Metabolic Balance: Wie funktioniert die Diät?

Redaktion PraxisVITA

Metabolic Balance ist eine Diät, die auf der Analyse von Blutgruppen basiert und je nach Typ verschiedene Lebensmittel während der Diätphase erlaubt. Aber was darf man noch essen? Und was hat es mit den acht Diät-Regeln von Metabolic Balance auf sich? 

Inhalt
  1. Mit Metabolic Balance den Stoffwechsel anregen
  2. Die vier Phasen der Metabolic-Balance-Diät
  3. Die acht Diät-Regeln der Metabolic-Balance-Diät
  4. Was sind die Vor- und Nachteile der Metabolic-Diät?
  5. Für wen ist Metabolic Balance geeignet?
 

Mit Metabolic Balance den Stoffwechsel anregen

Metabolic Balance (auch Metabolismus-Diät genannt) ist eine Mischung aus Diät und Ernährungsform, die auf einer Blutuntersuchung basiert. Nach der Analyse des Blutes wird man in einen von 36 Typen eingeteilt und es wird darauf basierend ein ganz persönlicher Metabolic-Balance-Ernährungsplan erstellt. Der passt zu den eigenen Gewohnheiten, Unverträglichkeiten und Vorlieben. Letztlich soll die Diät den Metabolismus, also den Stoffwechsel, ankurbeln.

Zudem gibt es bei der Metabolic-Balance-Diät strikte Anweisungen, wann gegessen wird, wie lange eine Mahlzeit dauern darf und wie lange die Pausen zwischen dem jeweiligen Essen sein sollten. Auf Kohlenhydrate wird während der Diät weitestgehend verzichtet, da diese die Insulinausschüttung ankurbeln, was wiederum zu einer erhöhten Fetteinlagerung führt – und zudem Heißhungerattacken und übermäßige Pfunde zur Folge hat. Vor allem Proteine wie Fisch, Eier und mageres Fleisch und Gemüse gehören zum täglichen Speiseplan – und jede Menge Wasser.

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Die vier Phasen der Metabolic-Balance-Diät

Die Diät nach Metabolic Balance unterteilt sich in vier Phasen:

  • Vorbereitungsphase
  • Strenge Umstellungsphase
  • Lockere Umstellungsphase
  • Erhaltungsphase

Die erste Phase, die Vorbereitungsphase, dauert zwei Tage und soll die Verdauung entlasten und an die neue Ernährungsform heranführen. Zudem wird nur leicht verdauliche Kost gegessen: Gemüsesuppen, Kartoffeln oder gegartes Gemüse sind erlaubt. Dazu muss der Darm gereinigt werden – um diesen Prozess anzukurbeln werden Glaubersalze verabreicht oder Einläufe durchgeführt.

In der zweiten Phase von Metabolic Balance wird die Ernährung streng umgestellt: Mindestens zwei Wochen lang wird eine Diät nach den vorher aufgestellten Regeln und dem persönlichen Ernährungsplan umgesetzt. Jeden Tag gibt es drei Mahlzeiten mit kohlenhydratarmer und proteinreicher Kost. Das heißt, tierisches Eiweiß wie Fisch, Eier, Milchprodukte und Fleisch sind in jedem Essen integriert. Genauso wie ein hoher Gemüseanteil. Zudem müssen die Portionen genauestens abgewogen werden.

In der dritten Phase, der lockeren Umstellungsphase, wird die Diät nicht mehr ganz so streng durchgeführt. Man darf auch ab und an Alkohol trinken oder die strikten Grammangaben für jede Mahlzeit ignorieren.

Die vierte und letzte Phase ist die Erhaltungsphase. Mit dieser soll das abgenommene Gewicht gehalten werden und es wird eine lockere, aber bewusste metabolische Ernährung mit vielen Proteinen fortgeführt. Für den Fall, dass ein bisschen Gewicht zurück auf den Rippen landet, kann die „strenge Phase“ wieder für einige Tage eingeführt werden.

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Die acht Diät-Regeln der Metabolic-Balance-Diät

Der Metabolic-Diät-Plan gibt ein paar strikte Regeln vor. Wer diese Regeln liest, merkt schnell: Metabolic Balance hat auch mit bewusstem Essen zu tun, um bestimmte fettverbrennende Prozesse im Körper anzukurbeln.

1. Regel: Es dürfen nur drei Mahlzeiten pro Tag eingenommen werden.
2. Regel: Zwischen den Mahlzeiten müssen mindestens fünf Stunden Pause liegen (je nach Bluttyp sogar noch länger) – so soll der Insulinspiegel sinken und der Fettabbau angeregt werden.
3. Regel: Nach 21 Uhr wird nichts mehr gegessen.
4. Regel: Genügend Wasser trinken – pro Kilogramm Körpergewicht je 35 Milliliter. So müssen über den Tag verteilt mindestens zwei bis drei Liter getrunken werden.
5. Regel: Jede Mahlzeit dauert maximal eine Stunde. Man sollte sich bewusst Zeit fürs Essen nehmen.
6. Regel: Jede Mahlzeit mit einem Bissen Eiweiß beginnen. Das soll dafür sorgen, dass zuerst Eiweiß im Magen ankommt, wodurch die Bauchspeicheldrüse das Hormon Glukagon produziert. Dieses gilt als Insulin-Hemmer und hilft beim Abnehmprozess.
7. Regel: Pro Mahlzeit wird nur eine Art von Eiweiß verzehrt. Also nur Fisch, Geflügel, Eier oder anderes Fleisch.
8. Regel: Obst darf nur zu einer Mahlzeit oder als Nachtisch gegessen werden, auch als „Zwischensnack“ ist kein Obst gestattet.

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Was sind die Vor- und Nachteile der Metabolic-Diät?

Wer sich die strikten Regeln und die proteinreiche sowie kohlenhydratarme metabolische Ernährung anschaut, realisiert: Für die Metabolic-Balance-Diät braucht es ein hohes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen – vor allem da man lediglich drei Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen darf. Dies ist nicht für jeden so einfach umzusetzen.

Hinzu kommt die schlechte Vereinbarkeit des Alltags mit der Diät: Das Essen muss teilweise grammgenau abgewogen werden. Dies ist häufig nicht konsequent durchzuhalten, wenn man beispielsweise im Büro zum Lunch geht oder ein Business-Essen hat. Auch ein Abendessen mit Freunden gestaltet sich so wesentlich komplizierter. Besser wird das erst wieder in der lockeren Umstellungsphase: Denn dann sind sogar Restaurantbesuche erlaubt.

Ein Vorteil der Metabolismus-Diät ist, dass man mit Metabolic Balance tatsächlich lästige Kilos loswerden kann. Der strenge Kalorienplan und die Verdauungspausen helfen beim Abnehmen und die Pfunde purzeln. Positiv ist auch die große Menge an Gemüse und die strikte Angabe, jeden Tag einen Apfel zu sich nehmen zu müssen. So werden gesunde Gewohnheiten gefördert.

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Für wen ist Metabolic Balance geeignet?

Metabolic Balance eignet sich für alle, die eine eiserne Disziplin besitzen oder keine Probleme mit langen Pausen zwischen den Mahlzeiten haben. Gerade der komplette Verzicht auf Zwischensnacks kann für viele eine schwere Umstellung sein und in der Anfangsphase zu einem knurrenden Magen führen.

Die gute Nachricht ist: Mit Metabolic Balance kann man abnehmen. Die schlechte ist allerdings: Dies könnte einzig und allein auch an der geringeren Kalorienmenge liegen – und das funktioniert mit jeder anderen kalorienreduzierten Diät ebenfalls, nicht nur mit Metabolic Balance.

Quellen:

Funfack, Wolf (2010): Metabolic Balance - Das Stoffwechselprogramm: Das Standardwerk zur individuellen Stoffwechselumstellung, München: Südwest Verlag
Wollcott, William L. und Trish Fahey (2012): Metabolic Typing: Essen, was mein Körper braucht. Mit Fragebogen zum Bestimmen des eigenen Stoffwechseltyps, Kirchzarten bei Freiburg: VAK Verlag
Funfack, Wolf (2014): Metabolic Balance zum Einsteigen: Die Basics zur Stoffwechselumstellung, München: Südwest Verlag.

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