Milbenallergie: Wenn Hausstaub plötzlich krank macht

Eine Milbenallergie wird durch Hausstaub ausgelöst
Wer unter einer Milbenallergie leidet, sollte Hausstaub möglichst mit einem Staubsauger, der mit einem speziellen Filter ausgestattet ist, aufnehmen um Niesattacken oder Husten zu vermeiden © Fotolia

Leiden Sie unter einer verstopften Nase, morgendlichen Niesanfällen und geschwollenen oder juckenden Augen? Dann haben Sie möglicherweise eine Milbenallergie.

Meist bricht die Erkrankung zwischen 18 und 49 Jahren aus, bei Frauen häufiger als bei Männern. Für Betroffene bedeutet das: verstopfte Nasen und tränende Augen vor allem am Morgen oder auch heftige Niesattacken und starker Husten bei der Hausarbeit. Beschwerden sollte man ernst nehmen, weil sich unbehandelt Asthma aus einer Hausstaub- oder Milbenallergie entwickeln kann.

 

Was hilft gegen eine Milbenallergie?

Spezielle Bettbezüge: Milben halten sich besonders gern in unserem Bett auf. Milbendichte Bezüge für Matratzen, Kopfkissen und Oberbetten können helfen. Diese sogenannten Encasings sind so eng gewebt, dass die Spinnentiere nicht an unsere Hautschuppen – ihre Nahrungsquelle – kommen und ihr allergieauslösender Kot zurückgehalten wird.

 

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei einer nachgewiesenen Milbenallergie übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

 

Was sollte man bei einer Milbenallergie beachten?

Die kleinen Spinnentiere leben nicht nur im Bett, sondern auch in Teppichen, Vorhängen und Polstermöbeln. Ihr Kot zerfällt in feinste Partikel und mischt sich in den Hausstaub. Der verteilt sich in der ganzen Wohnung, die Allergene gelangen in die Atemluft. Um die Luft zu säubern, eignen sich mobile Filter. Preiswerte Geräte für Zimmergrößen bis zu 45 qm gibt es ab ca. 60 Euro, etwa im Baumarkt. Wichtig ist außerdem, dass der Staubsauger mit einem speziellen Feinstaubfilter, einem sogenannten HEPA-Filter, ausgestattet ist.

 

Anti-Milben-Spray

Wissenschaftler haben ein natürliches Mittel gegen die Milben gefunden: Mahalin, der pflanzliche Extrakt aus dem Niembaum. Der Wirkstoff hemmt das Wachstum von Milben und Larven. Außerdem macht er ihre Nahrung – unsere Hautschuppen – ungenießbar. Die Folge: Das Ungeziefer verhungert. Studien bewiesen die Wirksamkeit.

 

Hyposensibilisierung bei Milbenallergie

Bei der Allergie-Impfung spritzt der Arzt in regelmäßigen Abständen die beschwerdeauslösenden Stoffe in sehr niedriger Konzentration. Dadurch lernt der Körper, sie zu tolerieren und die Symptome werden gelindert. Betroffene können die Therapie, die etwa drei Jahre dauert, jederzeit beginnen, da die Milbenallergie ganzjährig auftritt.

 

Der richtige Bodenbelag für Allergiker

Seit Jahren wird die Frage des richtigen Bodenbelages kontrovers diskutiert. Eine Studie des Deutschen Allergie- und Asthmabundes zeigt: Kurzfloriger Teppich ist für Milbenallergiker besser geeignet als glatte Holzfußböden oder Fliesen. Denn dort wird mehr Hausstaub aufgewirbelt.

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