass neue Ablagerungen schwerer entstehen.

 

Nachteile von Kautabletten zum Zähneputzen

Ein Nachteil der Zahnputztablette kann der zuerst etwas gewöhnungsbedürftige Geschmack und die bröselige Konsistenz der Kautablette sein. Zudem muss man die Tablette erst ein paar Sekunden kauen, bis diese einsatzbereit ist – mit Zahnpasta kann man sofort loslegen.

 

Für wen sind Zahnputztabletten geeignet?

Zahnputztabletten sind für jede Altersgruppe geeignet. Sie sind praktisch für den täglichen Gebrauch oder auf Reisen. Außerdem sind sie eine Option für all diejenigen, denen zu viele Chemikalien in üblicher Zahnpasta stecken oder die ihren Plastikkonsum eindämmen wollen. Zudem eignen sich die Tabletten sehr gut, wenn Sie sensibles Zahnfleisch haben, da sie es durch die milde Zusammensetzung nicht zusätzlich reizen.

 

Zahnputztabletten richtig benutzen

Um mit einer Zahnputztablette Zähne zu putzen, sollte diese zuerst erst einige Minuten in Ihrem Mund zergehen. Sie können sie aber auch kauen, bis sich eine Creme gebildet hat. Dann wird mit einer feuchten Zahnbürste etwa zwei Minuten lang geputzt und danach wie gewohnt ausgespült.

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Der RDA-Wert: Scheuerwirkung auf die Zähne

Ein Wert, der sehr wichtig im Zahnpflegebereich ist, ist der RDA-Wert – die sogenannte Relative Dentin Abrasion. Damit wird der Grad der Abtragungsstärke einer Zahnpasta oder eines Zahnpflegeprodukts angegeben. Hierbei ist wichtig, dass nicht zu wenig abgetragen wird, aber auch nicht zu viel. Denn dies kann den Zahnschmelz angreifen und Zahnprobleme erst entstehen lassen. Je höher der RDA-Wert, umso stärker ist der Abtragungsgrad des Produktes.

Die benötigte Stärke einer Zahnpasta kann von Person zu Person verschieden sein, da die Zahnbeschichtung unterschiedlich ausgeprägt ist. Die meisten Zahnpasten haben einen RDA-Wert zwischen 40 und 80, wodurch die Zähne zwar effektiv gereinigt werden, jedoch bei empfindlichen Zahnhälsen und angegriffener Zahnstruktur auch teilweise Schäden anrichten können. Die meisten Zahnputztabletten arbeiten dagegen mit einem RDA-Wert von etwa 35, der sehr viel schonender die Beläge abträgt und auch sehr gut für sensible Zähne geeignet ist. Bei einem empfindlichen Zahnbereich wird ein Wert zwischen 30 bis 40 empfohlen.

Zahnputztabletten sind eine umweltschonende und praktische Option, um die Zähne zu reinigen und zudem auf sehr sanfte Weise Plaque abzutragen. Diese Art des Zähneputzens kann erst etwas gewöhnungsbedürftig sein – die Konsistenz ist komplett anders, darauf sollte man vorbereitet sein. Gesundheitlich ist die Zahnputztablette dagegen ein Vorzeige-Kandidat und schützt mit nur wenigen Inhaltsstoffen genauso gut wie eine Zahnpasta vor Karies.

Quellen:

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