Mastitis-Ursachen: Milchstau und Bakterien verursachen Entzündungen und Schmerzen in der Brust

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Es gibt zwei Ursachen für eine Mastitis: Milchstau und gefährliche Erreger, die über Risse in die Brust eindringen. Es kommt zu Rötungen, Schmerzen und Schwellungen in der Brust, in schlimmen Fällen zu Abszessen. Einen Milchstau kann die Mutter verhindern, indem sie ihre Brust von überschüssiger Muttermilch befreit.

Bei einer Mastitis schmerzt die Brust, das Kind zu stillen, kann daher schmerzhaft sein
Wenn das Kind länger schläft als üblich oder keine Milch trinken möchte, wächst das Risiko für einen Milchstau und eine Mastitis© iStock

Die Mastitis-Ursachen liegen in einer anderen Krankheit. Bevor eine Mutter unter einer Mastitis leidet, hat sie Milchstau. Beide Krankheiten sind unterschiedliche Stufen eines gestörten Milchabflusses. Wie kommt es zu einem Milchstau? Wenn die Milchgänge nicht ganz entleert werden, platzen sie unter dem hohen Druck, der sich in den Milchgängen bildet. Die Milch sickert in das Bindegewebe, wo sie wie ein Fremdkörper wirkt. Es kommt zu Entzündungen mit Rötungen, Schwellungen und Schmerzen.

 

Mastitis-Ursachen: Über Wunden dringen Bakterien bis in die Brustdrüsen ein

Infolge des Milchstaus oder auch durch zu heftiges Saugen des Babys bekommen die Brustwarzen kleinste Risse, über die sich Bakterien (zu 90 Prozent Staphylococcus aureus) in das Brustgewebe einschleusen. Sie dringen in die Lymphbahnen der Brustdrüsen ein bzw. direkt in die Milchgänge. Durch den Milchstau haben sich die Milchgänge geweitet, sodass Bakterien leichten Zugang haben. Der Hauptübertragungsweg für Bakterien beginnt im Nasen-Rachenraum der Mutter, verläuft über den Mund des Kindes, beispielsweise, wenn die Mutter es küsst und wird anschließend von dem Baby an die mütterliche Brustwarze weitergegeben. Ein Milchstau und Bakterien sind somit die Mastitis-Ursachen.

 

Mastitis-Ursachen: Ein Milchstau steigert das Risiko für eine Brustentzündung

Zu einem Milchstau kommt es, wenn das Baby seinen Rhythmus ändert, beispielsweise indem es länger schläft und weniger trinkt. Stressfaktoren, wie zu viel Besuch, Schlafmangel oder Streit können bei einer Mutter ebenfalls einen Milchstau begünstigen. Um Mastitis-Ursachen zu verhindern, sollten Mütter zügig handeln, indem sie erste Anzeichen für einen Milchstau aufmerksam wahrnehmen. Rötungen der Brust und Spannungen weisen auf die Entwicklung eines Milchstaus hin. Mütter sollten in diesem Fall ihre Brust vollständig entleeren. Lesen Sie unter „Mastitis-Behandlung“, welche Möglichkeiten es gibt, um die Brust von überschüssiger Milch zu befreien.

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