Mehr als nur eine Beule – Wie ein Reitunfall Anke das Leben rettete

Nur der Gang zum Arzt wegen einer kleine, harmlos erscheinenden Beule rettete Anke das Leben
Ein harmloser Sturz vom Pferd, aber gerade zur rechten Zeit, wie sich später herausstellen sollte. Nur der Gang zum Arzt wegen einer kleine, harmlos erscheinenden Beule rettete Anke das Leben © Fotolia

Bei einem harmlosen Sturz von ihrem Pferd zog sich Anke eine Beule am Kopf zu. Als diese genauer untersucht wurde, fand man einen Gehirntumor. Die Geschichte eines glücklichen Zufalls.

Zärtlich streichelt Anke über die Mähne von Blitzi. Sie füttert und striegelt die Haflingerstute, reitet normalerweise täglich mit ihr aus. Ein erster schwerer Schicksalsschlag vor fünf Jahren ließ Anke damals Trost bei ihrer vierbeinigen Freundin suchen. Ankes Vater war bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Seit zwei Jahren besteht zwischen dem Mädchen und dem Pferd aber noch eine andere Verbindung. Denn, so verrückt das Schicksal manchmal spielt: Ein Reitunfall rettete Anke das Leben!

 

Der Sturz vom Pferd war Ankes Glück

Es geschah in der Reithalle, in Niederösterreich, einem kleinen Ort, wo Anke zu Hause ist: "Ich war schon aufgestiegen, hatte einen Fuß im Steigbügel, wollte gerade in den Sattel rutschen, da bockte Blitzi." Die Schülerin verlor das Gleichgewicht. Ein harmloser Sturz, aber gerade zur rechten Zeit, wie sich später herausstellen sollte. Anke erzählte ihrer Mutter nichts von dem Malheur: "Sonst hätte ich vielleicht noch Reitverbot bekommen …" Doch als die Beule nach einer Woche noch immer da war, beichtete sie ihrer Mutter den Vorfall. Sie schickte Anke zum Hausarzt, der nichts Schlimmes vermutete, aber doch zu weiterer Beobachtung riet.

 

Plötzlich traten Schmerzen auf

Einige Tage später bekam Anke starke Kopfschmerzen, die nicht aufhören wollten und immer stärker wurden. Dann wurde Anke plötzlich schwarz vor den Augen: "Ich saß gerade vor dem Computer, der Anfall ging vorbei, aber da blieb ein Schleier. Ich konnte nicht mehr richtig sehen." Eine Augenärztin riet Anke zu einer Spezialuntersuchung. Die Ärzte hatten keine guten Nachrichten: "Anke, es ist nicht die Beule, es hat überhaupt nichts mit dem Sturz vom Pferd zu tun. Im Gegenteil, das war dein Glück. Denn hättest du deswegen nicht den Arzt aufgesucht, wäre vielleicht jede medizinische Hilfe zu spät gekommen!" Die bittere Diagnose: Gehirntumor! Nach der Operation stellte sich heraus, dass der Tumor bösartig war und Anke musste noch eine Chemotherapie ertragen. Anke: "Es war eine böse, schlimme Zeit für mich, voller Schmerzen und Tränen." Aber Anke schaffte es, durchzuhalten: "Dank meiner Familie, Mutter, Schwester Susanne, meiner Freunde und der guten Ärzte." Jetzt freut sich Anke nur noch auf eins: "Mein erster Ausritt nach langer Zeit, auf Blitzi, meiner Lebensretterin."

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