Mexikanerin bringt Siebenlinge zur Welt

Ein Frühchen liegt im Brutkasten
Bei einer Geburt in der 26. Schwangerschaftswoche liegen die Überlebenschancen bei 70-85 Prozent. Bei Mehrlingsgeburten wie bei den Siebenlingen steigt die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt © Fotolia

Eine Frau brachte in der mexikanischen Stadt Guanajuato Siebenlinge zur Welt. Eines der Babys verstarb direkt nach der Geburt. Wie hoch sind die Überlebenschancen nach einer solchen Mehrlingsgeburt?

Medienberichten zufolge wurde die 30-jährige Mutter der Kinder schwanger, nachdem sie sich einer Hormonbehandlung unterzogen hatte. Sie brachte die Siebenlinge per Kaiserschnitt zur Welt. Eines der Bays – ein Mädchen – starb direkt nach der Geburt.

 

Siebenlinge – wie hoch sind die Überlebenschancen?

Siebenlinge sind extrem selten. In den allermeisten Fällen ist die Schwangerschaft mit sieben Babys auf einmal Folge einer Hormonbehandlung. Da die Kinder einer solchen Mehrlingsschwangerschaft bei der Geburt meist noch sehr klein und unterentwickelt sind, überleben selten alle Geschwister.

Die Siebenlinge der Mexikanerin kamen in der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt – eine reguläre Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Bei Säuglingen, die so früh zur Welt kommen, gilt eine Überlebenswahrscheinlichkeit von 70 bis 85 Prozent. Der Grund für die hohe Sterblichkeit bei so frühen Geburten liegt vor allem in der unvollendeten Ausreifung der Lunge – sie ist erst etwa in der 28. Schwangerschaftswoche abgeschlossen.

Die Ärzte in dem Krankenhaus im mexikanischen Celaya kämpfen zurzeit um das Überleben der sechs Babys – die drei Mädchen und drei Jungen werden künstlich beatmet.

Hamburg, 14. September 2015

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