Mit sanften Heilverfahren gegen Myome

Mit Homöopathie gegen Myome
Kleine Myome lassen sich auch mithilfe von homöopathischen Mitteln behandeln © Fotolia

Die körpereigenen Östrogene üben einen großen Einfluss auf das Wachstum von Gebärmuttertumoren aus. Praxisvita stellt Ihnen sanfte Heilmethoden zur Behandlung der gutartigen Wucherungen vor.

Die meisten Frauen bemerken diese Knötchen nicht. Noch vor wenigen Jahren war häufig die Entfernung der Gebärmutter unumgänglich. Jetzt werden meist sanftere Heilmethoden eingesetzt: Kleine Myome können mit homöopathischen Mitteln, chinesischen Arznei-Tees oder Mönchspfeffer-Extrakt entfernt werden. Die Wirkstoffe dieser Mittel helfen, den Hormon-Haushalt der Eierstöcke zu regulieren.

Schlagen die sanften Therapien nicht an, folgt eine Hormonbehandlung. Gestagen-Präparate senken den Östrogenspiegel. Die Regelblutung wird unterbrochen, das Wachstum der Myome stoppt.

 

Anti-Hormontherapie zur Schrumpfung der Myome

Stärker wirken so genannte GnRH-Analoga auf den Hormon-Haushalt ein. Sie täuschen dem Organismus vor, dass genug Östrogen vorhanden sei, die Eierstöcke stellen die Produktion ein. Folge: Die Myome haben keine ,,Nahrung” mehr und schrumpfen drastisch. Das Mittel versetzt den Körper in die Wechseljahre, es kommt zu Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Kreislaufstörungen und Knochenentkalkung. Deshalb soll die Behandlung höchstens sechs Monate dauern.

Mit Hilfe der ,,Endoskopie” können Operationen heute so durchgeführt werden, dass das Myom durch eine Mini-Kamera genau lokalisiert wird (,,Schlüsselloch-OP”) und gezielt entfernt werden kann. Das bedeutet: geringer Blutverlust, nur eine kleine Wunde, kaum Schmerzen. Einzelne Knoten können sogar schon ambulant entfernt werden.

 

Wie entstehen Myome?

Die Ursachen sind noch nicht genau erforscht. Ein Zusammenhang mit weiblichen Geschlechtshormonen wird vermutet. Familiäre Vorbelastung spielt auch eine Rolle: Myome treten häufiger bei Frauen auf, deren Mütter ebenfalls betroffen sind. Auch Übergewicht erhöht das Erkrankungsrisiko.

 

Welche Symptome gibt es?

Oft gar keine – rund die Hälfte der Frauen mit Myomen spürt gar nichts davon. Es ist dann auch keine Behandlung nötig. Regelmäßige Kontrollen durch den Gynäkologen reichen aus. Je nach Lage und Umfang verursachen die Gewebeknoten, die enorm groß werden können (bis zu 20 cm), bei den anderen 50 Prozent der Betroffenen oft starke Beschwerden: massive Schmerzen und Blutungen. Zusätzlich können Verstopfung, Blähungen und vermehrter Harndrang bis hin zur Inkontinenz die Lebensqualität stark einschränken.

 

Wo können Myome überall wachsen?

Je nach Lage und Wachstum werden unterschieden:

1 „Submuköse“ Myome wachsen aus der Muskelschicht in die Gebärmutterschleimhaut hinein.

2 „Subseröse“ Myome sitzen an der äußeren Seite der Gebärmutter.

3 „Intramurale“ Myome (die häufigste Form) finden sich in der Muskelschicht der Gebärmutter.

4 „Subseröse“ Myome können auch stielförmig aus der Gebärmutter herauswachsen.

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