Mangelernährung: Frauenproblem Haarausfall

Eisenreiche Ernährung wichtig für Vegetarier
Eisenreiche Ernährung, zum Beispiel mit viel Spinat, ist wichtig für Vegetarier, um einer Mangelernährung effektiv vorzubeugen und Haarausfall zu vermeiden © Fotolia

Häufige Ursachen, für eine Mangelernährung sind oft Eisen- oder Zinkmangel. Stress und eine unzureichende Ernährung kann auch zu Haarausfall führen.

Die Bürste bringt es an den Tag: Haarausfall! Millionen Frauen leben mit diesem haarigen Problem und leiden darunter. Das muss nicht sein: Haarspezialist Dr. Frank-Matthias Schaart nennt die häufigsten Ursachen und was dagegen hilft.

Wechseljahre Ab dem 40. Lebensjahr lässt die Östrogenproduktion nach. Darunter leidet meistens auch die Haarpracht. Der Arzt kann regulierende Hormonpräparate verschreiben. Auch pflanzliche Mittel (z. B. Silberkerzen-Extrakt) helfen. Sie haben weniger Nebenwirkungen als hormonelle Präparate und sind zur Vorbeugung meist ausreichend. Zudem gibt es Tinkturen mit dem Wirkstoff „Alfatradiol" zum Einmassieren in die Kopfhaut.

 

Haarausfall wegen Mangelernährung

Eisen-, Biotin- und Zinkmangel begünstigen Haarausfall und Mangelernährung. Vegetarier sollten eisenreiche Nahrung (grünes Gemüse wie Spinat) wählen. Viel Zink steckt in Kürbiskernen und Haferflocken. Biotin findet sich in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Eigelb.

 

Schilddrüsenfehlfunktion

Bei einer Überfunktion wird das Haar brüchig und wächst nicht lang, bei einer Unterfunktion dünnt es aus. Der Arzt kann die Schilddrüse mit Medikamenten einstellen. Jodsalz unterstützt bei einer Unterfunktion.

 

Stress

Untersuchungen deuten darauf hin, dass Stress entzündliche Prozesse an den Haarwurzeln auslöst. Auch hier helfen spezielle Tinkturen. Und entspannen Sie regelmäßig, z. B. mit autogenem Training.

Gereizte Kopfhaut greift die Haarwurzeln an. Gegen Ekzeme helfen Shampoos oder Salben mit Antipilzwirkung. Nehmen Sie milde Shampoos ohne Duft- und Konservierungsstoffe (z. B. Babyshampoo). Auch eine Öl-Packung hilft: Kopfhaut mit Olivenöl betupfen, über Nacht unter einer Badekappe einwirken lassen.

 

Und was bezahlt die Krankenkasse?

Die Kassen zahlen die Kosten für ein sogenanntes Trichogramm, eine Methode, mit der der Arzt den Haarausfall anhand des Haarwurzelstatus bestimmt. Diese Untersuchung wird häufig in speziellen Sprechstunden durchgeführt, die Kliniken, aber auch Ärzte anbieten. Bei dauerhaftem Haarverlust beteiligen sich die Kassen anteilig an einem Haarersatz. Ansonsten ist die Behandlung von Haarausfall leider keine Kassenleistung.

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