Masern: Impfaufruf der WHO

Ein kleines Mädchen wird geimpft
Die WHO ruft alle Europäer zur Masernimpfung auf, um die aktuelle Masernwelle aufzuhalten © Shutterstock

Angesichts der grassierenden Masern-Epidemie in Europa hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt einen Aufruf an alle Europäer gerichtet, sich und ihre Kinder impfen zu lassen.

Das von der WHO angepeilte Ziel war beinahe erreicht: Die Masern sollten 2015 in Europa ausgerottet sein. Doch der aktuelle Ausbruch macht alle bisherigen Bemühungen zunichte: Sieben europäische Länder haben laut WHO-Angaben seit Anfang 2014 insgesamt mehr als 22.000 Fälle von Masern gemeldet. In Deutschland gab es in dieser Saison schon fast 600 Ansteckungen – und in Osteuropa fallen die Zahlen teilweise noch höher aus. So meldet Kirgistan seit Mai 2014 beispielsweise 7.477 Masernfälle.

 

Masern in Europa fast ausgerottet

Für Experten sind diese Zahlen erschütternd, denn in den vergangenen Jahrzehnten konnten die Fallzahlen in Europa um 96 Prozent reduziert werden. Der Grund seien Regionen mit vielen nicht geimpften Menschen und die Weigerung vieler Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen, so die WHO-Experten. Sie rufen darum zu verstärkten Masernimpfungen auf – ihr Appell richtet sich vor allem an die Politik, an Angestellte im Gesundheitswesen und an Eltern.

In Deutschland hatte der Ausbruch zuletzt zu einer Debatte um die Einführung einer Impfpflicht geführt, nachdem ein kleiner Junge in Berlin seiner Masernerkrankung erlegen war.

Alles zu Ansteckung, Krankheitsverlauf und Behandlung der Masern finden Sie hier.

Hamburg, 25. Februar 2015

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