Mineralstoffmangel: Wenn Spuren- und Mengenelemente fehlen

Kim Zoé Sadlowsky

Ein Mineralstoffmangel kann nach einigen Jahren einen Körper sehr belasten. Um keinen Mineralstoffmangel zu bekommen, gibt es ein paar Mineralstoffe, die dies verhindern können. Allerdings kann ein Mineralstoffmangel durch den häufigen Verzehr von Fastfood und Fertiggerichten enstehen.

junge Frau isst Müsliriegel
Eine ausgewogene Ernährung schützt vor einem Mineralstoffmangel Foto:  iStock/Ridofranz
Inhalt
  1. Wie erkenne ich einen Mineralstoffmangel?
  2. Mengen- und Spurenelemente: Wo ist der Unterschied?
  3. Mineralstoffmangel verhindern? 
 

Wie erkenne ich einen Mineralstoffmangel?

Spuren- und Mengenelemente sind essentielle Mineralstoffe für unseren Körper. Da der Körper sie aber nicht selbst produzieren kann, ist es wichtig, Mineralien und Nährstoffe über die Nahrung zuzuführen. Bei einer zu geringen Versorgung mit Nährstoffen droht ein Mangel. 

Symptome eines Mineralstoffmangels: 

 

Mengen- und Spurenelemente: Wo ist der Unterschied?

Mengen-, Spurenelemente, Mineralstoffe: Wo liegt da der Unterschied? Sowohl bei Mengen- als auch bei Spurenelementen handelt es sich um Mineralstoffe. Sie unterscheiden sich jedoch in der Menge, die der Körper im Schnitt am Tag benötigt. Spurenelemnte werden nur in sehr geringer Menge verbraucht, Mengenelemente hingegen sind in deutlich höheren Einheiten wichtig. Spurenelemente sind wie der Name auch schon verrät nur Spuren in unserem Körper. Spurenelemente liegen unter 50 mg/kg in unserem Körper wogegen Mengenelemente mt über 50 mg/kg in unserem Körper vertreten sind.

 

Mineralstoffmangel verhindern? 

Wer einen Mineralstoffmangel verhindern will, muss diese über die Nahrung zuführen. Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor gehören zu den Mengenelementen. Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan, Selen und Zink wiederum sind Spurenelemente. 

Mineralstofftäglicher Bedarf
Calcium 1000 mg
Eisen10 mg
Fluorid/Fluor3,8 mg 
Jod200 mg
Kalium2000 mg
Kupfer1 - 1,5 mg
Mangan2 - 5 mg
Natrium550 mg
Phosphor700 mg
  

Mengenelemente:

Calcium

Calcium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff. Fast 100% des Calciums sind in Knochen und Zähnen. Calcium stärkt Zähne und Knochen.

In diesen Lebensmitteln ist Calcium enthalten: 

  • Milch und Milchprodukte 
  • Sojaprodukte 
  • Mandeln
  • Fenchel und Brokkoli
  • Grünkohl

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Kalium

In den Zellen im Körper befinden sich 98% Kalium, das heißt, dass dieser Mineralstoff ein sehr wichtiger Mineralstoff ist. Minimal ist dieser Stoff in den Knochen und in der Leber plus in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Kalium hängt häufig mit Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck zusammen. Patienten mit Bluthochdruck leiden oft an Mineralstoffmangel, dazu kommt auch ein Kaliummangel.

Magnesium

Mehr als die Hälfte des Körpermagnesiums steckt in den Knochen, daher ist es besonders wichtig für die Knochen und das Skelett. Ca. 1 Prozent des Magnesiums im Körper befindet sich im Blutserum - die restlichen 99 Prozent sammeln sich im Zellinneren. 

Natrium

Natrium ist ein lebenswichtiges Mengenelement. Wird von Natrium gesprochen, wird damit im Allgemeinen Kochsalz gemeint. Kochsalz, auch Natriumchlorid genannt, besteht zu 40 Prozent aus Natrium und ist nahezu in allen Lebensmitteln enthalten. Eine Unterversorgung ist daher grundsätzlich unwahrscheinlich. Zusammen mit Chlorid und Kalium gehört es zu den wichtigsten Elektrolyten für den Körper. 

Phosphor

Phosphor befindet sich in vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel Käse oder Schmelzkäse. Das Mineral befindet sich aber auch in Fast Food, Fertiggerichten, Fleischkonserven, Fleisch- und Wurstwaren wie Schinken oder Salami sowie Limonaden. Ein Überschuss an Phosphor kann zu Nierenschäden führen. 

Spurenelemente:

Eisen

Eisen ist wichtig für die Zellregeneration und unterstützt die Immunfunktion. Frauen haben aufgrund der monatlichen Regelblutungen einen höhen Eisenbedarf als Männer und müssen dementsprechend mehr des Mineralstoffes zu sich nehmen. Eisen lässt sich gut über die Nahrung aufnehmen und ist in folgenden Lebensmitteln enthalten: rotes Fleisch, Innereien, Nüsse, Bohnen und Hülsenfrüchte. Typische Merkmale eines Eisenmangels sind Blässe, Haarausfall und Konzentrationsstörungen.

Fluor

Fluor hat einen auffälligen Geruch und ist in seiner elementaren Form hoch giftig und stark ätzend. Fluor ist besonders für Knochen und Zähne wichtig. Fluorid befindet sich in kleinen Mengen in Zahnpasta, Mineralwasser oder auch Speisesalz und kann die Entstehung von Karies verhindern. 

Jod

Jod ist essentieller Bestandteil der Hormonproduktion der Schilddrüse und ist somit nicht nur für den Stoffwechsel, sondern auch für das Nervensystem und die Muskulatur und Kreislauf wichtig. Besonders Schwangere müssen auf ihren Jodhaushalt achten, da ein Mangel zu Fehlbildungen oder sogar zu Fehlgeburten führen kann. In Eiern und Milchprodukten, aber auch in Fisch und natürlich in Jodsalz ist das Mineral zu finden. 

Selen

Selen ist gut für die Nägel. Ein Mangel ist leicht durch die Bildung von weißlilchen Flecken auf den Nägeln zu erkennen. Selen ist in vielen Lebensmitteln enthalten: Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukten und auch Linsen sind gute Lieferanten. 

Zink

Zink fördert den Muskelaufbau, bekämpft unreine Haut und stärkt das Immunsystem sowie die Zellregenration. Es ist als Salbe, aber auch in Tabletten- oder Kapselform erhältlich. 

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