Max-Planck-Diät: So nehmen Sie mit Proteinen ab

Redaktion PraxisVITA

Die Max-Planck-Diät ist eine kohlenhydratarme Diätform, bei der man sich von tierischen Proteinen sowie Gemüse und Obst ernährt. Bis zu neun Kilo soll man dadurch innerhalb von zwei Wochen verlieren – dafür wird allerdings die Kalorienzufuhr stark begrenzt und es muss ein strenger Ernährungsplan eingehalten werden.

Eier, Steak und Spinat
Eine proteinreiche Ernährung ist wichtig bei der Max-Planck-Diät Foto:  iStock/Tatiana Volgutova
Inhalt
  1. Was ist die Max-Planck-Diät?
  2. Ernährungsplan der Max-Planck-Diät
  3. Was sind die Vor- und Nachteile bei der Max-Planck-Diät?
  4. Was sollte vor der Max-Planck-Diät beachtet werden?
  5. Max-Planck-Diät: Keine dauerhafte Lösung für den Alltag
 

Was ist die Max-Planck-Diät?

Die Max-Planck-Diät ist eine zweiwöchige Diätphase mit wenig Kohlenhydraten und einem strengen Ernährungsplan. Aber nicht verwechseln: Die Max-Planck-Institute sind nicht die Ideengeber. Im Fokus der Diät stehen Proteine. Die Basis bilden:

  • Eier
  • Käse
  • Fisch
  • Steak
  • Hühnchen
  • gekochter Schinken
  • Naturjoghurt

Aber auch Gemüse wie Spinat, grüner Salat, Möhren und Tomaten sind vorgesehen. Durch den Verzicht auf Kohlenhydrate und die vermehrte Aufnahme von Proteinen soll der Stoffwechsel stimuliert werden. Nicht auf dem Speiseplan stehen also:

  • Nudeln
  • Kartoffeln
  • Reis etc.

Ab und zu ist ein Brötchen erlaubt. Ein No-Go ist Alkohol, schwarzer Kaffee ist hingegen erlaubt und fester Teil des Speiseplans. Der Kalorienhaushalt wird durch die Max-Planck-Diät minimiert und es sind etwa 400 bis 800 Kalorien pro Tag erlaubt. Als Vergleich: Im Durchschnitt benötigt ein Erwachsener 2.000 Kalorien pro Tag. 

 

Ernährungsplan der Max-Planck-Diät

Bei der Max-Planck-Diät wird für zwei Wochen ein Pensum von 400 bis 800 Kalorien streng eingehalten. Der Ernährungsplan darf in Woche eins und zwei nicht verändert werden und sieht folgende Nahrungsmittel vor:

Tag 1

Frühstück: schwarzer Kaffee (ohne Milch, ohne Zucker)
Mittagessen: 2 gekochte Eier mit Spinat
Abendessen: 1 Steak und grüner Salat

Tag 2

Frühstück: schwarzer Kaffee (ohne Milch, ohne Zucker) und 1 Brötchen 
Mittagessen: 1 Steak, grüner Salat und Beeren oder andere Früchte
Abendessen: gekochter Schinken (unbegrenzt)

Tag 3

Frühstück: schwarzer Kaffee ohne Zucker (unbegrenzt) und 1 Brötchen
Mittagessen: 2 gekochte Eier, grüner Salat und Tomaten
Abendessen: gekochter Schinken und grüner Salat

Tag 4

Frühstück: schwarzer Kaffee ohne Zucker (unbegrenzt) und 1 Brötchen
Mittagessen: 1 gekochtes Ei, Karotten und Käse (unbegrenzt)
Abendessen: Naturjoghurt mit Beeren oder anderen Früchten

Tag 5

Frühstück: schwarzer Kaffee ohne Zucker (unbegrenzt) und Karotten mit Zitrone
Mittagessen: gekochter oder gedünsteter Fisch und Tomaten
Abendessen: 1 Steak und grüner Salat

Tag 6

Frühstück: schwarzer Kaffee (ohne Milch, ohne Zucker) und 1 Brötchen 
Mittagessen: gegrilltes Huhn
Abendessen: 2 gekochte Eier und Karotten

Tag 7

Frühstück: grüner Tee mit Zitrone (ohne Zucker)
Mittagessen: 1 Steak und Beeren oder andere Früchte als Nachtisch
Abendessen: alles ist erlaubt

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Was sind die Vor- und Nachteile bei der Max-Planck-Diät?

Die Max-Planck-Diät besitzt einige Vor-, aber auch Nachteile, die vor dem Beginn der zweiwöchigen Diät bedacht werden sollten.

Vorteile

  • Gewichtsabnahme: Durch die Kalorienreduktion wird eine Gewichtsabnahme erreicht, die tatsächlich im Bereich von drei bis zu neun Kilo liegen kann
  • Die Max-Planck-Diät ist simpel: Der Ernährungsplan ist sehr einfach und erfordert keine komplizierte Vorbereitung
  • Crash-Diät: Für eine kurzfristige Gewichtsabnahme ist die Diät geeignet – aber Vorsicht vor dem Jo-Jo-Effekt

Nachteile

  • Jo-Jo-Effekt: Wer sich nach der Diät wieder normal ernährt, hat die verlorenen Kilos ganz schnell wieder drauf, weil der Körper während der Diät auf Sparflamme schaltet und sobald er Nahrung zugeführt bekommt, diese sofort wieder einlagert
  • Bauchgrummeln: Die Max-Planck-Diät kann sehr hungrig machen. Teilweise ist als Frühstück nur eine Tasse Kaffee erlaubt – ein sehr unausgewogener Start in den Tag
  • Simpel, aber ohne Abwechslung: Die erlaubten Lebensmittel sind sehr begrenzt und machen den Ernährungsplan relativ schnell kulinarisch eintönig

 

 

Was sollte vor der Max-Planck-Diät beachtet werden?

Vor dem Start der Diät sollte ein Gesundheits-Check-up gemacht werden. Da die Diät durch den Kohlenhydratverzicht zu leichter Schwäche führen kann, ist sie für Personen mit Erkrankungen nicht geeignet. Die Diät sollte zudem nicht länger als zwei Wochen durchgeführt werden, da sie ernährungstechnisch sehr einseitig ist und sonst zu einem Mangel an Nährstoffen führen kann. Und auch für Personen, die Probleme mit ihrem Cholesterinwert haben, funktioniert diese Diät nicht, da überwiegend Eier, Steaks und andere tierische Produkte auf dem Speiseplan stehen. Die Max-Planck-Diät sollte außerdem nicht als Vorlage für eine gesunde Ernährung genommen werden: Die verordnete Energiemenge ist viel zu niedrig und zwingt den Körper in einen Sparmodus, der, wenn er länger als zwei Wochen andauert, als ungesund angesehen wird.

 

Max-Planck-Diät: Keine dauerhafte Lösung für den Alltag

Die Max-Planck-Diät ist nur in geringem Maße zu empfehlen, da sie durch die Kombination von minimaler Kalorienzufuhr und einseitiger Ernährung nicht alltagstauglich ist. Mit nur 400 bis 800 Kalorien pro Tag verlieren Sie zwar schnell an Gewicht, allerdings läuft der Körper im Sparmodus und es können durch das Nahrungsdefizit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und ein allgemeines Schwächegefühl auftreten. Das Gehirn benötigt gerade am Morgen Kohlenhydrate, um effizient zu funktionieren. Die Max-Planck-Methode ist demnach also nichts für jemanden, der täglich im Büro sitzt und jede Menge Meetings durchstehen muss. Nicht ohne Zufall tritt nach der harten Diätphase häufig der ungeliebte Jo-Jo-Effekt auf und die ganze Kalorienquälerei war völlig umsonst. Besser ist es daher, von Anfang an auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Ballaststoffen, Proteinen und gesunden Fetten zu setzen. Dadurch purzeln die Pfunde zwar langsamer, aber die Gewichtsabnahme ist dauerhafter und geht mit dem Wohlgefühl einher, etwas Gutes für seinen Körper getan zu haben. Übrigens hat die Diät nichts mit dem renommierten Max-Planck-Institut zu tun, sondern ist schlicht eine Erfindung – noch ein Grund, nicht allzu viel Vertrauen in die Diät zu setzen.

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