Maßnahmen-Chaos in NRW: Trotz Inzidenz von über 50 drohen keine Verschärfungen

Mona Eichler Health-Redakteurin

NRW entschärft überraschend die Corona-Schutzverordnung und streicht die Inzidenzstufe 3. Damit drohen Landkreisen mit einer Inzidenz über 50 keine strengeren Corona-Maßnahmen. Von der Opposition kommt scharfe Kritik. 

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Alle aktuellen Corona-News zur COVID-Impfung, Ausbrüche und Fallzahlen hier im News-Ticker.

 

+++30.07. NRW streicht Inzidenzstufe 3+++

Keine strengeren Corona-Maßnahmen trotz einer Inzidenz von über 50: Das hat das NRW-Gesundheitsministerium nun überraschend beschlossen. In Nordrhein-Westfalen wird die Inzidenzstufe 3 ausgesetzt und die Corona-Schutzverordnung entsprechend angepasst. 

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Grenzwert von 50 fällt

Eigentlich würden Landkreise, die langfristig den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche überschreiten, von Inzidenzstufe 2 in die Inzidenzstufe 3 rutschen. Dabei müssten strengere Maßnahmen wie die Schließung der Innengastronomie ergriffen werden. 

Nicht so in NRW. Wie unter anderem „waz.de“ berichtet, greift die Inzidenzstufe 3 auch bei Grenzwertüberschreitung nicht. Betroffene Regionen bleiben in der Inzidenzstufe 2. Die Entschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen tritt am 30. Juli in Kraft und gilt zunächst bis zum 19. August. 

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„Verantwortbar“ oder „fatal“?

Die Regierung um Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begründet die Entschärfung der Corona-Schutzverordnung damit, dass trotz steigender Inzidenzwerten die Zahlen der schweren Krankheitsverläufe und Krankenhauseinweisungen im Bundesland gering sind. Als „gut verantwortbar und geboten“ bezeichnete Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) deswegen die Entscheidung. 

Von der Opposition kommt dennoch scharfe Kritik. SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Kutschaty nannte den Schritt „fatal und unverantwortlich“ und sagte weiterhin: „So sehr ich den einzelnen Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gastronomiebetrieben ein paar Tage mehr Freiheit gönne, wir mussten in der Vergangenheit zu oft lernen, welch fatale Auswirkungen solch kurzsichtige Entscheidungen nach sich ziehen.“

 

Inzidenz: Umstrittener Richtwert

Seit Wochen wird in Deutschland darüber diskutiert, ob die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche weiterhin als wichtigster Richtwert in der Corona-Pandemie gesehen werden sollte. 

Kritiker betonen, dass nicht die Inzidenz allein ein aussagekräftiges Bild des Infektionsgeschehens in einer Region zeichnet. Weitere wichtige Faktoren wären die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und Krankenhauseinweisungen – eben jene, auf die die Landesregierung NRW ihre aktuelle Entscheidung stützt. 

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+++RKI Datenpanne: Keine Zahlen verfügbar+++

Nachdem das RKI am Donnerstag bereits falsche Corona-Zahlen lieferte und später nachbessern musste, ist das Dashboard am Freitagmorgen nicht zu erreichen. Eingeblendet wird die Information: „Die Daten werden derzeit aktualisiert. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“ 

Ab dem frühen Vormittag können die aktuellen Zahlen hier abgerufen werden. 

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+++29.07. RKI korrigiert Corona-Zahlen: Mehr Todesfälle+++

Das Robert Koch-Institut hat die aktuellen Corona-Zahlen von Donnerstagmorgen noch einmal korrigiert. Demnach wurden innerhalb der letzten 24 Stunden 3.142 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Morgen noch verkündete das RKI 3.520 Fälle. Das sind rund 400 Neuinfektionen weniger als zunächst angenommen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erhöht sich auf insgesamt 21 Tote innerhalb der letzten 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz verändert sich im Gegensatz zu heute Morgen nicht und bleibt bei 16,0.

Wie es zu dem fehler kommen konnte, ist nicht bekannt.

Der Reproduktionswert liegt aktuell bei 1,05. Das bedeutet, dass 100 Menschen rein rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken. 

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Impfpanne in Landshut – 1.700 Menschen nicht geschützt?

Es ist nicht die erste Impfpanne, aber dennoch eine, die größere Ausmaße annimmt. In Landshut in Bayern wurden circa 1.700 Menschen mit dem Impfstoff von Moderna geimpft, der jedoch länger als zulässig bei Kühlschranktemperatur gelagert wurde und somit die Haltbarkeit überschritten hat. Die längere Lagerung im Kühlschrank könnte sich auf die Gesundheit und den Impfschutz auswirken. Die Betroffenen sollen nun per Brief über mögliche Konsequenzen informiert werden.

Wie der Oberbürgermeister von Landshut, Alexander Putz, jedoch bereits erklärt, könne man davon ausgehen, dass keine Gesundheitsgefahr durch die „falsche Impfung“ entstanden ist. „Wir sind aber schon jetzt in der Lage, die wichtigsten medizinischen und rechtlichen Fragen allgemein zu beantworten", erklärte Putz gegenüber der „Münchener Abendzeitung“

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Moderna falsch gelagert: Keine Gefahr für die Gesundheit

Der Leiter des Impfzentrums in Landshut, Uwe Schubart, informierte nun über die Stellungnahme des Gesundheitsministeriums:

"Im Ergebnis sind wir sicher, dass von dem Impfstoff keine Gefahren für die Gesundheit ausgehen und dass es keinen Hinweis auf eine verminderte Wirksamkeit gibt.“

„Von den 1.722 mit den betroffenen Impfstoffchargen Geimpften wurden uns keine auffälligen Nebenwirkungen gemeldet, sodass es keinen konkreten Hinweis auf Gesundheitsgefahren gibt“, erläutert Uwe Schubart weiter. Zudem seien bisher keine Impfdurchbrüche (Infektionen bei vollständig Geimpften) im Umkreis der Betroffenen gemeldet. 

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Nach Impfpanne in Landshut: Kostenlose Antikörper-Tests möglich

Wer bezüglich der Wirksamkeit auf „Nummer sicher“ gehen möchte, für den wird am kommenden Samstag, 31. Juli, von 8 bis 17 Uhr im Impfzentrum Landshut die Möglichkeit eines kostenlosen Antikörper-Tests angeboten.

Man habe großes Verständnis dafür, dass die Betroffenen verunsichert sind und man werde alles dafür tun, das Vertrauen wieder herzustellen, heißt es seitens der Verantwortlichen. 

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+++28.07. Norddeutschland: Über 600 Personen in Quarantäne+++

Mehrere Corona-Ausbrüche haben zu hundertfachen Corona-Anordnungen in Norddeutschland geführt. Insgesamt sind rund 680 Menschen betroffen. In einigen Fällen gestaltet sich die Kontaktnachverfolgung mehr als schwierig.

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Ferienlager in Nordwestmecklenburg abgebrochen

75 Kinder und mehrere Betreuer:innen mussten ein Ferienlager Nordwestmecklenburg aufgrund von Corona abbrechen. Wie unter anderen der „NDR“ berichtet, wurden mehrere Kinder positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Alle 75 müssen deswegen zu Hause unverzüglich in Quarantäne. 

Ursprung des Corona-Ausbruchs soll eine Betreuungsperson sein, die vor dem Ferienlager Urlaub in Spanien gemacht hatte. Nach Rückkehr in Deutschland sei ein erster Corona-Test zwar negativ ausgefallen, ein zweiter später allerdings positiv. 

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Corona-Ausbruch in Bar: 500 mögliche Betroffene

In der Hamburger Bar „Sands“ kam es zu einem besonders heftigen Corona-Ausbruch. Am vergangenen Samstag feierte dort ein Gast, der bereits am Folgetag schwere Corona-Symptome entwickelte. 

Die Kontaktnachverfolgung vieler Betroffenen gestaltet sich mehr als schwierig. Wie die Hamburger Sozialbehörde bekannt gab, sollen 300 Gäste per Luca-App registriert gewesen sein. Sie kann man leicht kontaktieren und über den Vorfall informieren. Man geht jedoch davon aus, dass an jenem Abend rund 500 Menschen im „Sands“ waren. Der Inhaber der Bar bestreitet dies. Allerdings räumte er laut „NDR“ ein, dass zu späterer Stunde die Abstandsregeln nicht mehr eingehalten worden seien. 

Am Donnerstag kann sich jeder, der am 24. Juli im „Sands“ war, vor der Bar testen lassen. Eine Anmeldung bei der Sozialbehörde per E-Mail (luca@kasse.hamburg.de) oder telefonisch unter 040 / 428 23 1371 ist nötig.

 

Ferienlager in Dänemark: Über 75 Corona-Infektionen

Ein von einer Hamburger Einrichtung veranstaltetes Ferienlager in Dänemark musste nach zahlreichen positiven Corona-Tests abgebrochen werden. Rund 100 Menschen nahmen an der Fahrt teil, 78 davon stecken sich nachweislich mit SARS-CoV-2 an. Sowohl Kinder als auch Betreuungspersonen sind von dem Corona-Ausbruch betroffen. Laut Aussagen der Hamburger Sozialbehörde sind keine Verstöße der Hygieneregeln im Ferienlager bekannt. 

Die Quarantäne-Anordnungen gelten neben den Infizierten auch für alle negativ Getesteten und sämtliche Haushaltsmitglieder der positiv Getesteten. 

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+++Corona-Zahlen: Inzidenz steigt auf 15,0+++

Das RKI meldet für Mittwoch eine 7-Tage-Inzidenz von 15,0. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche noch bei 14,5 gelegen, vor einer Woche bei 11,4. 

Zeitgleich sinkt der R-Wert in Deutschland leicht ab: von 1,10 am Montag auf jetzt 1,05. Der R-Wert, auch Reproduktionszahl genannt, bildet ab, wie viele Mitmenschen ein Corona-Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Aktuell geben 100 Infizierte den Erreger rein rechnerisch an 105 andere weiter. 

Die Zahl der Neuinfektionen steigt um 2.768 Fälle auf insgesamt 3.761.169 nachgewiesene Infektionen. In den vergangenen 24 Stunden sind 21 Personen in Verbindung mit dem Virus gestorben. Seit Beginn der Pandemie zählt Deutschland 91.586 Corona-Todesfälle. 

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+++26.07. Rund 80 Besucher der „Wunderbar“ gesucht+++

Neuer Corona-Horror auf Sylt: In der „Wunderbar“ in Westerland könnten sich rund 80 Besucher mit dem Coronavirus infiziert haben. Ein Gast war in der letzten Woche dort und ist später positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Doch durch eine größere Panne bei der Nachverfolgung gestaltet sich die Ermittlung der Kontakte schwierig.

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Corona-Fall auf Sylt: Daten-Panne bei der Luca-App?

Zwar konnte der Mann einen negativen Schnelltest vorweisen, doch der entpuppte sich dann als falsch-negativ, so „Wunderbar“-Chef Ralf Leskau gegenüber shz.de. Eigentlich ist das weitere Vorgehen nun klar: Die Bar nutzt die Luca-App, über die sich alle Gäste zur Nachverfolgung registrieren müssen. Das Einchecken klappte wohl auch ohne Probleme. Aber laut Leskau gab es eine technische Panne bei der Datenübertragung, weshalb man die gespeicherten Daten der Besucher nicht abrufen konnte. Leskau sieht die Schuld bei der Luca-App.

 

Luca weist die Vorwürfe zurück

Nach Informationen von mopo.de bestreitet Luca einen technischen Fehler bei der Übertragung. Wie die Sprecherin des Unternehmens, Tanja Burmeister erklärt, liege die Ursache„ in diesem Fall auf der Seite des Betreibers. Um die Daten an das Gesundheitsamt zu leiten, muss er seinen persönlichen Schlüssel benutzen. Diesen kann der Betreiber auf seinem Rechner nicht finden.“ Luca hat aus Sicherheits- und Datenschutzgründen keinen Zugriff auf diesen Schlüssel. Möglicherweise liegt das Problem an einem Rechnerwechsel, den der „Wunderbar“-Chef vorgenommen hatte. Luca will die Kontaktdaten wenn möglich wiederherstellen.

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Sylt: Wer war am 21. Juli ab 0.38 Uhr in der „Wunderbar“?

Das Nordfriesische Gesundheitsamt hat nun alle Betroffenen öffentlich aufgerufen, sich zu melden. Rund 80 Menschen werden gesucht. Wer am 21. Juli nach 0.38 Uhr für mindestens 10 Minuten in der Bar war, muss sich umgehend in Quarantäne begeben. Dies gilt verpflichtend auch ohne direkte behördliche Anordnung, denn die Gäste gelten als enge Kontaktpersonen.

 

Betroffene müssen sich per E-Mail melden

„Es besteht das Risiko, dass die anderen Anwesenden sich infiziert haben, zum Beispiel über Aerosole“, warnt Nina Rahder, Fachbereichsleiterin für Gesundheit beim Kreis Nordfriesland. Deshalb müssen sich die Betroffenen zusätzlich zur Quarantäne auch beim Gesundheitsamt melden, und zwar per E-Mail unter corona-pcr@nordfriesland.de unter Angabe ihres Namens, der Zeit des Aufenthalts in der „Wunderbar“ und ihrer Telefonnummer.

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+++Auch am Montag steigen die Corona-Zahlen weiter+++

Der negative Trend setzt sich fort: Am Montag meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 958 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – 412 mehr als vor einer Woche, als es noch 546 Ansteckungen gegeben hatte. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 13,8 am Sonntag auf 14,3. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 10,3. Außerdem starben laut der Meldungen drei Menschen an oder mit Corona. Auch der R-Wert hat sich erhöht und liegt nun bei 1,26 – liegt er länger über 1 ist das ein Indiz dafür, dass die Fallzahlen steigen.

 

+++23.07. Schärfere Corona-Maßnahmen in mehreren Bundesländern+++

Die Bundesnotbremse ist Ende Juni offiziell ausgelaufen, faktisch aber orientieren sich die Länder weiterhin an den im Maßnahmenpaket festgelegten Corona-Grenzwerten. Ein wichtiger unter ihnen wird aktuell von immer mehr Landkreisen überschritten: die Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Vielerorts gelten deswegen jetzt wieder strengere Corona-Regeln. 

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Neun Landkreise über 35er-Inzidenz

Laut der aktuellen Zahlen des RKI überschreiten deutschlandweit neun Landkreise einen Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (stand 23.07.2021). 

Landkreis/StadtBundesland7-Tage-Inzidenz
SolingenNordrhein-Westfalen67,8
KaiserslauternRheinland-Pfalz57,0
Berlin Friedrichshain-KreuzbergBerlin41,8
LüneburgNiedersachsen41,8
DarmstadtHessen41,3
BirkenfeldRheinland-Pfalz40,8
Frankfurt am MainHessen40,2
DüsseldorfNordrhein-Westfalen39,1
Berlin Charlottenburg-WilmersdorfBerlin35,0

Der Stadtkreis Berlin Mitte (Inzidenz 34,6), die Region Hannover (34,4) und der Landkreis Berchtesgadener Land (34,0) stehen kurz vor der Grenzüberschreitung. 

 

Solingen, Lüneburg & Co.: Diese Maßnahmen gelten jetzt wieder 

In Solingen gilt ab heute wieder die Inzidenzstufe 1. Das bedeutet, dass Treffen im öffentlichen Raum nur noch für Angehörige aus fünf Haushalten gestattet sind, Genesene und Geimpfte zählen nicht dazu. Dem Kreis droht ab Sonntag voraussichtlich die Inzidenzstufe 2, die ab dem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche greift. Hierbei dürfen sich nur noch Angehörige aus drei Haushalten treffen. Für die Innenbereiche von Restaurants und Cafés braucht es dann wieder entweder einen negativen Corona-Test oder einen Impf- bzw. Genesungsnachweis. Im Einzelhandel darf sich nur noch eine Person pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten.
Solingen kämpft aktuell nicht nur gegen Corona, sondern vor allem gegen die Verwüstungen, die die Hochwasser-Katastrophe vor einigen Tagen hinterlassen hat. Während der Aufräumarbeiten ist es nahezu unmöglich, sich an Corona-Hygienevorschriften zu halten. 

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Zum Wochenende hin will Lüneburg – nach den Landkreise Uelzen und Verden in Niedersachsen – die Corona-Regeln wieder verschärfen. Der Landkreis weist aktuell den höchsten Inzidenzwert in Niedersachsen auf. Erlaubt wären nach den Verschärfungen nur noch Treffen von maximal zehn Personen aus drei Haushalten. Auch Hotels und Gastronomie könnten nur noch beschränkt Gäste empfangen. 

In Birkenfeld gehen die steigenden Corona-Zahlen auf Ausbrüche in Schulen zurück. Der Landkreis hat reagiert: Outdoor-Veranstaltungen sind nur mit bis zu 500 Zuschauern erlaubt, in Innenräumen dürfen es noch 350 sein. Auch die Maskenpflicht in Schulen wurde wieder eingeführt – allerdings eher pro forma, da in Rheinland-Pfalz am Montag die Sommerferien gestartet sind.

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+++Corona-Zahlen: Delta-Variante jetzt bei 84 Prozent+++

Das Infektionsgeschehen in Deutschland wird durch die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus’ getrieben. Wie das Robert Koch-Institut im aktuellen Lagebericht festhält, liegt der Anteil von B.1.617.2 bei aktuell 84 Prozent. Im Vergleich: Die noch zu Jahresbeginn dominierende Alpha-Variante B.1.1.7 ist in 12 Prozent aller Fälle zu finden. 

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Über 2.000 Neuinfektionen

Für den heutigen Freitag meldet das RKI 2.089 neue COVID-19-Infektionen und 34 weitere Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit 3.752.592 Personen mit SARS-CoV-2 angesteckt, 91.492 Menschen sind mit oder an dem Virus verstorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt indes weiter. Heute liegt der Wert bei 13,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am Vortag hatte er 12,2 betragen. 

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+++22.07. Feiern führen zu Massenquarantäne+++

Die Region Hannover kämpft gegen steigende Corona-Zahlen und massenhafte Quarantäneanweisungen. Dreiviertel aller Neuinfektionen führen die niedersächsischen Gesundheitsämter auf Ausbrüche in Clubs und Diskotheken sowie auf privaten Partys zurück. In den vergangenen Wochen sind mehr als 3.000 Menschen nach Feiern in häusliche Quarantäne geschickt worden. 

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Folgeinfektionen: Über 3.000 Menschen in Quarantäne

Nicht jede dieser 3.000 Personen war selbst in einer Diskothek oder wurde positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Jedoch hatten alle – teils über mehrere Ecken – Kontakt mit jemandem, der sich mit Corona infiziert hatte und feiern gegangen war. In einigen Fällen sind die Folgeinfektionen derart verstrickt, dass die Betroffenen, die in Quarantäne geschickt wurden, nichts mehr direkt mit der feiernden Person zu tun gehabt hätten, bestätigt ein Sprecher der Region Hannover gegenüber dem „NDR“.

Laut dem niedersächsischen Krisenstab sind aktuell mehr als die Hälfte der Corona-Infizierten zwischen 15 und 29 Jahre alt. Diese Altersgruppe verzeichnet den niedrigsten Impffortschritt.

 

Abiball in Celle: 2 positive Tests, 300 Personen in Isolation

Allein ein Abiball im niedersächsischen Celle entwickelte sich zu Superspreader-Event mit potentiell 600 Betroffenen. An der Feier am vergangenen Freitag nahmen 600 Personen teil, zwei von ihnen wurden später positiv auf Corona getestet. In der Folge hat das zuständige Gesundheitsamt 300 Gäste in Quarantäne geschickt. Ob die restlichen 300 Personen auch in häusliche Isolation müssen, werden die teils noch ausstehenden Ergebnisse der angeordneten Corona-Tests zeigen. 

Bereits vor einer Woche hatten sich 19 Abiturientinnen und Abiturienten bei einer privat organisierten Abschlussfahrt in spanische Lloret de Mar mit COVID-19 angesteckt. 

 

Aufruf zu PCR-Tests

Auch der Landkreis Lüneburg meldet einen Corona-Ausbruch auf einer Abiparty. Auf dem Fest am 16. Juli 2021 in Bardowick waren 500 Gäste anwesend, die sich zuvor über die Luca-App registriert hatten. Inzwischen ist klar: Ein Gast war am Abend der Party mit SARS-CoV-2 infiziert. 
Der Landkreis bittet darum, bei Erkältungssymptomen umgehend einen Arzt aufzusuchen und einen PCR-Test durchführen zu lassen. 

 

+++Corona-Zahlen: Inzidenz steigt erneut+++

Das Infektionsgeschehen in Deutschland zieht weiter an. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt von 11,4 am Vortag auf aktuell 12,2. Vor einer Woche hatte das RKI noch 8,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche verzeichnet. 

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten 1.890 neue COVID-19-Fälle und 42 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Vor einer Woche waren es 1.642 Neuinfektionen und 32 Todesfälle gewesen. 

 

Mehr als 50 Millionen Bundesbürger geimpft

Am Mittwoch bestätigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass inzwischen über 50 Millionen Bundesbürger mindestens die Erstimpfung gegen Corona erhalten haben. Das entspricht 60,2 Prozent der Bevölkerung. Knapp 40 Millionen Bürger:innen (47,3%) sind inzwischen zweifach immunisiert. 

Auf Twitter schrieb der Politiker dazu: „In keinem anderen Land Europas sind damit mehr Menschen geimpft als in Deutschland.“

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+++21.07. Gravierender Impffehler in Neu-Ulm+++

Der Neu-Ulmer Hausarzt Christian Kröner räumt schwerwiegende Fehler bei der Impfstofflagerung in seiner Praxis ein. Wie der „SWR“ berichtet, war der praxiseigene Lagerkühlschrank über Monate hinweg zu warm eingestellt, was die Wirksamkeit tausender durchgeführter Impfungen beeinflussen könnte. 

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Geimpfte müssen zum Antikörpertest

Von den Herstellern sind Lagertemperaturen von unter acht Grad für die Impfstoffe empfohlen. In der Praxis von Dr. Kröner habe diese Temperatur geringfügig höher gelegen, wie der Arzt gegenüber dem „SWR“ bestätigte: „In den meisten Fällen lagen die Messwerte unter 10 Grad.“ 

Um zu überprüfen, ob die falsche Impfstofflagerung die Wirksamkeit der Impfungen beeinflusst hat, empfiehlt der Mediziner seinen Patientinnen und Patienten Antikörpertests. Bereits am Dienstag hätten rund 100 Menschen seine Praxis deswegen aufgesucht, so Dr. Kröner. 

 

Diese Personen sind betroffen

In der Praxis des Neu-Ulmer Hausarztes werden nicht nur Corona-Impfstoffe gelagert und verimpft, sondern auch reguläre Immunisierungen – etwa gegen Tetanus-Diphterie-Keuchhusten oder Gürtelrose – durchgeführt. Auch diese Impfungen müssen in den kommenden Tagen überprüft werden. 

Betroffen sind alle Patientinnen und Patienten, die zwischen dem 1. April und dem 13. Juli 2021 geimpft worden sind. Auf der Praxishomepage stellt Dr. Kröner alle relevanten Informationen zur Verfügung. 
Der als „Impfluencer“ bekannt gewordene Arzt erlangte als aktiver Befürworter der Corona-Impfkampagne in Deutschland bundesweit Bekanntheit. 

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Beschwerde deckt Impffehler auf

Die falsche Lagerung der Corona-Impfstoffe kam durch einen Zufall ans Licht. Ursprünglich war eine Beschwerde wegen hygienischer Mängel beim Gesundheitsamt eingegangen. Demnach würden Mitarbeitende in der Praxis Armbanduhren tragen, was aus hygienischen Gründen in Arztpraxen untersagt ist. Bei der anschließenden Kontrolle fiel der zu warm eingestellte Kühlschrank auf. 

Wie es zu der falschen Temperatureinstellung kommen konnte, ist noch nicht geklärt. 

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+++Corona-Zahlen: 2.203 Neuinfektionen+++

In den vergangenen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 2.203 Neuinfektionen und 19 Todesfälle. In der Woche zuvor waren 1.548 neue COVID-19-Infektionen und 28 Todesfälle registriert worden. Damit steigt die Zahl der Neuinfektionen im Vorwochenvergleich um 42,3 Prozent, während sie mit Blick auf die Corona-Toten um 32,1 Prozent sinkt. 

Die bundesweite Inzidenz steigt von 10,9 am Vortag auf heute 11,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Vor sieben Tagen hatte der Wert noch bei 7,1 gelegen. Das Infektionsgeschehen in Deutschland nimmt seit über zwei Wochen wieder Fahrt auf. Grund dafür ist unter anderem die sich schnell verbreitende Delta-Variante des Virus’. 

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+++20.07. Aus Versehen: 256 Personen in Bremen ohne volle Impfdosis+++

In Bremen sind 256 Menschen wohl nur mangelhaft gegen eine Infektion mit Corona geschützt: Sie sollten die zweite Impfung erhalten – offenbar wurde dabei aber nicht die volle Dosis des Vakzins gespritzt. Das berichte unter anderem butenunbinnen.de unter Berufung auf die Gesundheitsbehörde der Hansestadt.

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Falsche Kombination von Spitzen und Kanülen Grund für mangelhaften Schutz

Der Fehler lag nach dem Bericht darin, dass vorhandenes mit neuem Material gemischt wurde – was eigentlich nicht erlaubt ist. Die Folge: Spritzen und Kanülen wurden falsch kombiniert, so dass in den Spitzen Reste des Impfstoffs übriggeblieben sind. Die Geimpften haben also nicht die volle Dosis erhalten.

 

Vielleicht eine dritte Impfung in Bremen nötig

Nun müssen die Betroffenen eventuell zum dritten Mal gepikst werden, was jedoch im Einzelfall in Beratungsgesprächen im Impfzentrum entschieden werden soll. Das Impfzentrum will einen solchen Fehler in Zukunft durch weitere Maßnahmen verhindern.

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+++Starker Anstieg der Corona-Neuinfektionen+++

Auch am Dienstag meldet das Robert Koch-Institut (RKI) steigende Fallzahlen. Waren vor einer Woche noch 646 Neuinfektionen gemeldet worden, sind es nun 1.183 neue Fälle – 537 mehr, ein Anstieg um 83 Prozent. In der Folge hat sich auch die Sieben-Tage-Inzidenz weiter erhöht: von 10,3 am Montag auf jetzt 10,9. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 6,5. Außerdem verzeichnet das RKI 34 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19.

 

+++19.07. Reiserückkehrer in Hamburg war vollständig geimpft+++

Ein Urlauberrückkehrer aus Spanien sorgte bereits letzte Woche in Hamburg für eine Massenquarantäne mit über 130 Betroffenen. Das Dramatische: Obwohl er bereits nach Ankunft aus Spanien in Hamburg Symptome verspürte, suchte er gleich zwei Bars im Hamburger Stadtteil St. Georg auf.

 

Doppelt geimpft und negativ getestet

Nun geben die Behörden bekannt, dass der Mann bereits doppelt geimpft war – und sich dennoch mit Sars-COV-2 infizierte. Ebenso wurde der Urlauber vor seinem Rückflug nach Hamburg sogar negativ getestet. Ein negatives Testergebnis, eine vollständige Impfung – und Symptome, die nur noch sehr schwer von einer leichten Erkältung zu unterscheiden sind, da kann man dem Urlauber doch eigentlich keinen Vorwurf machen, wenn er sich unter Menschen begibt. 

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Alles richtig gemacht und dennoch im Kreuzfeuer?

Und dennoch ist der Urlauber der Auslöser für die Massenquarantäne. Dass die Betroffenen überhaupt gewarnt werden konnten, liege laut Informationen des „NDR“ nur daran, dass er sich wegen der leichten Symptome dennoch noch einmal testen ließ.

Der Fall offenbart ein Problem, welches mit fortschreitender Durchimmunisierung der Bevölkerung an Gewichtigkeit gewinnt. Selbst wenn man bereits geimpft ist, kann man sich dennoch mit Sars-COV-2 infizieren – und bei ausreichender Viruslast auch ansteckend sein. Das Problem: Geimpfte weisen in der Regel nur sehr leichte Symptome auf. Je nach Virus-Variante kann es zudem schwierig sein, die Infektion überhaupt nachzuweisen. Im schlimmsten Fall haben sich dann schon wieder weitere Personen angesteckt. 

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+++ Party in Hannover mit 250 Gästen: Neuinfektionen verdoppeln sich+++

Wie schnell das mit der Ansteckung gehen kann, zeigt ein weiterer Fall aus Hannover. Hier haben sich nach einer Party mit 250 Gästen 35 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nachdem zunächst 15 positive Fälle gemeldet wurden, hat sich die Anzahl der Infizierten noch einmal verdoppelt. Laut Medienberichten habe die Party bereits Ende Juni stattgefunden.

Auch hier sei das Hygienekonzept eingehalten wurden. Alle Gäste hätten ein negatives Testergebnis eines Corona-Testzentrums vorgelegt. Die Vermutung liegt nahe, dass einer der Schnelltests nicht das richtige Ergebnis anzeigte, sagt Regionssprecher Christoph Borschel. Auch die Delta-Variante soll bei diesem Ausbruchsgeschehen eine Rolle gespielt haben.

Diese breitet sich ohnehin in Deutschland immer mehr aus. So sei laut RKI-Bericht die Delta-Variante in Deutschland für drei Viertel der Corona-Infektionen verantwortlich. 

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+++Corona-Zahlen am 19. Juli: Inzidenz steigt weiter+++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut am Montag, den 19. Juli, 546 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche noch waren es 324 Neuinfektionen. Somit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit auf 10,3. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurde zudem ein Todesfall in Zusammenhang mit Sars-COV-2 gemeldet. 

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+++16.07. Reiserückkehrer Auslöser für Massenquarantäne in Hamburg+++

Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, auch wenn das Virus vielleicht bei dem ein oder anderen seinen Schrecken verloren hat. Nachdem Deutschland in weiten Teilen ein bisher sorgenfreier Corona-Sommer lockte, scheint sich nun der Negativ-Trend aus dem vergangenen Jahr zu wiederholen. Reiserückkehrer und Veranstaltungen ziehen immer mehr Ausbrüche und Quarantäne-Maßnahmen nach sich. So auch in diesen drei Fällen. 

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In Hamburg kam es am vergangenen Wochenende zu einem größeren Ausbruchsgeschehen, welches Folgen für über 130 Betroffene hat. Wie der „NDR“ berichtet, war hier ein Reiserückkehrer aus Spanien der Auslöser. Er wurde zwar direkt vor und nach der Rückreise negativ getestet, doch dies sei kein Freifahrtschein, erläutert die Hamburger Sozialbehörde. Es stellte sich heraus: Der Mann hatte sich bereits im Urlaub mit dem Coronavirus infiziert – und war bei Ankunft in Hamburg gleich in zwei Bars feiern.

Laut Medienangaben wies der Betroffene bereits bei Kneipenbesuch Krankheitssymptome auf – das hielt ihn nicht davon ab, im Ausgehviertel „Lange Reihe“ in Hamburg durch mehrere Bars zu ziehen.

Wahrscheinlich sind die Hygienevorschriften in beiden Bars nicht streng genug gehandhabt worden. Die Folge: 130 Kontaktpersonen werden nun konsequent in Quarantäne geschickt – das gilt auch für bereits vollständig Geimpfte. Gegebenenfalls werden in den kommenden Tagen noch weitere Kontakte ermittelt, die sich dann ebenfalls in Isolation begeben müssen.

Der Fall macht besonders betroffen, da der Reiserückkehrer bei der Einreise ja negativ getestet wurde. Es gilt daher auch weiterhin bei Krankheitssymptomen lieber zu Hause zu bleiben und einen PCR-Test machen. Das Gute: Die Testkapazitäten der Labore sind deutlich höher als noch im Winter. 

Angela Merkel fordert eine hohe Impfbereitschaft
Service Angela Merkel: „Ansonsten werden wir hohe Fallzahlen bekommen“

 

+++Restaurantbesuch mit Folgen: 17 Infizierte in Düsseldorf+++

Gerade erst hat die Gastronomie wieder geöffnet, wird sie in Düsseldorf immer mehr zum Problem. In einem Restaurant hat ein Gast gleich mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert, wie unter anderem die „Rheinische Post“ berichtet. 17 Infektionen wurden aktuell aus dem Restaurant-Umfeld diagnostiziert. 124 weitere Gäste gelten als Kontaktpersonen – jedoch nicht alle von ihnen müssen in Quarantäne, da auch bereits vollständig Geimpfte unter ihnen waren. „Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange“, erklärt Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU). 

Graphik des Coronavirus rot unterlegt
Krankheiten & Behandlung Corona-Co-Infektion: Was ist das?

 

+++Gamma-Variante bei Schüler:innen nachgewiesen+++

Es sind nicht nur die Restaurantbesuche, die vermehrt zu Ausbrüchen führen. Schüler:innen sind ebenfalls häufig von Corona-Maßnahmen betroffen, da hier die Gefahr einer Ansteckung höher ist.

Das mussten nun auch die Schüler:innen des Paul von Denis Gymnasiums in Schifferstadt in Rheinland-Pfalz am eigenen Leib erleben. Nach einer Klassenreise der sechsten Klassen sind nach positiver Testung hier sowohl Schüler:innen, Geschwister, Eltern und Lehrer:innen von Corona-Maßnahmen betroffen. Wie der „SWR“ berichtet, sind bisher elf Menschen positiv getestet worden. Alle Teilnehmer:innen mussten vor Fahrtantritt einen negativen Schnelltest vorzeigen.

Wie sich jedoch hinterher herausstellte, sei der Auslöser der Infektionskette eine Schüler:in, die gar nicht an der Fahrt teilgenommen hat. Der Betroffene habe bereits im Vorfeld vor Abreise die Mitschüler:innen infiziert. Auf der Fahrt haben dann mehrere Klassenkamerad:innen Symptome gezeigt.

Da sich einige Schüler:innen nicht an die Quarantäneregelungen gehalten haben, weitet sich das Infektionsgeschehen nun auch auf zwei Sportvereine in Ludwigshafen aus.

Rheinland-Pfalz hat derzeit nicht nur mit Corona zu kämpfen – insbesondere die Eifel und auch weite Teile Nordrhein-Westfalens haben Unwetter schwer getroffen. Diese Gefahren drohen jetzt.

Wassermassen führen zu Überschwemmungen
Service Überschwemmungen in Deutschland: Welche Gefahren jetzt drohen

 

+++RKI: Bundesweite Inzidenz steigt auf 8,6+++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt erneut von 8,0 auf 8,6 an. Das berichtet das Robert Koch-Institut am Freitagmorgen (16. Juli). Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter dem RKI 1456 Neuinfektionen gemeldet. Noch vor einer Woche hatte der Wert bei 949 Ansteckungen gelegen. Die Zahl der Corona-Toten bleibt jedoch gering. Insgesamt wurden 18 Todesfälle innerhalb 24 Stunden verzeichnet. Der Reproduktionswert liegt aktuell bei 1,33. 

Ansteckungswege in der Bevölkerung
Service Corona: Wie wird die Reproduktionszahl berechnet?

 

+++15.07. RKI: Delta-Variante bei 75 Prozent+++

Das Robert Koch-Institut hält weiterhin keine guten Nachrichten bereit. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut sprunghaft angestiegen und liegt am Donnerstagmorgen bereits bei 8,0 (Vortag: 7,1). Zudem wurden insgesamt 1642 Corona-Neuinfektionen von den Gesundheitsämtern gemeldet. Zum Vergleich: Noch vor einer Woche waren es 970 Neuansteckungen.

RKI-Lagebericht: Delta nimmt Fahrt auf

Der aktuelle Corona-Lagebericht des Robert Koch-Instituts zeigt, wie schnell sich die gefürchtete Delta-Variante trotz niedriger Inzidenz nun auch in Deutschland ausbreitet. So liegt der Anteil von Delta aktuell bereits bei über 74 Prozent. Noch vor einer Woche waren es knapp 50 Prozent. 

Corona-Impfung: Bessere Wirkung, wenn Sie das meiden
Service Corona-Impfung: Bessere Wirkung, wenn Sie das meiden

 

Corona trotz Impfung: 5.000 Erkrankte gemeldet

Gegen die Ausbreitung der Delta-Variante und auch, um die Entwicklung neuer Virusvarianten zu verhindern, hilft nur eine schnelle Immunisierung der Bevölkerung. Das Robert Koch-Institut und Angela Merkel erklärten unlängst, dass eine Impfquote von 85 Prozent bei den 12- bis 49-Jährigen maßgeblich sei. Allerdings: Auch trotz Impfung kann man sich offenbar mit dem Coronavirus anstecken.

So haben sich laut dem RKI seit 1. Februar 2021 über 5.000 Menschen trotz vollständigen Impfschutzes mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt 5.374 sogenannte „Impfdurchbrüche“ – also symptomatische Coronainfektionen – wurden dem RKI zwei Wochen nach vollständiger Schutzimpfung gemeldet.

Dass man sich trotz Corona-Impfung mit Sars-COV-2 infizieren kann, ist hinlänglich bekannt. Ein schwerer Verlauf ist in diesen Fällen jedoch sehr unwahrscheinlich. Allein die Frage der Ansteckung bleibt ein Problem. So können doppelt Geimpfte bei ausreichender Viruslast in sehr seltenen Fällen auch weitere Personen mit dem Coronavirus infizieren, die dann vielleicht noch nicht geimpft sind.

Die Effektivität der Impfung ist laut RKI-Bewertung dennoch – auch bei der Delta-Variante – äußerst hoch. Die geschätzte Impfeffektivität liegt laut RKI-Schätzungen bei Erwachsenen zwischen 88 und 89 Prozent

Frau niest in Armbeuge
Krankheiten & Behandlung Corona-Infektion trotz Impfung an diesen 4 Symptomen erkennen

 

+++Markus Söder heizt Diskussionen um indirekte Impfpflicht an+++

Es wird keine Impfpflicht geben – das hat Gesundheitsminister Jens Spahn immer wieder betont. Es sei viel mehr ein „Gebot der Vernunft“, sich impfen zu lassen. Aus diesem Gebot könnte, wenn es nach Markus Söder geht, nun ganz schnell doch eine „indirekte Impfpflicht“ werden. In einem ZDF-Interview stellte Söder nämlich den kostenlosen Corona-Test für Nichtgeimpfte infrage. „Es ist eine Frage der Fairness“, so Markus Söder gegenüber der Presse. Dabei steht die Frage im Raum, wieso Steuerzahler künftig noch die Kosten für die Schnelltests übernehmen müssen, wenn sie doch bei vollständig Geimpften vermutlich zum größten Teil wegfallen.

Söder ist nicht der Einzige, der sich diesen Vorschlag zur Brust nahm. Auch Jens Spahn und Angela Merkel erklärten sich in einer Pressekonferenz vor einigen Tagen zu den kostenlosen Schnelltests. Das Ergebnis: So lange nicht alle die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen – und auch einen vollständigen Impfschutz aufzubauen – bleiben die Tests kostenlos.

Corona-Schnelltests sind essenzielle Bestandteile der Pandemie-Bekämpfung. Sie dienen vielerorts als Eintrittskarte für zum Beispiel Restaurant- und Friseurbesuche, medizinische Dienstleistungen oder Disco-Besuche. Apropos Disco… 

Christian Drosten
Service Drosten: Das droht Impfverweigerern!

Markus Söder: Disco-Besuche in Bayern nur noch für Geimpfte?

Die Angst vor weiteren Corona-Ausbrüchen ist groß. Vor allem die vermehrten Corona-Fälle in Clubs und Discotheken, wie der in Karlsruhe vergangene Woche, verunsichern. In Bayern blieben die Discotheken bis auf Weiteres geschlossen – was sich nun ändern könnte. Allerdings nur für Geimpfte!

So stellte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Öffnung der Nachtclubs in Bayern für Geimpfte ab Herbst in Aussicht, wie unter anderem „infranken.de berichtet. "Ich glaube, der erste Ansatz, den wir dringend brauchen, ist mehr Freiheiten für Geimpfte", erklärte der CSU-Chef seine Öffnungspläne. Dazu gehöre auf jeden Fall ab Herbst die Öffnung von Clubs und Gastronomie.

Bisher galt bundesweit die Drei-G-Regelung, wenn es um Veranstaltungen und Ähnliches geht. Dabei haben in der Regel Geimpfte, Genesene und Getestete die gleichen Rechte. Dies sei vor allen Dingen deshalb auch wichtig, weil es auch Menschen gibt, die aus medizinischen Gründen keine Impfung erhalten können.

Durch Vorschläge wie die von Söder werden zwar Impfanreize geschaffen, jedoch auch Ungerechtigkeiten.
Während Deutschland sich immer wieder gegen eine offizielle Impfpflicht ausspricht, haben andere Länder diese schon längst eingeführt. 

Hand mit blauen Schutzhandschuhen, die eine Spritze aus einer Ampulle aufzieht
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Wo gilt eine Corona-Impfpflicht im Ausland?

So gibt es in Frankreich und Griechenland nun eine Impfpflicht für Angestellte in Krankenhäusern und Pflegediensten. Und auch in Italien müssen sich Beschäftigte im Gesundheitswesen, auch Apotheker:innen, gegen COVID-19 impfen lassen.

 

+++14.07. Corona-Ausbruch nach Hochzeitsfeier in Bayern: Inzidenz steigt +++

„Im Landkreis Freising ist mit einem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz zu rechnen“, erklärte Susanne Zottmann, Stadtratsreferentin des Landrats Freising, am Ende der vergangenen Woche. Und recht sollte sie behalten. Nach einem Corona-Ausbruch im benachbarten Landkreis haben sich elf Personen nach einer Hochzeitsfeier mit dem Coronavirus infiziert. Zunächst waren nur acht Fälle bekannt, da aber einige Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden, bereits Symptome aufwiesen, war es wohl abzusehen, dass sich die Zahl der Infizierten noch einmal nach oben korrigiert. Das berichtet das Medienportal Merkur.de

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Doch der Ausbruch infolge einer Hochzeitsfeier zieht noch weitere Kreise. Eine Sprecherin des Landratsamtes Freising betonte gegenüber den Medien noch einmal, dass „weitere Fälle nicht auszuschließen seien.“

 

Inzidenz im Landkreis Freising steigt

Der Ausbruch hat auch Folgen für den Landkreis Freising. So stieg die Inzidenz in Folge am Montag auf 15,6 – und zählt somit zu den Top Ten der höchsten Inzidenz-Werte in Bayern. Aktuell liegt die Inzidenz in Freising bei 14,4 (RKI: Stand, 14.07.).

Wie schnell sich ein Event zum Super-Spreading-Ereignis entwickeln kann, zeigt auch ein aktueller Fall aus den Niederlanden. 

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+++Superspreading-Event: 1.000 Festivalbesucher infiziert +++

In Utrecht in den Niederlanden haben sich fast 1.000 Feiernde nach einem Festivalbesuch mit dem Coronavirus infiziert. Bei dem „Verknipt-Festival“ am ersten Juliwochenende waren fast 20.000 Teilnehmer:innen vor Ort. Trotz strenger Hygiene-Maßnahmen haben sich bei dem zweitägigen Festival laut niederländischen Medienberichten 964 von ihnen mit Corona infiziert. Der örtliche Gesundheitsdienst GGD rekonstruierte, dass sich bereits am ersten Tag 448 Festivalbesucher:innen ansteckten, am zweiten Tag sollen noch einmal 516 Besucher hinzugekommen sein, berichtet auch der „Spiegel“.

Lydia van der Meer, Sprecherin der Gesundheitsbehörde, erklärte gegenüber den Medien: „Wir hoffen jetzt, dass wir auf dem Höhepunkt sind.“ Mit weiteren Infektionen sei jedoch in den nächsten Tagen zu rechnen.

 

Corona-Ausbruch nach Festivalbesuch: Wie konnte es dazu kommen?

Bereits zuvor wurden Großveranstaltungen mit strengen Hygiene-Maßnahmen durchgeführt, ohne dass es zu einem solch großen Infektionsherd geführt hat. Bleibt nur die Frage: Wie konnte es in Utrecht dazu kommen?

Laut Veranstalter wurden alle Hygiene-Maßnahmen eingehalten. Besucher:innen mussten einen negativen Test, eine Corona-Schutzimpfung oder einen Genesenen-Nachweis erbringen.

Warum es dennoch zu einem solchen Superspreading-Event kam? Gründe hierfür kann es mehrere geben. Ein falsch-negatives Testergebnis oder eine weitere Corona-Variante, bei dem der Impfschutz nicht mehr so hoch ist. Entscheidend ist aber auch in diesem Fall die Schwere der Infektionen. Bereits Geimpfte oder Genesene sind hier vermutlich weniger von schweren Krankheitsverläufen betroffen, sondern meist nur von sehr milden Symptomen geplagt.

Es ist nicht der erste große Corona-Ausbruch nach einem Großevent. Allein bei der Fußball-Europameisterschaft in St. Petersburg und London wurden zahlreiche Fans nach Stadionbesuchen positiv getestet.

Eine Impfung kann aber auch im Falle einer Infektion einen sicheren Schutz vor schweren Verläufen bieten

Frau niest in Armbeuge
Krankheiten & Behandlung Corona-Infektion trotz Impfung an diesen 4 Symptomen erkennen

 

+++500 Neuinfektionen mehr als in der Vorwoche +++

Die Corona-Zahlen geben auch am Mittwoch einen Negativ-Trend wieder, der in einigen Regionen bereits Folgen nach sich zieht. Denn: Die Sieben-Tages-Inzidenz in Deutschland steigt weiter an. Am heutigen Mittwoch meldet das Robert Koch-Institut einen Inzidenz-Wert von 7,1. Noch am Vortag betrug der lediglich 6,5. Hinzu kommen rund 500 Neuinfektionen mehr als in der vergangenen Woche. So meldeten die Gesundheitsämter am Mittwoch insgesamt 1.548 Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche noch waren es nur 985 Neuinfektionen
Die Zahl der Todesfälle sinkt mit 28 Todesfällen binnen 24 Stunden (Vorwoche: 48 Todesfälle).

Der R-Wert liegt aktuell bei 1,11. Liegt der Wert anhaltend über 1, steigen die Fallzahlen rein rechnerisch.

Obwohl die Inzidenz laut Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht ausschließlich das Lagebild in Deutschland abbildet, sondern vielmehr die Hospitalisierung künftig in den Mittelpunkt treten soll, wird genau diese für viele im Raum Hannover und Wolfsburg nun zum Problem. Denn: Hier werden wegen steigender Inzidenz die Corona-Maßnahmen wieder verschärft. 

Eine Frau liegt krank auf einem Sofa.
Service Corona: Delta-Variante verursacht andere Symptome

 

+++Corona-Stufe 1 – Wolfsburg und Hannover verschärfen Pandemie-Maßnahmen+++

In Niedersachsen werden die Corona-Maßnahmen nachgebessert. Der Grund: eine anhaltendende Inzidenz von über 10. Davon betroffen sind die Region Hannover (12,2) und die Stadt Wolfsburg (Sieben-Tage-Inzidenz: 16,9). Bei einem Schwellenwert von über 10 bei der Sieben-Tage-Inzidenz tritt in Wolfsburg die Stufe 1 in Kraft.

Stufe 1: Diese Corona-Maßnahmen gelten jetzt in Wolfsburg:

  • Kontaktbeschränkungen: Maximal 10 Personen.
  • Feiern in geschlossenen Räumen in Restaurants mit maximal 100 Personen.
  • Maskenpflicht auf Wochenmärkten.
  • Clubbetreiber dürfen nur 50 Prozent der Kapazitäten nutzen.
  • Reisende müssen einen negativen Corona-Test vorlegen. Zudem werden zwei Tests pro Woche während des Reise-Aufenthalts verpflichtend.

Die Beschränkungen in Wolfsburg gelten bereits ab Mittwoch (14.07.) Für Hannover werden die Corona-Maßnahmen erst am Donnerstag verschärft, wie der NDR berichtet. Eine Allgemeinverfügung soll erlassen werden.

Ausgenommen von den Verschärfungen ist der Landkreis Cloppenburg. Er entschied sich trotz erhöhter Inzidenz gegen weitere Restriktionen

Ein Laborassistent hält eine Blutprobe in der Hand
Service COVID-Langzeitfolgen: So verändert Corona das Blut

 

Kein klares Infektionsgeschehen in Niedersachsen

In Niedersachsen ergibt sich laut Behördenangaben noch kein klares Bild, wie es zu den vermehrten Fallzahlen kommen konnte. Laut dem Gesundheitsamt wurden mehrere Infektionsherde registriert. Darunter auch Menschenansammlungen wie beim Public Viewing.

Eine Lockerung der Corona-Maßnahmen kann übrigens erst in Kraft treten, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 10 ist.

 

+++Sachsen kippt Maskenpflicht beim Einkaufen bei Niedrig-Inzidenz+++

Es ist eine überraschende Verkündung, nachdem doch Bundeskanzlerin Angela Merkel erst am Vormittag zur Vorsicht mahnte – in Sachsen entfällt zukünftig die Maskenpflicht beim Einkaufen in Läden und Supermärkten in Städten mit einer Inzidenz von unter 10. Das verkündete Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstagnachmittag.

Im öffentlichen Nahverkehr, bei körpernahen Dienstleistungen sowie Gesundheitsdiensten soll die Maskenpflicht hingegen erhalten bleiben.

Während bei der Maskenpflicht gelockert wird, wird woanders hingegen nachgebessert. Arbeitnehmer:innen, die länger als fünf Tage im Homeoffice waren, müssen bei Dienstantritt einen negativen Corona-Test vorweisen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen liegt derzeit bei 2,2. 

Angela Merkel fordert eine hohe Impfbereitschaft
Service Angela Merkel: „Ansonsten werden wir hohe Fallzahlen bekommen“

 

+++13.07. Jena: Massenquarantäne wegen Delta-Variante bei Schüler:innen+++

Die Delta-Variante hat sich in kürzester Zeit in Deutschland ausgebreitet und dominiert sogar mit über 50 Prozent Anteil bei den Corona-Neuinfektionen. Besonders Jüngere sind betroffen. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sind hier bei der Delta-Variante die Quarantäne-Maßnahmen besonders hart. Dies mussten nun auch über 100 Menschen im thüringischen Jena erfahren.

Am Angergymnasium in Jena wurden aktuell sieben bestätigte Corona-Fälle mit der Delta-Variante gemeldet. Das berichtet die Stadtverwaltung nun gegenüber der Presse. Sieben Fälle klingt erst einmal nicht so dramatisch angesichts der hohen Infektionszahlen, die wir noch aus dem Herbst kennen. Und dennoch trifft es das Umfeld der Schule hart.

Da das Ausbruchsgeschehen nicht auf einen eindeutigen Auslöser zurückzuführen ist und die Verantwortlichen hier von einem „diffusen Infektionsgeschehen“ sprechen, müssen nun über 100 Kontaktpersonen in Quarantäne. Sogar doppelt geimpfte Lehrer waren von den Quarantäneregeln zunächst nicht ausgenommen.

Die insgesamt 700 Schüler:innen des Angergymnasiums mussten sich umgehend komplett in den Distanzunterricht begeben, wie es in den kommenden Tagen weitergeht, wird nun mit dem Schulamt und Bildungsministerium abgestimmt.

Quelle:

100 Menschen in Quarantäne: Delta-Variante an Gymnasium in Jena, in: mdr.de 

Wie schnell sich das Coronavirus nun vor allem in den Altersklassen verbreitet, die noch nicht geimpft sind, zeigt auch ein weiteres Ausbruchsgeschehen bei Abiturient:innen aus Bayern. Hier war eine Abschlussfahrt der Auslöser für die Ausbreitung des Coronavirus unter den Schüler:innen.

 

+++25 Abiturient:innen nach Abschlussfahrt mit Corona infiziert+++

Wie das Landratsamt Bad Tölz-Wolfshausen am Montag mitteilte, haben sich nach einer Abschlussfahrt nach Kroatien 25 Abiturient:innen mit dem Coronavirus infiziert. Erste Erkenntnisse lauten, dass sich zwei der 25 Schüler:innen zunächst im privaten Bereich ansteckten und das Virus anschließend bei der Busreise weiter verbreiteten. Das zeigten Schnelltests bei der Ankunft in Kroatien. Ein anschließender PCR-Test bestätigte den Verdacht.

Die insgesamt 25 Betroffenen sind nun wieder zu Hause und in häuslicher Isolation. Weitere Kontaktpersonen werden noch ermittelt. Fast alle Infizierten zeigen aktuell nur leichte Symptome.

Bad Tölz-Wolfratshausen: Inzidenz steigt rapide

Lokale Ausbruchsgeschehen wie diese zeigen, wie schnell nur ein einziger Auslöser die Inzidenz in die Höhe schnellen lassen kann. Innerhalb nur eines Tages stieg die Inzidenz aufgrund des Ausbruchs im Landkreis Bad Tölz-Wolfsratshausen von 11,7 auf 17,2.

Die Bundesregierung denkt bereits darüber nach, die Inzidenz-Zahlen als Indikator für weitere Corona-Maßnahmen abzulösen. Das Robert Koch-Institut möchte nach Medien-Informationen die Hospitalisierung zukünftig als ausschlaggebenden Faktor für weitere Einschränkungen heranziehen.

Das ist vielleicht gar nicht so schlecht. Denn die Inzidenz in Deutschland steigt auch heute den sechsten Tag in Folge. 

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+++Corona-Zahlen am 13. Juli: Inzidenz-Zahlen steigen weiter+++

 Auch am 13. Juli berichtet das Robert Koch-Institut von steigenden Corona-Zahlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 6,5. Vor noch genau einer Woche lag der Wert noch bei 4,9. Zudem haben die Gesundheitsämter dem RKI insgesamt 646 Corona-Neuinfektionen innerhalb 24 Stunden gemeldet (Vorwoche: 440 Neuinfektionen). Im Zusammenhang mit COVID-19 verstarben zudem 26 Menschen.

Der R-Wert, also der Reproduktionswert, der anzeigt, wie viele Personen im Schnitt mit dem Coronavirus angesteckt werden, liegt aktuell bei 1,15. Das bedeutet, dass rein rechnerisch 100 Infizierte 115 weitere Menschen mit dem Coronavirus anstecken. 

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+++Über 100.000 falsche Corona-Freibriefe in Brandenburg verschickt+++

Wer vollständig geimpft ist, kann in Deutschland seit Mitte Juni auch einen digitalen Impfnachweis erhalten. Das erleichtert zum Beispiel bei Restaurantbesuchen, Veranstaltungen oder Reisen vieles. Auch das Gesundheitsministerium in Brandenburg schickte am 16. Juni ein Schreiben an 460.000 Bürger, in dem es hieß: „Sehr geehrte Frau (...), Sie sind in einem Impfzentrum oder von einem mobilen Impfteam im Land Brandenburg gegen das Corona-Virus vollständig geimpft worden.“ Über einen QR-Code können sie dann ihr digitales Impfzertifikat downloaden. Dabei waren zu dem Zeitpunkt erst 382.000 Brandenburger komplett geimpft – und nicht alle von ihnen in einem Impfzentrum oder von einem mobilen Team. Rund 100.000 Angeschriebene haben demnach falsche Corona-Freibriefe erhalten, wie unter anderem merkur.de berichtet.

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Falsche Corona-Freibriefe sind kein Impfnachweis

Die zuständige Gesundheitsministerin Ursula Nonnenmacher (Grüne) bedauerte den Fehler, erklärte aber zugleich, dass das Zertifikat noch kein Impfnachweis sei:  „Es dient ausschließlich der Erstellung eines digitalen Impfnachweises. Dies ist nur möglich, wenn eine vollständige Impfung vorliegt.“ Erst wenn ein Geimpfter den doppelten Piks erhalten hat, werde der volle Impfschutz im digitalen Impfnachweis beim Übertragen des QR-Codes angezeigt, heißt es. Die Kritik ist trotzdem groß. In Brandenburg wird vermutet, dass das falsche Schreiben Schuld der Kassenärzte-Vereinigung ist, die für die Schreiben mit QR-Code an Zweitgeimpfte zuständig ist.

Quelle:

Impf-Skandal in Brandenburg – Mehr als 100.000 falsche Corona-Freibriefe!, in: bz-berlin.de

 

+++12.07. Größere Corona-Ausbrüche in drei deutschen Städten+++

Aus Karlsruhe, Hof und Hannover werden heftige Corona-Ausbrüchen gemeldet. Offenbar sind sie eindeutig auf Veranstaltungen zurückzuführen und bei zwei der drei Ausbrüche auch auf einzelne Personen.

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Karlsruhe: Größerer Corona-Ausbruch in einem Club

Ende vergangener Woche hatten sich mehrere Menschen in einem Nachtclub in Karlsruhe mit dem Coronavirus infiziert, wie unter anderem swr.de berichtet. Mittlerweile ist die Zahl der betroffenen Personen auf 32 – 23 Partygäste und 9 Kontaktpersonen – angestiegen. 6 von ihnen sind sogar voll geimpft. Und die Zahl könnte noch steigen, denn nach Angaben des Landratsamtes hakt es bei der Kontaktnachverfolgung, da viele Angaben falsch oder unvollständig waren und offenbar auch nicht alle Kontaktdaten aufgenommen wurden.

 

Reiserückkehrerin mitverantwortlich für Corona-Ausbruch in Karlsruhe

Wie das örtliche Gesundheitsamt festgestellt hat, ist das Geschehen durch zwei Personen ausgelöst worden. Bei einer davon handelt es sich um eine Frau, die auf Mallorca Urlaub gemacht und das Virus mitgebracht hat. Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) appellierte deshalb eindringlich an alle Reisenden, sich auch Tage nach der Rückkehr noch testen zu lassen. Außerdem sollten alle die Corona-Impfung wahrnehmen, um besser geschützt zu sein – insbesondere vor der tückischen Delta-Variante, bei der viele Infizierte keine Symptome hätten.

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Hof: Mann mit Symptomen infiziert andere im Wirtshaus

Im bayerischen Hof sorgt ein Mann für Aufruhr: Er hat ein Wirtshaus besucht und sich dort mehrere Stunden aufgehalten, obwohl er Corona-Symptome hatte. Dies meldet unter anderem frankenpost.de. Die Folge: Auch andere Gäste wurden durch den Mann mit der Delta-Variante des Coronavirus angesteckt, viele weitere befinden sich nun in Quarantäne. Auch eine Firma soll betroffen sein, deren Mitarbeiter nun ebenfalls in Quarantäne müssen. Der Inzidenzwert in der Stadt schnellte in die Höhe: von 0 am vergangenen Dienstag auf 21,8 am Freitag. Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla will dafür sorgen, dass der Fall ordnungs- oder strafrechtliche Konsequenzen für den Mann hat.

 

Hannover: Corona-Ausbruch nach Party mit 250 Gästen

Auch im Norden gibt es zahlreiche Neuinfektionen, nachdem rund 250 Menschen zusammen eine Party gefeiert hatten. Bisher 18 Corona-Fälle werden gemeldet, wie unter anderem rnd.de berichtet. Die Kontaktnachverfolgung läuft, die Zahl der Infizierten kann sich auch noch erhöhen. Anders als bei den ersten beiden Ausbrüchen lässt sich das Geschehen in Hannover allerdings nicht auf einzelne Personen zurückführen

 

Alle Feiernden zuvor negativ getestet

Alle Personen, die an der Party teilgenommen haben, konnten einen negativen Test vorweisen. Insgesamt war das Hygienekonzept einwandfrei, alle Maßnahmen seien eingehalten worden, erklärte ein Sprecher in Hannover. Auch die Teilnehmerliste war korrekt. Wie konnte es dann zu dem Ausbruch kommen? „Schnelltests haben immer ein Restrisiko und können eine Infektion nicht zu 100 Prozent ausschließen“, betonte die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts der Region. Es wird vermutet, dass ein Test falsch negativ war oder die Virenlast noch nicht hoch genug, um ein positives Ergebnis anzuzeigen.

Ältere Frau wird geimpft
Krankheiten & Behandlung Corona-Infektion trotz Impfung: Darum sind vor allem Ältere betroffen

 

+++Corona-Zahlen steigen weiter+++

Den sechsten Tag in Folge meldet das Robert Koch-Institut (RKI) steigende Corona-Zahlen. So haben sich innerhalb von 24 Stunden 324 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Das sind über 50 Prozent mehr als vor einer Woche: Vergangenen Montag gab es 212 Ansteckungen. Zudem sind 2 neue Todesfälle hinzugekommen.

 

Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 6,4

Lag der Wert am Sonntag noch bei 6,2, ist er nun leicht auf 6,4 gestiegen. Vor einer Woche betrug die Sieben-Tage-Inzidenz noch 5,0 – sie steigt also konsequent an, wenn auch auf recht niedrigem Niveau. Den höchsten Inzidenzwert meldet Hamburg mit 10,7, gefolgt von Bremen mit 10,6. Dabei ist die Delta-Variante weiter auf dem Vormarsch: Laut RKI dominiert sie inzwischen auch in Deutschland mit einem Anteil von 59 Prozent. Innerhalb von 7 Tagen hat sich der Wert somit fast verdoppelt – Tendenz wohl weiter steigend. 

Frau hält Biontech-Dosis in der Hand
Krankheiten & Behandlung 3. Dosis Biontech gegen Delta: 11 mal mehr Antikörper

 

+++Robert Koch-Institut stuft ganz Spanien als Risikogebiet ein+++

Die Bundesregierung hat aufgrund steigender Infektionszahlen die Risikobewertung für Spanien neu überdacht. Ab Sonntag zählt ganz Spanien, darunter auch Mallorca und die Kanaren, zu den Corona-Risikogebieten. Das gab das Robert-Koch-Institut am heutigen Freitag bekannt. Angesichts der bevorstehenden Urlaubssaison ist diese Entscheidung ein harter Schlag. Die Bundesregierung rät allen Reisenden von touristischen Aufenthalten in Spanien ab. Aber was bedeutet das für Spanien-Reisende in Zukunft?

 

Spanien neues Risikogebiet: Auswirkungen für Reisende gering

Außer einer Warnung hat die neue Einstufung jedoch kaum Auswirkungen auf mögliche Auslandsreisen in die betreffenden Gebiete. Urlauber müssen bei Reiserückkehr lediglich wie zuvor auch einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung vorweisen. Damit entfällt die Quarantänepflicht. Anders verhält es sich bei den sogenannten Hochinzidenz-Gebieten. Hier ist eine Quarantäne für fünf bis zehn Tage Pflicht für diejenigen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind. 

Frau packt Urlaubskoffer
Service Sommerurlaub: Welche Corona-Regeln wo gelten

 

Verschärfte Corona-Maßnahmen auf den Kanaren

Die Situation vor Ort könnte jedoch weniger Urlaubs-Atmosphäre schaffen. Die steigenden Infektionszahlen ziehen nämlich auch hier strengere Corona-Maßnahmen nach sich, die sich ggf. noch verschärfen könnten. So wurde unlängst auf Gran Canaria wieder die Warnstufe 2 verhängt. Zudem sollen dort ab kommenden Sonntag verschärfte Maßnahmen gelten. Das bedeutet für Urlauber unter anderem: Gastronomie nur noch bis Null Uhr.

Auch auf Teneriffa gelten verschärfte Maßnahmen. Hier wurde bereits die Warnstufe 3 verkündet. Touristen erwartet hier unter anderem eine Nachtruhe von 20 bis 6 Uhr, Alkoholverbote und weitere Verweilverbote an öffentlichen Plätzen.

Quellen:

Kanaren: Gran Canaria wieder auf Warnstufe 2, in: urlaub.check24.de

Ganz Spanien wird Corona-Risikogebiet – auch Mallorca und die Kanaren, in: welt.de

 

+++09.07. Gamma-Ausbruch bei Schlachthofmitarbeiter:innen in Niedersachsen+++

In einem Schlachthofbetrieb des Betreibers Danish Crown im niedersächsischen Essen (Landkreis Cloppenburg) kam es zu einem größeren Corona-Ausbruch mit der erstmals in Brasilien auftretenden Gamma-Variante.

Wie ein Sprecher des Landkreises bekannt gab, stehen 45 Mitarbeiter:innen im Verdacht, sich mit der Gamma-Variante infiziert zu haben. 28 der bereits bekannten Infizierten leben laut Behördeninformationen in Osnabrück. Besonders prekär: Dort wurde in den letzten Tagen ein starker Anstieg der Infektionszahlen gemeldet. 

Laborgeräte zur Analyse des Coronavirus’
Service Coronavirus-Variante aus Brasilien: Ärzte fürchten neuen Effekt der Mutation

 

Schlachtbetrieb Danish Crown: 6 Alpha-Fälle bereits bestätigt

Die sich schneller ausbreitende Corona-Mutation P.1 (Gamma-Variante) wurde indes bereits bei sechs Mitarbeiter:innen des Betriebes festgestellt. Weitere Tests sollen folgen.

 

Landkreis Cloppenburg verschärft Quarantäne-Regeln

Als Reaktion auf den Ausbruch hat der Landkreis Cloppenburg nun die Quarantäne-Regelungen verschärft. So gilt für Kontaktpersonen bei Delta- oder Gamma-Verdacht eine Quarantäne-Regelung für 14 Tage – auch für bereits Geimpfte oder Genesene

Frau sitzt allein in Quarantäne am Fenster
Service Hier gilt: Quarantäne trotz Impfung!

 

Wie kam es zur Ausbreitung der Gamma-Variante P.1?

Bleibt die Frage, wie es überhaupt zur Ausbreitung der Virusvariante aus Brasilien kommen konnte. Landrat Johann Wimberg (CDU) erklärte gegenüber dem NDR, dass Reiserückkehrer die Gamma-, als auch die Delta-Variante in den Landkreis und in das Umfeld des Schlachtbetriebs gebracht hätten.

Man gehe davon aus, dass sich die Mitarbeiter:innen im privaten Bereich mit dem Virus ansteckten. Um die Ausbreitung der Variante unter den Beschäftigten zu verhindern, will der Arbeitgeber nun nach eigenen Angaben einen weiteren Impftag für seine Mitarbeiter organisieren.

 

Gamma-Variante breitet sich aus: Auswirkung in Niedersachsen

Laut aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts spielt die in brasilianische Corona-Variante P.1 in Deutschland eigentlich eine weniger große Rolle. Hier dominiert seit den letzten Tagen die Delta-Variante, deren Ursprung in Indien ist.

In Niedersachsen sind jedoch aktuell 32 Infektionsfälle mit der Gamma-Variante den Behörden gemeldet worden.

 

+++RKI: Corona-Zahlen in Deutschland steigen deutlich+++

Nachdem bereits in den letzten Tagen ein leichter Anstieg der Corona-Zahlen verzeichnet wurde, führt sich dieser Trend weiter fort. Am Freitag, 9. Juli, wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt 949 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche noch lag der Wert bei den Neuinfektionen bei 649. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 5,5 (Vortag 5,2). Zudem wurden innerhalb der letzten 24 Stunden weitere 49 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona dem RKI übermittelt.

 

+++08.07. Impfskandal in Indien: Über 2.000 Menschen um Corona-Impfung betrogen+++

Eine Nachricht, die einfach nur fassungslos macht: Wie unter anderem der „Spiegel“ berichtet, wurden in Indien 2.500 Menschen statt mit Corona-Impfstoff mit Salzwasser „geimpft“. Das haben nun Recherchen des Senders CNN herausgefunden. So haben medizinische Mitarbeiter und Ärzte laut Medienberichten mindestens 12 Fake-Impfaktionen im Raum Mumbai gemeinsam initiiert. Sie wurden bereits festgenommen.

28.000 US-Doller pro Impfung

Vishal Thakur, Polizei-Beamter in Mumbai erklärte gegenüber „CNN“: „Sie haben Salzwasser verwendet und es injiziert“. Bis zu 28.000 US-Dollar haben die Betrüger von ihren „Impfopfern“ für die Salzwasser-Spritze verlangt.

Die „Fake-Impfaktion“ kam nur heraus, weil sich Betroffene über die anschließend ausgegebene Impfbescheinigung wunderten und darüber, dass sie die Impfung bar bezahlen sollten. 

Frau mit Maske sitzt auf dem Sofa und kuschelt mit großem braunen Hund
Service Corona: Haustiere ein Risikofaktor?

Krankenhaus in Impfbetrug involviert

Der Betrug zieht jedoch noch größere Kreise. So haben die 14 Personen, die bisher wegen des Verdachts des Betrugs sowie versuchter Tötung festgenommen wurden, ersten Untersuchungsergebnissen zufolge mit einem Krankenhaus zusammengearbeitet, welches gefälschte Zertifikate, Fläschchen und Spritzen herstellte, berichtet der „Spiegel“.

Der Impfskandal soll sich über den Zeitraum Ende Mai bis Anfang Juni erstreckt haben. Die Folgen sind frappierend. Zu Zeiten der betrügerischen Impfaktionen kämpfte Indien mit über 361.000 Neuinfektionen am Tag. Es gab kaum noch eine medizinische Versorgung. Eine Impfung gegen COVID-19 war und ist für viele daher ein Hoffnungsschimmer.

Nur vier Prozent der indischen Bevölkerung geimpft

Aktuell sind in Indien etwa viereinhalb Prozent der Bevölkerung geimpft. Bei der Immunisierung setzt Indien auf den Corona-Impfstoff Covaxin des indischen Herstellers Bharat Biotech. Gegen die in Europa sich ausbreitende Delta-Variante, die ihren Ursprung ja in Indien hat, soll dieser laut Hersteller-Angaben jedoch nur zu 65,2 Prozent wirksam sein. Der Impfstoff wird in 15 weiteren Staaten verimpft, darunter Mexiko und die Philippinen. 

Corona-Impfstoffchargen
Service Delta-Variante: Dieser Impfstoff wirkt am besten gegen B.1.617

Der Impfbetrug ist nicht nur für Indien eine echte Tragödie: Bekommen Länder wie Indien die Pandemie nicht eingedämmt, wird auch die weltweite Pandemie nicht abflachen.

Übrigens: Auch in Deutschland kam es schon einmal zu einem ähnlichen, wenn auch deutlich kleineren Impfskandal. In einem Impfzentrum in Friesland hatte eine Mitarbeiterin statt Biontech sechs Impflinge mit Kochsalzlösung geimpft. Der Grund: Die Frau habe zuvor eine Impfampulle fallen gelassen und den Inhalt durch Salzwasser ersetzt. Eine Gesundheitsgefahr bestand bei den Betroffenen nicht.

Quellen:

Mehr als 2000 Menschen mit Salzwasser »geimpft“, in: Spiegel.de
Thousands thought they were getting the Covid vaccine. They were injected with salt water instead, in: edition.cnn.com

 

+++RKI: R-Wert erstmals über 1 – Infektionszahlen steigen leicht +++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag  (08.07.21), 970 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: In der Vorwoche wurden dem RKI nur 892 Neuinfektionen verzeichnet. Ebenfalls gab es innerhalb 24 Stunden 31 Todesfälle, die dem RKI in Verbindung mit COVID-19 gemeldet wurden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt ebenfalls leicht mit einem Wert von 5,2 (Vortag: 5,1).

Die Tendenz ist also steigend in den letzten Tagen. Besonders auffallend: Erstmals steigt auch der R-Wert, also der Reproduktionswert auf über 1 mit einem Wert von 1,09. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 109 weitere Menschen anstecken. Liegt der R-Wert über 1, ist dies ein Indiz für ein ansteigendes Infektionsgeschehen, also einem exponentiellen Wachstum.

Auslöser dafür könnte die jetzt hierzulande dominierende Delta-Variante sein, die als ansteckender gilt. Das Robert Koch-Institut erklärte im aktuellen Lagebericht, dass die Ausbreitung von Delta in Deutschland nun schon bei 59 Prozent liegt. Innerhalb einer Woche hat sich ihr Anteil mehr als verdoppelt. 

Eine Illustration einer Corona-Mutation
Service Delta-Variante: Ärzte warnen vor Taubheit und Gewebeschäden

 

+++07.07. Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt erneut leicht an+++

Nicht wenige befürchten, dass mit den vermehrten Lockerungen und der Ausbreitung der Delta-Variante auch wieder höhere Infektionszahlen gemeldet werden. Am Mittwoch, 7. Juli, vermeldet das Robert Koch-Institut einen leichten Anstieg der Corona-Zahlen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages insgesamt 985 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche noch wurden dem RKI 808 Neuinfektionen gemeldet. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht. Während der Wert am Vortag noch bei 4,9 lag, liegt er aktuell bei 5,1

Auch heute wurden von den Gesundheitsämtern 48 neue Todesfälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. Das sind weniger Tote als in der Vorwoche (56 Todesfälle). 

Die Zahl der Genesenen beläuft sich aktuell auf rund 3.631.5000

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei Pressekonferenz
Service Spahn und RKI: Delta-Variante kommt, Corona-Maßnahmen bis Herbst!

 

+++RKI reagiert auf steigende Zahlen und Delta-Variante +++

Zwar sind die Corona-Zahlen derzeit in Deutschland noch relativ niedrig, dennoch fordert das Robert-Koch-Institut mehr Einsatz im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Der Grund: Die rasche Ausbreitung der Delta-Variante, die ursprünglich in Indien festgestellt wurde und sich nun in ganz Europa ausbreitet. In Deutschland wurde zuletzt der Anteil der Delta-Variante auf bis zu 35 Prozent geschätzt, die Dunkelziffer soll jedoch wesentlich höher sein. Der Anteil der indischen Virus-Mutation sei in den letzten Tagen um 26 Prozent angestiegen, geht aus dem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts hervor.

Da Experten sich einig sind, dass die Delta-Variante auch hierzulande dominant werden wird, soll nun das Impftempo erhöht werden. Das fordert auch das Robert-Koch-Institut. Demnach müssen mindestens 85 Prozent der 12-bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein, um die Pandemie nachhaltig einzudämmen.  "Bei rechtzeitigem Erreichen dieser Impfquote scheint eine ausgeprägte vierte Welle im kommenden Herbst/Winter unwahrscheinlich“, geht es aus dem RKI-Bericht hervor. Bei einer ausreichend hohen Impfbereitschaft soll es dann nicht mehr zu einer Überlastung der Intensivstationen kommen und ein Lockdown wie im vergangenen Herbst könnte vermieden werden. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei einer Pressekonferenz
Service Spahn erklärt Kreuzimpfung mit Astrazeneca: So geht es weiter!

Eine so hohe Impfbereitschaft zu erlangen, scheint für viele Experten jedoch unwahrscheinlich. Auch das RKI fordert neben dem Impfen noch weitere Maßnahmen. Darunter ...

  • Die Einhaltung der Basishygienemaßnahmen
  • Abstandhalten
  • und Masketragen.

Auch könne eine weitere Kontaktreduzierung bei steigenden Corona-Zahlen erneut notwendig werden.

Das Robert-Koch-Institut reagiert mit der Neueinschätzung der Corona-Lage auf die Verbreitung der Delta-Variante in Deutschland. Bisher schien eine Impfquote von circa 80 Prozent ausreichend. Hier wurde mit 85 Prozent nun noch einmal nachgebessert. Aktuell sind in Deutschland nach der aktuellen Datenlage unter den Menschen ab 60 Jahren circa 65 Prozent geimpft. Unter den Jüngeren (18- bis 59-Jährigen) sind es mit 36,6 Prozent deutlich weniger. Sollte man den Sommer nicht nutzen, um schnellstmöglichst zu impfen, sei bei weiteren Lockerungen und Vernachlässigung der Hygiene-Maßnahmen eine höhere Auslastung der Intensivbettenkapazitäten in Deutschland spätestens im Herbst zu erwarten.

Die Einschätzung des Robert Koch-Instituts der aktuellen Corona-Lage steht so manchem Politik-Vertreter entgegen. So forderte unter anderem Außenminister Heiko Maas spätestens im September alle Corona-Maßnahmen weitestgehend aufzuheben. "Wenn alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot haben, gibt es rechtlich und politisch keine Rechtfertigung mehr für irgendeine Einschränkung", erklärte Maas gegenüber der Presse

Quellen:

RKI fordert Impfquote von mindestens 85 Prozent, in: welt.de

Robert Koch-Institut (RKI) 

Hand mit blauen Schutzhandschuhen, die eine Spritze aus einer Ampulle aufzieht
Service Biontech-Wirksamkeit: Neue Daten – deutlich geringer gegen Delta-Variante

 

+++06.07. Delta-Variante breitet sich in Düsseldorf aus+++

Düsseldorf meldet stetig steigende Corona-Infektionszahlen: Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 13,2 – am 25. Juni hatte sie noch bei 5,5 gelegen. Damit nimmt die Landeshauptstadt Platz 3 in Nordrhein-Westfalen ein. Den Spitzenplatz mit einem Wert von 15,4 belegt der Hochsauerlandkreis vor dem Landkreis Lippe mit 14,1.

Das Besorgniserregende: Knapp die Hälfte der Neuinfektionen ist mittlerweile auf die aggressive Delta-Variante zurückzuführen, wie unter anderem die "Rheinische Post" berichtet.

 

Reiserückkehrer schleppen Delta-Variante in Düsseldorf ein

Was bedeutet das im Detail? Allein letzte Woche wurde bei 32 von 81 neuen Corona-Infektionen die Delta- Mutante nachgewiesen – fast alle seien Reiserückkehrer bzw. deren Kontaktpersonen, wie die Stadt Düsseldorf erklärte. Die Reisenden haben die hochinfektiöse Variante mitgebracht und auch weitergetragen. Einen größeren Ausbruch hätte es allein bei einer Familie in einer Gemeinschaftsunterkunft gegeben, so heißt es. Darüber hinaus sei die Verbreitung aber auch durch die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen erleichtert worden.

Strengere Corona-Maßnahmen oder gar Einreiseregelungen wurden dennoch nicht verhängt. Im Gegenteil: Für die Virus-Varianten-Gebiete Portugal und Großbritannien wurden die Reisebedinungen unlängst erst erleichtert. Auch fordern Politiker wie Heiko Maaß sogar, sämtliche Corona-Maßnahmen für Geimpfte zukünftig fallen zu lassen.

 

+++Aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz sinkt leicht+++

Am Dienstag meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 440 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das sind 228 Fälle mehr als am Vortag und 36 mehr als vergangenen Dienstag. Dennoch sinkt die Inzidenz leicht und liegt bei 4,9 – Sonntag und Montag betrug der Wert noch 5,0. 

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31 neue Todesfälle 

Daneben gibt es aber auch weitere Todesfälle: 31 Corona-Infizierte sind innerhalb von 24 Stunden gestorben, wie das RKI-Dashboard am Dienstagmorgen zeigte (Stand 04.37 Uhr). Eine Woche zuvor wurden noch 57 Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind in Deutschland seit Beginn der Pandemie offiziell nun 91.062 Menschen an oder mit Corona gestorben. 3.630.500 an COVID-19 Erkrankte sind wieder genesen. 

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+++05.07. 7-Tage-Inzidenz stagniert seit Sonntag+++

Lange Zeit ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland zurückgegangen. Am Sonntagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals wieder steigende Zahlen: Der Inzidenz ist von 4,9 am Samstag auf 5,0 am Sonntag gestiegen – mit 559 gemeldeten neuen Coronafällen. Eine Woche zuvor waren es 538 Neuinfektionen. 

Auch am Montagmorgen liegt der Wert bei 5,0. Es wurden 212 Neuinfektionen und ein Todesfall gemeldet. Der 7-Tage-Inzidenz ist zwar nur leicht erhöht und liegt immer noch unter der Marke von 5,6 am vergangenen Montag. Trotzdem könnte es einen Wendpunkt markieren, denn der Anteil der hochansteckenden Delta-Mutante steigt rasant.

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+++Delta-Variante: Anteil an Infektionen mehr als verdoppelt+++

In den letzten Wochen hat sich die zuerst in Indien entdeckte Delta-Mutation des Coronavirus auch bei uns verbreitet. Und sie scheint nicht zu stoppen zu sein: Nach aktuellen Zahlen beträgt ihr Anteil mittlerweile 37 Prozent der Proben (Daten vom 14.-20. Juni). In der Woche zuvor war die Variante nur für 17 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich – sie breitet sich also weiter stark aus, wie unter anderem bz-berlin.de berichtet. Das RKI schätzt, dass aktuell schon die Hälfte der Neuinfektionen auf Delta zurückzuführen ist.

 

Steigende Zahlen durch hochinfektiöse Delta-Mutante?

Virologen hatten diese Entwicklung befürchtet. Denn obwohl eine Pandemiekurve irgendwann ganz natürlich abflacht, wenn die Zahlen stark sinken – SARS-CoV-2 verschwindet ja nicht gänzlich – , könnte die Delta-Mutante zu den wieder steigenden Zahlen beitragen: Da sie deutlich ansteckender ist, kann ein Infizierter das Virus auf mehr Menschen übertragen, als es bei anderen Varianten der Fall ist. Noch im Juli wird Delta daher die vorherrschende Variante werden, vermuten Experten. Die Ausbreitung der Mutante muss dringend eingedämmt werden.

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+++Neue Corona-Risikogebiete: Zypern und Katalonien+++

Auch in vielen anderen Ländern steigen die Zahlen wieder, teilweise ebenfalls mit einem wachsenden Anteil der Delta-Variante. Jetzt hat das Auswärtige Amt zwei neue Urlaubsziele zu Corona-Risikogebieten erklärt: Nun zählen auch Zypern und die autonome spanische Region Katalonien rund um die beliebte Stadt Barcelona dazu. Außerdem werden neuerdings auch die Region spanische Kantabrien sowie zwei Provinzen in Norwegen (Agder und Rogaland) zu den einfachen Risikogebieten gezählt. 

 

Wer muss in Quarantäne? 

Zuvor waren schon anderen Ziele – unter anderem in Spanien, Kroatien, Schweden und Norwegen – als Risikogebiete eingestuft worden. Welche aktuell dazu gehören, hat das RKI aufgelistet. Von Reisen dorthin wird dringend abgeraten. Wer nicht geimpft, genesen oder vor seiner Rückreise nach Deutschland negativ getestet wurde, muss bei der Rückkehr nach Deutschland eine 10-tägige Quarantäne einplanen. Da das Infektionsgeschehen sich schnell entwickelt, sollten sich Reisende immer aktuell über die Situation im Zielland informieren.

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+++01.07. Knapp 2000 Fußballfans nach EM-Spielen mit Corona infiziert+++

Obwohl die Europameisterschaft erst in neun Tagen endet, ist die Zahl der Fans, die sich bei EM-Spielen mit dem Coronavirus infiziert haben, bereits jetzt extrem hoch. Medienberichten zufolge gibt es 1991 neue Fälle. Allein 1294 dieser Fälle entfallen auf schottische Fußballfans, die für die Partie ihrer Mannschaft gegen England nach London gereist sind. 397 davon steckten sich im Wembley-Stadion an.

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Lauterbach gibt UEFA Schuld an Todesfällen

Ob sich auch deutsche Fans angesteckt haben, ist noch nicht klar. Am Dienstag fand das Achtelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft im Wembley-Stadion statt – für das trotz der aktuell hohen Inzidenzwerte und der starken Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Mutation in England rund 45.000 Fans zugelassen waren. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte den Veranstalter der EM, die UEFA, dafür scharf. Auf Twitter schrieb er einen Tag nach dem Deutschland-Spiel:

„Das Spiel hat gestern nochmal gezeigt wie eng die Fans stehen, wie oft sie sich umarmen und anschreien. Es haben sich sicherlich Hunderte infiziert und diese infizieren jetzt wiederum Tausende. Die UEFA ist für den Tod von vielen Menschen verantwortlich", schrieb der Politiker auf Twitter.

 

+++Delta-Variante in Deutschland bald bei 50 Prozent+++

In England liegt der Anteil der Delta-Variante des Coronavirus aktuell bei 90 Prozent. Auch in Deutschland wird die Mutation immer dominanter. Schätzungen des Robert Koch Instituts (RKI) zufolge wird sie in Deutschland noch diese Woche fast die Hälfte aller Neuinfektionen ausmachen.

Dem aktuellen Virusvariantenbericht des RKI ist zu entnehmen, dass in der Kalenderwoche vom 14. bis 20. Juni die Mutation in 37 Prozent der untersuchten Proben nachgewiesen wurde. Im Vergleich zur Vorwoche (6.  bis 13. Juni) hat sich der Wert verdoppelt. Laut dem RKI zeigen die Daten, dass Delta die in Deutschland noch dominierende Alpha-Variante verdrängen wird.

Trotz der sich immer weiter ausbreitenden Corona-Mutation ist die Zahl der Neuinfektionen weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das Robert Koch-Institut hat heute 404 neue Fälle und 77 Todesfälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 5,4. Alle Bundesländer kommen auf einen Wert von unter 10.

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+++30.06. Delta-Variante in Schulen+++

Zahlreiche Schüler in Nordrhein-Westfalen und Berlin warten derzeit nicht nur auf ihr Corona-Testergebnis, sondern auch auf die Information, ob sie mit der grassierenden Delta-Variante des Coronavirus’ infiziert sind. Die Fälle spiegeln die besorgniserregenden Zahlen wider, die sowohl das Robert Koch-Institut als auch das Kultusministerium vorlegen. 

Illustration einer Coronavirus-Mutation in Rot und Blau
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Solingen: Ganzer Abijahrgang zum PCR-Test

Wie das Gesundheitsamt der Stadt Solingen am Dienstag bestätigte, kam es an einem Gymnasium zu einem Corona-Ausbruch. Zwei Schülerinnen waren nach der Entlassungsfeier positiv auf COVID-19 getestet worden, woraufhin das Gesundheitsamt beschloss, eine PCR-Reihentestung für den kompletten Jahrgang anzuordnen. Enge Kontaktpersonen der beiden Mädchen seien bereits in Quarantäne geschickt worden, hieß es außerdem. 

Wie viele Schüler:innen genau zum PCR-Test müssen, wurde nicht bekannt gegeben. 

 

Verdacht auf Delta-Variante

Aktuell besteht der Verdacht, dass die beiden Schülerinnen mit der Delta-Variante infiziert sein könnten. Wie unter anderem „wz.de“ berichtet, sei bei ersten Tests keine andere Mutation nachweisbar gewesen, was die Vermutung erhärtet, es könnte sich um eine Infektion mit B.1.617.2 handeln. 

Die Ergebnisse der Sequenzierung stehen allerdings noch aus. 

 

Berlin: Positive Fälle an Grundschule

Die Stadt Berlin bestätigte einen Corona-Ausbruch an einer Grundschule Mahlsdorf. Wie in Solingen besteht der Verdacht auf Delta-Infektionen. Betroffen sind sowohl Kinder als auch Lehrkräfte sowie eine „niedrige dreistellige Zahl“ an Kontaktpersonen.  

 

17 Kinder coronapositiv

Wie der „Tagesspiegel“ meldet, konnte bei 16 Schülerinnen und Schülern einer zweiten Klasse und einem Kind einer ersten Klasse Corona nachgewiesen werden. Unter den Lehrkräften sind eine Lehrerin und eine Erzieherin betroffen. 

Gordon Lemm (SPD), der Schulstadtrat von Marzahn-Hellersdorf, bestätigte den Delta-Varianten-Verdacht: Bei den Ansteckungen handele es sich „mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit“ um Infektionen mit B.1.617.2. Auf die Sequenzierungsergebnisse warte man allerdings noch. 

 

Betroffene wiesen Symptome auf

Laut Lemm hätten der Großteil der infizierten Kinder Symptome wie Fieber aufgewiesen und auch die Erwachsenen sollen sich krank gefühlt haben. 

Zusätzlich zu den Infizierten selbst habe das Gesundheitsamt des Bezirks eine „niedrige dreistellige Zahl“ an Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt. 

 

+++Kultusministerium: Mehr als 10.000 Schüler in Quarantäne+++

Das Kultusministerium veröffentlichte die aktuellen Zahlen der Schulen zur COVID-Lage für die KW 25. Daraus geht hervor, dass trotz der Sommerferien in mehreren Bundesländern immer noch tausende Schüler:innen in Corona-Quarantäne sind. 

BundeslandAktuell mit Covid-19 infizierte Schüler:innen (den Schulen bekannt)Aktuell in Quarantäne befindliche Schüler:innen (ohne aktuell infizierte sowie ohne Risikogruppen)
Baden-Württemberg217668
Bayern5813.180
Berlinxx
Brandenburgxx
Bremen7266
Hamburgxx
Hessen1611.062
Mecklenburg-Vorpommernxx
Niedersachen100x
Nordrhein-Westfalen4883.263
Rheinland-Pfalz172555
Saarland39335
Sachsen97754
Sachsen-Anhalt13246
Schleswig-Holsteinxx
Thüringen27329
Insgesamt1.90210.658

Quelle: Kultusministerkonferenz, Schulstatistische Informationen zur Covid-19-Pandemie, 25. Kalenderwoche (21.06.-27.06.), in: kmk.org

Zum Vergleich: In KW 24 waren mit 14.580 Schüler:innen zwar deutlich mehr Kinder und Jugendliche in Isolation, allerdings haben inzwischen die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein Sommerferien und deswegen keine neuen Quarantänefälle unter Schülerinnen und Schülern. 

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+++RKI-Chef Wieler: Delta-Anteil bei knapp 50 Prozent+++

Passend zu den immer neuen Corona-Ausbrüchen mit Verdacht auf Delta-Varianten-Beteiligung nimmt der Anteil, den die Mutante unter den Gesamtinfektionen einnimmt, stetig zu. 

RKI-Präsident Lothar Wieler soll in einer aktuellen Videokonferenz von Bund und Ländern davon gesprochen haben, dass der Delta-Varianten-Anteil in der dritten Juni-Woche (KW 24) inzwischen bei 35 Prozent liegt. Das berichtet die „Deutsche Presseagentur“ unter Berufung auf Teilnehmer dieser Konferenz. Da wir aktuell schon in KW 26 sind, müsse man sogar von einem Delta-Varianten-Anteil um die 50 Prozent ausgehen, hieß es in dem Bericht weiter. 

Stimmen diese Schätzungen, verbreitet sich die Delta-Mutante so schnell wie befürchtet. In KW 20 hatte ihr Anteil noch bei 3,1 Prozent gelegen, in KW 23 dann schon bei 15,1 Prozent. 

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+++Corona-Zahlen: Erstes Bundesland mit Inzidenz 1,0+++

Laut der aktuellen Corona-Zahlen des RKI hat Sachsen-Anhalt als erstes Bundesland einen Inzidenzwert von 1 Neuinfektion pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche erreicht. Alle anderen Bundesländer liegen ebenfalls im einstelligen Bereich. Hamburg ist Schlusslicht mit einer Inzidenz von 7,6. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt heute bei 5,2. Am Vortag hatte der Wert noch 5,6 betragen. 

  

Weniger Neuinfektionen, mehr Todesfälle

Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 808 neuen COVID-19-Infektionen und 56 neue Todesfälle. Damit sinkt die Zahl der Neuinfektionen, während es mehr Tote zu verzeichnen gibt: In der Vorwoche hatte es 1.016 Neuansteckungen und 51 Tote gegeben. 

Seit Beginn der Pandemie haben sich über 3,7 Millionen Personen in Deutschland mit SARS-CoV-2 infiziert. Fast 90.900 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. 

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+++28.06. Paderborn: Eta-Mutation breitet sich aus+++

Am Donnerstag vergangener Woche ist die Eta-Mutation erstmals in Paderborn aufgetreten: Die Variante von SARS-CoV-2 wurde auf einer Krankenhausstation bei einer 89-Jährigen nachgewiesen. Das Kreisgesundheitsamt hatte daraufhin für die betroffene Station vorsorglich eine Aufnahme- und Entlassungsstopp sowie ein Besuchsverbot verhängt. Die Klinik selbst hat zudem die Hygienemaßnahmen nochmals verschärft und PCR-Tests angeordnet. Im Zuge dessen sind nun weitere Fälle hinzugekommen, wie unter anderem das Ärzteblatt in seiner Online-Ausgabe berichtet.

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Sechs weitere Infizierte mit der Eta-Mutation

Nach Angaben des Kreises wurde die Eta-Variante bei fünf weiteren Personen in Paderborn festgestellt: Vier von ihnen sind ebenfalls Patienten im Krankenhaus, bei dem fünften Infizierten handelt es sich um eine enge Kontaktperson. Außerdem wurde die Mutante in einem Fall im Nachbarkreis Höxter nachgewiesen. ​Wie der Leiter des Gesundheitsdienstes des Kreises Höxter, Wilfried Münster, erklärte „besteht ein direkter Zusammenhang mit dem Nachweis im Kreis Paderborn.“ Auch dieser Infizierte sowie die engen Kontaktper­sonen seien in angeordneter Quarantäne.

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Ältere, Ungeimpfte bzw. nur einmal Geimpfte besonders gefährdet

Die Coronavirus-Mutante ist erstmals im Dezember in Angola aufgetreten. Noch liegen nur wenige Erkenntnisse vor, doch Experten nehmen an, dass sie – wie die Delta-Variante – hochansteckend ist. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft sie daher als „unter Beobachtung stehend“, aber noch nicht als „besorgniserregend“ ein. 

Wie Delta könnte auch Eta vor allem für Menschen ohne oder mit nur einer Impfung gefährlich werden. Auch Ältere, deren Immunsystem nicht mehr so effektiv arbeitet, können eher betroffen sein. Insgesamt wurde die Mutante bisher bei rund 700 Menschen in Deutschland nachgewiesen. Wie bzw. wo sich die 89-Jährige und die weiteren Infizierten in Paderborn mit der Eta-Variante angesteckt haben, ist noch nicht klar.

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+++Corona-Zahlen sinken weiter+++ 

Sowohl die Neuinfektionen als auch der Inzidenzwert für Deutschland sind weiter auf dem Sinkflug. Das RKI-Dashboard zeigt deutlich weniger neue Ansteckungen mit SARS-CoV-2 als vor einer Woche. 

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127 Neuinfektionen weniger als in der Vorwoche

Das RKI meldet 219 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Am Montag vergangener Woche waren es noch 346 Ansteckungen und damit 127 mehr. Der 7-Tage Inzidenz sinkt auch und liegt aktuell bei 5,6 – Sonntag wurde noch ein Wert von 5,7 und in der Vorwoche 8,6 gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden gab es darüber hinaus acht weitere Todesfälle, zwei weniger als am Montag vor einer Woche. Insgesamt verzeichnet das RKI 3.726.929 Corona-Infektionen und 90.762 Menschen, die an oder mit SARS-CoV-2 verstorben sind.

 

+++25.06. Corona-Alarm in Kita+++

Ein Gruppen-Event gefolgt von einem positiven Corona-Test: In einer Kindertagesstätte in Riestedt (Sangershausen), Sachsen-Anhalt, müssen 49 Kinder und sechs Erzieher:innen bis mindestens 1. Juli in häusliche Quarantäne.

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Gruppen-Event wird zu Infektionsfalle

Ausgangspunkt des Corona-Ausbruchs ist ein Fotoshooting, das am Donnerstag in der Kita stattfand. Am Sonntag, also drei Tage später, erfuhr die Fotografin mittels Corona-Test, dass sie an COVID-19 erkrankt ist. Wie unter anderem „RTL“ berichtet, war die Frau vorher im Ausland. 

 

Ansteckung mit Corona-Variante? 

Der Auslandsaufenthalt der Fotografin ist der Grund, warum sich keiner der Betroffenen aus der angeordneten Quarantäne freitesten kann: Es besteht die Gefahr einer Varianten-Infektion – etwa mit der derzeit grassierenden Delta-Variante des Coronavirus. Zwar konnten Kinder vergangenen Dienstag einen PCR-Test machen lassen. Doch selbst wenn dessen Ergebnis negativ ausfällt, bleibt die Quarantäne bis zum 1. Juli bestehen.  

Ob die Fotografin tatsächlich mit einer Corona-Mutante infiziert ist, muss eine Genom-Sequenzierung erst noch zeigen. 

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+++Corona-Zahlen am 25.06: Weniger Neuinfektionen und Tote+++

In den vergangenen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut 774 Corona-Neuinfektionen und 62 Todesfälle. Vor einer Woche waren es noch 1.076 Neuinfektionen und 91 Tote gewesen. 
Seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland sind insgesamt 3.725.580 Personen an COVID-19 erkrankt. 90.678 Menschen sind mit oder am dem Virus gestorben. 

Die bundesweite Inzidenz liegt aktuell bei 6,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 

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+++24.06. Delta-Infektionen im zweistelligen Bereich+++

Das Robert Koch-Institut legt in seinem aktuellen Bericht zu Virusvarianten von SARS-CoV-2 in Deutschland besorgniserregende Zahlen vor. Der Anteil, den die Delta-Mutation B.1.617.2 unter den Gesamtinfektionen im Land ausmacht, hat sich die zweite Woche infolge verdoppelt. Der Prozentwert liegt damit erstmals im zweistelligen Bereich. 

 

Verdopplung: Delta-Variante breitet sich aus

Aktuell beträgt der Anteil der Delta-Infektionen, die sich zunächst in Indien entdeckt wurde, laut RKI 15,1%. Diese Angabe bezieht siich auf KW 23, also auf die Woche vom 7. bis zum 13. Juni. Zum Vergleich lag der Delta-Anteil in KW 14 (5. bis 11. April) noch bei 0,1%. Seit Kurzem erhöht sich der Anteil der Delta-Infektionen sprunghaft: 

  • 4% in KW 21 (genau 3,6%)
  • 8% in KW 22 (genau 7,9%)
  • 15% in KW 23 (genau 15,1%)
 

Verdrängt Delta nun die Alpha-Variante?

Aktuell ist die zunächst in Großbritannien nachgewiesene Alpha-Variante B.1.1.7 die dominierende in Deutschland. Mitte April lag ihr Anteil an den Gesamtinfektionen hierzulande bei über 90%. Seit sich die Delta-Mutation allerdings ausbreitet und gleichzeitig das Infektionsgeschehen abflacht, gehen die Alpha-Infektionen deutlich zurück. Das RKI schreibt in seinem Virusvariantenbericht dazu:

„Mit der zunehmenden Verbreitung der Variante Delta (B.1.617.2) nimmt der Anteil von Alpha bei gleichzeitig zurückgehender Inzidenz ab. Delta wurde bisher in 15% der Proben nachgewiesen, der Anteil von Alpha lag zuletzt bei 75%.“

 

Ärzteverbände fordern Gegenmaßnahmen

Mit Blick auf die zunehmende Verbreitung der Delta-Mutation B.1.617.2 warnen Experten schon seit Wochen davor, sich auf den stetig zurückgehenden Infektionszahlen auszuruhen. Im Gegenteil fordern Ärzteverbände deutschlandweit, die Impfkampagne schneller als bisher voranzutreiben. Nur so könnte die Ausbreitung der Delta-Variante eingedämmt werden. 

Im Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ erklärte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt: „Wir dürfen beim Durchimpfen nicht nachlassen, je mehr Menschen geschützt sind, desto geringer sind auch die Chancen für die Delta-Variante.“

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+++Corona-Zahlen vom 24.06.: Inzidenz geht gegen 5+++

Zeitgleich mit der Sorge um die Ausbreitung der Delta-Variante flacht das Infektionsgeschehen im Land weiter ab. Das RKI meldet für heute eine bundesweite Inzidenz von 6,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Tags zuvor hatte die 7-Tage-Inzidenz noch bei 7,2 gelegen. 

Keiner der über 400 vom RKI ausgewiesenen Land- bzw. Stadtkreise liegt über einer Inzidenz von 39. Bis auf Hamburg mit einer Inzidenz von 10,8 liegen alle Bundesländer im einstelligen Bereich, was die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche angeht. 

In den vergangenen 24 Stunden gingen beim RKI 1.008 Meldungen über Corona-Neuinfektionen ein. 93 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie in Deutschland haben sich über 3,7 Millionen Personen nachweislich mit COVID-19 infiziert. 90.616 Menschen sind mit oder an SARS-CoV-2 gestorben. 

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+++23.06. Corona-Ausbrüche: Verschärfte Quarantäne wegen Delta-Variante+++

In Bayerns Landeshauptstadt München und im hessischen Lollar kam es zu empfindlichen Corona-Ausbrüchen. Da in beiden Fällen die hochansteckende Delta-Variante beteiligt sein könnte, sind die Quarantäne-Regeln engmaschig. Eine Tatsache, die vor allem in München zu massivem Widerstand führt. 

 

Corona-Ausbruch in München: Eltern reichen Beschwerde ein

Nachdem zwei Kinder einer zweiten Klasse in der Grundschule an der Türkenstraße positiv auf Corona getestet worden waren, ordnete das Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne für über 30 Mitschüler:innen an. Die Quarantäne endet am 24. Juni, das heißt, dass die Kinder während der aktuellen Hitzewelle nicht nach draußen durften. 

 

Streit um das Freitesten 

Sechs Mütter haben sich nun organisiert und laut der „Abendzeitung München“ schriftliche Beschwerden an mehreren Stellen eingereicht – darunter beim Münchner Gesundheitsamt, beim Jugendamt und beim Bayerischen Ministerium für Gesundheit. 

Ihre Forderung: Bei Quarantäneanordnungen müsse eine Unterscheidung zwischen naher und weniger naher Kontaktperson eines/einer Infizierten gemacht werden. Weniger nahe Kontaktpersonen sollten sich nach einigen Tagen in Quarantäne freitesten können, also die Isolation nach Vorlegen eines negativen PCR-Tests verlassen dürfen. 

Die Betroffenen erwägen laut dem Bericht eine Klage. 

 

Gesundheitsamt erklärt verschärfte Quarantäne

Im Fall von München hat das Gesundheitsamt auf die Beschwerde reagiert und ein Statement zum aktuellen Vorgehen vorgelegt. Das Referat für Gesundheit gab bekannt: „Die Möglichkeit der Freitestung wurde abgeschafft, als sich die Virusvarianten durchsetzten.“

Dass eine Freitestung beispielsweise für Reiserückkehrer aus Flugzeugen möglich sei, nicht aber für Schulkinder, erklärten die Beamten wie folgt: „Im Flugzeug bestehen spezielle Lüftungsanlagen mit spezifischen Luftfiltern, die eine hohe Luftwechselrate sicherstellen.“

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Corona-Ausbruch in Hessen: 50 Schüler in Quarantäne

An der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) sind derzeit 50 Schüler und acht Lehrer in Quarantäne. Der Corona-Ausbruch war durch drei positive Corona-Tests unter Schülern aufgefallen. 

Kreispressesprecher Dirk Wingender bestätigte den Fall gegenüber dem „Gießener Anzeiger“ und erklärte, dass Hinweise auf eine Beteiligung der Delta-Variante bestünden. 

 

Kein vorzeitiges Ende der Isolation

Erste Zwischentests der Schüler sollen negativ ausgefallen sein. Bei den Lehrkräften stehen die Ergebnisse noch aus. 

Offiziell besteht die Quarantäne bis zum 29. Juni. Ein vorzeitiges Ende ist wegen der möglichen Fälle mit der Delta-Variante nicht zu erwarten. 

 

+++Corona-Zahlen: Inzidenz sinkt weiter+++

Das RKI meldet heute eine bundesweite Inzidenz von 7,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Gestern hatte der Wert noch bei 8,0 gelegen. 
Ingesamt liegt keines der 16 Bundesländer über einer Inzidenz von 11 und keiner der vom RKI ausgewiesenen Land- bzw. Stadtkreise über einer Inzidenz von 50. 

In den vergangenen 24 Stunden haben sich 1.016 Personen nachweislich mit COVID-19 infiziert. 51 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 
Seit Beginn der Pandemie registrierte das RKI damit 3.723.798 Corona-Infektionen und 90.523 Todesfälle in Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2. 

 

+++22.06. Delta-Variante in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch+++

Noch sind es vergleichsweise wenige Fälle – aber die Zahl steigt rasant: Aktuell konnte die Delta-Variante nach Angaben des zuständigen Landesgesundheitsamtes bei 368 Infizierten nachgewiesen werden, wie SWR Aktuell berichtet. Lag der Anteil der Mutation an den Gesam-Infektionen in der vergangenen Woche noch bei 4 Prozent, sind es mittlerweile schon 6,7 Prozent.

In den ersten beiden Juniwochen wurden 2,7 Prozent gemeldet – im Vergleich dazu stieg der Anteil der Delta-Mutation um 146 Prozent. Und in dieser Berechnung tauchen die Fälle, die noch nicht sicher auf die hochansteckende Variante zurückzuführen sind, nicht auf.

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Mehrere Delta-Fälle in verschiedenen Kindertagesstätten

Die Mutante trifft vor allem junge Menschen, insbesondere Kleinkinder. Montag wurden zwei neue Infektionen mit der Delta-Variante in einer Kindertagesstätte in Freiburg und drei in Heilbronn gemeldet. Bereits Anfang Juni gab es einen Ausbruch in einer Kindertagesstätte in Waiblingen – 150 Kinder und 45 Mitarbeitende befinden sich dort in Quarantäne.

 

Experten warnen vor dem Herbst

Die Delta-Variante ist nicht nur ansteckender als die Alpha-Variante, die derzeit noch in Deutschland vorherrschend ist. Die Impfstoffe wirken gegen die Mutation auch nicht so gut wie gegen die Ur-Variante, auch nicht bei bereits einmal Geimpften. Da die meisten Kinder noch nicht geimpft wurden, besteht für sie ein hohes Risiko, sich mit der Delta-Variante zu infizieren und zu erkranken.

Virologen und Politiker warnen daher eindringlich und kündigen an, dass es im Herbst zu weiteren Corona-Maßnahmen in Schulen und Kitas kommen könnte.

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+++Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland+++ 

Am Dienstag meldet das Robert Koch-Institut (RKI) den zweiten Tag in Folge weniger als 500 Neuinfektionen: Mit 455 neuen Fällen liegt der Wert erneut so niedrig wie seit 10 Monaten nicht mehr. Am 10. August 2020 wurden 436 neue Fälle gemeldet.

Im Vergleich zur Vorwoche haben sich 197 Personen weniger mit dem Coronavirus angesteckt. Damit sinkt auch der Inzidenzwert weiter. Betrug er am Montag noch 8,6 liegt er am Dienstag bei 8,0. Innerhalb eines Tages meldet das RKI zudem 77 neue Todesfälle.

 

+++21.06. Delta-Variante in Frankfurter Grundschule+++

Noch ist die gefährliche Mutante nur für sechs Prozent aller Fälle in Hessen verantwortlich. Laut einer Kurzstudie des Robert-Koch-Instituts (RKI) breitet sich die Delta-Variante jedoch schnell aus. Nun gab es einen neuen Corona-Ausbruch mit der Mutation in Frankfurt.

 

Mindestens sieben Fälle der Delta-Variante 

Demnach ist in einer Grundschule in Frankfurt-Fechenheim in mindestens sieben Fällen die Delta-Mutation nachgewiesen worden. Insgesamt haben sich 22 Kinder und Mitarbeitende infiziert – wie viele sich mit der Corona-Variante angesteckt haben, ist noch nicht klar. Die Fälle wurden bei den wöchentlichen Schnelltests entdeckt, erst nachträglich habe man die Delta-Variante festgestellt. Schwer erkrankt ist offenbar bisher keiner der Infizierten, eine Klasse befindet sich derzeit wieder im Distanzunterricht.

 

Hessischer Gesundheitsminister mahnt zur Vorsicht

Kai Klose, Sozial- und Gesundheitsminister in Hessen, mahnte, dass die positive Entwicklung der letzten Wochen nicht aufs Spiel gesetzt werden dürfe. Da sich auch Durchgeimpfte mit der Delta-Variante anstecken könnten, sollten die Menschen weiterhin die Hygieneregeln befolgen.

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+++Weniger als 500 Corona-Neuinfektionen – erstmals seit August+++

Laut Robert Koch-Institut haben sich binnen 24 Stunden 346 Personen in Deutschland mit dem Coronavirus angesteckt. Weniger als 500 Neuinfektionen gab es zuletzt Anfang August 2020 – damals lag der Wert bei 436. Am vergangenen Montag gab es noch 549 Neuinfektionen. Allerdings werden am Wochenende meist weniger Fälle gemeldet, weil weniger getestet und gemeldet wird.

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7-Tage-Inzidenz bei 8,6

Auch der Inzidenzwert sinkt weiter: Mit aktuell 8,6 liegt er leicht unter dem Wert von letzter Woche Sonntag (8,8) und deutlich unter der Marke der Vorwoche, als er 16,6 betrug. Vor einem Monat hatte das RKI noch eine Inzidenz bon 67,3 gemeldet. Den bundesweiten R-Wert hat das RKI nicht benannt und gab technische Gründe an. Am Samstag lag er bei 0,69 – das bedeutet, dass 100 Infizierte 69 Menschen anstecken könnten. Liegt der Wert längere Zeit unter 1 bedeutet das, dass das Infektionsgeschehen abnimmt.

Das RKI registrierte zudem 10 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus und damit genauso viele wie vor einer Woche. In Deutschland sind bisher 90.395 Menschen an oder mit Corona gestorben.

 

+++18.06. Delta-Variante in NRW+++

Das Gesundheitsamt in Werl, Kreis Soest, hat einen bedenklichen Corona-Ausbruch bestätigt. Erste Testergebnisse belegen Ansteckungen mit der Delta-Variante. 

 

Gesamter Abschlussjahrgang in Quarantäne

Wie unter anderem der „Soester Anzeiger“ berichtet, befindet sich der gesamte Abschlussjahrgang der Sekundarschule Werl in häuslicher Quarantäne. Betroffen sind 123 Schüler. 

 

Delta-Variante bestätigt

Grund der Maßnahme: Im familiären Umfeld bzw. im Freundeskreis von zwei positiv getesteten Schülern konnten „vier Corona-Infektionen mit der Delta-Mutante nachgewiesen“ werden, wie die Stadtverwaltung Werl bestätigte. Ob die beiden Schüler selbst auch mit der als wesentlich ansteckender geltenden Corona-Mutante infiziert sind, müssen genauere Untersuchungen erst noch zeigen. 

Erste Corona-Infektionen unter den Schülern waren bereits Anfang der Woche entdeckt worden. Die positiven Delta-Sequenzierungen führten dann zu einer schnelleren Quarantäneanordnung. 

 

Weitere Infektionen wahrscheinlich

Die Schüler:innen der zehnten Klassen hatten ihren Abschluss im privaten Rahmen gefeiert, heißt es weiter. Eine eindeutige Kontaktpersonenverfolgung sei in diesem Fall nicht möglich. „Vor diesem Hintergrund schließt das Gesundheitsamt weitere Infektionen nicht aus“, teilte der Kreis mit.

 

Schule geschlossen, 500 Tests stehen aus

Auf „Anraten des Gesundheitsamtes“ hatten sich die Verantwortlichen zusätzlich zur Quarantäneanordnung dazu entschieden, die Sekundarschule Werl am Donnerstag komplett zu schließen. Am Freitag dürfen die Klassen 5 bis 9 zum Unterricht zurückkehren, nicht aber die Abschlussklassen. 

In der bevorstehenden Woche sollen alle verbleibenden Schüler:innen – rund 500 – auf Corona getestet werden. 

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+++Lauterbach befürchtet Delta-Welle im Herbst+++

Noch ist der Anteil der Infektionen mit der Delta-Variante, die zunächst in Indien nachgewiesen werden konnte, in Deutschland sehr gering. Allerdings nehmen die Ansteckungen deutlich zu. In KW 20 lag der Delta-Anteil unter den Gesamtinfektionen noch bei 3,2%. In KW 21 stieg er minimal auf 3,7%, nur um sich danach in KW 22 auf 6,7% fast zu verdoppeln. Das vermerkt das RKI im aktuellen Bericht zu den Virusvarianten.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kommentiert die Ausbreitung der Corona-Mutante in der TV-Sendung „rbb Spezial“: „Ich bin ganz sicher, dass wir in Deutschland auch noch die Delta-Variante bekommen werden.“
Er rechne mit einer größeren Welle im Herbst, wenn viele Menschen aus dem Sommerurlaub zurückkommen.  

 

+++Corona-Zahlen: 9 Bundesländer mit einstelliger Inzidenz+++

Das RKI meldet für den 18. Juni eine bundesweite Inzidenz von 10,3 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Gestern hatte der Wert noch bei 11,6 gelegen. 

Von 16 Bundesländern weisen inzwischen neun eine Inzidenz unter 10 auf: 

  • Thüringen 9,6
  • Berlin 8,4
  • Bremen 8,4
  • Sachsen 6,1
  • Niedersachsen 5,8
  • Schleswig-Holstein 5,5 
  • Brandenburg 4,9
  • Sachsen-Anhalt 4,6
  • Mecklenburg-Vorpommern 3,2
 

Neuinfektionen sinken weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI 1.076 Corona-Neuinfektionen und 91 Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet. Vergangene Woche waren es 2.440 neue COVID-19-Infektionen und 102 Tote gewesen. 
Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 3.720.031 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert, 90.270 Personen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. 

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+++17.06. Landkreis wird zum Delta-Hotspot – Quarantäne kann Ausbreitung nicht stoppen+++

Ein Blick nach Großbritannien zeigt, was uns auch in Deutschland blühen könnte: die Ausbreitung der indischen Corona-Variante, jetzt Delta-Variante genannt. Im Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg hat ein Ausbruch mit der Delta-Variante die Zahlen so in die Höhe steigen lassen, dass der Landkreis nun zum Hotspot der indischen Variante geworden ist.

Wie unter anderem die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet, habe sich die Zahl der Infizierten mit der Delta-Variante in kürzester Zeit von 57 Personen auf aktuell 86 Personen im Landkreis erhöht. Das Problem: Auch die angeordnete Quarantäne konnte die Ausbreitung nicht verhindern. 

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Trotz Quarantäne keine Eindämmung: Wie gefährlich ist die Delta-Variante?

Laut Angaben des Landkreises handelt es sich bei den 29 Neu-Infizierten allerdings nicht um Kontaktpersonen der ursprünglichen Betroffenen, was das Infektionsgeschehen besonders gefährlich macht. Es sei besorgniserregend, weil in der vergangenen Woche umfangreiche Quarantänemaßnahmen für die Kontaktpersonen der 57 mit Delta Infizierten angeordnet worden waren, die offenbar keine Wirkung gezeigt haben.

Ein diffuses Infektionsgeschehen birgt immer ein hohes Risiko. Sind die Kontakte nicht mehr nachverfolgbar, können die Infektionszahlen in kürzester Zeit in die Höhe schnellen.

 

Ausbruch in Kita in Waiblingen – Fast 200 Betroffene in Quarantäne

Ein weiterer Fall in einer Kita im Rems-Murr-Kreis bereitet zudem Sorge (PraxisVITA berichtete). Seit Dienstag befinden sich aufgrund eines Ausbruchs in einer Kita in Waiblingen 150 Kita-Kinder sowie 45 Mitarbeiter in Quarantäne. Auch hier wurde die Delta-Variante festgestellt.

In Baden-Württemberg macht laut dem Landesgesundheitsamt die Delta-Variante aktuell circa 4 Prozent aller Infektionen aus. Das Robert Koch-Institut meldet im aktuellen Lagebericht ebenfalls einen Anstieg der Delta-Variante in Deutschland. 

Quelle:

Lagebericht COVID-19 Baden-Württemberg, in: gesundheitsamt-bw.de

 

+++RKI meldet deutlichen Anstieg der Delta-Variante in Deutschland+++

Nachdem in der vergangenen Woche der Anteil der Infizierten mit der Delta-Variante in Deutschland bei 3,7 Prozent lag, stieg der Anteil aktuell auf 6,3 Prozent. Im Verhältnis sei dies jedoch immer noch ein sehr geringer Wert und die Variante in Deutschland immer noch sehr selten, dennoch verdoppelte sich der Wert fast - und das innerhalb sieben Tage. Bei den bundesweiten Corona-Neuinfektionen gibt es hingegen weiterhin positive Nachrichten.

Quelle:

Bericht zu Virusvarianten von SARS-CoV-2 in Deutschland (Stand 16. Juni), in rki.de

 

+++Corona-Zahlen vom 17. Juni: Erneut deutlich weniger Neuinfektionen+++

Vom 16. auf den 17. Juni verzeichnete das Robert Koch-Institut 1.330 Neuinfektionen binnen eines Tages. Vor einer Woche lag dieser Wert rund 2,5 mal so hoch (3.187). Seit Beginn der Pandemie haben sich demnach 3.718.955 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich im Wochenvergleich von 94 am 10. Juni auf aktuell 105. Insgesamt hat Deutschland 90.179 Corona-Tote zu beklagen.

Als genesen gelten rund 3.594.700 Menschen in Deutschland, etwa 3.800 mehr als gestern. Die Zahl der aktiven COVID-19-Fälle reduziert sich um 2.600 auf knapp 34.000. 

Bundesweite Inzidenz geht gegen 10

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz geht weiter zurück und liegt aktuell bei 11,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am 10. Juni hatte der Wert noch bei 19,3 gelegen.

In keinem Bundesland liegt die Inzidenz derzeit über 16,5. Die niedrigsten Neuinfektionen weist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Inzidenz von 4,0 auf; am höchsten liegt Baden-Württemberg mit 16,7. Der frühere deutsche Hotspot Thüringen – das letzte Bundesland, das die Marke von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche unterschritten hatte – weist Stand 17. Juni einen Wert von 11,1 auf. 

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Landkreise mit Inzidenz 0

Die Zahl der Corona-freien Land- bzw. Stadtkreise in Deutschland verringert sich indes von gestern 10 auf heute sechs. Ohne Neuansteckungen sind aktuell:

 

+++16.06. Delta-Variante in Kitas und Schulen+++

Aktuell melden ein Gymnasium, eine Oberschule, eine Grundschule und zwei Kitas in Deutschland Corona-Ausbrüche, an denen die Delta-Variante B.1.617 beteiligt ist. 
Die Corona-Mutante, die zunächst in Indien nachgewiesen werden konnte, gilt als hochansteckend. 

 

Drei Jahrgänge an Gymnasium betroffen

Das Gymnasium Himmelsthür in Hildesheim, Niedersachsen, bestätigt mindestens 15 positive Corona-Fälle unter den Schüler:innen. Einige davon sollen mit der Delta-Variante infiziert sein. Wie viele genau wurde nicht bekannt gegeben

Ingesamt sind drei Jahrgänge von dem Corona-Ausbruch betroffen, wobei die meisten Infizierten eine Klasse besuchen. Alle Betroffenen sind in Quarantäne, das Gymnasium hat seine Hygienemaßnahmen bis auf weiteres verschärft. 

 

Kita in Niederbayern wird geschlossen

Am Montag waren in einer Kita in Waibling, Niederbayern, erste Corona-Fälle entdeckt worden. In der Einrichtung werden insgesamt 150 Kinder von rund 45 Beschäftigen betreut. Nachdem am Dienstag weitere Corona-Fälle nachgewiesen werden konnten, entschieden die Verantwortlichen, die Kita zu schließen.  

Sämtliche Kinder müssen in Quarantäne, wie der Waiblinger Oberbürgermeister Andreas Hesky (parteilos) im SWR-Interview erklärte. Es bestünde der Verdacht auf Ansteckungen mit der Delta-Variante, so Hesky weiter:

"Unser gemeinsames Ziel heißt natürlich, dass das Kinderhaus Mitte und die Stadt Waiblingen nicht zu einem Hotspot zur Verbreitung der Delta-Variante werden möchten und wir alles tun, um die Ausbreitung dieses Virus' zu verhindern."

 

Dresden: Drei Bildungseinrichtung von Delta-Ausbrüchen betroffen

In Dresden melden eine Grundschule, eine Oberschule und eine Kita Corona-Ausbrüche mit Delta-Varianten-Beteiligung. Das bestätigte die Stadt laut "mdr"

Ursprung der Ausbrüche soll eine Familie sein, deren Kinder die jeweiligen Bildungseinrichtungen besuchen. Durch PCR-Tests konnte die Delta-Variante nachgewiesen werden. 

Betroffen sind die Kita Spatzenvilla in der Südvorstadt, die 113. Grundschule in der Johanstadt und die 35. Oberschule in Löbtau. Ingesamt mussten 64 Personen – Kinder und Mitarbeitende – in Quarantäne.  

 

+++Corona-Zahlen: 10 Landkreise bei Inzidenz 0+++

Am 16. Juni meldet das RKI auf seinem Dashboard für insgesamt 10 Land- bzw. Stadtkreise in Deutschland eine 7-Tage-Inzidenz von 0. Folgende Regionen sind Stand heute also corona-frei: 

  • SK Flensburg
  • LK Helmstedt
  • LK Lüchow-Dannenberg
  • LK Ammerland
  • LK Friesland
  • LK Wesermarsch
  • SK Neustadt an der Weinstraße
  • SK Pirmasens
  • LK Donnersbergkreis
  • SK Bayreuth

Auf Platz 11 folgt der Landkreis Rostock mit einer Inzidenz von 0,5. 

 

Bundesweite Inzidenz sinkt, R-Wert stagniert

Für das ganze Land errechnet das RKI aktuell eine Inzidenz von 13,2. Das bedeutet, dass innerhalb einer Woche 13,2 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gerechnet gemeldet wurden. 
Vor genau einer Woche hatte die bundesweite Inzidenz noch bei 20,8 gelegen. 

Der 7-Tage-R-Wert bewegt sich weiterhin deutlich unter 1. Im aktuellen Situationsbericht des RKI wird er mit 0,72 angegeben. Vor einer Woche hatte die 7-Tage-R bei 0,71 gelegen. 
Der R-Wert bezeichnet die Reproduktionszahl des Coronavirus' und gibt an, wie viele Mitmenschen ein COVID-19-Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Liegt dieser Wert über einen längeren Zeitraum unter 1, flacht das Infektionsgeschehen ab. 

  

Weniger Neuinfektionen, mehr Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI in den zurückliegenden 24 Stunden 1.455 Neuinfektionen und 137 neue Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet. Das sind deutlich weniger Neuinfektionen (3.254 Fälle), aber auch 30 Todesfälle mehr (107 Tote) als vor einer Woche. 
Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 3.717.625 Personen in Deutschland nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. 90.074 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Aktuell gelten rund 3.590.900 Personen als genesen – ein Plus von 5.000 im Vergleich zum Vortag. Die aktiven Fälle im Land bewegen sich um die 36.600. Das sind rund 3.600 aktive Infektionen weniger als tags zuvor. 

Grafische Darstellung des Gehirns.
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+++15.06 Delta-Variante breitet sich in deutscher Großstadt aus+++

Die Delta-Variante, ehemals indische Variante genannt, konnte sich in Deutschland noch nicht durchsetzen – das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt ihren Anteil an der Gesamtzahl der Neuinfektionen derzeit auf rund drei Prozent ein. Trotzdem warnen Experten immer wieder davor, dass sich die deutlich ansteckendere Corona-Mutation weiter ausbreiten könnte. In einer deutschen Großstadt ist es nun erstmals dazu gekommen.

 

Delta-Variante: 45 Fälle innerhalb von zwei Wochen

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 15,8 (Stand 14,6), rund die Hälfte der Bevölkerung hat eine Erstimpfung erhalten – und trotzdem vermeldet München derzeit einen Anstieg der B.1.617-Fälle: Innerhalb von nur zwei Wochen sind in der bayerischen Hauptstadt 45 Neuinfektionen aufgetreten, der Anteil der Delta-Variante an den Gesamtinfektionen liegt dort nun bei 81,6 Prozent.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte am Freitag in Nürnberg im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen, dass in Deutschland mit „ungehindertem Tempo“ geimpft werden müsse, denn dies sei die einzige „Langzeitstrategie gegen Corona“.

Eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ist trotz der Verbreitung der Delta-Variante nicht angedacht. Seit dem 7. Juni ist in Bayern der Katastrophenfall aufgehoben. Seitdem gelten weitreichende Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen, in der Gastronomie und bei Veranstaltungen.

  

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland

Das Infektionsgeschehen flacht in Deutschland immer weiter ab: Das Robert Koch-Institut vermeldet 652 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages – vor einer Woche waren es noch 1204 neue Fälle. Entsprechend sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit auf 15,5 (Vorwoche: 22,9). Der R-Wert liegt aktuell bei 0,77 (Vortag: 0,82). Somit stecken 100 Corona-Infizierte 77 weitere Menschen an. Innerhalb von 24 Stunden sind zudem 93 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, in der vergangenen Woche lag die Zahl der Todesfälle bei 140.

 

+++14.06. Erstmals seit September 2020: Corona-Neuinfektionen unter 1.000+++

Erstmals seit acht Monaten melden die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut am Montagmorgen weniger als 1.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das Robert Koch-Institut registrierte demnach 549 Neuinfektionen. Das letzte Mal, als die Corona-Zahl bei den Neuinfektionen unter 1.000 lag, war am 21. September 2020 (922 Neuinfektionen).

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt ebenfalls weiter auf einen aktuellen Wert von 16,6 (Vortag: 17,3). Zudem wurden in Deutschland innerhalb 24 Stunden 10 weitere Todesfälle verzeichnet.

Natürlich können auch hier noch Nachmeldungen erfolgen, dennoch ist der positive Trend nicht mehr zu leugnen. Immer mehr Regionen in Deutschland sind aktuell sogar komplett corona-frei.

 

+++8 Regionen laut RKI sogar corona-frei+++

Diese Land- und Stadtkreise haben eine Corona-Inzidenz von 0:

  • Landkreis Tischenreuth
  • Wesermarsch
  • Prignitz
  • Pirmasens
  • Bayreuth
  • Neustadt an der Weinstraße
  • Flensburg
  • Neumünster

Besonders bemerkenswert: Der Landkreis Tischenreuth galt ehemals als einer der größten Corona-Hotspot in Deutschland mit einem Inzidenz-Wert von 380 (Februar 2021).

 

Niedrige Inzidenz-Zahlen: Ende der harten Corona-Maßnahmen?

Aber was bedeuten die niedrigen Corona-Zahlen für Maßnahmen wie zum Beispiel der Maskenpflicht? In NRW wurde zumindest die FFP2-Maskenpflicht in Bussen und Bahnen aufgehoben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich ebenfalls für ein Ende der Maskenpflicht ausgesprochen – allerdings will er dabei stufenweise vorgehen. "Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen", erklärt der Gesundheitsminister gegenüber der Funke Mediengruppe.

In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote könne die Maskenpflicht auch nach und nach drinnen wegfallen. Eine vollständige Sicherheit gebe es jedoch nur, wenn alle geimpft oder regelmäßig getestet seien. Daher sei das Tragen von Masken als Vorsichtsmaßnahme auch weiterhin zu empfehlen – etwa bei Reisen oder Treffen in Innenräumen.

In den vergangenen Tagen wird die Masken-Debatte in den Medien wild geführt - so etwa FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki, der sich gegenüber der „Bild“-Zeitung für ein vollständiges Ende der Maskenpflicht aussprach. 

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+++11.06. Corona-Ausbruch mit Delta-Variante in Hildesheim+++

Es ist die „Delta-Variante“, die Bundeskanzlerin Angela Merkel Sorgen bereitet. Das erklärte die Kanzlerin bei der gestrigen Pressekonferenz im Anschluss der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin. Man befinde sich im Wettlauf mit dem Impfen, da sich die Delta-Variante noch schneller ausbreite als die Variante B.1.1.7 aus England, sie noch gefährlicher sei und möglicherweise immun gegen einige Impfstoffe.

Eine Ausbreitung der Delta-Mutation, die ihren Ursprung in Indien hat, gilt es also in Deutschland unbedingt zu verhindern. Und dennoch ist es an einem Gymnasium im niedersächsischen Hildesheim zu einem besorgniserregenden Ausbruch gekommen. 

Wie die „Hildesheimer Allgemeine“ berichtet, kam es an dem Gymnasium Himmelsthür zu einem der bislang heftigsten Ausbrüche in der Region. Und nun erklärt sich auch, warum. Das Ausbruchsgeschehen geht auf die indische Corona-Variante zurück. Das bestätigte das zuständige Gesundheitsamt auf Nachfrage.

Insgesamt haben sich innerhalb kürzester Zeit 14 Schüler:innen mit dem Coronavirus infiziert. Bei sechs von ihnen wurde die Delta-Variante aus Indien nachgewiesen. Von den 14 Infizierten gingen allein 13 von ihnen in eine Klasse.

Das Infektionsgeschehen im Landkreis erstarkte deshalb innerhalb von zwei Tagen, die Zahl der Neuinfektionen stieg auf insgesamt 26 an. 

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Gesundheitsamt mit verschärften Maßnahmen wegen Delta-Variante

Das Gesundheitsamt reagierte sofort und schickte sowohl die betroffene Klasse als auch drei weitere teilweise in Quarantäne. Insgesamt befinden sich 92 Schüler:innen in Quarantäne. Zudem mussten sich vier weitere Lehrkräfte in häusliche Isolation begeben.

Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr ergriff das Gesundheitsamt zudem weitere Maßnahmen für die nächsten zwei Wochen:

  • FFP2-Maskenpflicht (oder OP-Masken) im Unterricht, Schulgebäude und Pausenhof.
  • Alle 15 Minuten muss für zehn Minuten gelüftet werden.
  • Schüler:innen und Lehrkräfte müssen dreimal die Woche getestet werden.
 

+++RKI meldet weniger Neuinfektionen – Inzidenz sinkt weiter +++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RK)) am heutigen Freitag binnen 24 Stunden 2.440 Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: In der Vorwoche lag der Wert noch bei 3.165. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 18,6 (Vortag: 19,3). In den vergangenen 24 Stunden wurden dem RKI zudem 102 weitere Todesfälle gemeldet. Im Vergleich zur Vorwoche ein leichter Anstieg. In der vergangenen Woche waren es 86 Tote. Der bundeweite Sieben-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,79

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+++10.06. Corona-Ausbruch in Arztpraxis+++

17.000 Zevener würden sich lieber heute als morgen gegen SARS-CoV-2 impfen lassen und stehen deshalb auf der Wartliste des Impfzentrums. Da erstaunt es viele, dass sich andere, die den ersehnten Piks nach der Prioritätenliste schon längst hätten haben können, gar nicht impfen lassen wollen. So wie das Personal einer Arztpraxis in der niedersächsischen Stadt, wo es nun zu einem Corona-Ausbruch gekommen ist: Fünf von sieben Mitarbeitenden haben sich mit dem Coronavirus infiziert – eine Angestellte musste sogar im Krankenhaus behandelt werden. Dies hatte zuerst die Bremervörder Zeitung berichtet.

 

Personal nicht geimpft – zehn Patienten angesteckt

Obwohl die Praxis natürlich geschlossen worden war, hatten die Infektionen auch Folgen für Patienten: Laut dem örtlichen Gesundheitsamt gibt es zehn weitere Fälle, die im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch im Team stehen. Wie außerdem herauskam, war das Personal nicht geimpft – obwohl es schon längst berechtigt war. Wie der Chef der Praxis der Zeitung sagte, habe man anderen den Vortritt lassen wollen: „Wir sind keine erklärten Impfgegner, aber wir sind auch nicht überzeugt gewesen“, erklärte der Arzt. Er selbst war auch an COVID-19 erkrankt, ist nun aber wieder genesen.

 

Praxis soll wieder öffnen

Die Quarantäne des Allgemeinmediziners war gestern zu Ende, heute will er die Praxis wieder öffnen. „Mir geht es prima“, wird er zitiert. Durch wen genau der Corona-Ausbruch in der Praxis ausgelöst wurde, weiß man nicht. Das Team habe sich an alle geltenden Hygienemaßnahmen gehalten, will nun aber noch stärker darauf achten. Ob sich die Mitarbeitenden nun irgendwann doch impfen lassen wollen? Dazu hat sich der Arzt nicht geäußert.

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+++Weniger Neuinfektionen – Sieben-Tage-Inzidenz unter 20+++

3187 neu Infizierte und 94 Todesfälle: Dies sind die aktuell gemeldeten Corona-Daten vom Robert-Koch-Institut. Die Zahl der Neuinfektionen ist zum Vortag um 67 gesunken, eine Woche vorher waren es mit 4640 noch 1453 mehr. 

Der Inzidenzwert sinkt damit weiter und liegt mit 19,3 nun unter der 20er-Marke. Am Mittwoch lag er mit 20,8 knapp darüber, am Donnerstag letzter Woche betrug er 34,1.

 

+++09.06. Mini-Gemeinde Schwaigen in Bayern mit Inzidenz von über 2.000+++

Es ist zwar die kleinste Gemeinde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und dennoch führt sie aktuell einen traurigen Rekord mit dem höchsten Inzidenz-Wert an. In der kleinen 600-Seelen-Gemeinde Schwaigen in Bayern wurde nun eine Inzidenz von über 2.000 geknackt – und das mit gerade einmal 13 positiven Corona-Fällen. Allein diese aktiven Fälle reichen jedoch aus, um die kleinste Kommune im Kreis innerhalb einer Woche zum Corona-Hotspot zu machen, wie unter anderem „Merkur.de“ berichtet. 

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13 Infizierte innerhalb einer Woche: Wie kam es dazu?

Wie kam es jedoch dazu, dass es in dieser kleinen Gemeinde so viele Neuinfektionen innerhalb kürzester Zeit gibt? Der Ursprung des Infektionsgeschehens sei auf ein Cluster innerhalb zwei Familien zurückzuführen, die laut Landratsamtssprecher Stephan Scharf gemeinsam Feldarbeit verrichteten.

 

Hohe Inzidenz ins Verhältnis setzen

Der Bürgermeister der Gemeinde, Hubert Mangold, äußerte sich gegenüber den Medien zum Corona-Geschehen in seiner Gemeinde: „Man muss das im Verhältnis betrachten: Ein kleiner Ort ist gleich sehr stark betroffen und sticht heraus, da machen zwei Familien viel aus.“
Und recht hat er vermutlich, ist es doch allein die hohe Inzidenz-Zahl, nicht die hohe Infektionszahl, die für Aufmerksamkeit sorgt.

Man habe viel getestet und die Zahl der Infizierten lag zuvor in Schwaigen wochenlang bei null, betont Mangold gegenüber „Merkur.de“. 

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13 Infizierte in Schwaigen: Auch Kinder und Jugendliche betroffen

Die 13 Infizierten, darunter auch Kinder und Jugendliche, befinden sich derzeit in Isolation. Bisher zeigen alle Infizierten nur leichte Symptome. Die weiteren Kontaktermittlungen seien jedoch schwierig, so Bürgermeister Mangold. Die örtliche Kita schloss bereits für einen Tag, eine Betreuerin und 13 Kinder befinden sich aktuell noch in Quarantäne.

Während Schwaigen gegen die hohe Inzidenz kämpft, sinken die bundesweiten Zahlen weiter. 

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+++Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz knapp über 20+++

Das Robert Koch-Institut meldet heute, am 9. Juni, eine bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 20,8. Innerhalb eines Tages wurden dem RKI insgesamt 3.254 Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche noch lag der Wert bei 4917. Zudem wurden innerhalb 24 Stunden 107 neue Todesfälle gemeldet.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt bei 0,71 (Stand: Dienstagnachmittag). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rein rechnerisch 71 weitere Menschen mit Sars-COV-2 anstecken. 

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+++08.06. Corona-Ausbruch in Bäckerei-Kette auf Sylt+++

Kaum hatte Sylt die Türen für Urlaubsgäste geöffnet, gab es die ersten Corona-Infektionen in mehreren Restaurants. Nun kam es zu einem Corona-Ausbruch bei der Bäckerei-Kette Raffelhüschen.

 

Bäckerei Raffelhüschen: Mehrere positive Corona-Fälle

Auf Facebook teilte das Unternehmen mit, dass zunächst drei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden: im Verkauf und in der Produktion. Daraufhin mussten mehrere Angestellte in Quarantäne. Dann gab es jedoch einen neuen Fall, in unmittelbarer Nähe zur Produktion, woraufhin sich alle Mitarbeiter in der Produktion in Quarantäne begeben mussten. Die Bäckereikette zeigt sich auf Facebook bestürzt: „Bis vor Kurzem schien das Coronavirus von Sylt sehr weit entfernt. Doch nun sind wir direkt getroffen".

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Schließung aller 10 Geschäfte 

Der Corona-Ausbruch ist für das Unternehmen folgenreich: Seit dem 4. Juni sind alle zehn Filialen in Westerland, Wenningstedt und List dicht. „Ab wann wir wieder produzieren können, ist im Moment noch nicht geklärt“, schreibt das Unternehmen. Mittlerweile sind bereits zehn Mitarbeiter positiv getestet worden.

 

+++Aktuelle Corona-Zahlen: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter+++

Das Robert Koch-Institut hat am Dienstag 1204 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet – 581 Fälle weniger als vor einer Woche. Damit setzt der 7-Tage-Inzidenz ihren Abwärtstrend fort. Am letzten Dienstag lag sie bei 35,2, am Vortag bei 24,3 und aktuell meldet das RKI einen bundesweiten Wert von 22,9.  Binnen 24 Stunden sind zudem 140 Menschen an oder mit Corona verstorben. Eine Woche zuvor waren es 153 Tote.

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+++07.06 Corona-Ausbruch in Gefängnis mit 1.400 Insassen+++

Während in ganz Deutschland die Zahl der Corona-Neuinfektionen zurückgeht, kommt es noch immer zu größeren Ausbrüchen. So aktuell auch in einem Gefängnis in Werl (Nordrhein-Westfalen) mit mehr als 1.400 Häftlingen.

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Ein Sprecher des Justizministeriums in NRW habe erklärt, dass bisher 37 der rund 1.400 Inhaftierten positiv auf Corona getestet worden sind, wie der „Soester Anzeiger“ berichtet.. Zehn Test-Ergebnisse würden noch ausstehen. Die Betroffenen befänden sich nun auf einer Quarantänestation auf dem Gelände. Die Kapazitätsgrenzen seien laut Angaben der Anstaltssprecherin noch nicht erreicht – nur eine von drei Ebenen der Station seien bisher besetzt. Erst Ende Mai ist es zu einem Corona-Ausbruch in einem Gefängnis in Münster gekommen, bei dem sich insgesamt 17 Häftlinge infiziert hatten.

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Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland

Trotz vereinzelter Corona-Ausbrüche nimmt die Zahl der Neuinfektionen stetig ab. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat heute 1117 neue Fälle binnen eines Tages gemeldet – das sind mehr als 800 Fälle weniger als noch vor einer Woche (1978 Neuinfektionen). Zudem wurden 22 neue Todesfälle gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt im Vergleich zur Vorwoche von 35,1auf 24,3. Ebenso sinkt der R-Wert weiter ab. Aktuell liegt er bei 0,81 (Vortag: 0,84). Das heißt, dass 100 Corona-Infizierte 81 Personen anstecken.

Das RKI weist in seinem aktuellen Lagebericht darauf hin, dass die Zahlen durch den Feiertag Fronleichnam verzerrt sein könnten: „Bei der Interpretation der Fallzahlen ist zu beachten, dass an Feiertagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.“

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+++Bayern erlaubt Fußball-EM, weitere Lockerungen ab Montag+++

Ab Montag gelten in Bayern gelockerte Corona-Maßnahmen – das verkündete der bayerische Ministerpräsident Markus Söder in einer Pressekonferenz am Freitag. „Impfen führt zu mehr Freiheiten“, erklärt Söder zu Beginn. Und da bereits 50 Prozent der Bayern geimpft sind, sei es nun an der Zeit, „zügig mehr Normalität zu schaffen“, so Söder.

Derzeit liegt die Inzidenz in Bayern bei 29. Für die zukünftigen Corona-Maßnahmen orientiert sich der Freistaat an zwei Werten: „50 bis 100“ und „unter 50“. Die Bundesnotbremse gilt jedoch weiterhin bis einschließlich dem 30. Juni und greift bei einer Inzidenz von über 100.

Ab Montag wird der Katastrophenfall aufgehoben. Dann gelten folgende Regelungen:

  • Testpflicht: Bei einer Inzidenz von unter 50 entfällt die Testpflicht (auch beim Shoppen). Ausgenommen sind Schulen und Hochschulen, hier besteht die Testpflicht auch weiterhin.
  • Kontaktbeschränkungen: Bei einer Inzidenz von 50 bis 100: Maximal 10 Personen aus 3 Haushalten. Unter 50: 10 Personen unabhängig der Haushalte.
  • Private Feiern, Hochzeiten, Taufen Beerdigungen:  Inzidenz 50 bis 100: 50 Personen außen, 25 Personen innen; beides mit Tests. Inzidenz unter 50: 100 Personen außen, 50 Personen innen; beides ohne Tests. (Genesene und Geimpfte zählen nicht dazu) 

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  • Schule, Kita und Hochschule

Schulbetrieb in Bayern:

2 Stufen-Plan bis 21. Juni: Bei einer Inzidenz von unter 50 gilt Präsenz-Unterricht, darüber Wechselunterricht.
Planung ab dem 21. Juni: Bei einer Inzidenz von unter 100 gilt Präsenz-Unterricht, darüber Wechsel- oder Distanz-Unterricht. Maskenpflicht beim Schulsport entfällt.

Kita-Betrieb in Bayern:
Planung ab dem 21. Juni: Bei einer Inzidenz von unter 100 gilt die normale Betreuung, ab einer Inzidenz von 100 herrscht ein eingeschränkter Regelbetrieb.

Planung der Hochschulen in Bayern:
Präsenz-Unterricht nach Raumgröße mit Masken- und Testpflicht.

  • Einzelhandel: „Kein Klick-and-Meet-Konzept“ mehr. Einkaufen ohne Termin möglich. Die Maskenpflicht und die Quadratmeter-Einschränkungen bleiben erhalten.
  • Gastronomie: Bei einer Inzidenz von 100 ist Außen- und Innengastronomie erlaubt. Innengastronomie ist bis 24 Uhr möglich mit Hygiene-Konzept. Auch hier bleibt die Testpflicht bei einer Inzidenz von über 50 bis 100 erhalten.
  • Freizeit und Kultur: Solarien, Saunen, Thermen und Freizeitparks dürfen öffnen bei einer Inzidenz von unter 50 ohne Tests, darüber mit Tests. Kulturveranstaltungen sind draußen mit maximal 500 Personen möglich (Testpflicht und sitzend). In Gottesdiensten darf mit Maske bei einer Inzidenz von unter 100 wieder gesungen werden.
  • Großveranstaltungen: Pilotprojekt Fußball-EM: Die Fußball-EM darf in München ausgetragen werden. Dabei werden rund 20 Prozent der Zuschauer im Rahmen eines Pilotprojekts zugelassen – das entspricht circa 14.000 Zuschauern. Natürlich müssen die Zuschauer getestet werden, Maske tragen und die Zu- und Abgänge im Stadion müssen kontrolliert werden.

Man gebe den Menschen „Freiheiten zurück“, die man sich verdient habe, sagte Söder abschließend. Auch wenn die Infektionszahlen steigen sollten, gehe man nicht davon aus, dass es zu einem exponentiellen Wachstum kommt. [inlineteaser:18688.:teaser_inln_content]

 

+++04.06. Tragischer Tod eines Reiserückkehrers+++

Wie die Stadt Dresden am Donnerstag (3. Juni) mitteilte, ist ein junger Mann an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Er war nur wenige Tage zuvor von einer Indien-Reise zurückgekehrt.

 

Heftiger Krankheitsverlauf 

Laut Dresdner Gesundheitsamt hatte der junge Mann, dessen Alter laut "dpa" nicht bekanntgegeben wurde, keine erkennbaren Vorerkrankungen. Nach zunächst gutem Allgemeinbefinden habe sich der Zustand des Mannes extrem schnell verschlechtert. Letztendlich starb er an den Folgen der Corona-Infektion. 

 

Verdacht auf Mutante

Der dramatische Krankheitsverlauf lässt die Behörden davon ausgehen, dass der Reiserückkehrer mit einer Virusvariante infiziert gewesen sein könnte. Ob tatsächlich die indische Mutante zu dessen Tod geführt hat, ist derzeit noch nicht bestätigt. 

 

Hochhaus unter Quarantäne

Laut Angaben der Stadt Dresden lebte der Verstorbene in einem Studentenwohnheim. Das 14-stöckige Hochhaus steht aktuell komplett unter Quarantäne. 

Um mögliche Infektionsketten zu erkennen und zu unterbrechen, werden am heutigen Freitag sämtliche Bewohner verpflichtend auf Corona – und eventuelle Mutationen – getestet. Wie viele Menschen von der Quarantäne betroffen sind, ist nicht bekannt. 

Hochhaus unter Quarantäne
Service Massiver Ausbruch mit indischer Mutante: 200 Betroffene in Hochhaussiedlung

 

+++Corona-Zahlen vom 4. Juni: Inzidenz unter 30+++

Das Robert Koch-Institut meldet erstmals seit Mitte Oktober 2020 eine bundesweite 7-Tage-Inzidenz unter 30. Diesen Freitag liegt der Wert bei 29,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche. Gestern hatte die Inzidenz noch 34,1 betragen, in der Vorwoche 40,0. 
Unter der Schwelle von 30 lag die bundesweite Inzidenz zuletzt am 13. Oktober (29,6). 

 

Infektionsgeschehen flacht weiter ab

Innerhalb eines Tages gingen beim RKI Meldungen über 3.165 Corona-Neuinfektionen und 86 Todesfälle ein. Das sind 4.215 neue Fälle und 106 Todesfälle weniger als vergangene Woche. 

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 3.695.633 Personen mit COVID-19 infiziert, 89.026 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. 

Stoffhase mit Corona-Maske im Kindergarten
Service Corona in Kitas: 87 Fälle nach Lolli-Test aufgedeckt!

 

+++03.06. Infektionsherd in Bonner Großfamilie+++

Wie die nordrhein-westfälische Stadt Bonn bestätigt, liegen zahlreiche positive Corona-Fälle innerhalb einer Großfamilie aus dem Stadtbezirk Bad Godesberg vor. Während immer noch Testergebnisse ausstehen, konnte die britische Virusmutation B.1.1.7 unter den Infektionen bereits nachgewiesen werden. 

Illustration des mutierten Coronavirus
Service Britische Corona-Mutante: So tödlich ist B.1.1.7!

 

Schul-Test deckte Corona-Ausbruch auf

Der Corona-Ausbruch war zunächst durch einen positiven Test in einer Schule aufgefallen. Das berichtet unter anderem "rheinische-anzeigenblaetter.de". Bei den nachfolgenden Ermittlungen identifizierte das zuständige Gesundheitsamt mehrere Mitglieder der Großfamilie. 

 

25 bestätigte Fälle – B.1.1.7 dabei

Laut aktuellem Stand sind ingesamt 25 Personen nachweislich mit Corona infiziert. In einem dieser Fälle wurde die britische Mutante B.1.1.7 nachgewiesen. Ingesamt acht Testergebnisse stehen noch aus. 

Erschwert werden die Ermittlungen und Maßnahmen durch die Tatsache, dass die Großfamilie auf insgesamt sechs Wohnorte verteilt ist. 

Stoffhase mit Corona-Maske im Kindergarten
Service Corona in Kitas: 87 Fälle nach Lolli-Test aufgedeckt!

 

+++Corona-Zahlen vom 3. Juni: Neuinfektionen gehen weiter zurück+++

In den vergangenen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 4.640 Corona-Neuinfektionen und 166 Todesfälle an das Robert Koch-Institut. In der Woche zuvor waren es noch 6.313 neue COVID-19-Fälle und 269 Tote gewesen. 
Ingesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 3.692.468 Personen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert, 88.940 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. 

 

Inzidenz sinkt, Impfquote steigt

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz – die angibt, wie viele Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gerechnet das RKI innerhalb einer Woche registriert – sinkt von 36,8 am Vortag auf aktuell 34,1. 

Den Stand der Erst- und Zweitimpfungen dokumentiert das RKI im Impfmonitoring. Demnach haben bisher 35.936.861 Personen (43,2%) die erste Immunisierung erhalten, 15.604.092 (18,8%) die zweite. Das entspricht einem Plus von 394.790 Erst- und 552.408 Zweitimpfungen im Vergleich zum Vortag. 

 

+++02.06. Inzidenz steigt – Sylt meldet weitere Corona-Fälle+++

Zum zweiten Tag infolge verschärft sich das Infektionsgeschehen in Deutschland minimal. Das RKI meldet allerdings nicht nur höhere Zahlen, sondern liefert auch mögliche Gründe für den Anstieg. 

Zeitgleich bestätigt der Kreis Nordfriesland weitere Krankheitsfälle nach mehreren Corona-Ausbrüchen in zwei Restaurants auf Sylt. Ende Mai hatte der Corona-Ausbruch auf der Nordseeinsel für viel Empörung gesorgt. 

RKI-Chef Lothar H. Wieler und Jens Spahn bei der Bundespressekonferenz
Service RKI stuft Gefahrenlage herunter: Wann fallen weitere Corona-Maßnahmen?
 

 

Gestiegene Corona-Zahlen am 2. Juni

Am Mittwochmorgen gibt das RKI die landesweite Inzidenz mit 36,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche an. Gestern hatte der Wert noch bei 35,2 gelegen, in der Vorwoche bei 46,8. 
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen beträgt 4.917 und liegt damit deutlich höher als in der Vorwoche, wo 2.626 Neuansteckung registriert worden waren. Die Zahl der Corona-Todesfälle ist indes rückläufig: von 270 Toten in der Vorwoche auf aktuell 179.

 

Gründe für den Anstieg der Corona-Zahlen

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen betonte RKI-Chef Lothar Wieler bereits am Dienstag, der leichte Anstieg sei zu erwarten gewesen. Zum einen würden die aktuellen Öffnungsschritte, beispielsweise in der Gastronomie, für eine leichte Zunahme der Infektionen sorgen. Ein exponentielles Wachstum werde allerdings nicht erwartet, so Wieler. 

Zum anderen sind die aktuellen Zahlen dem so genannten Pfingstecho unterworfen. Um die Feiertage zu Pfingsten herum wurde weniger getestet und gemeldet, deswegen lagen die Zahlen niedriger. Nun, da die Dokumentation der Corona-Lage wieder ihren normalen Gang geht, werden wieder mehr Infektionen registriert. 

 

Aktive Fälle auf Rekordtief

Wie "Welt.de" in einer Bewertung der aktuellen Corona-Zahlen verdeutlicht, ist der Anstieg der Corona-Zahlen kein Grund zur Panik. Mit Blick auf die Zahl der aktiven COVID-19-Fälle in Deutschland lässt sich beispielsweise feststellen: Im Vorwochenvergleich liegt ein Rückgang um rund 31 Prozent vor. Aktuell meldet das RKI knapp 89.400 aktive Corona-Fälle – das ist der niedrigste Wert seit dem 22. Oktober 2020. Zum Vergleich: Am 20. Mai hatte das RKI noch 181.500 aktive COVID-19-Fälle gezählt.  

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+++Weitere Corona-Fälle auf Sylt+++

Am Montag bestätigte der Landkreis Nordfriesland weitere Corona-Fälle in Zusammenhang mit dem Massenausbruch in zwei Restaurants auf der Urlaubsinsel Sylt gegenüber dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND). Ingesamt sind nun elf Beschäftigte aus den beiden Lokalen betroffen. Am Freitag (28. Mai) waren es noch sieben gewesen.

 

Mehr Menschen in Quarantäne

Mit den zusätzlichen positiven Fällen steigt auch die Zahl der engen Kontaktpersonen, die nun in Quarantäne müssen. Hatte es zunächst geheißen, es müssten 29 Beschäftigte in häusliche Isolation, sind es jetzt 52 Mitarbeitende und 55 Gäste aus Nordfriesland. 

Rund 1030 Personen hatten die beiden Restaurants zum Zeitbruch der Corona-Ausbrüche besucht und konnten identifiziert werden. „Wir gehen davon aus, dass sie von dort aus in Quarantäne versetzt worden sind“, teilt eine Sprecherin des Kreises Nordfriesland mit. „Rückmeldungen an uns sieht das Gesetz nicht vor.“

 

Gastronom erhebt schwere Vorwürfe

Der Inhaber eines der betroffenen Lokale, Gastronom Gerhard Diehm, äußerte sich indes kritisch über den Skandal. Dem "RND" sagte er mit Blick auf das Modellprojekt, demzufolge Urlauber seit dem 1. Mai wieder nach Sylt reisen dürfen: „Bei dem unkontrollierten Ansturm auf die Insel war doch nichts anderes zu erwarten. So gut wie jeder kann ohne Einschränkungen hierherkommen, die negativen Testergebnisse müssen erst in den Hotels vorgezeigt werden. Warum werden die Leute nicht direkt bei der Ankunft oder vor der Abfahrt getestet?“

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+++1.06. Hamburg öffnet Innengastronomie – und verschärft woanders+++

In Hamburg können ab dem kommenden Wochenende die Menschen wieder in die Innengastronomie. Das erklärte Bürgermeister Tschentscher am Dienstagvormittag. So dürfe aufgrund der niedrigen Infektionszahlen die Innengastronomie in Hamburg bereits ab dem kommenden Wochenende geöffnet werden, man müsse sich jedoch an die Auflagen halten. Die Bedingungen:

 

Strengere Regeln in Hotspots nach Massenversammlungen am Wochenende

Am vergangenen Wochenende kam es in den Ausgeh-Vierteln in Hamburg zu Massenversammlungen. Daher gelten hier nun strengere Regeln. An den Wochenenden werde es daher in den Kernbereichen des Schanzenviertels sowie in Teilen von St. Pauli ein Alkoholverkaufsverbot geben. Zudem darf kein Alkohol mitgeführt werden

Weitere Öffnungsschritte habe der Hamburger Senat bei günstiger Entwicklung ab den 10. Juni geplant. 

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+++Rätselhafter Corona-Ausbruch in Kreis Dithmarschen+++

Es ist nicht der erste Fall dieser Art und dennoch wirft der Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Stelle Wittenwurth (Kreis Dithmarschen) Fragen auf. Denn obwohl fast die komplette Einrichtung, sowohl Bewohner:innen als auch Mitarbeiter:innen, bereits im Februar und März komplett mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer durchgeimpft wurden, kam es zu einem vermehrten Corona-Ausbruch mit insgesamt 25 positiven Fällen, berichtet u.a. der „NDR“

Impfstoffdosen mit Spritze
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Robert Koch-Institut untersucht Ausbruch nach Biontech-Impfung

Der Ausbruch sei ein großes Rätsel, erklärt Einrichtungsleiter Horst-Dieter Tödter gegenüber dem NDR Schleswig-Holstein. Über die Universität Kiel stehe man bereits in Kontakt mit dem Robert Koch-Institut (RKI), um die möglichen Ursachen zu eruieren. 

Mann mit Maske krempelt sich den Ärmel hoch, im Vordergrund wird eine Spritze mit Impfstoff aufgezogen
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Herbe Corona-Bilanz: 18 Erkrankte, zwei Bewohner im Krankenhaus

Vor mehreren Tagen seien die ersten Bewohner:innen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut Angaben des Heimleiters sind aktuell 18 Bewohner:innen erkrankt, zwei davon mussten sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden und zwei weitere sind bereits wieder genesen, so heißt es. Zudem haben sich fünf Mitarbeiter:innen mit Sars-COV-2 infiziert

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Arbeitsquarantäne für alle nach Ausbruch in Wittenwurth

Die rund 50 Mitarbeiter:innen befinden sich aktuell in der sogenannten „Arbeitsquarantäne“. Das heißt, dass sie sich lediglich in vordefinierten Bereichen aufhalten dürfen – darunter fallen zum Beispiel der Arbeitsplatz, der Arbeitsweg oder das eigene Zuhause. Die insgesamt 55 Bewohner:innen des Heims sind komplett isoliert.

 

Corona-Ausbruch trotz Impfung: Wie kann das sein?

Der Fall aus Schleswig-Holstein ist vor allem deshalb so interessant, weil die Bewohner sich trotz doppelter Corona-Schutzimpfung mit Sars-COV-2 infizierten. Etwaige Fälle sind in der Vergangenheit zwar bereits aufgetreten, allerdings erfolgte in diesen Fällen meist nur eine erstmalige Impfung, sodass bei den Betroffenen noch kein vollständiger Impfschutz aufgebaut werden konnte.

Mögliche weitere Gründe für eine Ansteckung trotz Impfung könnten sein, dass die Immunantwort der älteren Bewohner:innen nicht ausreichend war, um genügend Antikörper zu bilden. Da sich allerdings auch Mitarbeiter:innen des Heims mit dem Coronavirus ansteckten, reiche diese Erklärung hier vielleicht nicht aus.

Das Robert Koch-Institut arbeitet daran, diesem Rätsel auf die Spur zu kommen. 

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Service Trotz Corona entwickeln fast 50 Prozent keine Antikörper

 

Leichte Verläufe nach Corona-Impfung

Eine positive Erkenntnis haben alle Corona-Ausbrüche nach bereits erfolgter Impfung jedoch gemeinsam: In der Regel kommt es bei bereits immunisierten Betroffenen eher zu leichten Verläufen, häufig bemerken die Betroffenen gar nicht, dass sie trotz Impfung an Corona erkrankten.

 

+++Corona-Zahlen am 1. Juni: Erstmals wieder leichter Anstieg+++

Erstmals seit längerer Zeit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz leicht von 35,1 auf 35,2. Das berichtet das Robert Koch-Institut am 1. Juni. Demnach wurden von den Gesundheitsämtern zuletzt 35,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage gemeldet.

Innerhalb eines Tages wurden dem RKI zudem 1.785 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet sowie weitere 153 Todesfälle. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert, also der Reproduktionswert, liegt laut dem RKI aktuell bei 0,76 (Vortag: 0,75). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rein rechnerisch 76 weitere Personen mit Sars-CoV-2 anstecken.

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+++Long COVID: 350.000 Deutsche betroffen+++

In einer Pressekonferenz warnt der Bund vor einer neuen Herausforderung: dem noch recht unerforschten „Post-COVID-Syndrom". Kommt nach dem Brechen der 3. Welle nun die nächste große Herausforderung?

„Es gibt eine Zahl, die uns Sorgen macht“, läutet Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, die heutige (31.05.) Bundespressekonferenz ein. Gemeint ist die Zahl der Long-COVID-Patienten:innen. „Jeder Zehnte kämpft mit Spätfolgen von COVID-19. Mittlerweile seien rund 350.000 Menschen in Deutschland betroffen. Dabei treten die Long-COVID-Beschwerden unabhängig vom Krankheitsverlauf auf. „Nicht selten trifft es Menschen, die noch voll im Leben stehen", erklärt die Bundesministerin. 

Frau mit Maske hält sich den Kopf
Krankheiten & Behandlung Long COVID-Welle rollt: 3 Maßnahmen gegen extreme Folgeschäden

 

Bund fördert Long-COVID-Forschung mit 5 Millionen

Daher werde man die bestehende Forschung zum bisher noch recht unerforschten Long-COVID-Syndrom mit 5 Millionen Euro fördern. Bundesweit haben ganz unterschiedliche Institutionen bereits begonnen, Kenntnisse über Long COVID zu sammeln. Dies soll jetzt weiter ausgebaut werden. „Wir stehen in der Gesellschaft vor einer großen Herausforderung und auch vor einem ernst zu nehmenden Kostenpunkt.“ 

Frau hält sich den schmerzenden Kopf
Krankheiten & Behandlung Long COVID: Diese Gruppe ist zunehmend betroffen

 

Welche Erkenntnisse gibt es bereits über Long COVID?

Beim Post-COVID-Syndrom leiden die Betroffenen nicht etwa nur sechs bis zehn Monate länger nach der Infektion an nennenswerten Symptomen, sondern es handle sich um ein eigenständiges Krankheitsbild, erklärte auch Prof. Dr. Stefan Schreiber, Direktor der Klinik für Innere Medizin I und des Instituts für Klinische Molekularbiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

Ministerin Anja Karliczek spricht von rund 50 verschiedenen „sehr individuellen“ Symptomen wie etwa wiederkehrende Kopfschmerzen, extreme Erschöpfung oder Konzentrationsschwierigkeiten, die unter dem Begriff Post-COVID-Syndrom geführt werden. 

Mann mit Maske sitzt auf dem Sofa, ein Kissen im Arm, und hält sich den Kopf
Krankheiten & Behandlung Schützt die Corona-Impfung vor Long-COVID?

Mit der Förderung von 5 Millionen Euro ist sicherlich nur ein kleiner Schritt in der Forschung von Corona-Langzeitfolgen getan. Wie groß das Ausmaß von COVID-Spätfolgen wirklich ist, werden die nächsten Monate, wenn nicht gar Jahre zeigen.

 

+++31.05. Falsche Corona-Inzidenzzahlen in Rheinland-Pfalz+++

Die Landkreise Birkenfeld und Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz wehren sich gegen die aktuellen Corona-Inzidenzzahlen. Momentan liegt der Landkreis Birkenfeld laut Angaben des RKI bei einer Inzidenz von 25,9, der Stadtkreis Kaiserslautern bei 52,0. Lokalpolitiker gehen allerdings davon aus, dass die Zahlen in Wahrheit viel niedriger liegen. 

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Ausländische Streitkräfte treiben die Statistik nach oben

Die Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche wieder. Um sie weltweit vergleichbar und aussagekräftig zu machen, wird der Wert auf 100.000 Einwohner berechnet. 

Grund für die „falschen Inzidenzzahlen“ in Rheinland-Pfalz ist die Tatsache, dass in beiden Kreisen ausländische Streitkräfte stationiert sind. Diese werden zwar bei den Corona-Ansteckungen mitgezählt, aber nicht in den Einwohnerzahlen berücksichtigt. Mehr Ansteckungen bei einer geringeren Einwohnerzahl treibt die Inzidenz nach oben. 

 

Tausende Menschen nicht mitgezählt

Sowohl in Birkenfeld als auch in Kaiserslautern sind US-Streitkräfte stationiert. Sie sind aufgrund ihres Nato-Truppenstatuts nicht meldepflichtig. Allein in Birkenfeld sind es rund 8.500 Amerikaner bei einer Einwohnerzahl von ca. 80.000. Landrat Matthias Schneider schlussfolgert deswegen, dass „etwa zehn Prozent der tatsächlichen Kreisbevölkerung unter den Tisch fallen“. 

 

Frühe Einschränkungen, späte Lockerungen

Kaiserslauterns Landrat Leßmeister betonte gegenüber der „dpa“:

„Wird das Infektionsgeschehen an falschen Inzidenzwerten festgemacht, müssen alle die Folgen tragen und viel früher als notwendig die entsprechenden Einschränkungen ertragen beziehungsweise erst viel später von Lockerungen profitieren. Das ist nicht gerecht.“

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Verfassungsbeschwerde und Gespräche mit Spahn

Bereits Anfang Mai hatten fünf Personen aus Rheinland-Pfalz Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht Karlsruhe eingelegt, darunter der Bürgermeister von Ramstein-Miesenbach, Ralf Hechler (CDU). Er spricht laut „dpa“ von rund 50.000 Stationierungskräften im gesamten Kreis, die „in der Inzidenz gut und gerne 25 Punkte“ ausmachen.

Am morgigen Dienstag wird sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit den Lokalpolitikern treffen, um die Situation zu besprechen. 

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+++Corona-Zahlen: Inzidenz bei 35,1+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI in den vergangenen 24 Stunden 1.978 Corona-Neuinfektionen und 36 Todesfälle gemeldet. Vor einer Woche waren es 2.682 Neuinfektionen und 43 Corona-Tote gewesen. 
Seit Beginn der Pandemie haben sich 3.681.126 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert, insgesamt 88.442 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben.  

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 35,1. Vor einer Woche hatte der Wert noch 63 betragen, gestern 35,2. 

 

+++28.05. Corona-Ausbruch bei der Deutschen Bahn in Fulda: 60 Mitarbeiter positiv+++

In Fulda kam es an einem Standort der Deutschen Bahn zu einem größeren Corona-Ausbruch. Von den 600 Mitarbeiter: innen wurden bisher 60 Arbeitskräfte positiv auf das Coronavirus getestet. Betroffen sei laut Medieninformationen das „DB Fahrzeuginstandhaltungswerk Fulda“, in dem vor allem Bremsteile repariert werden. Der Ausbruch habe sich in den vergangenen 14 Tagen ereignet. 

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Deutsche Bahn bestätigt Auffälligkeiten im Fulda-Werk

Laut Informationen von „BuzzFeed News“ habe die Deutsche Bahn bestätigt, dass es im Werk in Fulda zu einem Anstieg von positiv getesteten Mitarbeiter: innen kam. Die Betroffenen seien jedoch schnell identifiziert und in häusliche Isolation geschickt worden. Mehr als die Hälfte der Infizierten sei mittlerweile wieder genesen.

Eine Sprecherin der Bahn wird bei „BuzzFeed News“ zitiert: „Seit der Häufung an positiv getesteten Mitarbeitenden befindet sich die DB im Austausch mit den zuständigen Behörden. Die DB hat in Fulda ihre Hygienemaßnahmen noch einmal zusätzlich verstärkt, u.a. durch weitere Sperrungen von Besprechungsräumen sowie eine permanente Sensibilisierung für die Einhaltung der Hygienemaßnahmen.“ 

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Fulda: Hohe Fallzahlen im Landkreis in weiteren Unternehmen

In den vergangenen Wochen gab es laut Pressebericht des Landkreises Fulda insgesamt vier Unternehmen, die mit höheren Corona-Fallzahlen zu tun hatten. Die Hygienemaßnahmen seien jedoch bei allen Unternehmen gut gewesen. Die Infektionen sind vermutlich in den Pausen oder durch Fahrgemeinschaften entstanden, mutmaßt das Gesundheitsamt. 

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+++Corona-Eskalation auf Sylt: Gut 1100 Betroffene!+++

Wieder ist es auf Sylt zu einem Corona-Ausbruch gekommen: Sieben Mitarbeiter in zwei Restaurants sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies berichtet unter anderem die Süddeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Die Folgen sind dramatisch: Der zuständige Kreis Nordfriesland hat mehr als 1100 Kontaktpersonen ausfindig gemacht.

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84 Nordfriesen in Quarantäne

Ein Sprecher des Kreises erklärte am Donnerstag, dass sich 29 Mitarbeiter und 55 Gäste aus Nordfriesland in Quarantäne begeben müssen. Die weiteren 1036 Betroffenen stammen aus anderen Regionen, ihre Kontaktdaten seien an die zuständigen Gesundheitsämter weitergeleitet worden.

 

Erneuter Ausbruch auf Sylt

Bereist am 19. Mai mussten mehr als 250 Menschen in Quarantäne, nachdem ein Urlauberpaar auf der Insel positiv auf das Virus getestet worden war. Dies hatte auch Auswirkungen auf mehrere Restaurants. In einem weiteren Fall musste ein größeres Einzelhandelsunternehmen den Betrieb einstellen – zuvor gab es drei positive Corona-Fälle. Wichtigste Maßnahme zur Eindämmung der Ausbrüche ist immer die Kontaktnachverfolgung: Nur dadurch konnte auch im aktuellen Fall schnell und angemessen reagiert werden.

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+++RKI: Sieben-Tage-Inzidenz unter 40+++

Das Robert Koch-Institut meldet am Freitag 7380 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Das sind 1389 Fälle weniger als vor einer Woche: Da lag der Wert noch bei 8769. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank unter die 40er-Marke und liegt nun bei 39,8. Donnerstag hatte das RKI noch einen Wert von 41 gemeldet, am vergangenen Freitag lag der Inzidenz bei 67. Allerdings könnte sich auch das Pfingstwochenende noch immer auf die Zahlen auswirken – generell wird an Feiertagen weniger getestet, wodurch auch weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

 

+++27.05. Impfpanne in Bayreuth: Vakzin zu stark verdünnt+++

Erneut ist es zu einer heftigen Impfpanne gekommen, die rund 600 Impflinge betrifft. In einem Impfzentrum in Bayreuth kam es laut Medieninformationen zu massenhaft fehlerhaften Impfungen. Schuld sei der Impfstoff von Biontech/Pfizer, der möglicherweise zu stark verdünnt wurde. Die Normabweichung sei bei einer Nachkontrolle festgestellt worden, teilte ein Sprecher des Landratsamtes Bayreuth am Donnerstag (27.05.) mit. 

Ärztin mit Schutzmaske und Schutzhandschuhen hält Tablettenblister iin die Kamera
Service Neue Anti-Corona-Pille von Pfizer als „Game Changer“?

Bayern: 600 Betroffene müssen zur Blutabnahme

Man gehe davon aus, dass rund 600 Menschen von der Impfpanne betroffen sind. Man könne nicht sicher ausschließen, wen genau es betrifft, daher sind alle Personen, die sich am Freitag, 14. Mai, in der Johannes-Keppler-Realschule impfen ließen, zu einer Blutabnahme geladen.

Nachdem das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie das Paul-Ehrlich-Institut sich berieten, habe man entschieden, dass eine Messung der Antikörper durch eine Blutabnahme der einfachste Weg ist, um zu eruieren, wer möglicherweise den stark verdünnten Impfstoff erhielt.

Gesundheitliche Folgen sind durch die Impfpanne jedoch nicht zu erwarten. 

Eine in dünnen Scheiben geschnittene Salami
Service Rückruf von Salami: Gesundheitsgefahr! Bundesamt gibt Warnung aus

 

+++Schleswig-Holstein beschließt weitere Corona-Lockerungen+++

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat weitere Lockerungen beschlossen. Das Bundesland hat derzeit eine Inzidenz von 21,8 und kann daher erneut große Schritte machen in Richtung Normalität. Ab Montag, 31. Mai, werden daher unter anderem die Kontaktregeln im Innen- und Außenbereich gelockert, auch Sport- und Freizeitangebote werden erweitert. Die Lockerungen im Detail:

Kontaktbeschränkungen: Im Innenraum dürfen sich maximal 10 Personen treffen, unabhängig von der Anzahl der Haushalte.

Maskenpflicht: Die Maskenpflicht für Schüler: innen im Außenbereich auf dem Schulhof wird aufgehoben. Die Maskenpflicht im Unterricht besteht jedoch weiterhin.

Sport-Aktivitäten: Sport im Innen- und Außenbereich ist erlaubt. Alle Sportanlagen werden wieder geöffnet. Bei Gruppen, die größer als 10 Personen sind, gilt eine Testpflicht, ausgenommen Kinder und Jugendliche in Gruppen mit bis zu 25 Teilnehmern. Es gilt eine Testpflicht in Fitnessstudios und Schwimmhallen.

Kultur: Kulturveranstaltungen, Kino- und Theaterbesuche sind wieder möglich. Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze können drinnen mit bis zu 25 Teilnehmern und draußen mit bis zu 50 Teilnehmern stattfinden. Dies gilt auch für private Veranstaltungen.

Wenn es Veranstaltungen mit „Sitzungscharakter“ sind, dürfen ab Montag sogar im Innenbereich 125 Personen zusammenkommen, im Außenbereich bis zu 250 Personen

Ärztin mit Schutzmaske und Schutzhandschuhen hält Tablettenblister iin die Kamera
Service Neue Anti-Corona-Pille von Pfizer als „Game Changer“?

Flohmärkte und Messen: Flohmärkte sowie Messen dürfen mit maximal 250 Personen im Außen- und 125 Personen im Innenbereich stattfinden.

Sauna-Besuche: Saunen und Whirlpools können ab Montag unter Auflagen ebenfalls wieder genutzt werden. Dies jedoch entweder nur allein oder mit dem eigenen Haushalt. Freizeit- und Kultureinrichtungen dürfen wieder öffnen, sind jedoch an eine Testpflicht gekoppelt.

Mit den weitreichenden Lockerungen bleibt Schleswig-Holstein der bisherigen Linie treu - Lockerungen, wo es möglich ist und so früh wie möglich.

Quelle:

Corona-Lockerungen: Landesregierung beschließt weitere Öffnungsschritte, in: ndr.de 

Wald in Rheinland-Pfalz
Service Inzidenz 0,0: Hier gab es noch nie Corona!

 

+++Düsseldorf verhängt Alkohol- und Verweilverbot – Angst vor indischer Mutante+++

Endlich war es so weit – die Außengastronomie öffnete nach monatelangem Verzicht auch in Düsseldorf wieder und Hunderte strömten in die Altstadt, um die neuen Freiheiten zu genießen. Doch damit ist nun schon wieder Schluss – zumindest fast. Am Mittwochabend kam der Krisenstab in Düsseldorf zusammen, um nach den Ausschweifungen der vergangenen Tage ein Alkohol- und Verweilverbot für die nächsten zwei Wochen zu beschließen

Frau wird geimpft, Gesetzeshammer
Service Gesetzesänderungen im Juni 2021: Impfpriorisierung, Impfpass & mehr

 

Alkohol- und Verweilverbot in Altstadt und Rheinuferpromenaden

Ab dem kommenden Wochenende ist der Alkoholkonsum in den Abend- und Nachtstunden im öffentlichen Raum in der Altstadt und den Rheinuferpromenaden verboten.

Auch ein Verweilverbot wurde nach Beratung der Düsseldorfer Polizei gemeinsam mit dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Nordrhein beschlossen. Das bedeutet: Die Menschen können sich mit Maske in den oben genannten Gebieten zwar fortbewegen, Verweilen ist allerdings nicht erlaubt.

Es gilt ab dem 28. Mai an Freitagen, Samstagen, Sonntagen und vor Feiertagen von 20 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages sowie an den sonstigen Wochentagen von 20 Uhr bis 1 Uhr des Folgetages. Ausgenommen vom Verweilverbot sind natürlich Warteschlangen vor Geschäften, Gastrobetrieben und anderen geöffneten Einrichtungen.

 

Chaos nach Lockerungen in Düsseldorf

„Die alkoholisierte, aufgeheizte Stimmung jenseits der Terrassen der Außengastronomie, in der konsequent Abstands- und Maskenregeln verletzt werden und mit zunehmendem Alkoholkonsum jeglicher Respekt vor anderen sowie den Ordnungskräften fehlt, können wir nicht tolerieren“, erklärt der Ordnungsdezernent und Krisenstableiter Christian Zaum. Die Landeshauptstadt von NRW dürfe nicht zum Anziehungspunkt für Besucher werden, die „einfach nur stören wollen“, so das Statement des Krisenstableiters gegenüber den Medien.

 

Besorgnis vor indischer Virus-Variante wächst

Eine weitere Sorge der Verantwortlichen: die indische Virus-Variante. Elf Fälle verzeichnete Düsseldorf in den vergangenen Tagen. Da sei es umso wichtiger, sich an Abstands- und Hygiene-Regeln zu halten. 

Frau mit medizinischer Maske
Service Ende der Maskenpflicht bereits im Herbst? Das sagen die Experten

 

+++RKI: Bundesweite Inzidenz sinkt auf 41+++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter. Am Donnerstag, 27. Mai, meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 41 (Vortag: 46,8). Zudem wurden dem RKI 6.313 Corona-Neuinfektionen gemeldet. In der Vorwoche waren es noch rund 12.298 Neuinfektionen. Außerdem wurden von den Gesundheitsämtern 269 Todesfälle gemeldet. Auch heute weist das RKI darauf hin, dass es aufgrund der Pfingstfeiertage zu einer Meldeverzögerung bei den Neuinfektionen kommen kann. 

Coronavirus-Graphik in blau
Krankheiten & Behandlung Corona-Impfstoff-Entwicklung: T-Zellen-Impfstoffe besser als mRNA?

 

+++Nicht genügend Biontech-Impfstoff für Arztpraxen in Hamburg+++

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, Walter Plassmann, schaut dem Wegfall der Impfpriorisierung keineswegs mit Freuden entgegen. Gegenüber dem Sender „NDR 90,3“ kritisierte er vor allem die Impfstoff-Verteilung in Hamburg, die zum jetzigen Zeitpunkt das Voranschreiten der Impfaktivitäten extrem behindere. Niedergelassenen Ärzten: innen sei versprochen worden, dass man bald richtig loslegen könne. Jedoch ist das momentan gar nicht möglich, da den Arztpraxen viel zu wenig Biontech-Impfstoff (pro Woche 24 Dosen für Erstimpfungen pro Praxis) zur Verfügung stehe. Plassmann vermutet: Das Vakzin der Firma Biontech/Pfizer werde offenbar vom Bund angespart – unter anderem für die geplanten Impfungen von Schüler: innen im Sommer.

Sollte die Impfstoffverteilung in Hamburg so weiter gehen, werden die niedergelassenen Ärzte: innen unter diesen Voraussetzungen bald ganz aufhören zu impfen, da der Aufwand für so wenig Dosen einfach zu groß sei, prophezeit Plassmann. 

Lothar H. Wieler vom RKI und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei der Bundespressekonferenz
Service Spahn und RKI: Was bringen diese 3 Maßnahmen?

Quelle:

Wenig Biontech-Impfstoff für Arztpraxen - Kritik an Verteilung, in: ndr.de

 

+++Rheinland-Pfalz: Tausende aus Prio-Gruppe 1,2 und 3 ohne Impf-Termin+++

Auch in Rheinland-Pfalz warten immer noch Tausende aus den Priorisierungsgruppen 1, 2 und 3 auf die Erstimpfung. Laut Regierungsangaben benötigen hier circa 6.850 priorisierte Impflinge einen Ersttermin. Um jedoch auch hier zügiger voranzukommen, fehle der Impfstoff. Die Hausärzte: innen klagen laut „SWR“ über eklatanten Impfstoffmangel. Man gehe daher nicht davon aus, dass es demnächst zu einer „Impfflut“ in den Arztpraxen komme, so Barbara Römer, Landesvorsitzende des Hausärzteverbands gegenüber dem „SWR“. Der Frust in den Praxen sei groß. "Die Praxen wollen impfen, die Patienten wollen geimpft werden, aber es kommen im Schnitt derzeit nur ein bis zwei Flaschen Biontech, Astrazeneca oder Johnson & Johnson pro Woche in die Praxen", macht Barbara Römer vom Hausärzteverband ihren Frust lautstark bemerkbar.

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz berate in den kommenden Tagen, ob es überhaupt zu einer Aufhebung der Impfpriorisierung komme. „Ob, in welchem Umfang und für welche Gruppen Rheinland-Pfalz davon Gebrauch machen wird, wird in den kommenden Tagen beraten, sobald die genauen Pläne und Liefermengen des Bundes bekannt sind“, so heißt es. Zuvor hatte bereits Hamburg angekündigt, die Impfpriorisierung zumindest in den Impfzentren auch über den 7. Juni hinaus beibehalten zu wollen.

Quelle:

Tausende aus Priogruppe 1 und 2 noch ohne Impf-Termin, in: swr.de 

Wartende Menschen vor einem Impfzentrum
Service Impfpriorisierung aufgehoben: Das gilt jetzt in den Bundesländern

 

+++26.05. Inzidenz auf Rekordtief+++

Das Robert Koch-Institut gibt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz am 26. Mai 2021 mit 46,8 an. Die Zahl der auf 100.000 Einwohner berechneten Neuinfektionen sinkt damit erstmals seit Oktober 2020 unter die Schwelle von 50. Gestern hatte der Wert noch bei 58,4 gelegen, in der Vorwoche bei 72,8. Kurz vor der dritten Welle im Februar hatte die bundesweite Inzidenz schon einmal knapp 50 betragen. Danach aber schnellten die Zahlen in die Höhe. 

Angesichts des abflachenden Infektionsgeschehens setzen mehrere Bundesländer großzügige Lockerungen um. 

 

Lockerungen in Mecklenburg-Vorpommern

Die bundeslandweite Inzidenz von Mecklenburg-Vorpommern beträgt aktuell 23,5. Ab dem 28. Mai sollen Hotels und Pensionen erste Gäste empfangen dürfen. Das gab Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstagabend in Schwerin bekannt. Zunächst dürfen Bürger aus MV Übernachtungen buchen, in der Folgewoche dann auch Touristinnen und Touristen. Bereits Ende März hatte das Bundesland über Lockerungen in der Tourismusbranche nachgedacht. 
Ab 1. Juni können Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern schrittweise öffnen. Kinos sollen ab dem 21. Juni folgen. 

Negative Corona-Tests, AHA-Regeln sowie individuelle Hygienekonzepte werden vorausgesetzt. 

 

Niedersachsen: Testpflicht für Einzelhandel entfällt

Mit einer Inzidenz von 34,0 hat sich Niedersachsen dazu entschieden, die Testpflicht für den Einzelhandel zu streichen. Das gilt ausschließlich in Regionen, die an fünf aufeinanderfolgenden Tagen eine Inzidenz von 50 unterschreiten. 

Die Testpflicht für die Außengastronomie bleibt bestehen und auch die jüngst diskutierte Aufhebung der Maskenpflicht im Handel bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 wird nicht umgesetzt. 

 

Baden-Württemberg: Lockerungen ab Donnerstag

Viele Kreise in Baden-Württemberg liegen aktuell unter einer Inzidenz von 100, wo die Bundes-Notbremse entfällt. Ab diesem Donnerstag ist es nun auch in der Landeshauptstadt Stuttgart und im Landkreis Göppingen soweit. Am Freitag folgt aller Wahrscheinlichkeit nach der Landkreis Esslingen. 

Zu den umgesetzten Lockerungen zählen weichere Kontaktbeschränkungen (max. 5 Personen aus zwei Haushalten) und das Wegfallen der nächtlichen Ausgangssperre. Die Gastronomie darf wieder öffnen, touristische Übernachtungen sowie Kulturveranstaltungen im Freien sind möglich. Veranstaltungen zur Religionsausübung sind zudem ohne vorherige Anmeldung gestattet. 

Die 7-Tage-Inzidenz des Bundeslandes Baden-Württemberg liegt derzeit bei 59,3. 

 

+++Corona-Neuinfektionen sinken weiter+++

Nicht nur die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt. Auch die Zahl der Neuinfektionen ist im Wochenvergleich geringer. Das RKI meldet heute 2.626 neue Corona-Fälle. Vor einer Woche waren es noch 11.040 gewesen. Die Zahl der Corona-Toten blieb mit 270 neuen Todesfällen im Vergleich zu 284 Toten in der Woche zuvor nahezu konstant.

Online macht das Robert Koch-Institut auf mögliche Meldeverzögerungen wegen des zurückliegenden Feiertags aufmerksam. 

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+++25.05. Empfindliche Impfpanne in Sachsen+++

Vergangene Woche kam es im Impfzentrum Chemnitz zu einer folgenschweren Verwechslung: Mehreren Personen wurde statt Moderna der Impfstoff von AstraZeneca verabreicht. Unter den Betroffenen sollen auch Menschen unter 40 Jahre gewesen sein.

Wie genau es zu der Impfpanne kommen konnte, ist nicht geklärt. „Leider konnte dies trotz höchster Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollmechanismen nicht verhindert werden“, hieß es in einer Stellungnahme  der Kassenärztlichen Vereinigung am Samstag (22. Mai). Die Ampullen beider Vakzine haben das gleiche Volumen und die gleiche farbliche Abdeckung.

 

Falscher Impfstoff: 17 Betroffene in Chemnitz

Wie die Kassenärztliche Vereinigung bestätigte, sind an der betroffenen Impfstraße vergangenen Dienstag ingesamt 69 Personen geimpft worden. Davon erhielten 17 Menschen den falschen Impfstoff. Acht von ihnen sollen jünger als 40 Jahre sein. 

 

AstraZeneca: Angst vor den Nebenwirkungen

Sachsen bietet seit Kurzem AstraZeneca-Impfungen für Personen ab 40 Jahren an. Der Impfstoff des Herstellers AstraZeneca ist stark umstritten, nachdem bei einigen Geimpften Sinusvenenthrombosen auftraten. Seitdem empfiehlt die Ständige Impfkommission den Impfstoff nur noch für Personen ab 60 Jahren. Jüngere erhalten Vaxzevria auf Wunsch nach vorheriger ärztlicher Aufklärung und Einwilligung.  

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Impfpanne: Das folgt jetzt

Der Vorstandsvorsitzende Klaus Heckemann bestätigte gegenüber der „dpa“, dass im Impfzentrum Chemnitz personelle Konsequenzen gezogen worden seien. 

Da man leider nicht zu 100 Prozent eingrenzen könne, wer genau den falschen Impfstoff erhalten habe, wurden alle 69 Betroffenen inzwischen schriftlich über die Impfpanne informiert. Sie seien angewiesen, aufmerksam auf Anzeichen eventueller Nebenwirkungen zu achten und sich gegebenenfalls direkt an einen Arzt zu wenden. 

 

Kopfschmerzen und punktförmige Hautblutungen

Bereits nach dem ersten Impfstopp im März hatte das Bundesgesundheitsministerium angegeben, worauf Menschen, die mit AstraZeneca geimpft wurden, achten sollten: 
 

„Wer 4 bis 14 Tage nach einer Impfung mit AstraZeneca anhaltende Kopfschmerzen entwickelt oder punktförmige Hautblutungen bei sich entdeckt, sollte sich dringend in ärztliche Behandlung begeben.“

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+++Zahlen: Neuinfektionen sinken, RKI warnt vor Interpretation+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut in den vergangenen 24 Stunden 1.911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor genau einer Woche waren es noch 4.209 neue Krankheitsfälle gewesen. 

Auf dem Dashboard weist die Leitforschungseinrichtung allerdings darauf hin, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt aussagekräftig sind: „Aufgrund des Feiertags am 24.05.2021 ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.“

Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um 33 Menschen auf insgesamt 87.456. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz, die die innerhalb einer Woche gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner benennt, liegt aktuell bei 58,4. In der Vorwoche hatte der Wert bei 79 gelegen. 

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+++21.05. Impfskandal aufgeflogen+++

Ein Arzt aus Essen, NRW, soll einen Patienten gegen Corona geimpft und im Gegenzug 200 Euro in bar genommen haben. Der Impfskandal flog auf, als die beiden Tage später in einen Streit um den Impfnachweis gerieten. 

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200 Euro für eine Corona-Impfung

Wie unter anderem der „WRD“ berichtet, wird dem Arzt vorgeworfen, seinen Patienten geimpft und dafür 200 Euro kassiert zu haben. Der Verstoß fand angeblich bereits Anfang Mai statt.

 

Streit um Impfnachweis eskaliert

Die eigentliche Impfung lief den Berichten zufolge ohne Komplikationen ab und wäre wahrscheinlich nicht aufgeflogen. Allerdings hatte der Patient am Impftag seinen Impfausweis vergessen. Erst vergangenen Mittwoch (19. Mai) reichte der Mann seinen Impfausweis nach, um die Immunisierung eintragen zu lassen. Dabei gerieten die beiden in einen Streit, der derart eskalierte, dass die Polizei gerufen werden musste.

 

Kriminalpolizei ermittelt

Beim Eintreffen der Beamten flog der mutmaßliche Impfskandal auf. Der Patient kann die Impfung zwar nicht per Impfausweis nachweisen. Allerdings besitzt er einen Blanko-Aufkleber, dessen Chargenummer dem betroffenen Arzt zugewiesen werden konnte. 

Der Mediziner bestreitet die Vorwürfe. Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen und klärt neben dem vorliegenden Fall auch die Frage, ob weitere Patienten in der Praxis gegen Geld geimpft worden sein könnten.  

 

+++Corona-Zahlen: Weiteres Bundesland unter 50er Inzidenz+++

Nach Niedersachen (47,1), Mecklenburg-Vorpommern (42,3), Hamburg (35,3) und Schleswig-Holstein (30,3) rutschte heute auch Brandenburg unter eine Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Das Bundesland weist laut RKI aktuell einen Wert von 49,1 auf. Einzig Thüringen mit 106,4 liegt noch über einer Inzidenz von 100. 

Die bundesweite Inzidenz liegt am heutigen Freitag bei 67,3 und damit etwas niedriger als gestern (68,0). 

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Neuinfektionen gehen weiter zurück

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem RKI 8.769 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 2.567 weniger als in der Woche zuvor. Die Zahl der Corona-Toten stieg indes von 190 Menschen in der Vorwoche auf aktuell 226. 
Seit Beginn der Pandemie in Deutschland haben sich damit 3.635.162 Personen mit COVID-19 infiziert und 87.128 sind an oder mit dem Virus gestorben. 

 

+++20.05. Unterdosierung bei Corona-Impfung+++

Dieser Fall sorgt für Aufsehen: Ein Arzt im niedersächsischen Gartow, Landkreis Lüchow-Dannenberg, hat rund 40 Patienten lediglich die Hälfte der vorgeschriebenen Corona-Impfstoffdosis verabreicht. Wie der „NDR“ berichtet, kann der Mediziner sein Vorgehen allerdings begründen. 

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Halbe Dosis gespritzt: Das sagt der Arzt 

Laut „NDR“ erklärt der Mediziner sein Handeln damit, seine Patienten vor möglichen Nebenwirkungen geschützt haben zu wollen. Er verweist zusätzlich auf eine Studie, die belege, dass der Impfstoff von AstraZeneca bei niedriger Dosierung eine höhere Wirksamkeit aufweise. Die Studie erschien Anfang des Jahres in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ und ging auch durch die deutsche Berichterstattung

 

Ermittlungen aufgenommen

Trotz der Rechtfertigungen des Arztes prüft die niedersächsische Ärztekammer, ob berufsrechtliche Verstöße vorliegen. Die Dosierungsangaben der Hersteller sowie die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) seien grundlegend bindend. Eine Unterdosierung sei nicht zulässig, hieß es dazu. 

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+++Corona-Zahlen: Weniger Neuinfektionen, Todesfälle nahezu gleich+++

In den vergangenen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut 12.298 Corona-Neuinfektionen und 237 neue Todesfälle gemeldet. Das sind 5.121 Infektionsfälle weniger als in der Woche zuvor, wo 17.419 Neuinfektionen gezählt worden waren. Die Zahl der Todesopfer reduzierte sind allerdings nur um 41 – von 278 in der Vorwoche auf aktuell 237.

Seit Beginn der Pandemie in Deutschland haben sich 3.626.393 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert. 86.902 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. Als genesen gelten rund 3.358.000 Personen. Das sind etwa 17.500 mehr als am Vortag. Die Zahl der aktiven COVID-19-Fälle reduzierte sich um 5.500 auf 181.500. 

 

Bundesweite Inzidenz bei 68

Die Zahl der labortechnisch bestätigten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche berechnet das RKI aktuell auf 68. Gestern hatte die 7-Tage-Inzidenz noch bei 72,8 gelegen. 

Nach Niedersachen (46,4), Hamburg (35,1) und Schleswig-Holstein (31,4) weist nun auch Mecklenburg-Vorpommern (47,1) eine Inzidenz von unter 50 auf. 

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+++19.05. Paar sorgt für Massenquarantäne auf Sylt+++

Gerade erst öffnen die Tourismus-Regionen für Urlauber aus Deutschland, schon ist es geschehen – auf Sylt kam es zu einem größeren Corona-Infektionsgeschehen, welches das Gesundheitsamt vor Ort vor eine Herausforderung stellt.

Ein Urlauber-Pärchen hatte in der vergangenen Woche auf der Insel den lang ersehnten Urlaub verbracht und wurde nach der Rückkehr positiv auf das Coronavirus getestet. Das hat weitreichende Folgen für die Urlaubs-Destination. 

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Corona auf Sylt: 250 Menschen in Quarantäne

Unter anderem berichtet die „Sylter Rundschau“, dass im Rahmen der Personennachverfolgung über 250 Kontaktpersonen ermittelt wurden, die sich nun in Quarantäne begeben müssen. Das Fatale: Das Urlauber-Paar war in einigen Restaurants auf der Insel unterwegs.

Gleich vier der örtlichen Restaurants mussten ihre Mitarbeiter und auch weitere Gäste, die ermittelt werden konnten, in Quarantäne schicken.

 

3 positive Corona-Fälle: Einzelhandelsbetrieb auf Sylt geschlossen

Und auch ein größerer Einzelhandelsbetrieb sei aktuell von mehreren Corona-Fällen betroffen. In diesem konnte man bereits drei positive Testergebnisse vorweisen, sodass der komplette Betrieb nun eingestellt werden muss.

Eigentlich haben die in Deutschland nun wieder in Betrieb gehenden Urlaubsregionen ein sehr strenges Sicherheitskonzept. Dennoch kann es trotz regelmäßiger Testung nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Corona-Ausbrüchen kommt. Ein wichtiger Punkt jedoch ist und bleibt die Kontaktnachverfolgung. So konnte auch bei dem Urlauber-Paar schnell und angemessen reagiert werden. 

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+++Keine Erstimpfungen mehr in Bayern?+++

Die Verwirrung war groß, als die Landratsämter in Bayreuth und Bamberg am Dienstagabend bekannt gaben, ab dem Folgetag keine Erstimpfungen mit den Vakzinen Biontech und Moderna mehr durchführen zu dürfen. 

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Verwirrung um Impfstopp in Bayreuth und Bamberg

Stattdessen habe man von den Leitern der bayerischen Impfzentren die Anweisung erhalten, die vorhandenen Impfdosen ausschließlich für Zweitimpfungen zu verwenden. Grund für den Stopp der Ersttermine sei die Tatsache, dass Impfstoff-Kontingent von Biontech und Moderna schwinde und man bayernweite Reserven aufbauen müsse, hieß es aus Bamberg. 

 

Ministerium schaltet sich ein

Das bayerische Gesundheitsministerium reagierte laut „ovb-online“ umgehend auf die Berichte. Noch am Dienstagabend wurde mitgeteilt, man habe keineswegs einen Impfstopp angeordnet. 

Wie ein Ministeriumssprecher betonte, seien die Impfzentren lediglich über die hohe Anzahl der nun nötigen Zweitimpfungen informiert worden. Diese Zahl sei unter anderem dadurch gestiegen, dass Personen unter 60 Jahren, die eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten sollen. Diese Empfehlung hatte die Ständige Impfkommission Anfang Mai ausgesprochen. 

Der Fall ist kein Einzelfall. Bereits in Niedersachsen kam es in den vergangenen Tagen zu einem Aussetzen der Erstimpfungen aufgrund von Impfstoff-Mangel.

 

+++Corona-Zahlen: Infektionsgeschehen weiter rückläufig+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut in den vergangenen 24 Stunden 11.040 Neuinfektionen und 284 neue Todesfälle gemeldet. Das sind 3.869 Infektionen und 16 Todesfälle weniger als in der Woche zuvor. 
Damit haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland 3.614.095 Personen mit SARS-CoV-2 angesteckt. 86.665 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. Als genesen gelten aktuell rund 3.340.400 Menschen – etwa 20.100 mehr als am Vortag. Die Zahl der aktiven Fälle beläuft sich damit auf rund 187.000. Das sind 9.400 weniger als tags zuvor. 

 

Inzidenz sinkt weiter

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sinkt ebenfalls weiter. Heute vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz noch bei 107,8, aktuell berechnet das RKI einen Wert von 72,8. 
Drei Bundesländer weisen eine Inzidenz von unter 50 auf: 

  • Niedersachsen 49,9
  • Hamburg 35,3 
  • Schleswig-Holstein 32,4

Nur Thüringen liegt mit einem Inzidenzwert von 115,3 über der Schwelle von 100. 

Christian Drosten
Service Drosten: Das droht Impfverweigerern!

 

+++18.05. RKI-Dashboard nicht abrufbar+++

Vonseiten des Robert Koch-Instituts ist heute Morgen keine detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Deutschland nach Landkreis und Bundesland möglich. Das Dashboard der selbstständigen Bundesbehörde wird derzeit aktualisiert. 

Eine Gruppe sitzt im Park zusammen
Service Freiheiten für Geimpfte und Genesene: Das alles ist bald wieder möglich

 

Erste Zahlen trotz Datenpanne

Abseits der detaillierten Aufstellung im Dashboard gibt das RKI online auch reine Fallzahlen in Deutschland an. Daraus ist für heute zu lesen, dass die Zahl der elektronisch übermittelten Corona-Fälle bundesweit um 4.209 auf insgesamt 3.603.055 gestiegen ist. Die Gesamtzahl der Todesfälle gibt das RKI aktuell mit 86.381 Menschen an – das wären 221 mehr als am Vortag. Auch hier wird es jedoch vermutlich zu Nachmeldungen kommen. Es fehlen bereits jetzt die Fallzahlen aus Brandenburg.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist laut RKI von 83,1 am Vortag auf jetzt 79 gesunken. 

 

+++17.05. Erneuter Corona-Ausbruch trotz Impfung+++

Das EVIM-Seniorenzentrum in Hattersheim bei Frankfurt kämpft schon zum zweiten Mal gegen das Coronavirus. Der erste Corona-Ausbruch hat im Oktober 2020 stattgefunden, nun sind erneut Bewohner:innen und Pflegekräfte infiziert. Wie es dazu kommen konnte, ist bisher nicht geklärt.  

Christian Drosten
Service Drosten: Das droht Impfverweigerern!

 

Bewohner:innen und Mitarbeitende infiziert

Der Leiter der EVIM-Pflegeeinrichtungen, Frank Kadereit, bestätigte laut „Frankfurter Neue Presse“ ingesamt fünf COVID-19-Infektionen. Im Wohnbereich für Demenzkranke sind zwei Personen erkrankt. Drei Pflegekräfte, bei denen das Virus ebenfalls nachgewiesen werden konnte, befinden sich bis zum 23. Mai in häuslicher Quarantäne. 

Um die Versorgung aller Patienten:innen im Haus trotz der Quarantäne-Ausfälle zu gewährleisten, heuert das Seniorenzentrum unter anderem Fachkräfte von einer Arbeitsvermittlung an.

 

Ausbruch trotz Impfung: „Das wird es auch weiterhin geben“  

Bisher ist nicht geklärt, wie das Virus erneut ins Haus gelangen konnte. Besucher werden vor Eintritt auf Station auf Corona getestet, zudem gibt es umfassende Hygienekonzepte, betonte Kadereit. 

Sämtliche Mitarbeitende und Bewohner:innen des betroffenen Bereichs waren vollständig geimpft. Der Ausbruch beweise, dass kein hundertprozentiger Schutz vor einer COVID-19-Ansteckung bestünde. „Das wird es auch weiterhin geben“, machte Kadereit deutlich. 

Dennoch ist man im EVIM-Seniorenzentrum froh über die gemachten Corona-Impfungen: Bei sämtlichen Infizierten verlaufe die Infektion mild.

 

+++Corona-Zahlen: Inzidenz stagniert+++

Zum ersten Mal seit etwa zwei Wochen sinkt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag nicht mehr, sondern stagniert. Das RKI meldet heute 83,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Schon gestern hatte der Wert bei 83,1 gelegen. Am Montag vor einer Woche betrug die bundesweite Inzidenz noch 119,1. 

Die Zahl der Gesamtinfektionen im Land steigt um 5.412 neue Corona-Fälle auf ingesamt 3.598.846 seit Beginn der Pandemie. An oder mit dem Virus gestorben sind bisher 86.160 Menschen. Das sind 64 mehr als tags zuvor. 

Illustration der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen
Service Sieben-Tage-Inzidenz: Was sagt der Wert aus und wie verlässlich ist er?

 

+++14.05. Köln: Fast 2.000 Menschen corona-positiv trotz Impfung+++

In Köln haben sich laut Medienberichten 1.789 Menschen trotz Corona-Schutzimpfung dennoch mit Sars-COV-2 infiziert. Das berichtet unter anderem „Merkur.de“. Eine solch auffällig hohe Zahl sei schon ungewöhnlich, man könne die Situation in der Domstadt aufgrund der jetzigen Datenlage allerdings noch nicht abschließend beurteilen, so heißt es. Laut Informationen der „Bild“-Zeitung sind unter den Infizierten 1.335 Personen gewesen, die bereits eine Erstdosis erhalten haben. Insgesamt 454 Betroffene hätten sogar bereits eine zweite Dosis erhalten. Dass man trotz Impfung infiziert wird, ist nicht der Normalfall.

„Diese Zahlen machen mir Sorgen“, sagt der Chef des Kölner Gesundheitsamtes, Johannes Nießen, gegenüber der „Bild“-Zeitung. „Solange es so wenige sind, ist das Geschehen händelbar. Wir beobachten die Lage weiter, Auswirkungen auf unseren Impf-Plan haben diese Fälle aber bislang nicht“, erläutert Nießen weiter. 

Ein Mann mit einem Beatmungsgerät
Service Corona-Obduktionen: „Inneres Ersticken“ als Todesursache

 

Warum kommt es trotz Impfungen überhaupt zu positiven Testergebnissen?

Gründe, warum es trotz Impfung noch zu einem positiven Corona-Test kommt, gibt es in der Tat mehrere. So erläuterte Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, vergangene Woche bei der Bundespressekonferenz: „Zu einer Erkrankung kann es auch dann kommen, wenn die Infektion kurz vor der Impfung stattgefunden hat – wenn also in der Inkubationszeit geimpft wurde, die mittlere Inkubationszeit bei Covid-19 beträgt 5-6 Tage – oder wenn eine Infektion in den ersten Tagen nach der Impfung erfolgt ist, bevor der Impfschutz vollständig ausgebildet werden konnte.“

In den meisten Fällen kommt es bei einer Infektion mit dem Coronavirus nach einer Impfung jedoch zu weitaus milderen Verläufen. Häufig merken die Betroffenen nicht einmal, dass sie infiziert sind. Erst im Zuge weiterer Kontrollen wird dann das Ausmaß sichtbar. So auch bei einem Corona-Ausbruch in Niedersachsen.

 

+++ Ausbruch trotz Impfung in Senioreneinrichtung in Niedersachsen+++

In einer Senioreneinrichtung in der Gemeinde Friesoythe (Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen) haben sich in den vergangenen Tagen 22 Bewohner: innen sowie drei Mitarbeiter: innen mit dem Coronavirus infiziert, obwohl die Bewohner: innen bereits geimpft waren. Zwar seien überwiegend milde Verläufe die Folge gewesen, zwei der Bewohner: innen sind jedoch im Zuge der Corona-Erkrankung verstorben. Ob Corona jedoch auch die Todesursache war, ist noch unklar, berichtet der „NDR“. Die Behörden wollen den Ausbruch nun prüfen. Im Fokus der Untersuchung die Frage, welcher Impfstoff und welche Charge verwendet wurde. 

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+++Niedersachsen kündigt Aussetzen der Erstimpfungen mit mRNA-Vakzinen an+++

Wer in Niedersachsen auf eine Impfung mit Biontech oder Moderna hofft, muss sich wohl noch eine Weile gedulden: Das Sozialministerium des Landes hat jetzt in einem Schreiben an die Impfzentren angekündigt, dass Erstimpfungen mit diesen Vakzinen in den nächsten Wochen aller Voraussicht nach nicht stattfinden können. Dies berichten verschiedene Medien. Der Grund: Die Impfstoffmengen, die der Bund liefert, kommen derzeit zu unregelmäßig an. Es drohen sogar Terminabsagen. 

 

Zweitimpfungen haben Vorrang

In dem Schreiben heißt es auch, dass nach jetzigem Stand vorläufig nur Zweitimpfungen mit den mRNA-Vakzinen durchgeführt werden können. Zunächst müssten die Impf-Kontingente wieder hergestellt werden, um auch im Juni die dann anstehenden Zweitimpfungen gewährleisten zu können.

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Neuer Impfrekord in Deutschland

Obwohl in einigen Bundesländern ein Impfstoffmangel herrscht, nimmt die bundesweite Impfkampagne in Deutschland weiter Fahrt auf. Am vergangenen Mittwoch (12.05.) sind in Deutschland so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden wie noch nie zuvor.  1.353.453 Impfspritzen wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts verabreicht.

Aktuell haben in Deutschland bereits 35,9 Prozent eine Erstimpfung erhalten. 10,6 Prozent sind laut Angaben des RKI bereits doppelt geimpft. Die höchste Impfquote hat das Saarland mit rund 40,4 Prozent.

 

+++14.05. Corona-Ausbruch bei der Müllabfuhr fordert zwei Todesopfer+++

Große Trauer unter den Kollegen der „Servicebetriebs Bau- und Stadtgrün“ in Schweinfurt in Bayern: Nachdem bei der zugehörigen städtischen Müllabfuhr 27 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet wurden, sind zwei Mitarbeiter laut Medienberichten von ihnen an der Krankheit gestorben. 

Obwohl in dem Betrieb seit längerem Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen gelten – wie verschobene Arbeits- und Pausenzeiten, Umkleiden im Schichtsystem, Schließung der Kantine und regelmäßige Testungen – hat sich das Virus eingeschlichen. Woher genau es kam, ist unklar.

Lothar H. Wieler und Jens Spahn
Service Spahn und Wieler: Brauchen Medikamente gegen COVID

 

Auswirkungen auch auf die Müllabfuhr

Neben dem Schock hat der Corona-Ausbruch auch Folgen für die Müllabfuhr der Stadt: Kollegen aus anderen Bereichen müssen aushelfen. Zudem fahren statt vier nur noch drei Mitarbeiter in einem Fahrzeug. Und auch die Bürger wurden um Mithilfe gebeten – sie sollen bitte ihre Tonnen selbst vor raus- und wieder zurückstellen. 

Christian Drosten
Service Drosten: Das droht Impfverweigerern!

 

Schweinfurt hat höchsten Inzidenzwert

Im Gegensatz zum Rest der Region steigen die Coronazhalen in Schweinfurt an: Während der 7-Tage-Inzidenz in Unterfranken stetig sinkt, ist er in der Stadt am Mittwoch um 33 auf 286,4 gestiegen. Damit meldet Schweinfurt den höchsten Wert in ganz Deutschland. 

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+++Aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz jetzt unter 100+++

Heute meldet das Robert Koch-Institut (RKI) 11.336 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages und 190 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen ist um 7.149 im Vergleich zum vergangenen Freitag gesunken – und das spiegelt sich auch im 7-Tage-Inzidenz wider: Laut RKI beträgt er 96,5. Das erste Mal seit dem 20. März liegt der Wert für ganz Deutschland damit wieder unter 100. Am Vortag lag er noch bei 103,6 und letzten Freitag bei 125,7. 

Die positive Entwicklung setzt sich also fort, auch der R-Wert liegt mit 0,87 weiterhin unter der Marke von 1 – ein weiteres Indiz dafür, dass das Infektionsgeschehen zurückgeht. Bundesweit gibt es allerdings große Unterschiede: In Thüringen ist der Inzidenz mit 148,5 am höchsten, während Schleswig-Holstein mit 42,8 den niedrigsten Wert meldet.

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+++12.05. Impfprozess wird beschleunigt+++

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat gegenüber dem „SWR“ bestätigt, dass sich ab kommendem Montag (17. Mai) alle Personen über 16 beziehungsweise 18 Jahren in Hausarztpraxen impfen lassen können. Als Voraussetzung gilt, dass genügend Impfstoff vorrätig ist. 

 

Impfpriorisierung fällt

Die Priorisierung wird für alle aktuell verwendeten Impfstoffe aufgehoben. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Prioritätsgruppe ist dann nicht mehr notwendig. Der Beschluss wurde vom Sozialministerium in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg gefällt. 

 

Regelung für Impfzentren

Anders als in Hausarztpraxen fällt die Impfpriorisierung in den Impfzentren Baden-Württembergs nicht weg. Trotzdem geht es auch dort voran: Ab Montag werden Impfungen für die Prioritätsgruppe 3 geöffnet. Dazu gehören unter anderem Personen, die aus beruflichen Gründen geimpft werden müssen bzw. wollen. 

 

+++Aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz nähert sich 100+++

In den vergangenen 24 Stunden hat das Robert Koch-Institut deutschlandweit 14.909 Corona-Neuinfektionen und 268 Todesfälle registriert. Das sind erkennbar weniger als noch vor einer Woche. Am 5. Mai hatte das RKI 18.034 Corona-Neuinfektionen und 285 Tote innerhalb eines Tages verzeichnet.

Seit Beginn der Pandemie haben sich 3.548.285 Personen mit COVID-19 infiziert, 85.380 Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Als genesen gelten insgesamt 3.220.300 Menschen – rund 23.400 mehr als tags zuvor. Die Zahl der aktiven Fälle sank um ca. 8.700 auf aktuell 242.600. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz geht indes weiter zurück. Gestern lag der Wert bei 115,4, am Montag (10. Mai) hatte er noch 119,1 betragen. Heute verzeichnet das RKI 107,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 

 

+++11.05. Polizei Soest sucht Impfstoffdieb+++

Am Wochenende soll ein bisher nicht identifizierter Mann Impfstoff aus dem Impfzentrum Soest, NRW, entwendet haben. Die Polizei veröffentlichte eine Pressemitteilung zu dem Fall, in der sie um Hinweise auf die Identität des Gesuchten bittet. 

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Unbekannter stiehlt Impfstoffspritzen

Laut Angaben der Beamten fand der Diebstahl am Samstag (8. Mai) zwischen 10.45 Uhr und 11 Uhr statt. Der noch unbekannte Mann soll zunächst zu einer gewöhnlichen Impfung erschienen und mit einer Mitarbeiterin des Impfzentrums in einer Kabine gewesen sein. Im Anschluss habe er nicht die erforderliche Wartezeit eingehalten, sondern das Gebäude direkt verlassen. Als der Diebstahl wenige Augenblicke später auffiel, war der Mann bereits aus dem Impfzentrum am Senator-Schwarz-Ring geflohen. 

Ingesamt fehlen sechs vorgefertigte Impfspritzen der Firma Moderna und 12 dazugehörige Aufkleber.

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Service Corona: Warum die britische Mutante ein Glücksfall ist

 

Polizei bitte um Hinweise

Um den Impfstoffdiebstahl schnellstmöglich aufzuklären, bittet die Polizei Soest um sachdienliche Hinweise. Als Täterbeschreibung geben die Beamten folgende Eckpunkte zum Aussehen des möglichen Täters an: 

  • 190 cm bis 195 cm groß
  • athletische Figur 
  • mitteleuropäischer/deutscher Phänotyp 
  • sprach hochdeutsch 
  • trug eine blaue Basecap mit rotem Streifen, ein dunkelblaues Sweatshirt und eine blaue Jeans 

Hinweise auf die Identität des Mannes nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02921-91000 entgegen.

 

+++Corona-Zahlen: Weniger Neuinfektionen im Wochenvergleich+++

Das RKI meldet heute 6.125 Corona-Neuinfektionen und 283 neue Todesfälle. Am Dienstag vor einer Woche waren es 7.534 Corona-Neuinfektionen und 315 Tote gewesen. 
Die Zahl der Gesamtinfektionen im Land steigt damit auf 3.533.376; die Zahl der Todesfälle auf 85.112 Menschen. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt von 119,1 am Vortag auf heute 115,4. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 141 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sagt aus, wie viele Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gerechnet das RKI innerhalb einer Woche verzeichnet. 

Grafische Darstellung von Coronaviren.
Service Corona-Hotspots: Nur noch ein Bundesland über 100er-Inzidenz
 

 

+++10.05. Dritter Corona-Ausbruch in Reha-Klinik in Aatalklinik +++

Erneut ist es in der Aatalklinik in Bad Wünneberg zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen: Laut Medienberichten sind 53 Patienten:innen und sieben Mitarbeiter:innen betroffen. Das Brisante: Es handelt sich bereits um den dritten Ausbruch in der Klinik. Offenbar kam das Virus durch einen neuen Patienten in die Einrichtung.

Der zuständige Kreis Paderborn verhängt diesmal nicht nur einen Aufnahmestopp und ein strenges Besuchsverbot, sondern forderte von der Klinikleitung auch die Prüfung des Lüftungssystems. "Aufgrund der aktuellen Pandemielage sind bis auf weiteres keine Patientenbesuche möglich. Gern unterstützen wir Sie bei der telefonischen Kontaktaufnahme mit Ihren Angehörigen", heißt es auf der Homepage der Klinik

Darstellung eines Coronavirus mit britischer Flagge
Service Corona: Warum die britische Mutante ein Glücksfall ist

 

Betroffene keine Symptome

Die meisten betroffenen Patienten:innen weisen aktuell keine Symptome auf. Es ist bereits der dritte Ausbruch in der Klinik innerhalb von vier Monaten. Erst im März konnten in der Klinik durch Reihentestungen bei 82 Personen Sars-COV-2 nachgewiesen werden. Darunter befanden sich 59 Patienten:innen und 23 Mitarbeiter:innen.

 

+++Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson nur für Ü60-Jährige +++

Nach der Änderung der Impfempfehlung für AstraZeneca folgt nun der nächste Impfstoff, der nur für Personen über 60 Jahren empfohlen wird. Laut Informationen der Deutschen Presseagentur soll auch Johnson & Johnson in Deutschland nur für Ältere Personen empfohlen werden. Das haben Bund und der Gesundheitsminister am Montag beschlossen. 

Impfdose mit AstraZeneca und Spritzen
Service Thrombose bei AstraZeneca: Risiko bei zweiter Dosis

„Wir erwarten über 10 Millionen Dosen Johnson & Johnson“, erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn am Montag gegenüber der Presse. Und diese sollen nun nur für Ü60-Jährige verwendet werden. Es gibt allerdings Ausnahmen!

 

Johnson & Johnson für Jüngere nach ärztlicher Aufklärung

Die Verwendung des Impfstoffs für Unter-60-Jährige mit Johnson & Johnson soll dann möglich sein, wenn zuvor eine ärztliche Aufklärung stattgefunden hat. Man orientiert sich an dem Vorgehen von AstraZeneca, erläutert Jens Spahn.

 

Impfpriorisierung für Johnson & Johnson aufgehoben

Außerdem soll genau wie bei AstraZeneca auch bei Johnson & Johnson die Impfpriorisierung in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben werden. „Es ist sehr wichtig für die Einschätzung, dass wir von sehr, sehr seltenen Nebenwirkungen sprechen, aber eben auch von sehr ernsthaften“, so Spahn.

Nahaufnahme von Fläschchen und Spritze - Covid-19 Impfstoff
Service Thrombose-Fälle auch bei Biontech: So reagiert der Hersteller

 

Neue Empfehlung für Johnson & Johnson: Warum nur für Ü60-Jährige?

Bei dem Vakzin von Johnson & Johnson kam es ähnlich wie bei AstraZeneca vermehrt zu Thrombose-Fällen nach einer Immunisierung. Die USA hatte deshalb bereits die Impfung mit dem Vakzin ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüfte den Impfstoff aufgrund der Vorfälle und der neuen Datenlage nun noch einmal. Auch hier stellte die EMA genau wie bei AstraZeneca eine Verbindung zwischen Impfstoff und den seltenen Thrombosen her, dennoch würden die Vorteile einer Impfung die Risiken überwiegen.

Das Vakzin von Johnson & Johnson hat gegenüber Biontech/Pfizer oder AstraZeneca einen entscheidenden Vorteil: Man braucht für einen vollständigen Schutz nur eine einmalige Impfung

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Service Corona und Thrombose: Lösen Antikörper Blutverklumpungen aus?

 

+++Knapp 7.000 Corona-Neuinfektionen am Montag+++

Die aktuellen Zahlen de Robert Koch-Instituts: Am Montag, 10.05.2021, werden 6.922 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das liegt zwar deutlich unter dem Wert von letztem Montag, trotzdem steigt der 7-Tage-Inzidenz leicht auf 119,1 – am Sonntag betrug er noch 118,6. Laut dem RKI wurden außerdem insgesamt 54 weitere Todesfälle registriert. Nach dem aktuellen Lageberichtliegt liegt der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert mit  0,90 weiterhin unter null . 

 

+++06.05. Corona-Ausbruch in Düsseldorfer Kita – B.1.1.7 festgestellt+++

In der katholischen Kindertagesstätte „Mariensäule“ in Carlsstadt in Düsseldorf kam es zu einem größeren Corona-Ausbruch, der Fragen aufwirft. Denn nach Informationen der „Westdeutschen Zeitung“ waren die dortigen Angestellten bereits gegen das Coronavirus geimpft. Dennoch konnte bisher bei 10 Kindern und drei Beschäftigten das Coronavirus nachgewiesen werden. Bei sieben von ihnen wurde auch die britische Virus-Variante B1.1.7 festgestellt. 

Eine Gruppe sitzt im Park zusammen
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Fast 40 Kinder in Quarantäne

Nachdem die Stadt umgehend eine Kontaktnachverfolgung eingeleitet hat, wurden neben den 13 Betroffenen noch 28 weitere Kinder und sechs Beschäftigte ermittelt, für die eine Quarantäne angeordnet werden musste. Als Kontaktperson der Kategorie eins standen sie alle im direkten Kontakt mit den positiv getesteten Mitarbeitern und Kindern.

 

Warum waren die Kinder überhaupt in der Kita?

Im Gegensatz zu anderen Städten in NRW sind in Düsseldorf die Kindertagesstätten nicht im Notbetrieb, sondern haben regulär geöffnet. Da ein eingeschränkter Betrieb für Kitas erst ab einer Inzidenz von 165 laut Bundesnotbremse vorgesehen ist, dürfe man hier den normalen Betrieb noch aufrecht erhalten. 

2 Fläschen mit Corona-Impfstoff
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+++Knapp 22.000 Corona-Neuinfektionen am Donnerstag+++

Das Robert Koch-Institut meldet am Donnerstag, 06.05.2021, insgesamt 21.953 Corona-Neuinfektionen. Zudem wurden dem RKI insgesamt 250 weitere Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Sieben-Tage-Inzidenz fällt weiter und liegt aktuell bei 129,1 (Vortag 132,8.) Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt laut aktueller Datenlage weiterhin mit 0,83 konstant unter null. 

Ärztin entsorgt Impfmaterial
Service Corona-Impfung: Zehntausende Dosen landen im Müll

 

+++Corona-Ausbruch in Reha-Klinik Selenter See +++

Die Reha-Klinik „Selenter See“ in Schleswig-Holstein muss bis einschließlich 25. Mai schließen und schickt bis Ende der Woche alle Patienten und Patientinnen nach Hause. Der Grund: ein größerer Corona-Ausbruch. Bei insgesamt fünf Familienmitgliedern und einer Mitarbeiterin sei bisher nach PCR-Testung Sars-COV-2 nachgewiesen worden. „Das zuständige Gesundheitsamt hat daraufhin präventiv auch die Abreise der anwesenden Patientengruppen angeordnet“, erklärt der Pressesprecher der Reha-Klinik, Bastian Bammert, gegenüber den „Kieler Nachrichten“

 

Nach Schließung: Weitere Konsequenzen?

Weitere Konsequenzen drohen der Reha-Leitung aktuell keine. Es gibt ein ausgefeiltes Hygiene-Konzept. Mitarbeiter würden regelmäßig getestet werden, zudem gelte ein absolutes Besuchsverbot. Man habe eine Maskenpflicht in allen Bereichen und die Therapie-Betreuung sei in Kohorten aufgeteilt. Sämtliche Schritte habe man in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt getroffen, betont die Klinik noch einmal gegenüber den Medien.

 

Neue Patienten-Aufnahme erst Ende Mai

Aktuell ist die Klinik bis zum 25. Mai geschlossen. Ab dem 26. Mai können dann wieder neue Patienten aufgenommen werden. Betroffene, deren Reha-Termine abgesagt werden mussten, sollen schnellstmöglich Ersatztermine erhalten.

 

+++05.05. Erste Bundesländer stellen Pfingsturlaub in Aussicht+++

Zu Pfingsten 2021 wollen Bayern und Niedersachen touristische Reisen wieder möglich machen. Andere Bundesländer könnten nachziehen. Entscheidend bei den Lockerungen ist eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100. 

 

Pfingsturlaub in Bayern

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte nach einer Kabinettssitzung an, touristische Reisen und Übernachtungen zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai wieder zu ermöglichen. Erlaubt sein soll dies in Regionen, deren Inzidenzwert unter 100 liegt. Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen dann wieder öffnen. Das berichtet unter anderem die „Tagesschau“.

Bereits am 10. Mai setzt Bayern die ersten Lockerungen um: In inzidenzniedrigen Regionen dürfen Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Dabei gelten Hygienekonzepte sowie Masken- und Testpflicht.

 

Niedersachen: Touristen zu Pfingsten

Auch Niedersachsen lockert in zwei Schritten. Ab dem 10. Mai sind erste Öffnungen – darunter Einzelhandel und Gastronomie – geplant. Hotels, Ferienwohnungen & Co. dürfen zwar auch wieder Gäste empfangen, zunächst allerdings nur Einwohner aus Niedersachsen. In rund drei Wochen und damit pünktlich zu Pfingsten 2021 sollen dann auch Touristen wieder Übernachtungsmöglichkeiten buchen können. Kontaktnachverfolgungen, Zugangsbeschränkungen und Hygienekonzepte sind Voraussetzung für die geplanten Lockerungen. 

 

+++Corona in Deutschland: Die Zahlen sinken weiter+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut in den zurückliegenden 24 Stunden 18.034 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 4.200 Infektionen weniger als vor genau einer Woche. Die Zahl der Todesfälle sank im Wochenvergleich von 312 auf 285. 
Seit Beginn der Pandemie haben sich hierzulande 3.451.550 Personen mit SARS-CoV-2 angesteckt, ingesamt 83.876 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt ebenfalls weiterhin. Am Montag hatte der Wert noch bei 146,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gelegen. Heute gibt das RKI ihn mit 132,8 an. 

Eine Frau liegt krank im Bett
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+++04.05. Spargelhof wird Corona-Hotspot+++

Niedersachsen größter Spargelhof ist Zentrum eines schweren Corona-Ausbruchs. Die Folgen betreffen nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Bewohner des Landkreises Diepholz, wo der Betrieb ansässig ist. 

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101 positive Corona-Fälle, Zahl könnte steigen

Am Wochenende hatte es erste Meldungen über den Corona-Ausbruch gegeben. Bis Sonntag hatten sich 87 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Aktuell ist die Zahl auf 101 gestiegen. Die Ergebnisse der PCR-Reihentestung von Montag (3. Mai) stehen noch aus. 

Wie unter anderem der „NDR“ berichtet, wurden ingesamt 1.011 Menschen auf das Coronavirus getestet. 

 

Arbeitsquarantäne für negativ Getestete

Die Produktion auf dem Spargelhof ist laut Betriebsleitung „zurückgefahren“, auch weil sich die positiv getesteten Mitarbeitenden in häuslicher Quarantäne befinden. Wer negativ auf COVID-19 getestet wurde, muss indes eine sogenannte Arbeitsquarantäne einhalten. Das bedeutet, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin auf dem Spargelhof arbeiten, in der übrigen Zeit ihre Wohnungen aber nicht verlassen dürfen. 

Sollten die Gegenmaßnahmen nicht zeitnah greifen, schließt der Diepholzer Landrat Cord Bockhop (CDU) nicht aus, den Betrieb vorübergehend zu schließen.  

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Landkreis zieht die Bundes-Notbremse

Der Corona-Ausbruch auf dem Spargelhof, auf dem auch Heidelbeeren, Erdbeeren und Bohnen angebaut werden, betrifft nicht nur den Betrieb selbst. Durch die zahlreichen Ansteckungsfälle schnellt die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Diepholz nach oben. Am Montag lag sie bei 132,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche und damit den dritten Tag infolge über der kritischen Marke von 100. Heute gibt das RKI den Wert von 143,3 an

Damit greift die von der Politik beschlossene Bundes-Notbremse. Strengere Corona-Auflagen – wie Kontaktbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangsperre von 22 Uhr bis 5 Uhr – treten in Kraft. Die Auflagen gelten ab Mittwoch, den 5. Mai. 

 

+++Corona-Zahlen: 3.000 weniger Neuinfektionen im Wochenvergleich++++

Das Robert Koch-Institut verzeichnet heute 7.534 Neuinfektionen und 315 Todesfälle. Vor genau einer Woche hatten sich noch 3.442 Personen mehr – also 10.976 – neu mit Corona infiziert. 344 Menschen waren in Zusammenhang mit dem Virus verstorben. 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt von 146,9 am Vortag auf 141,4. 

Im Impfmonitoring gibt das RKI an, dass inzwischen 23.492.053 Menschen in Deutschland (28,2%) die Erstimpfung erhalten haben. Zum zweiten Mal geimpft sind bisher 6.655.866 (8,0%). 

 

+++03.05. Söder plant Öffnung in Gastronomie- und Schulbereich ab nächster Woche+++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder verkündete in einer heutigen Pressekonferenz, dass möglicherweise schon ab kommender Woche in Bayern die Außengastronomie, Kinos und Grundschulen wieder öffnen könnten. Auch Theater und Kinos sollen von den Lockerungen profitieren , wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil einige Tage unter 100 liegt und man ausreichend Testungen sowie Terminbuchungen durchführen würde.

Ebenso deutete Söder an, dass bereits in den Pfingstferien auch wieder Hotels mit entsprechendem Hygiene-Konzept öffnen könnten. Weitere Details nannte der bayerische Ministerpräsident jedoch nicht.

Während in Bayern lediglich geplant wird, gibt es in Niedersachsen schon handfeste Pläne für Lockerungen. 

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+++ Erstes Bundesland plant weitreichende Lockerungen+++

Am 9. Mai läuft die geltende Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen aus. Die Landesregierung berät deshalb darüber, welche Lockerungen in welchem Bereich angemessen sind. Bereits ab dem 10. Mai könnten neue Corona-Bestimmungen in Kraft treten. Maßstab für den Stufenplan zu mehr Öffnungen sollen die Erfahrungen im Lebensmitteleinzelhandel sein.

 

Voraussetzung für Öffnungen: Inzidenz unter 100

Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet, strebt die niedersächsische Landesregierung großzügige Öffnungen für jene Kreise, deren Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt, an. Die Corona-Verordnung des Landes soll dementsprechend angepasst werden.

Ab einer Inzidenz von 100 hat das Bundesland selbst keine Handhabe mehr. Es gilt die Bundes-Notbremse.

 

Öffnung von Einzelhandel & Co.

Wichtig für den Einzelhandel: ein mögliches Einkaufen ohne Termin. Hygienekonzepte sowie die Regelungen zur Kontaktnachverfolgung und Zugangsbegrenzung (pro Kunde 20 qm) bleiben dabei bestehen. Ein Test- oder Impfnachweis könnte allerdings entfallen.

Mit Blick auf die Gastronomie ist ebenfalls ein Hand-in-Hand zwischen Lockerungen und der weitergehenden Einhaltung von Corona-Maßnahmen geplant – laut „HAZ“ etwa das Beschränken von Plätzen im Innenbereich oder auch ein Negativ-Test-Nachweis für Restaurants

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Vorsichtiger Tourismus in Niedersachsen

Nicht nur das Shoppen und Essen in Restaurants soll in Niedersachsen wieder möglich gemacht werden. Den Berichten zufolge sollen auch Hotels, Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Campingplätze wieder Gäste empfangen dürfen. Genauere Auflagen in diesem Bereich sind nicht bekannt. Veranstaltungen könnten in Zukunft von lokalen Gesundheitsbehörden in Absprache mit dem Sozialministerium genehmigt werden.

 

Vorbild Lebensmitteleinzelhandel

Bereits am Dienstag (4. Mai) tagt das Kabinett über den neuen Stufenplan in Niedersachsen.

Laut „HAZ“ legen die Politiker*Innen ihren Vorstoß den Erfahrungen und Beobachtungen im Lebensmitteleinzelhandel zugrunde. Seit Beginn der Pandemie in Deutschland gebe es in diesem Bereich weder eine Testpflicht noch rigorose Schließungen. Trotzdem zählen Supermärkte & Co. nicht zu den Corona-Hotspots mit größeren Ausbruchsgeschehen.

 

+++Corona-Skandal in Schwerin+++

Eine Schweriner Chirurgie-Praxis soll Ausgangspunkt eines heftigen Corona-Ausbruchs sein, bei dem sich knapp 240 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert haben könnten. Die Testergebnisse stehen noch aus. Die Polizei hat ihre Ermittlungen allerdings bereits aufgenommen. 
 

Altenheim in Quarantäne
Service Corona-Ausbruch trotz Impfung: Ein Todesopfer, zahlreiche Infizierte

 

Praxisteam arbeitet trotz Corona-Symptomen

Ingesamt drei Personen des Praxisteams, darunter der Arzt, wurden den Berichten zufolge positiv auf Corona getestet. Zuvor sollen sie trotz Krankheitssymptomen gearbeitet und Patienten behandelt haben. Möglicherweise könnte es sogar eine Anweisung, auf einen Mund-Nasen-Schutz zu verzichten, gegeben haben, wie der Sozialdezernent der Stadt, Andreas Ruhl (SPD), gegenüber dem „NDR“ erklärte. 

 

Körperverletzung und Entschädigung stehen im Raum

Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, könnte die Staatsanwaltschaft den Skandal wegen vermeintlicher Körperverletzung untersuchen. In diesem Fall hätten die Patienten „einen Rechtsanspruch auf Entschädigung“, wie Dr. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, verdeutlichte. 

 

Corona-Verstöße länger bekannt

Der Corona-Ausbruch war ans Licht gekommen, nachdem eine Mitarbeiterin der Praxis in Schwerin positiv auf COVID-19 getestet worden war und bei der Kontaktermittlungen auffiel, dass sie noch „symptomatisch in der Praxis tätig war“. Bereits zuvor habe die Stadt Schwerin Hinweise darauf bekommen, dass die geltenden Corona-Regeln innerhalb der Praxis nicht eingehalten werden. In der Folge hätten eine sogenannte Gefährderansprache sowie Kontrollen des Ordnungsamtes stattgefunden. 

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Quarantäne-Aufforderung für 237 Patienten

Von dem Corona-Skandal betroffen sind alle Patienten, die sich zwischen dem 21. und 28. April länger als zehn Minuten in der Praxis in der Johannes-Brahms-Straße 59 aufgehalten haben. Die Stadt veröffentlichte online eine Quarantäne-Aufforderung, die eine zusätzliche Testpflicht beinhaltet. Rund 150 Personen sind der Aufforderung inzwischen nachgekommen. Die Ergebnisse der PCR-Tests werden für Anfang der Woche erwartet. 

Bisher konnten 237 Betroffene ermittelt werden. 175 Personen stammen aus Schwerin, der Rest aus den umliegenden Landkreisen. 

Angela Merkel hebt die Hand
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+++Aktuelle Corona-Zahlen: 7-Tage-R weiter unter 0 +++

Dem RKI wurden in den vergangenen 24 Stunden 9.160 neue COVID-19-Infektionen und 84 Todesfälle gemeldet. Eine Woche zuvor waren es 11.907 Neuinfektionen und 60 Todesfälle gewesen. 
Die Zahl der Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie in Deutschland steigt damit auf ingesamt 3.425.982. Mit oder an dem Virus gestorben sind 83.276 Menschen. 

Der bundesweite Inzidenzwert liegt zum Wochenstart bei 146,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Tags zuvor hatte der Wert 146,5 betragen. 

Im aktuellen Lagebericht gibt das RKI außerdem zwei R-Werte an, die aussagen, wie viele Mitmenschen ein Corona-Infizierter im Mittel ansteckt. Die 4-Tage-R, die sich auf Das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor bezieht, liegt demnach bei 1,01. Die stabilere 7-Tage-R, die das Infektionsgeschehen etwa acht bis 16 Tage zuvor abbildet und deswegen weniger tagesaktuellen Schwankungen unterworfen ist, liegt aktuell bei 0,92. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 92 Mitmenschen mit Corona anstecken. 

Person zieht Impfampulle auf
Service Corona-Impfung für 80 Euro? Arzt soll in Scheune geimpft haben

 

+++30.04. Corona-Impf-Chaos in Brandenburg und Schwerin+++

In Brandenburg mussten wegen einer Impfpanne 15.000 Impftermine wieder abgesagt werden, die bereits mit den Patienten vereinbart worden waren. Das teilte der Hausärzteverband am Mittwoch mit. Wie kam es dazu? 

 

15.000 Impftermine bei Hausärzten entfallen

Insgesamt 150 Arztpraxen wurden zuvor angehalten, kurzfristig neue Impftermine zu vergeben. Es stünden 15.000 zusätzliche Impfdosen der Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna zur Verfügung. Doch nachdem bereits alle Termine vereinbart waren, wurden die Lieferungen an die Arztpraxen kurzfristig wieder storniert. Der Grund: „Die Kassenärztliche Vereinigung hat einzelnen Hausarztpraxen kurzfristig Impfstoffkontingente zur Bestellung angeboten, die gar nicht zur Verfügung standen", erläutert Ministeriumssprecher Martin Burmeister auf Anfrage von „RTL.de“.

Die vermeintliche Fehlerkette ist lang – über die Impfzentren bis hin zu den einzelnen Landkreisen und an letzter Stelle die Hausärzte – alle sollten zusätzliche Impfstoffe erhalten. Und am Ende war keiner mehr da. So wurden die 15.000 Impfdosen schlussendlich nicht an die Arztpraxen, sondern anderweitig eingeplant.

Eine Frau sitzt im Dunkeln und schaut aus dem Fenster
Service Corona-Spätfolgen: Jeder Dritte leidet an psychiatrischen oder neurologischen Störungen

 

+++Zwischenfall in Schwerin: Mann bekommt 5-fach-Dosis Corona-Impfstoff+++

In einem Impfzentrum in Schwerin kam es zu einem „bedauerlichen Zwischenfall“, wie ein Impfmanager gegenüber den Medien erklärte. Dort hatte ein Mann aus Versehen die 5-fache Dosis des Corona-Impfstoffs Biontech/Pfizer erhalten. Der Grund: Die Behälter mit verdünntem und unverdünntem Impfstoff wurden verwechselt. Der Betroffene wurde anschließend zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Er habe nach Angaben der Stadtverwaltung keine Beschwerden.

 

+++Corona-Ausbrüche trotz Impfung in 13 Fällen allein in Stuttgart+++

Corona-Ausbruch trotz Impfung – diese Meldung hört man mit fortschreitender Durchimpfung in letzter Zeit immer häufiger. Allein in Stuttgart kam es in den letzten Wochen zu 13 Corona-Ausbrüchen in Pflegeheimen und Generationenzentren, wie unter anderem die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet. Die meisten der Infizierten hätten jedoch nur schwache Symptome gezeigt, so ein Sprecher der „Stuttgarter Nachrichten“.

 

41 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet

Laut Medienberichten haben sich bei den insgesamt 13 Ausbrüchen in unterschiedlichen Einrichtungen insgesamt 41 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Darunter 28 Bewohner sowie 13 Mitarbeiter der Einrichtungen. Einer der Betroffenen ist in Folge der Corona-Erkrankung verstorben, er sei jedoch vorerkrankt gewesen.

 

Immer mal wieder Vorfälle von Ausbrüchen trotz Impfung

Ein Sprecher des Sozialministeriums erklärte gegenüber den Medien, dass es immer mal wieder trotz Impfung Corona-Fälle gebe. Das Wichtigste sei jedoch, dass schwere Verläufe verhindert werden. 

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Auch der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar H. Wieler, äußerte sich am Donnerstag in einer Pressekonferenz zu derartigen Fällen. „Wir wissen, dass die Impfungen uns eine Grundimmunität geben. Das bedeutet, dass unser Körper das Virus effizient bekämpfen kann und wir gar nicht oder weniger krank werden. Aber sie verhindern nicht immer eine Infektion mit Sars-CoV-2. Das heißt, auch bei Geimpften besteht ein Restrisiko, dass sie sich infizieren und andere anstecken können.“

Weitere mögliche Gründe dafür, dass es trotz Impfung zu einer Ansteckung kommt:

  • Die Betroffenen haben nur eine Erstimpfung erhalten.
  • Der vollständige Immunschutz (nach circa 14 Tagen nach Zweitimpfung) ist noch nicht aktiviert.
  • Das Immunreaktion bei Älteren ist nicht stark genug, um ausreichend Antikörper zu bilden.
  • Die Betroffenen haben sich mit einer anderen Virus-Variante angesteckt, gegen die der Impfstoff nicht so gut wirkt.

Ein anderer Fall spielte sich in Sachsen-Anhalt hab – hier kam es zu einem Ausbruch mit Todesfolge, auch weil sich ein Großteil der Mitarbeiter nicht hat impfen lassen.

 

+++Sachsen-Anhalt: Corona-Ausbruch in Heim: 21 Infizierte und zwei Tote+++

In einem Seniorenheim in Lützen (Sachsen-Anhalt) ist es laut Informationen der „Bild“-Zeitung zu einem tragischen Corona-Ausbruch gekommen. In der Senioreneinrichtung „Drei Villen“ in Lützen sind in Folge eines Corona-Ausbruchs zwei Bewohner verstorben. 19 weitere Personen haben sich mit dem Coronavirus infiziert.  

 

Ungeimpfte Mitarbeiter schleppten das Virus ein

Offenbar hatten mehrere Mitarbeiter das Virus in die Einrichtung geschleppt. Das Tragische: 75 Prozent der Mitarbeiter waren nicht gegen das Coronavirus geimpft. Darunter befanden sich laut Medieninformationen auch sieben infizierte Pflegekräfte, die ein Impfangebot nicht angenommen haben.

 

+++Inzidenz-Wert sinkt weiter+++

Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut innerhalb eines Tages 24.329 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden dem RKI 306 Todesfälle gemeldet. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt aktuell bei 153,4 und sinkt somit weiter (Vortag: 154,9) Der Sieben-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,92

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+++Corona-Ausbruch in Fahrzeugwerk in Mecklenburg-Vorpommern+++

In Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern (Kreis Ludwigslust-Parchim) ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch in einem Fahrzeugwerk gekommen, wie unter anderem die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. Der Ausbruch gilt als einer der größten in der Region, der auch massive Folgen für die Wirtschaft hat. 

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Lübtheen: Jeder Zehnte betroffen

Insgesamt haben sich fast 200 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. 500 weitere Betroffene befinden sich derzeit in Quarantäne. Mit einer Einwohnerzahl von 4.900 ist somit jeder zehnte Bürger von Lübtheen betroffen.

Ute Lindenau (SPD), Bürgermeisterin von Lübtheen, richtete ihr Wort an die Bewohner vor Ort. Sie sind dazu angehalten, sich nun so streng wie möglich an die Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten. Das sei „dringend nötig“, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

„Es zeigt sich, dass die bisherigen Maßnahmen in der Fläche wirksam sind, aber hier haben wir es mit einem beträchtlichen alleinstehenden Ausbruchsgeschehen zu tun“, erklärt Landrat Stefan Sternberg (SPD) gegenüber der „Ostsee-Zeitung“. 

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Wirtschaftliche Einbußen: Produktion in Fahrzeugweg vorerst gestoppt

Inzwischen ist die Produktion in dem Werk vorerst für 14 Tage unterbrochen. Als Ausbruchsursache wird vermutet, dass Arbeiter, die über die Osterfeiertage ihre Familie in Osteuropa besuchten, das Virus mitgebracht haben. Zwar seien alle Rückkehrer vor Arbeitsantritt getestet worden, dafür sei es aber möglicherweise zu früh gewesen. Die Inkubationszeit beträgt bei Corona laut Medizinern durchschnittlich fünf bis sechs Tage, unter Umständen sogar bis zu 14 Tagen.

 

Wie konnten sich so viele Werksarbeiter so schnell anstecken?

Wie sich gleich so viele Arbeiter mit dem Coronavirus anstecken konnten? Dafür sei vermutlich die besonders ansteckende britische Virusvariante B1.1.7 verantwortlich.

Quelle:

Corona-Ausbruch in Fahrzeugwerk in Lübtheen: Schon 500 Menschen in Quarantäne, in: ostsee-zeitung.de 

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+++29.04. Heftige Impfpanne in Bayern: Dosis zu stark verdünnt+++

Im bayerischen Wertingen ist es zu einer Impfpanne gekommen, die für die Betroffenen unangenehme Konsequenzen hat. Im schwäbischen Impfzentrum in Wertingen sind die Corona-Impfstoffe zu stark verdünnt worden, wie ein Sprecher des Landratsamtes in Dillingen gegenüber den Medien erklärte. Der Fehler sei bei einer routinemäßigen Nachkontrolle aufgefallen. 

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Bürger müssen erneut geimpft werden

Weil man im Nachhinein festgestellt habe, dass in einigen Fällen zu wenig Wirkstoff in den Spritzen war, konnte man anschließend den Kreis von möglichen Betroffenen auf 42 Menschen eingrenzen. Die betroffenen Bürger müssen nun erneut geimpft werden. Anfang Juni sollen die Patienten zudem eine dritte Impfung erhalten. Im Falle, dass man trotz verdünnten Impfstoffs bei der Erstimpfung nach der Zweitimpfung dennoch genügend Antikörper gebildet habe, könne man die vorgesehene Drittimpfung auch auslassen, erklärten die Verantwortlichen.

 

Wie kam es überhaupt zu der Impfpanne in Bayern?

Bevor die Impfung durchgeführt werden kann, müssen die Wirkstoffe der unterschiedlichen Hersteller jeweils mit einer vorgegebenen Kochsalzlösung verdünnt werden. Erst dann werde das Serum durch die Impfspritze aufgezogen. In diesem Fall wurde das Vakzin zu stark verdünnt. Wie der Betreiber des Impfzentrums erklärte, sollen nun weitere Sicherheitsmaßnahmen erfolgen, die einen solchen Vorfall zukünftig verhindern sollen.

Erst in den vergangenen Tagen wurde von einem ähnlichen Vorfall berichtet. In diesem Fall habe jedoch eine Mitarbeiterin wissentlich den Impfstoff mit Kochsalz-Lösung ausgetauscht, da diese das Vakzin im Vorfeld fallengelassen habe. Auch hier müssen die Betroffenen nun noch einmal geimpft werden.

Quelle:

Dutzende erhielten zu stark verdünnten Impfstoff, in: t-online.de

 

+++Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf unter 160+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Donnerstag insgesamt 24.736 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden dem RKI innerhalb 24 Stunden 264 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erstmals wieder unter 160 und liegt mit 154,9 deutlich unter dem Wert der vergangenen Woche. Auch der bundesweite R-Wert sinkt auf 0,90. 

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+++27.04. Zu wenig Impfstoff in Potsdam+++

Potsdam meldet eine Verzögerung bei den Impfstofflieferungen, die sich auf die Vergabe der Impftermine in der Landeshauptstadt auswirkt. So müssten Personen, die sich für spontan verfügbar werdende Impfstoffdosen auf der Impfwarteliste der Stadt eingetragen haben, mit einem Impfstopp für mehrere Wochen rechnen. 

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Impfstopp in Potsdam

„Leider wird die kommunale Impfstelle in den kommenden, voraussichtlich vier Wochen keinen Impfstoff für Erstimpfungen erhalten, sodass derzeit keine neuen Termine für Personen aus der Impfwarteliste gemacht werden können“, erklärte der Pressesprecher der Landeshauptstadt, Jan Brunzlow, auf Anfrage der „MAZ“.

Wie es nach Ablauf der angesetzten vier Wochen Impfstopp mit der Warteliste in Potsdam weitergeht, muss sich noch zeigen. Wer in der Liste eingetragen ist, hat aber weiterhin die Chance, an das Impfzentrum der KVBB in der Metropolishalle vermittelt zu werden. Dort werden täglich Restimpfstoffe an Freiwillige verimpft. 

 

+++AstraZeneca-Impfung ohne Termin+++

Das Impfzentrum Greifswald im Landkreis Vorpommern-Greifswald hingegen nutzt die Möglichkeit, übrig gebliebene Impfstoffdosen zu verimpfen. Eingeladen sind Personen über 18 Jahre. Ein Termin wird nicht benötigt, die eigentliche Priorisierung vernachlässigt

Impfdosen sind begrenzt

Rund 100 Dosen des immer noch umstrittenen Impfstoffs (LINK Wirksamkeit von AstraZeneca: Experten äußern Zweifel an neuen Daten) können an Impfwillige verteilt werden. Das Kontingent stammt aus dem Deputat des Ärzteverbundes HaffNet, dem vom Landkreis für eine eigene Impfaktion ursprünglich 5.000 Dosen zur Verfügung gestellt worden war. 

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+++27.04. Corona-Ausbruch in Ausbildungsinternat+++

Im Ausbildungsinternat des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Erfurt kam es zu einem größeren Corona-Ausbruch, der knapp 100 Azubis dazu zwingt, ihre Quarantäne im Wohnheim zu verbringen. 

Am geplanten Termin für die Abschlussprüfungen – zwei Tage nach Beendigung der Quarantäne – will man allerdings festhalten. 

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Quarantäne in Mehrbettzimmern

Vor knapp einer Woche wurden 28 Azubis des Dehoga-Kompetenzzentrums positiv auf Corona getestet und das Zentrum daraufhin geschlossen. Inklusive der Kontaktpersonen sind aktuell 90 Auszubildende in 14-tägiger Quarantäne. Diese müssen sie auf den Mehrbettzimmern ihres Wohnheims verbringen, wie „MDR Thüringen“ berichtet.  

Genauere Details zu Krankheits- und Quarantäneverläufen sind derzeit nicht bekannt. 

 

Verlegung gescheitert

Man habe versucht, den Azubis eine Quarantäne in naheliegenden Hotels und Pensionen zu ermöglichen, wo sie mehr Platz und Ruhe gehabt hätten. Die Betreiber der Unterkünfte hätten dem aber nicht zugestimmt, heißt es vonseiten des Dehoga. 

 

Abschlussprüfungen nach Quarantäne?

Bis zum 3. Mai müssen die jungen Leute in der Mehrbettzimmer-Quarantäne ausharren. Die Zeit sollten sie zum intensiven Lernen nutzen: Der Hotel- und Gaststättenverband will an dem Termin für die geplanten Abschlussprüfungen am 5. Mai festhalten.  

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+++Corona in Deutschland: Knapp 11.000 Neuinfektionen+++

In den zurückliegenden 24 Stunden wurden dem Robert Koch-Institut 10.976 Corona-Neuinfektionen und 344 Todesfälle gemeldet. Vor einer Woche waren es 9.609 Neuinfektionen und 297 Tote gewesen. 
Die Zahl der COVID-19-Infektionen steigt damit auf 3.310.301 Fälle ingesamt. Als genesen gelten aktuell 2.931.400 Personen – rund 21.200 mehr als am Vortag. Daraus ergeben sich rund 297.000 aktive COVID-19-Fälle. 81.968 Menschen sind seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt minimal von 169,3 am Vortag auf 167,6. 

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+++26.04. Krankenschwester sorgt für Impfskandal+++

200 Personen wurden im Impfzentrum Friesland am 21. April bis 13.00 Uhr geimpft. Sechs von ihnen erhielten allerdings keinen Impfstoff, sondern lediglich eine Kochsalzlösung. Der Fall aus Niedersachsen schlägt hohe Wellen. 

 

Ampulle fallengelassen

Einer etwa 40-jährigen Krankenschwester war vergangene Woche in der Frühschicht beim Vorbereiten der Impfspritzen eine Ampulle Biontech heruntergefallen. Statt das Missgeschick zu melden, vertuschte die Frau es und zog reine Kochsalzlösung in sechs Impfspritzen. Sie selbst impfte nicht, sondern bereitete die Spritzen lediglich vor.

Drei Tage später, am Samstag (24. April) erzählte die Krankenschwester einer Kollegin von dem Vorfall, die daraufhin unverzüglich ihren Vorgesetzten informierte. 

 

Ermittlungen wegen möglicher Körperverletzung

Die Beschuldigte machte eine umfassende Aussage und ist den Behörden zufolge „sehr betroffen“, wie unter anderem „Focus“ berichtet.   

Die Frau war beim DRK-Kreisverband Jeverland angestellt, der die Kündigung bereits ausgesprochen hat. Zusätzlich wurden Ermittlungen wegen eines möglichen Körperverletzungsdelikts eingeleitet. 

Das Impfzentrum Friesland hat außerdem das Vier-Augen-Prinzip eingeführt. „Niemand wird mehr mit einem Impfstoff allein gelassen, damit solche Vertuschungen nicht mehr möglich sind“, betonte Frieslands Landrat Sven Ambrosy bei einer Online-Pressekonferenz am Sonntag.

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200 Menschen müssen zum Antikörpertest

Nach Aussagen des Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz, bestünde durch die Kochsalz-Impfungen keine Gesundheitsgefahr. Die Kochsalzlösung wird zum Verdünnen des Impfstoffs verwendet und ist auch unverdünnt unschädlich. 

Nichtsdestotrotz muss festgestellt werden, wer von den 200 vermeintlich geimpften Personen nun keinen Impfschutz hat. Am 5. Mai wird deswegen ein Antikörpertest bei allen infrage kommenden Patienten durchgeführt. Dieser wird offenlegen, wer den Biontech-Impfstoff und wer die Kochsalzlösung erhalten hat. 

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+++Corona in Deutschland: Inzidenz kurz vor 170+++

Zu Wochenbeginn verzeichnet das RKI 11.907 Corona-Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle innerhalb eines Tages. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 3.299.325 Personen mit COVID-19 infiziert, 81.624 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die 7-Tage-Inzidenz, die angibt wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert werden, steigt von 165,6 am Sonntag auf aktuell 169,3. 

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+++23.04. Ermittlungen wegen Totschlags gegen Oberarzt an Uni-Klinik Essen+++

Es sind schwerwiegende Vorwürfe, die gegen einen Oberarzt der Essener Uni-Klinik erhoben werden. Wie unter anderem die „Halterner Zeitung“ berichtet, muss sich der Mediziner in drei Fällen wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Er habe insgesamt drei schwerkranken Corona-Patienten ein tödliches Medikament verabreicht, heißt es seitens der Staatsanwaltschaft. Der 45-Jährige nennt seine Beweggründe. 

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Arzt an Uni-Klinikum Essen angeklagt: „Leiden beenden“

Bereits im November soll der Mediziner drei Patienten aus Essen, Gelsenkirchen und den Niederlanden „unmittelbar lebensbeendende Arzneimittel“ verabreicht haben, erklärte die ermittelnde Staatsanwaltschaft. Nach der Festnahme des Arztes soll dieser gegenüber der Polizei ausgesagt haben, dass er dadurch das Leiden der Corona-Patienten beenden wollte. Es wird aktuell in drei Fällen ermittelt – ein 47-Jähriger, der bereits im November verstarb, ein 50-jähriger Mann und ein weiterer 65-jähriger Patient verstarben wohl als Folge der tödlichen Medikamenten-Einnahme. 

 

Weitere Ermittlungen gegen Oberarzt

Die Uniklinik Essen erklärte in einer Mitteilung, dass sich die Patienten bereits im „Sterbeprozess“ befunden hätten. Ob es noch weitere Fälle gab, dazu werde man wohl noch eine „lange Zeit ermitteln müssen“, erklärt Oberstaatsanwältin Birgit Jürgens gegenüber den Medien.

Der mutmaßliche Täter hat erst im Februar an der Uni-Klinik in Essen angefangen zu arbeiten und war seit Juli 2020 auf der Intensiv-Station tätig. Er sitzt nun seit November in Untersuchungshaft. Eine weitere Stellungnahme zu den Vorwürfen habe der Angeklagte seit Verhaftung nicht mehr gemacht.

Quelle:

Anklage: Oberarzt verabreicht drei Corona-Patienten tödliches Medikament, in: halternerzeitung.de

 

Person zieht Impfampulle auf
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+++Corona-Ausbruch trotz Durchimpfung mit Todesfolge+++

Erneut ist es in einem Pflegeheim zu einem Corona-Ausbruch gekommen – obwohl die Bewohner und Mitarbeiter bereits gegen das Virus geimpft waren. Wie unter anderem „infranken.de“ berichtet, ereignete sich der Ausbruch bereits in den vergangenen Tagen im Helene-Schultheiß-Altenheim im bayerischen Zirndorf. Insgesamt haben sich dort 24 Senioren mit dem Coronavirus infiziert, die überwiegend zuvor mit dem Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer geimpft worden waren. 

Nahaufnahme von Fläschchen und Spritze - Covid-19 Impfstoff
Service Thrombose-Fälle auch bei Biontech: So reagiert der Hersteller

 

Zirndorf: Verantwortliche rätseln über Ursache des Ausbruchs

„Wir haben keine Erkenntnis darüber, wie Corona in unser Haus gekommen ist", erklärt der Leiter der Einrichtung, Frank Bauer, gegenüber „infranken.de“. Die Anzahl der betroffenen Bewohner sei „derzeit fließend“, die Fälle gingen aber insgesamt aktuell wieder zurück. Von den zuvor 24 positiv getesteten Personen sind aktuell noch 12 Senioren corona-positiv.

Infizierte Senioren sind isoliert

Die betroffenen Bewohner seien in zwei Flügeln der Einrichtung isoliert worden. „Die Menschen sind da abgeriegelt“, so Einrichtungsleiter Bauer gegenüber „infranken.de“.

 

Infizierte Bewohner vollständig geimpft?

Warum es zu dem Ausbruch gekommen ist, darüber rätseln auch die Verantwortlichen. Denn der Großteil der Infizierten war bereits doppelt geimpft. Unter den 24 positiv getesteten gab es Bewohner, die gar nichts von der Infektion gemerkt haben, aber auch weitaus tragischere Fälle.

 

5 Todesfälle nach Ausbruch in bayerischer Pflegeeinrichtung

So seien auch insgesamt 5 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch verzeichnet worden. Darunter seien auch einige wenige Bewohner gewesen, die sich nicht haben impfen lassen. Ein Bewohner sei zwar geimpft, brachte aber zahlreiche Vorerkrankungen mit – auch er verstarb im Zuge der Corona-Erkrankung. 

Mann mit Maske sitzt auf dem Sofa, ein Kissen im Arm, und hält sich den Kopf
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Warum infizieren sich trotz Impfung dennoch Personen mit Corona?

Es ist nicht der erste Corona-Ausbruch in einer Pflegeeinrichtung, der trotz Impfung zahlreiche Infizierte und Todesopfer fordert. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen. Zum einen sei die Immunantwort bei Älteren einfach schwächer, sodass in einigen Fällen kein vollständiger Impfschutz gewährleistet ist.

Zudem kommt es auch darauf an, ob die Bewohner bereits eine doppelte Impfdosis erhalten haben und wie viel Zeit bis zum Ausbruch verstrichen ist. Denn in der Regel bedarf es circa 14 Tage, bis der Körper ausreichend Antikörper gebildet hat. Ein weiterer Faktor könnte eine andere Virus-Variante sein, gegen die der Impfstoff nicht gut wirkt. 

Illustration des Mutationsprozesses des Coronavirus
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Fest steht, dass es wohl auch in Zukunft noch häufiger zu Corona-Ausbrüchen trotz Impfung kommen wird. Unter anderem zeigen jedoch die sinkenden Todeszahlen und Berichte von Betroffenen, dass diese weitaus weniger tödlich und häufig eher mit einem milden Corona-Verlauf einhergehen.

Quelle:

Corona-Ausbruch in Altenheim: Viele geimpfte Bewohner infiziert, in: infranken.de

 

+++Robert Koch-Institut meldet wieder mehr Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am heutigen Freitag, 23. April, erneut einen Anstieg der Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages haben sich 27.543 Personen mit dem Coronavirus infiziert und worden von den Gesundheitsämtern gemeldet. 265 Menschen sind verstorben. Sie Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 161,1 auf 164. Der bundesweite R-Wert liegt derzeit bei 1,01. 

 

+++22.04. Mecklenburg-Vorpommern will Bundes-Notbremse nicht umsetzen+++

An der Änderung der Infektionsschutzgesetzes wird herbe Kritik geübt, darunter auch von Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns. Im ZDF-Morgenmagazin erklärte sie, dass das Infektionsschutzgesetz nicht weit genug gehe. Weil es den „Menschen nicht hilft“, werde sie die Bundes-Notbremse nicht umsetzen – obwohl diese ab einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 innerhalb einer Woche für alle Städte und Landkreise verpflichtend gelten soll.

Frau hält sich den schmerzenden Kopf
Krankheiten & Behandlung Long COVID: Diese Gruppe ist zunehmend betroffen

Schwesig will strengere Regeln und kritisiert, dass das Bundesgesetz für Schulschließungen einen Grenzwert von 165 vorsieht. Auf der Ministerpräsidentenkonferenz wurde hierfür hingegen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 150 festgelegt. Anstatt dass sich die Infektionszahlen auf „hohem Niveau einpendeln“, sollen sie in Mecklenburg-Vorpommern „streng, konsequent [und] schnell“ gesenkt werden, so Schwesig.

Außerdem halte es die Landesregierung in Bezug auf die Sieben-Tage-Inzidenz für problematisch, „dass sich schon nach drei Tagen über 100 und nach fünf Tagen unter dieser Grenze die Regeln ändern“. Trotzdem würden etwa die Ausgangssperre ab 22 Uhr und die Testpflicht an Schulen, die mit dem neuen Infektionsschutzgesetz bundeseinheitlich eingeführt werden sollen, umgesetzt.

Unmut über die hohen Grenzwerte äußert auch der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU). So werden in dem Bundesland die Schulen bereits ab einem Inzidenzwert von 100 geschlossen. Man müsse daher nun darüber nachdenken, strengere Regelungen an das Infektionsschutzgesetz „anzupassen“.

 

+++22.04. Bundesländer heben Impfpriorisierung für AstraZeneca auf+++

In drei Bundesländern können sich Freiwillige nun auch unabhängig von der vorgegebenen Impfpriorisierung mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen lassen. In Sachsen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern ist der Impfstoff für alle Altersgruppen freigegeben.

Eine Voraussetzung gibt es aber dennoch: Bei Menschen unter 60 Jahren muss im Vorfeld eine ausführliche Beratung durch den Arzt erfolgen, der die Impfung durchführt.

Harry Glawe, Gesundheitsminister von Mecklenburg-Vorpommern, erklärte gegenüber der „Tagesschau“: "Die Freigabe ist ein Angebot, dass diejenigen, die keine oder wenige Vorbehalte gegen den Impfstoff haben, die Möglichkeit nutzen können, sich gegen das Coronavirus auch impfen zu lassen.“ In den Impfzentren sind in den vergangenen Tagen immer mehr Impfstoffe von AstraZeneca liegen geblieben. So habe man die Möglichkeit, das Vakzin einer breiteren Masse anbieten zu können.

Das Vakzin von AstraZeneca wird in Deutschland wegen des Auftretens von seltenen „Hirnvenen-Thrombosen vor allem bei Jüngeren für die Altersgruppe über 60 Jahren empfohlen. Nach ärztlicher Absprache kann und darf der Impfstoff aber auch an jüngere Personen verimpft werden.

 

+++59 Hirnvenenthrombosen seit Impfstart in Deutschland gemeldet+++

In Deutschland sind seit Impfstart bis Mitte April insgesamt 59 Fälle von Sinus- und Hirnvenenthrombosen nach einer Impfung mit dem Vakzin AstraZeneca dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet worden. 12 Personen seien in Folge verstorben, darunter sechs Männer und sechs Frauen. Das RKI meldet, dass bisher (einschließlich 15. April) rund 4,2 Millionen Erstdosen AstraZeneca verimpft worden. 

Impfdose mit AstraZeneca und Spritzen
Service Thrombose bei AstraZeneca: Risiko bei zweiter Dosis

 

+++ RKI meldet steigende Inzidenz+++

Das Robert Koch-Institut meldet heute insgesamt 29.518 Neuinfektionen. 259 Menschen sind in Folge einer Corona-Erkrankung verstorben. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht von 160,1 auf 161,1. Laut Informationen des Robert Koch-Instituts ist bei mehr als 90 Prozent der Corona-Fälle die britische Corona-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden.

 

+++21.04 Bundesweite Corona-Notbremse beschlossen+++

342 Abgeordnete stimmten für die Änderung des Infektionsschutzgesetzes, 250 votierten dagegen, 64 Abgeordnete enthielten sich. Damit ist die bundesweite Corona-Notbremse beschlossen. Anders als bisher muss nun in den Kreisen und Städten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 die Notbremse verpflichtend eingesetzt werden.

Corona-Intensivpatient in einem Krankenhausbett, umgeben von Ärzten in Schutzkleidung
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Unter anderem greifen dann nächtliche Ausgangsbeschränkungen, die nach Beratungen der CDU und SPD entschärft werden und so erst ab 22 Uhr gelten sollen. Der Weg zur Arbeit und zum Arzt sind von der Ausgangsbeschränkung ausgenommen. Auch Spaziergänge und Joggen sollen alleine bis Mitternacht möglich sein.

Zudem soll trotz Notbremse "Click & Collect", also das Abholen bestellter Ware im Einzelhandel, weiterhin erlaubt sein. Für Schulen wurde ein Inzidenzwert von 165 festgelegt. Ab diesem Wert ist der Distanzunterricht verpflichtend. Außerdem dürfen Kinder unter 14 auch bei hohen Inzidenzen Sport in Gruppen betreiben.

Das neue Infektionsschutzgesetz soll spätestens nächste Woche inkrafttreten. Die Maßnahmen werden zunächst bis zum 30. Juni befristet.

 

+++21.04. Bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt+++

Das RKI zählt aktuell 160,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist damit ein weiteres Mal gesunken. Am Sonntag (18. April) lag der Wert noch bei 165, am Montag und Dienstag bewegte er sich um 162. 
Ingesamt wurden dem RKI in den vergangenen 24 Stunden 24.884 Corona-Neuinfektionen und 331 neue Todesfälle gemeldet. Vor einer Woche waren es 21.693 neue COVID-19-Infektionen und 342 Tote gewesen. 

Die aktuellen Zahlen sind allerdings nur schwer interpretierbar. Schuld daran sind erhebliche Meldeverzögerungen aus Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland. 

 

Unvollständige Zahlen aus NRW

Bereits gestern räumte eine Sprecherin des Landeszentrum Gesundheit (LZG.NRW) in Bochum ein, dass Nordrhein-Westfalen derzeit keine verlässlichen Corona-Zahlen liefern könne:
„Seit gestern Abend bestehen erhebliche Störungen im Landesverwaltungsnetz. Die angegebenen Werte sind daher leider unvollständig, wir bitten um Verständnis.“

Große NRW-Städte wie Köln, Duisburg oder Düsseldorf konnten demnach keinen einzigen neuen Corona-Fall melden. Der Grund für die Störung ist nicht bekannt, Techniker der LZG arbeiten allerdings bereits an der Behebung. 

Frau hält sich den schmerzenden Kopf
Krankheiten & Behandlung Long COVID: Diese Gruppe ist zunehmend betroffen

 

+++Impfmonitoring: Knapp 400.000 Impfungen an einem Tag+++

Seit Beginn der Pandemie in Deutschland haben sich laut RKI 3.188.192 Menschen nachweislich mit COVID-19 infiziert. Rund 2.824.100 Personen gelten als genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle steigt um 4.100 auf 283.500. Mit oder an dem Virus gestorben sind 80.634 Menschen. 

Im täglichen Impfmonitoring gibt das RKI an, dass inzwischen 16.795.784 Menschen in Deutschland (20,2%) die Erstimpfung erhalten haben. In den vergangenen 24 Stunden wurden 323.200 Personen zum ersten Mal geimpft. Die Anzahl der Zweitimpfungen stieg um 57.895 auf 5.582.992 Personen (6,7%).

 

+++20.04. Einreiseverbote in Mecklenburg-Vorpommern+++

Die Mecklenburgische Seenplatte und die Insel Usedom dürfen nicht mehr ohne triftigen Grund besucht werden. Bis voraussichtlich zum 11. Mai gelten Einreiseverbote, die nicht nur Tagestouristen, sondern auch Menschen mit einem Zweitwohnsitz in den betroffenen Regionen fernhalten sollen. Grund hierfür sind die steigenden Infektionszahlen. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald hatte die Inzidenz vergangene Woche an mehreren Tagen die 200er-Marke überschritten. Aktuell liegt sie laut RKI bei 193,1. 
 

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Usedom empfiehlt Dringlichkeitsnachweise mitzuführen

Auf Usedom, Deutschlands zweitgrößter Insel, gilt das Einreiseverbot seit vergangener Woche. Konkret untersagt sind Urlaubsreisen und Tagesausflüge. Auch Personen mit Zweitwohnsitz auf Usedom dürfen nicht einfach übersetzen. Online informiert die Kreisverwaltung des Landkreises Vorpommern-Greifswald über die Berechtigungen für eine Anreise: 
 

„Die Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern und auf die Insel Usedom aus anderen Bundesländern ist nur aus triftigem Grund erlaubt. Es empfiehlt sich einen Nachweis über den dringlichen Grund der Anreise mitzuführen. Besitzer einer Zweitwohnung dürfen sich nicht auf Usedom aufhalten.“

Zu triftigen Gründen für eine Einreise zählen berufliche Tätigkeiten sowie der Besuch der Kernfamilie. 

 

Mecklenburgische Seenplatte: Einreiseverbote und Ausgangssperre

Ebenfalls bis zum 11. Mai gilt das Einreiseverbot im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Online fasst die Verwaltung zusammen:
 

„Die Einreise in das Gebiet des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte ist ohne triftigen Grund untersagt. Triftige Gründe sind die Ausübung der beruflichen Tätigkeit, der Besuch bei der Kernfamilie, hilfsbedürftigen Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen und die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Pflegeeinrichtungen, medizinischen, psychosozialen und veterinärmedizinische Einrichtungen zulässig. Der Besuch der Zweitwohnung aus nichtberuflichen Gründen sowie tagestouristische Ausflüge sind explizit keine triftigen Gründe.“

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Aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz sinkt minimal 

Dem RKI wurden in den vergangenen 24 Stunden 9.609 Corona-Neuinfektionen und 297 neue Todesfälle gemeldet. Vor einer Woche waren es 10.810 Neuinfektionen und 294 Todesfälle gewesen. 
Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 3.163.308 Personen mit SRS-CoV-2 infiziert. 80.303 Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt im Vergleich zum Vortag minimal von 165,3 auf 162,4. Der Wert spiegelt wieder, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert werden. 

Im aktuellen Impfmonitoring gibt das RKI an, dass inzwischen 16.428.425 Menschen in Deutschland (19,8%) die Erstimpfung erhalten haben. Das sind 218.490 mehr als am Tag zuvor. Zum zweiten Mal geimpft sind 5.517.282 Personen (6,6%) – 37.593 mehr als gestern. 

Hände einer Frau beim Ausfüllen von Steuerformularen mit Stift und Taschenrechner
Service Corona und die Steuererklärung: Das alles ist absetzbar – und das nicht!

 

+++19.04. Corona-Party unter Medizinern in Köln aufgelöst+++

Das Ordnungsamt und die Polizei haben am Wochenende eine Corona-Party der besonderen Art aufgelöst. Rund 35 angehende Mediziner haben sich trotz Corona-Beschränkungen und Ausgangssperre zu einer illegalen Techno-Party verabredet. Wie unter anderem der Kölner Express berichtet, habe die Party in einer Barackensiedlung in Westhoven nahe der Rodenkirchener Brücke stattgefunden. Die Polizei griff gegen ein Uhr in der Nacht zu Sonntag, dem 18. April, ein.  

Als die Beamten eintrafen, habe man feststellen können, dass es sich in einer der Lauben dort um eine Examens-Abschiedsparty gehandelt habe. Einige Party-Gäste versuchten, die Flucht zu ergreifen. Nachdem das Ordnungsamt zunächst alleine vor Ort war, wurde anschließend die Polizei zur Unterstützung gerufen.

 

Ordnungsamt erhielt Hinweis auf Party

Man habe im Vorfeld Hinweise zu der Party bekommen, heißt es aus Kreisen des Ordnungsamtes. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigte sich bestürzt über ein derartiges Verhalten: „In unserer jetzigen Situation in der Pandemie eine Party mit vielen Menschen zu feiern ist unverantwortlich – besonders, weil die Feiernden, bei denen es sich angeblich um angehende Mediziner*innen gehandelt hat, es hätten besser wissen müssen“, so Reker gegenüber den Medien. Auf die Partygäste kommt nun eine Ordnungsstrafe zu.

 

+++Kirner Land kämpft mit dem Infektionsgeschehen+++

Die Verbandsgemeinde Kirner Land im Landkreis Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) verzeichnet in den vergangenen Tagen einen drastischen Anstieg von Corona-Neuinfektionen. Ende letzter Woche lag der Inzidenzwert bei 511, wie Bürgermeister Thomas Jung (parteilos) und die Corona-Stabstelle des Landkreises bestätigten. 

 

Schulschließungen nach Corona-Ausbrüchen

Von den zahlreichen Ansteckungen in der 8.500-Seelen-Gemeinde betroffen sind unter anderem eine baptistische Religionsgemeinschaft sowie mehrere Großfamilien. Auch ein Corona-Ausbruch in einer Kita wurde gemeldet. Ingesamt befinden sich rund 1.000 (Kontakt-)Personen in Quarantäne.  

In der Folge schließen ab Dienstag (20. April) zwei Schulen und zwei Kindertagesstätten für zunächst vier Tage. Eine Notbetreuung ist zwar gewährleistet. Die Eltern werden dennoch gebeten, ihre Kinder nur im äußersten Notfall in die Schulen bzw. Kitas zu schicken. 

 

+++Politiker fordern Maßnahme gegen Schulschließungen+++

Der Fall im Kirner Land zeigt, dass Schulen und Kitas zu den Corona-Hotspots gehören. In Innenräumen ist das Ansteckungsrisiko höher als im Freien. 

Auch deswegen fordern Politiker unterschiedlicher Fraktionen nun eine spezielle Maßnahme, die das Infektionsrisiko in Schulen mindern soll: Unterricht im Freien. 

 

Unterricht im Freien

Laut bundesweiter Corona-Notbremse sollen Schulen und Kitas ab einer Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen geschlossen werden. Es gebe allerdings auch andere Möglichkeiten, wie unter anderem Marcus Weinberg, der familienpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung betonte:
„Unterricht im Freien oder die weitere Reduzierung der Lerngruppengrößen sind zu durchdenken, bevor Schulen geschlossen werden.“

Auch die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas sieht Unterricht im Freien als Option. Sie sagte der Zeitung:

„Durch die Wissenschaft ist belegt, dass Aktivitäten unter freiem Himmel sicherer sind als in geschlossenen Räumen. Daher klingt die Möglichkeit, Schulunterricht im Freien möglich zu machen, erstmal gut und wird von manchen Schulen bei gutem Wetter auch spontan genutzt.“

 

+++Corona-Zahlen: Erstmals über 80.000 Tote+++

In der Nacht von Sonntag auf Montag hat Deutschland die Marke von 80.000 Corona-Toten überschritten. Dem RKI wurden in den vergangenen 24 Stunden 92 neue Todesfälle gemeldet. Damit sind insgesamt 80.006 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. 

Die Zahl der Neuinfektionen beläuft sich auf 11.437 Fälle. Seit Beginn der Pandemie haben sich nachweislich 3.153.699 Personen mit COVID-19 infiziert. 2.787.200 Menschen gelten als genesen. Das sind in etwa 12.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle sank um 600 auf 286.500. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt indes weiter. Am Montagmorgen schätzte das RKI den Wert auf 165,3. Am Sonntag hatte die Inzidenz noch bei 162,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gelegen. 

Kleinunternehmerin desinfiziert Plexiglaswand
Service Corona-Notbremse: 289 Kreise überschreiten kritischen Inzidenzwert von 100

 

+++Corona-Ausbruch bei Rewe in Bayreuth: Filialschließung und Quarantäne+++

In Bayreuth kam es in einem Rewe-Supermarkt zu einem größeren Corona-Ausbruch, wie unter anderem „BR24“ berichtet. Wie das Landratsamt mitteilte, haben sich insgesamt 18 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Die Belegschaft befindet sich aktuell in Quarantäne. Der Markt in der Spinnereistraße wurde geschlossen.

 

Rewe-Markt in Bayreuth wegen Corona geschlossen

Bisher sei noch unklar, ob zu den bisher 18 bestätigten Fällen unter den Rewe-Mitarbeitern noch weitere Infizierte hinzukommen. Zudem sei ebenfalls noch ungewiss, wann der Markt wieder öffnen kann. Die Filiale sei gereinigt und desinfiziert worden, zitiert „BR24“ ein Statement der Unternehmenszentrale in Köln.

 

Kunden wurden nicht über Ausbruch informiert

Kurios wird es allerdings, wenn es darum geht, wie man die Kunden über den Ausbruch informiert hat. Denn diese wurden angeblich nicht über den Corona-Ausbruch in Kenntnis gesetzt. Lediglich am Eingang der betroffenen Filiale wurde laut Medienberichten auf ein Schild verwiesen, welches mit dem Hinweis „Wegen eines Systemfehlers bis auf Weiteres geschlossen“ versehen war. Der Filial-Betreiber wolle sich auf Nachfrage nicht zu dem „Systemfehler“ äußern, heißt es bei „br24“. 

Grafische Darstellung von Coronaviren.
Service Corona-Hotspots: Nur noch ein Bundesland über 100er-Inzidenz

 

Keine Informationspflicht bei Corona

Warum der Rewe-Markt seine Kunden nicht informierte? Es besteht wohl keine Pflicht, im Falle eines Corona-Ausbruchs darüber zu informieren, so das Landratsamt. Der Grund für eine Schließung müsse demnach nicht publik gemacht werden.

Ob sich auch Kunden mit dem Coronavirus angesteckt haben, ist indes nicht bekannt. Man gehe aber davon aus, dass aufgrund der Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen kein erhöhtes Risiko bestehe.

Quelle:

Rewe-Supermarkt in Bayreuth nach Corona-Ausbruch geschlossen, in: br.de

 

+++16.04. Corona-Urlaub an der Ostsee in Eckernförde wieder möglich+++

Corona-Urlaub an der Ostsee rückt für viele zum Greifen nahe. Denn nach einem halben Jahr Lockdown sehnen sich viele nach Erholung und Normalität – den Kaffee draußen beim Bäcker, oder einen entspannten Spaziergang am Strand. Das kann hier in Eckernförde an der Ostsee ab Montag wahr werden. Dann nämlich macht Eckernförde endlich wieder auf. Was heißt das im Detail?

  • Hotels werden wieder geöffnet.
  • Ferienhäuser und Campingplätze können besucht werden.
  • Restaurants im Außen- und sogar im Innenbereich dürfen den Betrieb wieder aufnehmen.
 

Negativer Corona-Test und Öffnung in der Nebensaison

Die Lockerungen in Eckernförde haben jedoch eine Bedingung: Urlauber dürfen nur anreisen, wenn sie einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

„Da wir ja außerhalb der eigentlichen Ferienzeit diese ersten Öffnungsschritte machen, glauben wir, dass wir jetzt Stück für Stück die ersten Schritte behutsam machen können, bevor dann im Sommer wirklich der hoffentlich große Öffnungsschritt erfolgen kann“, erklärt Thilo Rohlfs, Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein gegenüber „RTL“

 

Modellregionen machen es möglich

Wie es zu den Lockerungen hier am Küstenort kam, obwohl doch die bundesweite Tagesinzidenz immer noch beunruhigend hoch ist? Eckernförde gehört zu den sogenannten Modell-Regionen. In diesen können Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorgenommen werden, wenn es ausreichend Testkapazitäten gibt und sich die Inzidenz vor Ort in einem niedrigen Bereich befindet.

So auch in Eckernförde. Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 steigen, muss in Eckernförde jedoch wieder geschlossen werden.

 

Urlaubsregion mit Inzidenz von unter 50

Aktuell liegt die Inzidenz in Eckernförde noch unter 50 (47,8). In gesamten Bundesland Schleswig-Holstein beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 76,2. Also noch unter 100, der Wert, der als richtungsweisend für die Rücknahme von Corona-Lockerungen (Notbremse) gilt. Die Öffnung für den Tourismus in Eckernförde ist bis einschließlich 15. Mai genehmigt. Wenn die Infektionszahlen konstant niedrig bleiben, kann das Modellprojekt jedoch verlängert werden.

Auch weitere Regionen im Norden wollen für den Tourismus öffnen. So haben auch Sylt, Nordfriesland, Büsum und die Lübecker Bucht Interesse an den sogenannten Modell-System gezeigt.

 

+++Corona-Zahlen am Freitag, 16. April: Inzidenz weiterhin konstant hoch+++

Auch am Freitag, 16. April, bleiben die Corona-Zahlen konstant hoch. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut 25.831 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Zudem wurden dem RKI 247 Todesfälle gemeldet. Der Inzidenz-Wert liegt bundesweit bei 160,1. Und auch der bundesweite R-Wert steigt weiter an von 1,11 auf aktuell 1,18. 

 

+++15.04. Corona-Ausbruch trotz Impfung in Altenheim: Mediziner alarmiert+++

In einem Altenheim in Leichlingen in Nordrhein-Westfalen kam es zu einem größeren Corona-Ausbruch in einem Altenheim. Nach Angaben des Geschäftsführers haben sich insgesamt 17 Bewohner sowie Pflegekräfte mit dem Corona-Virus infiziert. Das Rätselhafte: Sie waren bereits im Januar doppelt durchgeimpft worden.

 

Positiv getestet, aber nur leichte Symptome

Der Geschäftsführer des Heims, Joachim Noß erklärte gegenüber den Medien, dass die positiv getesteten Bewohner und Mitarbeiter derzeit nur schwache Symptome aufweisen würden. „Es muss bisher niemand ins Krankenhaus, die Bewohner befinden sich auf ihren Zimmern“, so Noß gegenüber der „Bild“-Zeitung. Aber wie kam es überhaupt dazu, dass man die Infektionen feststellte?

Zunächst wurden im Haus flächendeckend Schnelltests durchgeführt, erläutert Geschäftsführer Noß. Das Ergebnis: 17 positive Fälle. Anschließende PCR-Tests bestätigten bereits einige der Ergebnisse – einige stehen noch aus.

Mediziner sind alarmiert. Auch zuvor hat es bereits häufiger Corona-Ausbrüche unter Geimpften gegeben. In diesen Fällen waren die Betroffenen jedoch in der Regel nur teilimmunisiert, hatten erst eine Impfdosis erhalten oder kurz nach der Impfung noch keinen vollständigen Schutz erreicht. In diesem Fall liegt die Durchimpfung jedoch schon Monate zurück. 

 

Mediziner: Alter könnte ein Faktor sein

Virologen der Uni-Klinik in Düsseldorf untersuchen den Sonderfall jetzt. Es sei wichtig, dass man das aufarbeitet, erklärt Professor Ortwin Adams der Universitätsklinik in Düsseldorf. Einzelne Impfdurchbrüche wären bekannt. Ein größerer Ausbruch sei jedoch ungewöhnlich, so der Experte.

Ein entscheidender Faktor könnte hier das Alter der Betroffenen sein. Ältere Menschen zeigen häufiger eine schwächere Immunantwort, auch bei Impfungen. Zudem müsse nun untersucht werden, ob es sich bei dem Virus möglicherweise um eine Variante handeln könnte, bei der bestimmte Impfstoffe weniger wirksam sind.

Quellen:

Sie wurden bereits vor Monaten geimpft: 14 Bewohner und Pfleger eines Altenheims positiv auf Corona getestet, in: merkur.de 

Brasilianische Virus-Mutation
Service Brasilianische Variante erstmals in Dortmund! Weitere Risikogebiete

 

 +++Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an – 29.426 Neuinfektionen++++

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter an. Am Donnerstag, 15. April, melden die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut insgesamt 29.426 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Innerhalb 24 Stunden wurden zudem 294 Neuinfektionen dem RKI bestätigt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt ebenfalls an auf 160,1 (Vortag 153,2). Vor vier Wochen noch lag sie bei 90,4. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt bei 1,11 und bestätigt somit ein exponentielles Wachstum. 

Kleinunternehmerin desinfiziert Plexiglaswand
Service Corona-Notbremse: 289 Kreise überschreiten kritischen Inzidenzwert von 100

 

+++14.04. Corona-Ausbruch bei McDonald’s+++

In einer McDonald’s-Filiale in Franken wurden mehrere Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. Das Unternehmen reagierte umgehend. Betroffen ist die Geschäftsstelle in der Emil-Kemmer-Straße im fränkischen Hallstadt (Landkreis Bamberg). 

 

Mitarbeiter in Quarantäne

„In dem Restaurant in Hallstadt gab es vergangene Woche Mitarbeiter, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden“, bestätigte eine Sprecherin am McDonald's-Hauptsitz in München gegenüber „inFranken.de“, ohne eine genaue Zahl zu nennen. 

Das Unternehmen ordnete umgehend eine Quarantäne sowohl für die Infizierten selbst auch für deren Kontaktpersonen an. „Von dieser Maßnahme sind hier aktuell insgesamt 21 Mitarbeiter betroffen“, so die Sprecherin. 

 

Filiale vorübergehend geschlossen

Vorsorglich wurde die McDonald’s-Filiale in der Emil-Kemmer-Straße geschlossen. „Unsere internen Vorgaben sehen in solch einem Fall vor, dass wir kurzzeitig das Restaurant schließen, um eine Desinfektion und umfangreiche Reinigung durchzuführen“, erklärte die Sprecherin diesen Schritt. 

Öffnen darf die Geschäftsstelle erst wieder, wenn sämtliche Mitarbeiter getestet wurden und die Ergebnisse vorliegen. Da dies aktuell nicht der Fall ist, werden im Laufe dieser Woche weitere Reihentestungen durchgeführt.  

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+++Corona in Deutschland: Inzidenz überschreitet 150+++

Das RKI meldet heute eine 7-Tage-Inzidenz von 153,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Damit macht der Wert im Vergleich zum Vortag, wo er bei 140,9 gelegen hatte, einen Riesensprung. 

Laut Datenlage haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 3.044.016 Personen mit COVID-19 infiziert – 21.693 Fälle kamen in den vergangenen 24 Stunden dazu. Die Zahl der Todesopfer steigt um 342 neue Fälle auf insgesamt 79.088 Menschen. 
Das RKI macht online allerdings immer noch darauf aufmerksam, dass die aktuellen Zahlen aufgrund der verzögerten Meldungen und Testungen an den Osterfeiertagen nicht interpretierbar seien. Erst Ende dieser Woche sollen sich die Verzögerungen ausgeglichen haben. 

 

+++13.04. Sonderrechte für Geimpfte+++

Die ersten Bundesländer folgen der aktuellen Empfehlung des Robert Koch-Instituts und lockern die Corona-Regelungen für Menschen mit vollständigem Impfschutz. Zu den Sonderrechten für Geimpfte gehört das Entfallen der Quarantänepflicht unter bestimmten Voraussetzungen.

 

Baden-Württemberg: Sonderrechte ab 19. April

Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte den Beschluss von Corona-Erleichterungen für vollständig Geimpfte in Baden-Württemberg. Demnach entfällt ab 19. April die Quarantänepflicht für vollständig Geimpfte, selbst wenn Kontakt zu einer coronapositiven Person bestand sowie bei der Einreise aus sämtlichen Risikogebieten im Ausland.

Damit die Sonderrechte greifen, müssen die Geimpften zwei Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen symptomfrei sein
  • Die letzte vorgeschriebene Impfdosis muss mindestens 14 Tage zurückliegen

Mit welchem Impfstoff die Personen geimpft wurden, spielt keine Rolle. Auch für Menschen, die eine COVID-19-Infektionen überstanden und bereits ihre erste Impfung erhalten haben, gelten die Sonderrechte in Baden-Württemberg.

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Rheinland-Pfalz: Es muss nicht allen „gleich schlecht“ gehen

Rheinland-Pfalz hat ebenfalls beschlossen, Einschränkungen für vollständig Geimpfte zurückzunehmen. Zunächst gilt dies bis zum 10. Mai. Die neuen Regelungen sind denen in Baden-Württemberg ähnlich. So entfällt die Quarantänepflicht für Einreisende aus Risikogebieten und für Erstkontakt-Personen, sofern diese symptomfrei sind und ihre letzte Pflichtimpfung mindesten 14 Tage zuvor erhalten haben. „Ich halte es für richtig“, kommentierte der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin (FDP) die Entscheidung in seinem Bundesland gegenüber dem „SWR“ (https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/corona-quarantaene-geimpfte-100.html). „Es besteht kein Grundrecht darauf, dass es allen gleich schlecht geht.“ Für Einreisen aus Gebieten, in denen die aktuell grassierenden Corona-Mutante (LINK) vorherrschen, gelten die Sonderrechte allerdings nicht.

Bereits am Sonntag (11. April) war die Testpflicht für vollständig Geimpfte in Rheinland-Pfalz entfallen. Wer beispielsweise zum Friseur gehen will, kann seinen Impfpass statt eines negativen Corona-Tests vorlegen.

Ein Bahn-Abteil mit leeren Sitzen
Service Tipps für sicheres Bahnfahren trotz Corona

Quellen:

Täglicher Lagebericht des RKIzur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)  12.04.2021, in: rki.de
Für Geimpfte Ausnahmen von Test- und Absonderungspflicht, in: corona.rlp.de
Nach Kontakt oder Einreise: Keine Quarantänepflicht für vollständig Geimpfte in Baden-Württemberg, in: swr.de

 

+++13.04. Bundesweite Corona-Notbremse beschlossen+++

Das Bundeskabinett gibt grünes Licht für die bundesweite Corona-Notbremse. Ab einer Inzidenz von 100 gelten dann einheitliche Corona-Maßnahmen, darunter nächtliche Ausgangssperren und teilweise Schließungen des Einzelhandels, der Gastronomie und Kultureinrichtungen. Auch die Möglichkeiten, Sport zu treiben, werden durch die Corona-Notbremse eingeschränkt. 

 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz steigt auf über 140+++

Das RKI meldet heute eine bundesweite Inzidenz von 140,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Wert steigt stetig in den vergangenen Tagen und lag gestern noch bei 136,4. Vor genau einer Woche hatte die 7-Tage-Inzidenz 123 betragen.

Die Zahl der COVID-19-Infektionen stieg in den vergangenen 24 Stunden um 10.810 neue Fälle auf ingesamt 3.022.323. Zusätzlich wurden dem RKI 294 Todesopfer gemeldet. Damit sind seit Beginn der Pandemie 78.746 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. 

 

+++12.04. Bildungsministerium zweifelt Urteil von Weimar an+++

Ein am Sonntag bekannt gewordener Urteilsbeschluss sorgt derzeit für erhitzte Gemüter. Am Amtsgericht Weimar hatte ein Familienrichter eine einstweilige Anordnung erlassen, die Maskenpflicht, Abstandsregeln und Schnelltests an zwei Schulen in Thüringen untersagt. Ausgangspunkt der Entscheidung ist die Klage einer Mutter (Az.: 9 F 148/21), deren zwei Kinder die betreffenden Schulen besuchen. Angeführt wurde die Kindeswohlgefährdung.  

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Beschluss hat keine Auswirkungen

Kurz nach Bekanntwerden reagiert das Bildungsministerium Thüringen und kritisiert das Urteil von Weimar in aller Schärfe. „Beschluss des Familiengerichts Weimar hat keine Auswirkungen für Thüringen“ heißt es unmissverständlich in einer Erklärung des Ministeriums, die online eingesehen werden kann.

Im Nachfolgenden werden mehrere Punkte des Urteils beanstandet, allen voran die fehlende „ordnungsgemäße Bekanntgabe“. Des weiteren weist das Bildungsministerium Thüringen darauf hin, dass ein Urteil nur für an der Klage beteiligten Personen gefällt werden kann. „Vorliegend sind das zwei Schüler. Der Beschluss hat keine Auswirkungen auf die Infektionsschutzmaßnahmen, die für die Thüringer Schulen insgesamt angeordneten wurden. Sie bleiben rechtmäßig in Kraft.“

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„Gravierende verfahrensrechtliche Zweifel“

Ob das Urteil von Weimar überhaupt eine rechtliche Wirkung habe könne, zweifelt das Bildungsministerium an. Schließlich seien die Familiengerichte im Fall von Infektionsschutzmaßnahmen und Rechtsverordnungen der Landesregierung nicht zuständig.
 

„Der Beschluss wirft gravierende verfahrensrechtliche Zweifel auf. So beschränkt sich die Zuständigkeit des Familiengerichts in Sorgerechtsverfahren auf Fragen des Sorgerechts; die Überprüfung von Infektionsschutzmaßnahmen oder Rechtsverordnungen der Landesregierung obliegt dagegen den Verwaltungsgerichten.“

Eine obergerichtliche Prüfung solle „schnellstens“ durchgeführt werden. 

 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz steigt weiter+++

Das RKI meldet am Montag 13.245 Corona-Neuinfektionen und 99 Todesfälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Eine Woche zuvor hatte die Zahl der Neuinfektionen 8.497 betragen und 50 Menschen waren mit oder an dem Virus gestorben. 
Damit sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 3.011.513 Menschen an COVID-19 erkrankt. 78.452 Personen sind in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt weiter: von 129,2 am Vortag auf aktuell 136,4. Am vergangenen Montag hatte der Wert bei 128 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gelegen. 

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+++Corona-Ausbruch in Bahn auf den Weg nach Hamburg+++

Auf dem Weg von Sylt nach Hamburg kam es für Fahrgäste der Deutschen Bahn zu einem heftigen Zwischenfall. Der Zug, der in Westerland startete und über Sylt zurück in Richtung Hamburg unterwegs war, musste aufgrund einer Person, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, gesperrt und evakuiert werden. 

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Fahrgast in Klinik gebracht und positiv gestestet

Bei der positiv getesteten Person handelt es sich laut Medienberichten um einen 42-jährigen Mann aus Itzehoe, der im Zuge der Zugkontrolle als „Schwarzfahrer“ ertappt wurde. Als der Mann sich auf dem Bahnsteig übergab, alarmierten die Beamten vor Ort die Rettungskräfte. Der 42-Jährige wurde laut Medienberichten umgehend in eine Klinik gebracht. Dort fand man auch heraus, dass der Fahrgast sich mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Der Zug, der indes in Richtung Sylt weiter gefahren war, wurde anschließend gestoppt. Weitere Reisende des Zuges mussten evakuiert werden. Wie viele von dem Vorfall betroffen waren, ist aktuell nicht bekannt.

Der leere Zug wurde anschließend nach Husum zur Reinigung und Desinfektion gebracht, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn gegenüber den Medien. 

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+++09.04. Corona-Gipfel wird wohl verschoben+++

Nachdem beim letzten Bund-Länder-Treffen nach stundenlanger Debatte am Ende ein Ergebnis stand, welches am nächsten Tag direkt wieder zurückgenommen wurde, warten nun viele sehnsüchtig auf das nächste Gipfeltreffen, welches ursprünglich für den kommenden Montag angedacht war - vergebens! Denn der kommende Bund-Länder-Gipfel ist nun abgesagt, wie unter anderem die Nachrichten-Agentur Reuters und die ARD berichten.

Dass der Termin am Montag nicht stattfindet, hatten bereits mehrere Minister gegenüber den Medien angedeutet. So erklärte Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes, in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“: „Das wird nicht am Montag sein. Im Moment spricht viel dafür, das nicht am Montag zu machen. Ich halte die Ministerpräsidentenkonferenz aber generell für sehr sinnvoll“, so der CDU-Politiker. 

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Neuer Gesetzesentwurf: Einheitliche Regeln für Ausgangssperren und Distanzunterricht

Aber warum soll das Gipfeltreffen überhaupt abgesagt werden? Der Grund dafür wurde im Laufe des Tages bekannt. Schon am kommenden Dienstag soll ein neuer Gesetzesentwurf verabschiedet werden, der eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes nach sich zieht. 

So sollen dem Bund künftig mehr Kompetenzen verleiht, um zum Beispiel einen bundesweit einheitlichen Lockdown oder weitere Corona-Regeln zu erlassen. Nach Reuters-Informationen soll schon in der kommenden Woche ein Gesetzesentwurf aud den Weg gebracht werden, "der eine direkt verbindliche und umfassende Notbremse für Kreise ab einer Inzidenz von 100 vorsieht". Unterhalb einer Inzidenz von 100 sollen die Beschlüsse der Ministerkonferenzen fortgelten und die Länder dahingehend ihre Zuständigkeit behalten. 

Ebenfalls in dem Gesetzesentwurf geregelt: Der Schulunterricht. So sollen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 alle Schüler bundesweit in den Distanzunterricht wechseln. Bund und Ländern müssen sich nun darum bemühen, die anvisierte Neuregelung „so schnell wie möglich umzusetzen“, heißt es seitens der Regierung.

Quellen:

Corona-Gipfel am Montag steht auf der Kippe, in: ntv.de
Paukenschlag! Corona-Gipfel offenbar tatsächlich abgesagt - Neues mögliches Datum durchgesickert, in: merkur.de
Lockdown-Streit eskaliert: Bund-Länder-Gipfel für neue Corona-Regeln am Montag geplatzt, in: businessinsider.de
Streit um neuen Lockdown, in: sueddeutsche.de

 

+++09.04. Zahl der Neuinfektionen steigt wieder an+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt wieder an. Das Robert Koch-Institut meldet am Freitag 25.464 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Zudem wurden 296 Todesfälle dem RKI gemeldet. Der Inzidenz-Wert steigt erneut auf 110,4. Der Sieben-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,80 (Vortag 0,76)

 

+++08.04. Corona-Ausbruch mit südafrikanischer Variante in Kita+++

Es ist ein alarmierender Corona-Ausbruch, der sich in Reutti, einem Stadtteil von Neu-Ulm im bayerischen Bezirk Schwaben ereignet hat. Insgesamt acht Kinder des Kinderhauses „Unterm Himmelszelt“ wurden positiv auf die hochansteckende Corona-Mutation aus Südafrika B.1.351 getestet

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Corona-Mutation aus Südafrika: Keine Immunität?

Das verheerende daran: Bisher ist die Mutante verhältnismäßig selten in Deutschland vorgekommen. Sie zählt zu den sogenannten „Escape Varianten“ des Corona-Virus, die noch ansteckender sein sollen als die hierzulande dominante Variante aus England B.1.1.7. Das größere Problem: Die südafrikanische Virus-Variante führt vermehrt zu Reinfektionen, sodass eine Immunität nach einer einmal durchgemachten Corona-Erkrankung nicht mehr gewährleistet ist.

Wie das Universitätsklinikum in Ulm bereits im März mitteilte, seien in dieser Region mehrere Fälle der südafrikanischen Variante nachgewiesen worden. Das bestätigt auch das Landratsamt.

Drei der vier Kita-Gruppen der betroffenen Kindertagesstätte befinden sich bereits in einer 14-tägigen Quarantäne. Kinder, die seit dem 30. März nicht mehr in der Einrichtung waren, sind von der Isolation ausgenommen, so heißt es gegenüber den Medien. Die Einrichtungsleitung hat noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob die Kita vollständig geschlossen werden muss.

 

+++RKI meldet über 20.000 Neuinfektionen +++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Donnerstag 20.407 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Zudem wurden dem RKI 306 Todesfälle gemeldet. Da über die Osterfeiertage jedoch weniger getestet wurde, geht man davon aus, dass die Zahlen immer noch leicht verzerrt sind.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit derzeit bei 105,7. Der aktuelle R-Wert sinkt von 0,81 auf aktuell 0,76. 

 

+++06.04. Corona-Ausbrüche in Altenheimen, Rückgang der Corona-Zahlen+++

Sowohl das Altenpflegeheim Nodus Vitalis in Dessau, Sachsen-Anhalt, als auch das Caritas-Pflegeheim im niedersächsischen Bohmte-Hunteburg (Landkreis Osnabrück) kämpfen aktuell mit Ausbrüchen des Coronavirus. Insgesamt liegen 31 bestätigte Fälle vor. Es besteht der Verdacht auf B.1.1.7-Infektionen. 

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Corona-Ausbruch in Dessau: 17 Infektionen

Das Gesundheitsamt Dessau-Roßlaus bestätigte den Corona-Ausbruch im Altenpflegeheim Nodus Vitalis. Wie unter anderem die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet, sind bis Ostermontag 17 Bewohner der Pflegeeinrichtung im Stadtteil Alten positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

 

Verdacht auf britische Corona-Mutante

Die erkrankten Männer und Frauen sind zwischen 67 bis 94 Jahre alt. Bei zwei Fällen besteht der Verdacht auf eine Infektion mit der britischen Corona-Mutante B.1.1.7.  Bereits am Karfreitag hatte es zehn bestätigte Krankheitsfälle im Altenpflegeheim Nodus Vitalis gegeben. Weitere Corona-Tests sollen helfen, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. 

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Corona-Ausbruch im Kreis Osnabrück: Auch Mitarbeitende infiziert

In einem Pflegeheim der Caritas in Bohmte-Hunteburg (Landkreis Osnabrück) sind sowohl Bewohner als auch Mitarbeitende von dem Corona-Ausbruch betroffen. Wie der „NDR“ berichtet, wurden bei Schnelltests zunächst elf Bewohner*Innen und drei Mitarbeiter*Innen positiv auf das Coronavirus getestet. 

 

Weitere Test stehen an

Um die Befunde der Schnelltests zu verifizieren, wurden umgehend PCR-Tests durchgeführt. Deren Ergebnisse stehen in einigen Fällen noch aus. Trotzdem sind für den heutigen Dienstag bereits weitere Tests anberaumt. 

Die Heimleitung informierte darüber, dass sämtliche Krankheitsverläufe bisher milde ausfallen. 

 

+++Corona in Deutschland: Meldeverzögerungen an Ostern+++

Das Robert Koch-Institut meldet am 6. April 6.885 Neuinfektionen und 90 Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor einer Woche waren es noch 9.549 Neuinfektionen und 180 neue Todesfälle gewesen. Berücksichtigt werden müssen allerdings die Meldeverzögerungen, die über die Osterfeiertage entstanden sind. Auf dem RKI-Dashboard informiert die Behörde: 

„Rund um die Osterfeiertage ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.“


Stand heute haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.900.768 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert und 77.103 sind mit oder an dem Virus gestorben. Rund 2.597.100 Personen haben COVID-19 bereits überstanden – etwa 15.500 mehr als tags zuvor. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle im Land sank um circa 8.700 auf 226.600. 

Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag etwas gesunken: von 128 auf 123 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 

Grafische Darstellung des Gehirns.
Symptome & Beschwerden Neuro-COVID: Was Corona im Gehirn anrichtet

 

+++01.04. Schuhgeschäfte in Bayern dürfen geöffnet bleiben+++

Der Einzelhandel ist bundesweit stark heruntergefahren. Nur in Regionen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt, darf der Einzelhandel weitere Öffnungen vornehmen. Dies ist in weiten Teilen Bayerns aktuell nicht der Fall. Dennoch hat das Verwaltungsgericht im Freistaat nun im Eilverfahren eine Kursänderung vorgenommen. Ab sofort dürfen Schuhgeschäfte in Bayern wieder öffnen.

Ein Händler aus Schweinfurt hatte bereits im Februar gegen die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie geklagt und beantragt, dass sie für die Schuhbranche außer "Vollzug" gesetzt wird, wie unter anderem der "Spiegel" berichtet.

Zwar lehnten die Richter diesen Antrag ab, jedoch: Schuhgeschäfte fallen laut dem Urteil unter die Kategorie "unverzichtbares Ladengeschäft für die tägliche Versorung" und dürfen folglich nun wieder öffnen. Zudem fügten die zuständigen Richter an, dass mitllerweile in Bayern auch Bau- und Gartenmärkte geöffnet seien, die ebenfalls unter die Kategorie "unverzichtbar" fallen. Die Versorung mit Schuhen sei ein "Grundbedürfnis", welches Voraussetzung für das Ausüben zahlreicher Berufe oder sportliche Betätigungen im Freien sei. 

Obwohl die Begründung der Richter mit dem Urteil durchaus plausibel erscheint, betrifft die neue Regelung in Bayern nur den Schuh-Handel. Ob es zu weiteren Öffnungen in anderen Bundesland kommt, ist nicht abzusehen.

 

+++Corona-Zahlen steigen weiter: RKI meldet über 24.000 Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Donnerstagmorgen erneut hohe Zahlen bei den gemeldeten Corona-Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages wurden dem Institut 24.300 neue Corona-Fälle in Deutschland gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 22.657 Fälle. Zudem wurden dem RKI 201 Todesfälle gemeldet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit aktuell bereits bei 134,2 und steigt damit erneut etwas an (Vortag: 132,3). Nach Ansicht des RKI werden sich die Zahlen in den kommenden Tagen sogar noch verschlechtern. 

Ärzte beatmen Corona-Patienten
Service Nach Corona-Ausbruch in Klinik: Chefarzt liegt auf der Intensivstation

 

+++Horror-Szenario: RKI rechnet mit Inzidenz von über 300 nach Ostern+++

In einem Bericht des RKI, der sich mit dem Mutationsgeschehen in Deutschland beschäftigt, stellt das Robert Koch-Institut eine düstere Prognose an. Man rechne in der Woche nach Ostern bundesweit bereits mit einer Inzidenz von über 300! Man gehe davon aus, dass nach den Osterfeiertagen ein deutlich höheres Niveau der Corona-Zahlen erreicht sei als zur Weihnachtszeit.

Der Grund für die hohen Zahlen sei die zunehmende Verbreitung von Mutationen in Deutschland. Die britische Corona-Variante habe derzeit in Deutschland bereits einen Anteil von über 70 Prozent aller gemeldeten Neuinfektionen erreicht.

 

+++Zu hohe Zahlen: Norden verschärft Corona-Maßnahmen+++

Im nördlichsten Bundesland in Deutschland, Schleswig-Holstein, werden derweil die Corona-Maßnahmen aufgrund der hohen Infektionszahlen weiter verschärft. Der Landkreis Pinneberg und Segeberg ziehen aufgrund des zu hohen Infektionsgeschehens die Notbremse. Auch die Stadt Flensburg muss verschärfen.

Notbremse im Landkreis Pinneberg

Der Landkreis Pinneberg liegt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 114,8 deutlich über der 100. Ab Donnerstag werden daher hier die Corona-Schutzmaßnahmen verschärft.

Notbremse auch in Flensburg und Landkreis Segeberg

Auch der Landkreis Segeberg mit einer aktuellen Inzidenz von 132,0 verschärft die Corona-Regeln wieder. Auch hier wird ab Donnerstag (1.04.) die Notbremse gezogen sowie in der Stadt Flensburg, bei der das Infektionsgeschehen schwankend über 100 liegt. 

Münchner Marienplatz menschenleer
Service Ausgangssperren und Notbremsen: Diese Regionen in Deutschland sind betroffen

Folgende Maßnahmen werden ergriffen:

  • Kontaktbeschränkungen auf einen Haushalt und eine weitere Person sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich. Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen.
  • Kitas müssen zurück in die Notbetreuung.
  • Der Einzelhandel muss zurück zum „Click-and-Collect“, ausgenommen Läden des täglichen Bedarfs, Wochenmärkte und Baumärkte.
  • Bei Dienstleistungen mit Körperkontakt, etwa Friseur- und Kosmetik-Studios muss ein negativer Corona-Test vorliegen.

Am Tag zuvor hatte bereits Hamburg die aktuellen Corona-Maßnahmen drastisch verschärft und sogar eine Ausgangssperre verhängt. 

Polizisten gehen durch leere Straßen
Service Ausgangssperre mit Ausnahmen: Hamburger Senat greift durch

 

+++Corona-Verschärfungen in Dresden: Geschäfte müssen wieder schließen+++

Nicht nur der Norden, sondern auch der Osten verschärft die Corona-Maßnahmen. In Dresden wurden ebenfalls Lockerungen wieder rückgängig gemacht. Wie unter anderem „RTL“ berichtet, gelten ab sofort folgende Regeln:

  • Angehörige des Hausstands dürfen sich nur noch mit einer weiteren Person treffen.
  • Das Verlassen der eigenen Unterkunft ist nur aus einem triftigen Grund erlaubt (Einkäufe, Arbeitswege).
  • Im Einzelhandel muss alles, was über den Grundbedarf hinausgeht, wieder schließen.
  • Friseure, Fußpflege, Blumenläden, Bücherläden, Bibliotheken und Fahrschulen bleiben geöffnet.
  • Es gilt ein Alkoholverbot in Teilen der Innenstadt
  • Individualsport zu zweit oder in Gruppen mit 20 Teilnehmern draußen ist ebenfalls untersagt.

Immer wieder wird Deutschland von heftigen Corona-Ausbrüchen erschüttert. In Nordrhein-Westfalen kam es nun zu einem besonders schweren Ausbruch. 

Richterhammer und Gesetzbücher 2021
Service Gesetzesänderungen im April 2021: Corona-Impfungen beim Hausarzt, Mindestlohn und mehr

 

+++29.03. Corona-Ausbruch bei dm: 800 Mitarbeiter in Quarantäne+++

Im Verteilerzentrum Weilerstwist im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen. 800 Mitarbeiter wurden nach zahlreichen positiven Testungen in Quarantäne geschickt, wie unter anderem der „Generalanzeiger“ berichtet.

Bereits am vergangenen Mittwoch wurden im Drogeriemarkt-Zentrum unter den Mitarbeitern insgesamt 94 positive Corona-Fälle gegenüber der Presse bestätigt. Bei allen positiven Fällen wurde die britische Corona-Variante festgestellt.

800 Mitarbeiter in Quarantäne

Nachdem zunächst 200 Mitarbeiter für 14 Tage in Quarantäne geschickt wurden, hat sich die Anzahl der Mitarbeiter, die sich in Isolation begeben müssen, noch einmal erhöht. Nach einer „Neubewertung der Lage“ sei entschieden worden, dass 600 weitere Mitarbeiter in Quarantäne müssen.

 

Corona-Ausbruch bei dm: Was bedeutet das für die Drogerie-Mäkte?

Christian Bodi, dm-Geschäftsführer im Bereich Logistik, erklärte gegenüber der Presse: „Wir haben sofort reagiert und Maßnahmen ergriffen, um die Verfügbarkeit von Produkten in unseren dm-Märkten sicherzustellen.“ Eine Versorgung der Drogerie-Märkte bundesweit sei also gesichert.

Die Behörden haben das Ausbruchsgeschehen untersucht und bestätigten, dass das Unternehmen alle Hygienestandards vorbildlich eingehalten habe.

Quelle:

Wieder Quarantäne für dm-Drogeriemarkt in Weilerswist, in: wdr.de

 

+++26.03. Virusmutation bei Corona-Ausbruch nachgewiesen+++

In Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) wurde erstmals die südafrikanischen Virusvariante B.1.351 bei einem größeren Corona-Ausbruch nachgewiesen. Das bestätigten Stadtverwaltung und Gesundheitsamt am späten Donnerstagnachmittag, wie die „Badische Zeitung“ berichtet.

Kranke Frau liegt zudeckt auf dem Sofa, eine Hand auf dem Kopf
Symptome & Beschwerden Andere Corona-Symptome: Das bewirkt die Corona-Mutation

 

Infektionen in Jugendhilfeeinrichtung

Betroffen ist eine Jugendhilfeeinrichtung eines freien Trägers. Zum Schutz der überwiegend jungen Betroffenen wurde nicht bekanntgegeben, um welche Einrichtung genau es sich handelt

 

111 Personen in Quarantäne

Nachweislich infiziert sind 19 Personen – Erzieher*innen und Kinder. Um den Ausbruch mit der seltenen südafrikanischen Mutante so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen, verhängte das Gesundheitsamt Quarantäne-Anordnungen für ingesamt 111 Menschen. Die infizierten Kinder hatten eine Kita, einen Hort sowie eine Grundschule mit Hort besucht. 

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+++Corona in Deutschland: Neuinfektionen steigen, Todesfälle sinken+++

In den vergangenen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut 21.573 Corona-Neuinfektionen sowie 183 Todesfälle. Im Vergleich zur Vorwoche steigt die Zahl der neuen Fälle damit einmal mehr, während die Todesfälle sinken. Am 19. März waren dem RKI binnen eines Tages 17.482 Neuinfektionen und 226 Todesfälle bestätigt worden. 

Ingesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.734.753 Personen mit COVID-19 infiziert, 75.623 Menschen sind daran gestorben. Als genesen gelten aktuell rund 2.467.600 Personen. Das sind 11.400 mehr als tags zuvor. Das RKI schätzt die Zahl der aktiven Corona-Infektionen auf 191.500 Fälle.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gerechnet in einer Woche verzeichnet werden, liegt aktuell bei 119,1. Der Wert steigt seit Tagen stetig an. Mitte der Woche hatte die Inzidenz noch bei 108,1 gelegen, gestern dann bei 113,3.

Im Impfmonitoring gibt das RKI zudem an, dass bisher 8.150.256 Menschen in Deutschland (9,8%) die Erstimpfung erhalten haben. 3.603.639 (4,3%) wurden bereits das zweite Mal geimpft.

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