Melisse lindert PMS-Beschwerden

Carolin Banser Medizinredakteurin
Melisse
PMS-Symptome können pflanzlich behandelt werden, z.B. mit der Melisse © Fotolia

Jede zweite Frau leidet unter dem "prämenstruellen Syndrom” (PMS). In der Naturheilkunde werden die damit verbundenen Schmerzen meist mit Mönchspfeffer, Baldrian und Johanniskraut behandelt. Wissenschaftler haben jetzt den Einfluss von Melisse auf PMS untersucht. Zu den Ergebnissen.

Jede vierte Frau hat an den Tagen vor ihrer Regelblutung starke Beschwerden: Bauchkrämpfe, Müdigkeit, Wassereinlagerungen, depressive Verstimmungen oder Wutanfälle – das prämenstruelle Syndrom (PMS) äußert sich bei jeder Frau etwas anders. Die Naturheilkunde hat sich bei der Behandlung des Frauenleidens besonders gut bewährt. So konnte eine neue Studie kürzlich beweisen, dass Ingwer PMS-Beschwerden sanft lindern kann. Auch für das pflanzliche Präparat Mönchspfeffer gibt es Hinweise für eine Wirkung. Ob Melisse bei PMS helfen kann, haben Wissenschaftler jetzt erstmals untersucht.

Das Ergebnis: Melissen-Extrakt verringerte die Beschwerden im Vergleich zu Placebo deutlich. Dies zeigte eine Studie mit 100 Schülerinnen. Diese nahmen entweder zwei Mal täglich 600 mg Melissen-Extrakt oder Placebo, beginnend vom ersten Tag ihres jeweiligen Menstruationszyklus über die Dauer von drei Zyklen.

Um körperliche und psychische Beschwerden sowie die Lebensqualität der Teilnehmerinnen zu beurteilen, wurde ein studienspezifischer Fragebogen eingesetzt. Im Studienverlauf kam es bei den Patientinnen mit Melisse im Vergleich zu Placebo zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome.

Melissen-Extrakt ist in der Apotheke erhältlich.

 

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