Lebensgefahr Zeckenbiss: gefährliche Irrtümer

Redaktion PraxisVITA

Man muss die Zecke schnell entfernen, um eine Infektion zu verhindern

Dieses Gerücht trifft bedingt zu. Die sogenannten FSME-Viren (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) befinden sich im Speichel der Zecke und werden in der Regel bereits mit dem Stich übertragen. Gleiches gilt für die meisten anderen Krankheiten, die von Zecken auf den menschlichen Wirt übertragen werden – es gibt ungefähr 50. Bei der gefürchteten Borreliose gehen Mediziner davon aus, dass die Übertragung der Bakterien erst etwa zwei Stunden nach dem Stich erfolgt. Dieser Erreger befindet sich im Darm der Zecke und benötigt Zeit, bis er in den Körper des Wirts eindringen kann. Deswegen ist es zur Vermeidung einer Ansteckung mit Borreliose tatsächlich wichtig die Zecke möglichst schnell zu entfernen. Entscheidend ist aber auch die Entfernung selbst. Quetscht man die Zecke, kann sich ihr Darminhalt an der Einstichstelle entleeren. Am besten verwendet man zum Entfernen der Zecke eine spezielle Zange oder Sie wenden sich direkt an einen Arzt. Wollen Sie sich selbstständig dem lästigen Stecher entledigen, drehen Sie das Tier nicht aus der Haut, da sonst die Gefahr besteht, dass der Kopf der Zecke stecken bleibt. Packen Sie den Blutsauger möglichst nah an der Haut und ziehen Sie ihn vorsichtig und ohne Unterbrechung in der Bewegung heraus. Nachdem Sie das Tier entfernt haben, sollten Sie die betroffene Hautstelle gründlich desinfizieren.

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