Masern: Robert-Koch-Institut mahnt Erwachsene zur Impfung

Eine Frau wird geimpft
Viele Erwachsene zwischen 30 und 39 haben laut Robert-Koch-Institut keinen ausreichenden Impfschutz © Fotolia

Die Masernwelle in Berlin nimmt kein Ende – das Robert-Koch-Institut ruft jetzt Erwachsene auf, ihren Impfschutz zu überprüfen.

679 Masernfälle gibt es seit Ausbruch der Epidemie in Berlin inzwischen, das meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Dienstag.

Die Masern waren im Oktober 2014 in einem Flüchtlingsheim ausgebrochen und breiteten sich wegen des mangelnden Impfschutzes, vor allem unter den Erwachsenen, schnell aus.

Das Robert-Koch-Institut macht jetzt auf große Impflücken vor allem bei den 30-39-Jährigen aufmerksam – in dieser Altersgruppe seien nur etwa 47 Prozent geimpft. Die Experten raten deshalb dazu, nicht nur den Impfpass der Kinder, sondern auch den eigenen zu kontrollieren und fehlende Impfungen nachholen lassen. Wichtig: Erst die Zweitimpfung gewährleistet einen verlässlichen Schutz.

 

Auch nach Ansteckung noch impfen

Die Experten raten auch Menschen zur Impfung, die Kontakt mit Masernkranken hatten und sich möglicherweise angesteckt haben. Denn solange sich noch keine Krankheitssymptome zeigen, besteht die Chance, dass die Impfung durch Aktivierung des Immunsystems den Krankheitsausbruch verhindert.

Hamburg, 4. März 2015

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.