Maniküre: Für gepflegte Hände und Nägel

Redaktion PraxisVITA

Immer mehr Menschen achten für einen gepflegten Auftritt auf Hände und Nägel. Maniküre ist auch für Männer zunehmend ein Thema. Denn dahinter steckt weit mehr als nur hübscher Nagellack.

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Wer schöne Hände und Nägel will, der muss sie pflegen Foto:  iStock/NadyaPhoto
Inhalt
  1. Was ist eine Maniküre?
  2. Was gehört in ein Maniküre-Set?
  3. Maniküre selber machen
  4. Einfache Tipps für die tägliche Handpflege
  5. Maniküre im Nagelstudio
  6. Gesunde Nägel dank richtiger Ernährung

Eine schöne Maniküre lohnt sich immer. Sie mag nicht sofort ins Auge fallen. Wer aber die Pflege von Händen und Fingernägeln vernachlässigt, sorgt beim Gegenüber schnell für einen schlechten Eindruck. Denn schmutzige Nägel oder eingerissene Nagelhaut sind ein sicheres Anzeichen dafür, dass es jemand mit der Körperpflege offenbar nicht so genau nimmt. Es klingt abgedroschen, ist aber wahr: Die Hände sind die Visitenkarte eines Menschen.

Maniküre gehört deshalb zu den großen Trends im Bereich Beauty und Lifestyle. Davon zeugen nicht zuletzt die vielen neuen Nagelstudios in den Innenstädten. Mit Maniküre ist aber beileibe nicht nur das Lackieren von Fingernägeln gemeint. Auch Gesundheit und Wellness fallen darunter.

 

Was ist eine Maniküre?

Maniküre bezeichnet die kosmetische Pflege der Hände. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort “Manus” (Hand) ab. Pediküre ist der Fachausdruck für Fußpflege.

Podologiepraxen bieten aber häufig auch Handpflege an, ebenso wie Kosmetikstudios. Unter Maniküre fällt also alles, was die Pflege und das Erscheinungsbild der Hände inklusive der Fingernägel betrifft. Dazu zählen in erster Linie:

  • Fingernägel: kürzen, feilen, polieren, lackieren
  • Hände: Peeling, eincremen
  • Nagelhaut: einweichen, eincremen/einölen

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Was gehört in ein Maniküre-Set?

In ein Maniküre-Set für den Hausgebrauch gehören:

  • Nagelschere, Hautschere
  • Nagelfeile
  • Polierfeile
  • Rosenholzstäbchen oder Hufstäbchen zum Zurückschieben der Nagelhaut

Außerdem sollten Handcreme, Nagelöl und gegebenenfalls ein Peeling, Nagellack, et cetera im privaten Maniküre-Set nicht fehlen.

 

Maniküre selber machen

Ob Sie die Maniküre selber übernehmen oder Profis überlassen, ist eine Frage des Geschmacks und auch des Geldbeutels. Wer keine “Problemnägel” hat, findet es vielleicht sogar sehr entspannend, sich mal eine Viertelstunde ganz auf die Pflege der Hände zu konzentrieren.

Solch eine Maniküre-Sitzung kann wie folgt aussehen:

  1. Nägel in Form feilen - durch Nagelknipser können Nägel splittern
  2. Warmes Handbad (Seifenwasser, Milch oder Olivenöl)
  3. Nagelhaut vorsichtig zurückschieben (nur eingerissene Stellen schneiden)
  4. Nägel polieren oder lackieren (Unterlack gegen Verfärbungen, Oberlack für längeren Halt)
  5. Nagelhaut mit Öl behandeln
  6. Hände eincremen

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Nicht nur das Gesicht, auch die Haut an den Händen profitiert von einem regelmäßigen Peeling. Es reinigt porentief und hilft zudem gegen Verhornungen. Anschließend wird eine pflegende Creme besonders gut aufgenommen.

Experten empfehlen das Peeling ein- bis zweimal pro Monat. Bei sehr trockenen Händen kann die Anwendung auch wöchentlich zum Einsatz kommen.

 

Einfache Tipps für die tägliche Handpflege

  • Hände häufig eincremen, Bodylotion ist gut - Handcremes sind besser
  • vor dem Zubettgehen Nagelöl in Nagelhaut und Nägel massieren
  • Gummihandschuhe schützen beim Abwaschen vor Spülmittel und heißem Wasser
  • ph-neutrale Handseife schont den Säureschutzmantel der Haut
  • Lichtschutzfaktor verlangsamt Zeichen der Hautalterung
 

Maniküre im Nagelstudio

Wer unter Problemen wie eingewachsenen Nägeln oder Nagelpilz leidet, sollte bei der Handpflege Profis hinzuziehen. Nagel- oder Kosmetikstudios verfügen zudem über die nötige Ausstattung für UV-Lack oder Gelnägel, die besonders lange halten sollen.

Nailart – also die aufwendige Verzierung mit Lack oder Strasssteinchen – hat ebenfalls zur wachsenden Beliebtheit von Nail Salons beigetragen.

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Bei der Auswahl sollten Sie nicht nur auf den Preis achten. Hygiene muss bei der Maniküre oberstes Gebot sein. Schmutzige Fensterscheiben können bereits ein erstes Warnzeichen sein, dass es ein Studio mit der Sauberkeit nicht so genau nimmt.

 

Gesunde Nägel dank richtiger Ernährung

Die Handpflege sollte übrigens bereits bei der Ernährung beginnen. Wer unter brüchigen Nägeln leidet, kann daran womöglich auch mit einer sorgfältigen Maniküre wenig ändern. Denn an den Fingernägeln zeigt sich schnell, wenn mit der Nahrung zu wenig Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden.

Auch Krankheiten oder eine geringe Flüssigkeitszufuhr können sich an den Nägeln bemerkbar machen. Vorsichtshalber sollte deshalb bei Problemen oder Veränderungen an den Nägeln ein Arzt um Rat gefragt werden, um einen ernsten Hintergrund auszuschließen. Zum Glück haben Querrillen oder Längsrillen in den Nägeln häufig harmlose Ursachen.

Im Gegenzug können auch Fehler bei der Maniküre bleibende Spuren hinterlassen. So sind weiße Stellen auf den Fingernägeln oft die Folge von winzigen Verletzungen der Nagelhaut oder der darunterliegenden Nagelwurzel, auch Nagelmatrix genannt. Die können zum Beispiel entstehen, wenn die Nagelhaut ohne vorheriges Einweichen zurückgeschoben wurde.

Quellen:

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