Mariendistel für eine gesunde Leber

Carolin Banser Medizinredakteurin
Eine Mariendistel
Extrakte aus der Mariendistel – mit einem hohen Anteil am natürlichen Wirkstoff Silymarin – schützen das Organ vor schädlichen Substanzen © fotolia

Nicht-alkoholische Fettleberhepatitis (NASH) – diese Diagnose wird immer öfter gestellt. Nun haben Forscher herausgefunden, wie Zubereitungen aus den Früchten der Mariendistel die Leber schützen können.

Rund 20 Prozent der Deutschen leiden an einer nicht-alkoholischen Fettleber. Die Leberzellen bilden sich jedoch ständig neu, sodass sich das Organ meist vollständig erholen kann. Vorausgesetzt, es wird rechtzeitig etwas gegen die Verfettung unternommen.

 

 

Mariendistel bringt den Leberstoffwechsel ins Gleichgewicht

Forscher wissen heute, dass die Extrakte aus der Mariendistel gegen Leberleiden zusätzlich zur gängigen Fett- und Kohlehydrat-reduzierten Diät helfen. Silymarin – das standardisierte Extrakt aus der Mariendistel – wirkte sich positiv auf den gestörten Leberstoffwechsel aus. Dies ist das Ergebnis einer iranischen Studie bei 74 NASH-Patienten (40 weiblich, 34 männlich) im Alter zwischen 32 und 44 Jahren.

So funktioniert die Leber

Etwa 1,5 Liter Blut fließen pro Minute über Leberarterie und Pfortader in die Leber. Das Blut und seine Nährstoffe werden dort gereinigt und umgebaut und über die untere Hohlvene zurück in den Blutkreislauf geleitet. Die Leber produziert außerdem Galle, die über den Gallengang zur Speicherung in die Gallenblase fließt.

Das Wirkstoffgemisch stabilisiert die äußere Hülle der Leberzellen und schützt sie so vor dem Eindringen giftiger Stoffe. Die Gabe von drei Mal täglich 140 Milligramm Silymarin über einen Zeitraum von zwei Monaten führte zu einer deutlichen Senkung der Plasma-, Cholesterin- und Nüchtern-Blutzucker-Werte. Darüber hinaus kam es zu einer deutlichen Abnahme der Leberenzyme (sogenannte Transaminasen).

Die nichtalkoholische Fettleber tritt in der Regel in Verbindung mit Krankheiten wie Fettleibigkeit, metabolischem Syndrom und Insulinresistenz bzw. Diabetes mellitus auf.

 

Ab wann spricht man von einer Fettleber?

Wenn übermäßig viel Fett in die Zellen eingelagert ist. In der Medizin werden dafür unterschiedliche Definitionen benutzt.

 

 

Was sind die Ursachen?

Meist liegen Stoffwechsel-Erkrankungen wie erhöhte Blutfette, Übergewicht oder zu starker Alkoholkonsum vor.

 

 

Welche Symptome geben Hinweise?

Die Fettleber selber ist schmerz-und symptomlos. Erst wenn es zu einer Vernarbung kommt, zeigt sich die verminderte Leberfunktion in vermehrter Blutungsneigung und Müdigkeit. Ein Arzt erkennt die Erkrankung durch eine Ultraschalluntersuchung oder Gewebsprobe der Leber.

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