Mit Chili gegen den Arthrose-Schmerz

Chili lindert Arthrose-Schmerzen
Chilis enthalten Capsaicin. Die Substanz fördert die Durchblutung und lindert die Schmerzen bei Arthrose © istock

Rund fünf Millionen Deutsche leiden an schmerzhaftem Knorpelverschleiß. Ein Mittel hat sich als hoch wirksam gegen Arthrose erwiesen: Chili.

Bewegungsmangel, altersbedingte Abnutzung und Übergewicht: Arthrose (Gelenkverschleiß) kann viele Ursachen haben. Mediziner arbeiten ständig an neuen Methoden, die oft schmerzhafte Gelenkerkrankung zu behandeln.  Heilpraktiker und Naturmediziner setzen bei Arthrose immer häufiger auf Capsaicin – den Inhaltsstoff der Chili. Eine kürzlich veröffentlichte Studie bestätigt jetzt die schmerzlindernde Wirkung und die sichere Anwendung von äußerlich aufgetragenem Capsaicin bei Gelenkbeschwerden an Hand, Knie, Hüfte bzw. Schulter.
Die portugiesische Autorengruppe analysierte die in den Jahren 2004 bis 2016 veröffentlichten Studiendaten mit Arthrose-Patienten, die mit lokalen Capsaicin-Zubereitungen allein oder in Kombination behandelt wurden und in denen die Schmerzlinderung als Ziel galt.

Ergebnis: Die lokale Anwendung von Capsaicin verminderte Schmerzen im Vergleich zu Placebo deutlich. Die am häufigsten auftretende Nebenwirkung von Capsaicin war leichtes Hautbrennen. Dieses nimmt nach längerer Anwendung aufgrund von Desensibilisierung jedoch ab.

Capsaicin ist als 0,025-0,075 prozentige Creme (Anwendung drei bis vier Mal pro Tag) oder als acht-prozentiges Pflaster zur einmaligen ( = ein Mal am Tag) Anwendung im Handel erhältlich.

 

Weitere Vorteile von Chili

Chili entschlackt

Capsaicin regt den Stoffwechsel an, aktiviert so den Kalorienverbrauch und unterstützt sogar den Abbau von Körperfett. Noch ein positiver Nebeneffekt: Chilischoten mindern unseren Appetit auf Süßes. Bereits eine Messerspitze des scharfen Gewürzes täglich reicht für diesen Effekt aus.

Chili macht glücklich

Mit einer Prise Chili gewürztes Essen macht uns glücklicher. Gelangt das Capsaicin an einen Hitzerezeptor im Mund, beginnt unser Körper Endorphine (Glückshormone) auszuschütten. Die Folge: uns wird schön warm – ums Herz und den Körper.

Chili heizt den Keimen ein

Der Scharfmacher Capsaicin fördert die Durchblutung der Schleimhäute. Das verhindert, dass sich Keime festsetzen können und die Nase verstopft.

Chili schützt das Herz

Das Capsaicin reinigt die Blutgefäße quasi von innen. Es verhindert auch die Ansammlung schädlicher Blutfette, die unserem Herzen die Arbeit erschweren und einen Infarkt begünstigen.

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