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Mit Magnesium Diabetes vorbeugen

Als Mittel gegen Muskelkrämpfe kennen viele Magnesium. Doch wussten Sie, dass der Mineralstoff auch dazu beitragen kann, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und damit das Diabetes-Risiko zu senken? Lesen Sie hier, wie Sie mit Magnesium Diabetes vorbeugen können.

Eine große Bedeutung besitzt Magnesium für die Muskulatur und das Nervensystem. Es sorgt für die Entspannung der Muskulatur – das ist unter anderem wichtig, um Muskelkrämpfen vorzubeugen. Vielen Menschen hilft es bei Kopfschmerzen und bei Fibromyalgie, dem Faser-Muskel-Schmerz. Als Bestandteil des Skeletts ist es für stabile Knochen wichtig. Und, das wissen nur wenige, Magnesium entfaltet sogar positive Effekte auf den Blutzucker. Deshalb sollten Diabetiker stets auf einen ausgeglichenen Magnesium-Spiegel achten.

 

Übergewicht erhöht Diabetes-Risiko

Für die Entstehung dieses Volksleidens – rund zehn Prozent der Deutschen sind Diabetiker – spielt Übergewicht eine zentrale Rolle. Mit zunehmendem Gewicht erhöht sich das Diabetes-Risiko, da überschüssige Fett-Reserven, vor allem die Pölsterchen rund um Bauch und Hüften, den Stoffwechsel beeinträchtigen.

Kommen zu der Störung im Blutzucker-Stoffwechsel noch Beschwerden hinzu wie Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte, spricht man vom Metabolischen Syndrom. Das Syndrom gilt als ein Faktor, der wertvolle Lebensjahre kosten kann, und gilt auch als Türöffner für die Zuckerkrankheit.

 

Danke Magnesium Diabetes einfach vorbeugen

Um diesen Zusammenhang zu verstehen, muss man sich die Erkrankung genauer anschauen: Diabetiker haben einen gestörten Blutzucker-Stoffwechsel. Ihr Körper kann nur noch eingeschränkt Zucker (Glukose) aus dem Blut aufnehmen, weil er entweder zu wenig des körpereigenen Hormons Insulin produziert oder nicht mehr ausreichend auf das Insulin anspricht. In diesem Fall sprechen Experten von einer „Insulin-Resistenz“.

Magnesium Diabetes
Mit Magnesium Diabetes vorbeugen? Studien belegen, dass das funktioniert© iStock

Hier kann Magnesium Diabetes vorbeugen – wie ein Schutzschild –  oder den Verlauf der Erkrankung zu verzögern. Denn der Mineralstoff kann die Wirkung des körpereigenen Insulins positiv beeinflussen, sodass sich der Blutzucker nach dem Essen rascher normalisiert.

Ein weiterer Nebeneffekt, von dem nicht nur Diabetiker profitieren: Mit einer ausreichenden Magnesium-Versorgung schmelzen überflüssige Pfunde leichter. Übergewicht abzubauen ist für viele Diabetiker eine zentrale Maßnahme, um den Blutzucker besser in den Griff zu bekommen.

 

Magnesium schützt vor Folgekrankheiten

Sie suchen noch mehr Gründe, warum mit Magnesium Diabetes bekämpft werden sollte? Selbst vor Folgekrankheiten der Zuckerkrankheit kann der Mineralstoff schützen! So besteht ein Zusammenhang zwischen den Magnesium-Werten und der „diabetischen Retinopathie“, einer Diabetes-bedingten Netzhautschädigung des Auges. Diabetiker mit Magnesium-Mangel erkranken häufiger an diesem Augenleiden.

Ergebnisse einer Studie von Prof. Dr. Frank Mooren von der Justus-Liebig-Universität Gießen belegen, dass Magnesium Diabetes vorbeugen kann. Im Rahmen der Studie erhielten übergewichtige Nicht-Diabetiker, die bereits eine Insulin-Resistenz aufwiesen, sechs Monate lang die Magnesium-Verbindung Magnesium-aspartathydrochlorid. Die kurmäßige Magnesiumgabe verbesserte die Insulin-Empfindlichkeit des Körpers und senkte den Nüchtern-Blutzuckerspiegel.

Magnesium kann also bei Personen, die zwar noch keinen Diabetes haben, aber bereits eine Insulin-Resistenz und Anzeichen für ein Metabolisches Syndrom aufweisen, das Diabetes-Risiko deutlich verringern. Daher empfehlen Experten, rechtzeitig mit einer regulierten Magnesium-Zufuhr zu beginnen.

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