Milien im Gesicht: Welche Hautveränderung ist gutartig?

Grießkorn am Auge
Milien im Gesicht sind kleine Zysten unter der Haut, die sich häufig am Auge bilden © Fotolia

Beim Blick in den Spiegel tauchen mit der Zeit nicht nur immer mehr Fältchen auf. Hier und da sind Milien im Gesicht zu sehen. Oder es zeigt sich plötzlich etwas, von dem man nicht weiß, was es ist. Ein Grund zur Besorgnis ist das meist jedoch nicht.

 

Milien im Gesicht

Kleine, gutartige Zysten, die sich an den Talgdrüsenausgängen unter der Haut bilden (Milien). Frauen sind eher betroffen. Zu üppige Hautpflege fördert sie.

So sieht es aus: Weißes, hartes Knötchen um die Augenpartie.

So wird man es los: Bei Milien im Gesicht sollte man besser nicht selbst Hand anlegen, erst recht nicht, wenn sich die Grieskörnr nah am Auge befinden. Die Knötchen werden leicht von einem Hautarzt eingeritzt und entleert. Sie heilen schnell ab. Vorbeugend kann Schüßler Salz Nr. 4 Kalium chloratum (Apotheke) helfen: 3mal täglich 1-3 Tabletten lutschen.

 

Alterswarze

Alterswarzen (Seborrhoische Keratose), die häufigste Hautveränderung ab dem 40. Lebensjahr, ähneln dem Hautkrebs, sind jedoch gutartig. Sie werden nicht durch Viren verursacht. Warum sie entstehen, ist allerdings unklar.

So sieht sie aus: Erbsen- bis münzgroß. Meist flach und hellbraun, können sich die Warzen mit der Zeit auch verdicken. Die Oberfläche wird dann immer zerklüfteter und ist unregelmäßig pigmentiert – oft tiefbraun. Häufig am Oberkörper und im Gesicht.

So wird man sie los: Wenn die Warzen stören, werden sie nur aus kosmetischen Gründen vereist, abgeschabt oder per Laser entfernt.

 

Fibrom

Das Fibrom (Stielwarze) ist eine gutartige Wucherung des Bindegewebes. Weder ansteckend noch gesundheitsgefährdend, handelt es sich hier höchstwahrscheinlich um einen überschießenden Reparaturmechanismus der Haut. Bei Übergewicht treten Fibrome vermehrt auf.

So sieht es aus: Die hautfarbene Wucherung sitzt meist stäbchen- oder stielförmig und beweglich auf der Haut. Oft entwickeln sich Fibrome an dünneren Hautstellen wie am Auge, im Dekolleté oder in den Achselhöhlen, vermehrt in Gruppen. Von Milien im Gesicht sind sie gut unterscheidbar.

So wird man es los: Nie selbst behandeln. Oft blutet es stark. Beim Arzt steril und schmerzlos abschneiden oder per Laser entfernen lassen.

 

Grützbeutel

Hinter einem Grützbeutel (Atherom) verbergen sich lediglich abgestorbene Hornzellen, die sich an einer verstopften Talgdrüse an der Haarwurzel ansammeln.

So sieht er aus: Ein praller Knoten unter der Haut, oft am Kopf oder im Nacken. Er ist meist senfkorngroß, kann aber auch stark an wachsen. Typisch ist ein zentraler schwarzer Punkt – der verstopfte Talgdrüsengang.

So wird man ihn los: Beim Hautarzt lässt er sich rasch wegoperieren. Wichtig ist, dass der Beutel vollständig und samt Talgdrüsengang entfernt wird, sonst kommt er zurück.

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.