Milien-Behandlung: Wie sieht sie aus?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Grundsätzlich ist bei Milien eine Behandlung nicht erforderlich, da es sich nicht um eine Krankheit handelt, sondern um eine harmlose Hautveränderung. Aus Milien können auch keine Folgeerkrankungen entstehen, sodass eine Behandlung zur Vorbeugung weiterer Veränderungen nicht notwendig ist. Eine Milien-Behandlung erfolgt daher ausschließlich aus kosmetischen Gründen.

Zu unterscheiden ist bei einer möglichen Milien-Behandlung das Alter der Betroffenen. Bei Neugeborenen sollten Eltern davon absehen, Behandlungsmaßnahmen zu veranlassen. Denn normalerweise bilden sich die Grieskörner bei Säuglingen nach wenigen Wochen von selbst zurück. Auch bei Erwachsenen besteht diese Möglichkeit, allerdings nur bei den sekundären Milien. Eine Behandlung sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn zum einen die Grunderkrankung nicht mehr besteht, die womöglich die Milien ausgelöst hat (zum Beispiel eine Verbrennung oder eine Gürtelrose). Zum anderen sollten Patienten mit ihrem Arzt beobachten, wie sich die Grieskörner entwickeln. Falls eine Veränderung der Milien erkennbar ist, ist eine Behandlung nicht ratsam. Sekundäre Milien können sich nicht nur zurückbilden. Falls sie wachsen, platzt die äußere Hülle in manchen Fällen auch regelrecht auf, der Inhalt entleert sich, und die Haut heilt problemlos ab.

 

Zwei Methoden zur Milien-Behandlung

Anders sieht es aus, wenn Erwachsene unter primären Milien leiden. Eine Behandlung ist der einzige Weg, den Hautgries zu entfernen, da eine Spontanheilung nicht zu erwarten ist. Es gibt zwei Methoden zur Milien-Behandlung. Der klassische Weg ist das chirurgische Entfernen der Knötchen. Dafür ritzt der Arzt mit einem sogenannten Moncorps-Messer oder mit einer Kanüle das Grieskorn leicht an und drückt das Keratin-Talg-Gemisch heraus. Die Wunde verheilt anschließend von selbst. Prinzipiell kann auch ein erfahrener Kosmetiker diese Milien-Behandlung vornehmen. Ein Arztbesuch ist dennoch die bessere Alternative, da besonders bei größeren Milien die Gefahr besteht, dass Narben zurückbleiben, wenn die Behandlung nicht absolut korrekt ausgeführt wird. Bei Milien unter dem Auge sollte auf jeden Fall ein Dermatologe aufgesucht werden.

Hautärzte können bei der Milien-Behandlung Laser einsetzen
Auch mit dem Laser lässt sich eine Milien-Behandlung durchführen. Die Kosten trägt der Patient in der Regel selbst© Fotolia

Diese chirurgische Milien-Behandlung ist auch der Grund dafür, warum Betroffene für die Diagnose unbedingt einen Facharzt aufsuchen müssen. Wird eine kleine Warze beispielsweise mit einer vermeintlichen Milie verwechselt, könnte solch ein Schnitt zu einer deutlichen Verschlechterung führen. Denn es gibt Warzentypen, die durch Viren verursacht werden, und diese verbreiten sich unter Umständen durch unsachgemäßes Aufschneiden.

 

Milien-Behandlung wird nicht von der Krankenkasse übernommen

Die zweite Möglichkeit zur Milien-Behandlung ist eine Laser-Therapie. Beispielsweise mit einem Erbium-Laser wird die oberste Hautschicht sehr gezielt abgetragen. Die modernen Laser-Typen verdampfen im Bruchteil einer Sekunde das Wasser in der Haut. Dabei wird das übrige Gewebe vereinfacht gesagt mitgerissen. Relevante Wärmeschäden entstehen auf diese Weise in der Regel nicht. Anschließend bildet sich eine kleine Kruste, die nach wenigen Tagen abfällt. Die Haut, die sich darunter neu gebildet hat, ist frei von Zysten. Eine Narbenbildung tritt bei dieser Form der Milien-Behandlung normalerweise nicht auf, weswegen sie für kosmetische Eingriffe im Gesicht häufig eingesetzt wird. Nach einer Milien-Behandlung ist auf jeden Fall für einige Tage direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, um die Wunde zu schonen.

Die Frage, ob und wann eine Milien-Behandlung erfolgen sollte, lässt sich nicht beantworten, da es sich bei diesen Grieskörnern um eine harmlose Hautveränderung handelt. Die Betroffenen müssen also nach ihrem subjektiven Empfinden beurteilen, ob sie die kleinen Zysten als störend empfinden. Oftmals ist das der Fall, wenn die Milien Gruppen bilden und optisch daher stärker auffallen. Da Hautgries keine Krankheit ist, wird die Milien-Behandlung auch nicht von der Krankenkasse bezahlt. Zudem handelt es sich um eine rein symptomatische Behandlung. Das heißt, der Arzt entfernt zwar die bestehenden Grieskörner, hat aber keinen Einfluss darauf, ob sich neue Zysten bilden.

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