Marburg-Virus in Uganda: Droht jetzt eine neue Epidemie?

Marburg Virus ausgebrochem
Der Marburg-Virus ist nach der hessischen Stadt benannt, in der er 1967 in einem Labor das erste Mal ausgebrochen war © Fotolia

Noch während in Westafrika die bisher schlimmste Ebola-Epidemie aller Zeiten wütet und erste Krankheitsfälle in Europa und den USA auftreten, starb beinahe unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung in Uganda ein Mann an dem Marburg-Virus. Experten fürchten nun, dass sich der Erreger – der als ebenso tödlich wie das verwandte Ebola-Virus gilt – weiter verbreiten könnte und dem afrikanischen Kontinent eine neue Epidemie droht.

Wie die Nachrichten-Agentur dpa meldet, starb bereits vor etwa einer Woche in Uganda ein 30-jähriger Mann an den Folgen des Marburg-Virus.

Nach Behördenangaben hatte sich der Verstorbene wahrscheinlich in einem christlichen Missionskrankhaus mit dem Erreger infiziert, wo er als Röntgenassistent beschäftigt war. Ob der Mann vor seinem Tod noch weitere Personen mit dem tödlichen Erreger angesteckt hatte, sei noch unklar. Zurzeit befänden sich aber bereits rund 80 Personen in Quarantäne, die mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnten, erklärte Jane Aceng – Direktorin des staatlichen Gesundheitsdienstes in Uganda.

 

Notfallteams vor Ort im Einsatz

Um im Falle einer weiteren Ausbreitung des Marburg-Virus schnell reagieren zu können, wurden von staatlicher Seite medizinische Notfallteams aktiviert, die über Erfahrungen im Umgang mit lebensgefährlichen Viruserkrankungen verfügen.

Ugandas Präsident Yoweri Museveni rief unterdessen die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Zudem sollten Berührungen mit anderen Menschen nach Möglichkeit vermieden werden.

Hamburg, 7. Oktober 2014

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