Mini-OP stoppt Grünen Star

Kapitel
  1. 1. Übersicht: Das große Augen-Spezial
  2. 2. Alterssichtigkeit
  3. 3. Diabetische Retinopathie
  4. 4. Grauer Star
  5. 5. Grüner Star
  6. 6. Hornhautverkrümmung
  7. 7. Altersbedingte Makuladegeneration
  8. 8. Bildergalerie "Sehschwächen-Simulator"

Die häufigste Ursache für ein Glaukom (Grüner Star) ist ein zu hoher Augeninnendruck, der den Sehnerv inoperabel schädigt. Die Ursache: Das Gittergewebe, das den Ausfluss des Kammerwassers im gesunden Auge reguliert, verstopft, wird steif und brüchig.

Augenarzt Dr. Jens Jordan, Freiburg, im Interview zu Gründer Star/Glaukom
Experte Dr. Jens Jordan: "Grünen Star können wir zwar nicht heilen, aber wir können den Krankheitsverlauf meist aufhalten und eine Verschlechterung verhindern"© privat

„Das Tückische ist, dass Sie von der Schädigung des Sehnervs lange Zeit nichts bemerken“, erklärt Dr. Jordan. Denn das Gehirn kann die Gesichtsfeldausfälle, die dadurch entstehen, lange kompensieren. „Deshalb ist es so wichtig, ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorge zu gehen“, betont er. Die Kosten belaufen sich auf etwa 30 Euro. Denn die Kassen zahlen die Untersuchung nur, wenn Risikofaktoren vorliegen: hohe Weit- oder Kurzsichtigkeit oder Glaukom-Fälle in der Familie.

 

Grüner Star Therapie

 „Gränen Star können wir zwar nicht heilen, aber wir können den Krankheitsverlauf meist aufhalten und eine Verschlechterung verhindern. Prinzipiell steigt man mit Tropfen ein. Ist der Druck dennoch zu hoch oder werden die Tropfen nicht vertragen, muss operiert werden. Dabei nutzen wir heute u. a. ein minimalinvasives Verfahren: Mit einem kugelschreiberähnlichen Gerät – einem Trabektom – wird ein Stück des verstopften Gewebes entnommen.“

 

Ergebnis

Der Weg wird wieder frei – „man stellt eigentlich den natürlichen, gesunden Abflussweg wieder her“, erklärt Dr. Jordan.

 

Erfolgsquote

Eine hundertprozentige Erfolgsquote gibt es in der Glaukomchirurgie nicht. Bei einigen Glaukom-Formen wirkt der Eingriff sehr gut. Es kommt aber auch vor, dass das Abflussgewebe wieder verstopft. „Wichtig ist daher, dass die Patienten regelmäßig zu Nachkontrollen gehen – direkt nach der OP auch häufiger“, betont der Spezialist. „Denn dann können wir effektiv eingreifen, wenn der Augendruck wieder ansteigen sollte.“

 

Kosten

Glaukomchirurgie zahlen die Kassen.

 

 

Der Experte: Priv.-Doz. Dr. Jens Jordan

Leiter des Schwerpunkts Glaukom der Universitäts-Augenklinik Freiburg
Website: www.uniklinik-freiburg.de/augenklinik

Hornhautverkrümmung
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