Mit der richtigen Ernährung aus der Depression

Obst-Shake gegen Verstimmung
Selbstgemachte Frucht-Shakes sind nicht nur lecker und gesund, sie können auch aus einer Depression helfen © Fotolia

Eine gesunde Ernährung wirkt gegen Stress, Depressionen und Schlafstörungen. Nicht nur als Vorbeugungsmaßnahme ist es wichtig, auf eine gesunde Ernährungsweise zu achten. Auch bei bestehender Erkrankung hat sie die Macht, den Verlauf einer Depression positiv zu beeinflussen.

 

So kommen Sie aus dem Stimmungstief

Wer glaubt, Nahrungsmittel würden nur den Hunger stillen, der irrt. Sie können auch Seelentröster sein. Wem ist es nicht schon in stressigen Phasen im Job passiert, dass er entnervt zur Pralinenschachtel griff! Schokolade und Co. sorgen wegen der darin enthaltenen Opiumähnlichen Substanz zwar schnell für gute Laune, doch da es bekanntlich kaum bei einem Riegel bleibt, ist der Frust am nächsten Tag beim Gang auf die Waage umso größer. Es geht allerdings auch anders. Hier einige Tipps, wie Sie mit der richtigen Ernährung aus der depressiven Verstimmung kommen:

 

Sie sind niedergeschlagen und verstimmt

Hin und wieder kommt es vor, dass man einfach schlecht drauf ist. Dann hilft eine "30-Minuten-Wunder-Mahlzeit mit wenig Fett und Proteinen, aber viel Kohlehydraten, zum Beispiel eine Scheibe Vollkornbrot mit Honig oder auch eine Schale ungesüßtes Popcorn. Wichtig für die richtige Ernährung bei Depressionen: Meiden Sie eiweißreiche Lebensmittel, denn sie unterdrücken das Serotonin. Dieser für Glücksgefühle wichtige Nervenbotenstoff wird aus Tryptophan gebildet. Wenn diese Aminosäure mit anderen aus Eiweiß und Fett konkurriert, kann sie nicht ins Gehirn gelangen.

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In vielen Fällen gehen Schlafstörungen mit Depressionen einher. Vitaminwasser können einem zusätzlich die nächtliche Ruhe rauben© Fotolia
 

Vitaminwasser kann nachts den Schlaf rauben

Sie schlafen schlecht. ,,Die Ursache könnte durchaus am Esstisch, nicht etwa im Schlafzimmer zu finden sein“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Elisabeth Sommer. Denn nicht allein Kaffee, Tee und Cola, sondern auch trendige Vitaminwasser können einem die nächtliche Ruhe rauben.

 

Ein Obst-Shake hilft gegen Hungeranfälle durch Stress

Sie fühlen sich gestresst. Auf Hektik und Stress reagiert so mancher mit Fressattacken. Besser und weitaus gesünder ist ein Anti-Stress-Shake: Eine Banane mit dem Pürierstab zerkleinern, mit einer Tasse Ananassaft, einer halben Tasse Orangensaft, einer Papaya oder einer halben Tasse Papaya-Nektar sowie ein bis drei Teelöffeln Leinsamenöl vermischen und in einen verschließbaren Trinkbecher füllen. In Stress-Zeiten getrunken, führt dieser Shake im Nu zu einem Anstieg von Serotonin. Wichtig: Zwei Stunden vorher und nachher auf Kaffee verzichten, da das Koffein die Wirkung von Serotonin einschränken kann.

Probiotische Lebensmittel können unsere Stimmung positiv beeinflussen
Probiotische Lebensmittel können unsere Stimmung positiv beeinflussen© Fotolia
 

Vanille macht glücklich

Dass man gute Laune essen kann, beweist auch eine aktuelle Studie: Forscher haben jetzt herausgefunden, dass bestimmte Geschmacksrichtungen die Stimmung heben. Für Ihr Experiment haben die Wissenschaftler verschiedene Joghurtsorten untersucht, um herauszufinden, welchen Einfluss sie auf unsere Stimmung haben. Das Ergebnis: Vanillejoghurt macht die Menschen glücklicher als andere Geschmackssorten. Die Forscher gehen davon aus, dass das wohlriechende Gewürz mit seinem süßen Aroma die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin im Gehirn anregt. Vanille ist besonders in der Weihnachtszeit beliebt. Das kostbare und edle Gewürz macht es uns besonders schwer, den süßen Versuchungen – wie Plätzchen, Stollen und Lebkuchen – zu widerstehen. Sie möchten noch mehr über den Star in der Weihnachtsbäckerei lesen? Dann klicken Sie hier!

 

Probiotika schützen vor Depressionen

Joghurt hat noch einen weiteren Vorteil: Er wirkt probiotisch. Eine Studie zeigt, dass auch Probiotika die Verbesserung der Stimmung unterstützen. Die Forscher betonen, das die Studienteilnehmer, die das probiotische Nahrungsergänzungsmittel zu sich nahmen, weniger depressive Gedanken hatten und Phasen von Traurigkeit schneller überwinden konnten. Die Mikroorganismen, die z.B. in Milchprodukten enthalten sind, könnten daher laut Forschern geeignet sein, eine Depression zu bekämpfen oder sich zumindest nach einem schlechten Tag wieder besser zu fühlen.

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