Mit ätherischen Erkältungsbädern gesund durch den Winter

Redaktion PraxisVITA

Ein heißes Bad gehört zu den klassischen Hausmitteln bei den ersten Anzeichen einer Erkältung. Die Wärme in Kombination mit den Dämpfen der ätherischen Öle von Eukalyptus und Kamille entspannen den Körper und lindern Gliederschmerzen. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Erkältungsbad achten sollten.

 

Erkältungsbad selber herstellen

Badezusätze mit Eukalyptus und Latschenkiefer sind bei Erkältungen besonders beliebt. Die Dämpfe der ätherischen Öle befreien die Atemwege, lindern Entzündungen und wirken entspannend. Trockene und gereizte Schleimhäute werden dabei befeuchtet, was sie leichter abschwellen lässt und die Beschwerden mindert. Fertige Erkältungsbäder sind in der Drogerie oder der Apotheke erhältlich. Wer sie selbst herstellen möchte, hat dafür zwei Möglichkeiten. Getrocknete Kräuter, zum Beispiel Thymian oder Kamille, werden in eine Schüssel mit einem Liter heißem Wasser gegeben. Dort ziehen sie 15 bis 20 Minuten. Anschließend werden die Kräuter entfernt und der Sud dem warmen Badewasser beigegeben. Eine einfachere Variante bieten Teebeutel. Fencheltee oder eine Mischung mit Thymian und Kamille wird dabei aufgebrüht und dem Badewasser anschließend hinzugefügt. Für ein Vollbad braucht man circa fünf Teebeutel.

Erkältungsbad
Ein warmes Schaumbad kann bei den ersten Anzeichen einer Erkältung Linderung verschaffen© iStock/Goldfaery
 

Ein warmes Bad bei ersten Erkältungsanzeichen

Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung ist ein heißes Bad in der Wanne wohltuend. Wenn leichtes Halskratzen, Kopfschmerzen und Frösteln eine nahende Erkältung ankündigen, kann das warme Wasser helfen, die Krankheit abzuwenden. Bei einer Badetemperatur um 38 Grad Celsius steigt die Körpertemperatur leicht an. Dadurch wird die Durchblutung gesteigert und das Immunsystem mobilisiert. Die Muskeln entspannen sich und Gliederschmerzen werden gelindert.

Für mindestens 15 Minuten sollte man im Bad bleiben, damit sich der Körper ausreichend erwärmen kann. Trotz aller Empfehlungen muss jeder dabei auf sein persönliches Empfinden hören. Fühlt sich das Bad anstrengend an, ist die Erkältung vielleicht schon zu weit fortgeschritten oder das Wasser ist zu heiß. In dem Fall belastet es den Körper mehr als dass es ihm hilft. Besonders beim Verlassen der Badewanne kann Schwindel und im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit als Folge der geweiteten Blutgefäße und des sinkenden Blutdrucks auftreten. Noch mehr als bei einem Entspannungsbad ist daher eine anschließende Ruhephase im Bett für die Genesung wichtig.

Erkältung
Bei starkem Husten, Schnupfen und Fieber belastet ein Erkältungsbad den Körper zu sehr© iStock/comzeal
 

Wer sollte bei Erkältungen nicht baden?

Ist die Erkältung bereits ausgebrochen, ist von einem Erkältungsbad abzuraten. Bei Husten und Schnupfen wird der Körper sonst zu sehr belastet. Gleiches gilt bei Fieber. Die Natur regelt dies jedoch meist von alleine. Während man sich fröstelnd nach einem heißen Schaumbad sehnt, ist der Gedanke daran bei erhöhter Temperatur und Fieber selten. In jedem Fall sollte vorab der Hausarzt um Rat gefragt werden.

Auch Menschen mit hohem Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Venenschwäche oder Asthma ist von Erkältungsbädern abzuraten, da sie den Kreislauf zu sehr in Anspruch nehmen. Ätherische Öle in Erkältungsbädern sind meist nicht für Kinder bis sechs Jahre geeignet. Sie können Krämpfe und Atemnot auslösen. Schwangere Frauen sollten gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft heiße Bäder meiden, da sie vorzeitige Wehen und einen Blasensprung verursachen und zu einer Frühgeburt führen können. Während der Stillzeit ist auf Zusätze wie Kampfer, Menthol und Eukalyptus zu verzichten.

 
Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.